VVN-BdA Bochum

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
Subscribe

Artikel der Kategorie ‘Juden’

77. Jahrestag der Reichspogromnacht
am 9. November 2015

Oktober 31, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Faschismus, Gedenken, Juden, Terror Kommentare deaktiviert für 77. Jahrestag der Reichspogromnacht
am 9. November 2015

Am Montag, den 9. November findet 17:00 Uhr an der Ecke Harmoniestraße / Dr. Ruer-Platz die Gedenkveranstaltung an die Reichspogromnacht statt. Im Mittelpunkt des Gedenkens steht in
diesem Jahr die Erinnerung an den 80. Jahrestag der Verabschiedung der „Nürnberger
Rassengesetze“ und an den 70. Jahrestag der Neugründung der Jüdischen Gemeinde in Bochum.

Gedenkveranstaltung am 9. November

Gedenkveranstaltung am 9. November

Im Einladungsflyer heißt es: „Mit der Verabschiedung
der „Nürnberger Gesetze“ im September 1935
institutionalisierten die Nationalsozialisten ihre
antisemitische Ideologie und stempelten jüdische
Mitbürger zu Menschen minderen Rechts. Mehr als
6 Millionen Juden wurden zwischen 1933 und 1945
ermordet.

Nur wenige Menschen jüdischen Glaubens überlebten.
Sie standen nach der Befreiung aus den Gefängnissen
und Konzentrationslagern, nach der ständigen
Todesangst, nach Folter und Zwangsarbeit vor den
existenziellen Fragen ihres zukünftigen Lebens. Neben
der Suche nach dem Verbleib von Familienmitgliedern
war es vor allem die Entscheidung, wo sie selber in
Zukunft leben wollten. Sollte es das Land der Täter sein,
die für ihre Enteignung, Inhaftierung, Deportation und Ermordung verantwortlich waren?

Unter den jüdischen Überlebenden war es sehr
umstritten, wieder nach Deutschland zurückzukehren. Nur wenige entschieden sich dafür, wieder in Bochum zu leben und gründeten im Dezember 1945 die neue jüdische Gemeinde. Diese neue Gemeinde hatte mit der alten jüdischen Gemeinde, deren Mitglieder sich ja meist selbstbewusst als Deutsche jüdischen Glaubens gesehen hatten, wenig zu tun. Im Zentrum standen die jüdischen Partner aus sog. Mischehen bzw. deren Kinder“ (vgl. Dr. Hubert Schneider, „Leben nach dem Überleben – Juden in Bochum nach 1945“, Seite 12, 2014)

Auszubildende von Opel schlagen einen Bogen von der Verabschiedung der „Nürnberger Gesetze“ bis zur Neugründung der Jüdischen Gemeinde. Die Gedenkveranstaltung wird von der Cellistin Christiane Conradt musikalisch begleitet.

Der Einladungsflyer mit Hinwiesen auf die Veranstaltungen
rund um den 9. November

Am Beispiel Ottilie Schoenewalds:
Jüdisches Leben vor, während und nach dem Faschismus in Bochum

Oktober 31, 2015 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Faschismus, Juden, Stadtrundgang, Termine, Terror Kommentare deaktiviert für Am Beispiel Ottilie Schoenewalds:
Jüdisches Leben vor, während und nach dem Faschismus in Bochum

8. November 2015
14:00bis16:15

Im Rahmenprogramm des 77. Jahrestages der Reichspogromnacht bietet die VHS einen Stadtrundgang zum jüdischen Leben in Bochum an.

Ottile Schoenewald, geb. 1883

Ottile Schoenewald, geb. 1883

Der Stadtrundgang wird an einigen Orten, Straßen, Gebäuden, Plätzen und Stolpersteine verdeutlichen, wie Diskriminierung, Verfolgung, Flucht oder Deportation und Ermordung jüdischer Bochumer abgelaufen ist. Dabei wird den Fragen nachgegangen, was die Mehrheitsgesellschaft in Bochum vom Schicksal ihrer Mitbürger*innen wusste, welche politischen und religiösen Vorurteile an den antisemitischen Maßnahmen mitgewirkt haben und warum es so wenig Widerstand gegen den staatlichen Terror an jüdischen Menschen gab. Bochum war überall! Insofern lässt sich die Bochumer Geschichte verallgemeinern. So weit Spuren vorhanden, wird eine bemerkenswerte Bochumerin, Ottilie Schoenewald, dargestellt werden.

Der Stadtrundgang wird von Wolfgang Dominik geleitet.

Termin: Sonntag, 8. November 2015, 14:00 bis ca. 16:15 Uhr.
Treffpunkt: Glocke auf dem Rathausplatz.

Die VHS bittet um Voranmeldung unter der Tel.-Nr. 0234 / 9101555
und erhebt eine Teilnahmegebühr von 5,– Euro, erm. 3,– Euro

Bochum im Faschismus (Stadtrundgang)

Oktober 06, 2015 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Faschismus, Juden, Sinti und Roma, Stadtrundgang, Termine Kommentare deaktiviert für Bochum im Faschismus (Stadtrundgang)

25. Oktober 2015
14:00bis16:15

An zahlreichen Orten in der Innenstadt weisen Gebäude, Stolpersteine,
Gedenktafeln, Namen von Straßen oder Plätzen auf Bochum im Faschismus hin.

NSDAP-Aufmarsch auf dem heutigen Imbuschplatz

NSDAP-Aufmarsch auf dem heutigen Imbuschplatz

Die VHS bietet am 25.10. wieder einen entsprechenden Stadtrundgang an. Es geht um die Frage, wie in Bochum die Übergabe der Macht an die Faschisten sich auswirkte, wie und wo
Massenaufmärsche stattfanden, wie
der Terror, Verfolgung und
Vernichtung der politischen Gegner
und der Bochumer Juden möglich war.

Es geht auch um die Frage, was die
Mehrheitsgesellschaft gewusst hat und
wie die Akzeptanz der faschistischen
Verbrechen in Bochum aussah.
Beim Rundgang durch die Innenstadt soll ein Einblick gegeben werden, was Alltag unterm „Hakenkreuz“ bedeutete. Und es geht natürlich um die Frage, wie zunehmende „Ausländerfeindlichkeit“ und neofaschistische Verbrechen heute in diesem Zusammenhang zu erklären sind.

Die VHS bittet um Voranmeldung unter der Tel. Nr. 0234/9101555
(Kurs-Nr. 12004) und erhebt einen Unkostenbeitrag von 5,– Euro, erm. 3,– Euro.

Treffpunkt am 25.10.2015 um 14.00 Uhr an der Glocke auf dem Rathausplatz.
Der Rundgang dauert bis ca. 16.15 Uhr.

Pressemitteilung der VVN-BdA Bochum
zu den Plänen, den Nordbahnhof abzureißen

August 22, 2015 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Deportation, Faschismus, Juden, Presseerklärung Kommentare deaktiviert für Pressemitteilung der VVN-BdA Bochum
zu den Plänen, den Nordbahnhof abzureißen

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten in Bochum spricht sich nachdrücklich für den Erhalt des Nordbahnhofs aus.

Symbol der VVN-BdA

Symbol der VVN-BdA

Historisch bedeutsame Zeugnisse der Stadt dürfen nicht
dem Abrisshammer ausgeliefert werden, sondern müssen
geschützt werden.

Der Nordbahnhof ist ein noch vorhandener Ort, von dem die Nazis die Transporte der Bochumer Jüdinnen und Juden in den Tod durchführten. Hier erfolgte z. B. durch den Zoll die Kontrolle über deren Vermögen, um sie danach ausrauben zu können. Der Nordbahnhof ist ein Zeugnis, an dem die Erinnerungsarbeit an den Faschismus und seine Opfer
erfolgen kann und wach gehalten werden muss.

Wir sprechen uns auch aus für das Anbringen
entsprechender Mahntafeln oder Stelen, die das tödliche
Schicksal zahlreicher Jüdinnen und Juden aus Bochum
dokumentieren.

Die Pressemitteilung der VVN-BdA Bochum

Den Nordbahnhof erhalten!
Online-Petition „Kein Abriss des alten Nordbahnhofs!“

August 22, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Deportation, Faschismus, Geschichte, Juden Kommentare deaktiviert für Den Nordbahnhof erhalten!
Online-Petition „Kein Abriss des alten Nordbahnhofs!“

Die Eigentümer der Bochumer Fiege-Brauerei haben den Antrag gestellt, dass der von ihnen vor 15 Jahren erworbene Nordbahnhof abgerissen werden darf. Hiergegen gibt es Widerstand, der u. a. auch von führenden Sozialdemokraten unterstützt wird.

Kein Abriss des alten Nordbahnhofs in Bochum!

Kein Abriss des alten Nordbahnhofs in Bochum! Online-Petition unterschreiben!

Jürgen und Hugo Fiege schreiben in einer Erklärung zum Widerstand gegen den Abriss: „Sämtliche Bemühungen und Überlegungen zu einer Wiederherstellung und Nutzung des bestehenden
Gebäudes haben sich als nicht tragbar erwiesen. Daher haben wir nun einen Abrissantrag gestellt. […] Seit Jahrzehnten setzt sich die Privatbrauerei Moritz Fiege aktiv und als zuverlässiger Partner für das Gemeinwohl der Stadt Bochum ein.” In der Tat gehören die beiden Brüder zu den
einflussreichsten und bestvernetzten Unternehmern in Bochum.
(mehr …)

Jüdisches Leben in Bochum vor und während
des Faschismus am Beispiel Ottilie Schoenewalds

April 07, 2015 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Faschismus, Juden, Stadtrundgang, Termine, Terror Kommentare deaktiviert für Jüdisches Leben in Bochum vor und während
des Faschismus am Beispiel Ottilie Schoenewalds

12. April 2015
14:00bis16:15
Ottilie Schoenewald, geb. 1883

Ottilie Schoenewald, geb. 1883

2015 ist ein Jahr des Gedenkens. Vor 80 Jahren wurden die
„Nürnberger Rassegesetze“
verabschiedet, vor 70 Jahren war die Befreiung vom Faschismus. Vor 77 Jahren wurde auch die Bochum Synagoge vernichtet. Am 1. April vor 82 Jahren fand der Boykott jüdischer Geschäfte statt. Schon dieser Terrorakt der Faschisten, der auch die Bereitschaft der „arischen“ Deutschen zu solchen Verbrechen testen sollte, verlief auch in Bochum für die Nazis äußerst erfolgreich.
Auf dem Stadtrundgang der VHS durch die Innenstadt soll an etlichen Orten und Stolpersteinen auf Diskriminierung, Verfolgung, Flucht oder Deportation und Ermordung jüdischer Mitbürger_innen aus Bochum hingewiesen werden. Es soll den Fragen nachgegangen werden: Was wussten die Bochumer vom Schicksal ihrer jüdischen Nachbarn? Welche politischen und religiösen Vorurteile machten den antijüdischen Terror möglich? Warum gab es so wenig Widerstand? Sind solche rassistischen Exzesse auch heute denkbar?

Am Beispiel einer bekannten Bochumerin, Ottilie Schoenewald, soll exemplarisch auf ein jüdisches Leben in Bochum hingewiesen werden.

Termin: Sonntag, 12.4.2015, 14.00 bis 16.15 Uhr.
Treffpunkt: Glocke auf dem Rathausplatz

Die VHS bittet um Anmeldung unter der Tel.-Nr. 910155.
Teilnahmegebühr 5,– Euro, erm. 3,– Euro.

„Überleben nach dem Überleben“
Dr. Hubert Schneider stellte auf der Veranstaltung der
VVN-BdA Bochum am 20. Februar sein neues Buch vor

Februar 22, 2015 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Antisemitismus, Buchvorstellung, Faschismus, Juden Kommentare deaktiviert für „Überleben nach dem Überleben“
Dr. Hubert Schneider stellte auf der Veranstaltung der
VVN-BdA Bochum am 20. Februar sein neues Buch vor

Auch der Historiker Dr. Hubert Schneider meint, dass es gute Gründe gibt, auch nach der Befreiung vom Faschismus hinsichtlich der wenigen überlebenden jüdischen Mitbürger_innen statt vom „Leben nach dem Überleben“ vom „Überleben nach dem Überleben“ zu sprechen.

Dr. Hubert Schneider bei der Vorlesung

Dr. Hubert Schneider bei seiner Vorlesung

Der von manchen nach 1945 als bewältigt behauptete
Antisemitismus lebte in fast allen Köpfen weiter und äußerte sich in Schändungen jüdischer Friedhöfe, Hakenkreuzschmierereien, ja
sogar in Morden an Überlebenden. Der Referent las dazu Beispiele aus seinem neuesten Buch „Leben
nach dem Überleben“ vor.

Ca. 40 Teilnehmer_innen an der Veranstaltung der VVN-BdA
Bochum am 20.2. lauschten
gebannt und erschüttert. Auch
dass in Bochum ausgerechnet ein Nazi mit gefälschten Papieren z.B. über eine eigene KZ-Haft
Vorsitzender eines „Wiedergutmachungs-Ausschusses“ werden konnte, fand Empörung. Das waren aber nicht mal Einzelfälle. Überall trafen die Überlebenden auf ein Netzwerk von Profiteuren der „Arisierungen“, die nun an leitenden Stellen für die
Wiedergutmachung sorgen sollten. Auch bis 1945 in Bochum führende Faschisten in der Stadtverwaltung und in der Partei erinnerten sich z.B. nicht mehr an die Reichspogromnacht bzw. behaupteten, keinerlei Verantwortung getragen zu haben.
(mehr …)

Fotos von der VVN-Veranstaltung am 20. Februar

Februar 22, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Antisemitismus, Bildergalerie, Buchvorstellung, Juden Kommentare deaktiviert für Fotos von der VVN-Veranstaltung am 20. Februar

Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz in der Synagoge

Januar 27, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Antisemitismus, Befreiung, Faschismus, Gedenken, Juden Kommentare deaktiviert für Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz in der Synagoge

Zahlreiche Menschen haben am Dienstagabend in der Neuen Bochumer Synagoge an
der Gedenkveranstaltung für die Opfer des Faschismus teilgenommen. Anlass war der
70. Jahrestag der Befreiung der Insassen des Vernichtungslagers Auschwitz am
27. Januar 1945 durch die Rote Armee. Auschwitz ist das Synonym für den
Rassenwahn der Faschisten und den Massenmord an den europäischen Juden. Der
Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz wurde 1996 offizieller
deutscher Gedenktag für die Opfer des „Nationalsozialismus“.

Die Neue Synagoge in Bochum

Die Neue Synagoge in der Bochumer Innenstadt

Die Gedenkfeier in der Bochumer
Synagoge begann mit dem
Verlesen der Namen der Opfer der
Shoa aus Bochum und
Wattenscheid. Die Namen von
577 Bochumer Juden wurden
genannt. Die tatsächliche Zahl der
Opfer liegt deutlich höher, es sind
aber nicht alle Opfer namentlich
bekannt. Die Vereinten Nationen
erklärten den 27. Januar im Jahr
2005 zum Internationalen Tag des
Gedenkens an die Opfer des
Holocaust.

Durch die Gedenkfeier führte Felix Lipski, Vorsitzender von „Der Stern – Club der
Holocaust-Überlebenden und Kriegsveteranen“. Felix Lipski wurde 1938 in Minsk
geboren. Er ist Überlebender des Ghettos von Minsk, Gründer und erster Präsident
des Weißrussischen Verbandes der ehemaligen jüdischen Häftlinge der
nationalsozialistischen Ghettos und KZ.
(mehr …)

Leben nach dem Überleben:
Buchvorstellung und Gespräch mit Dr. Hubert Schneider

Januar 14, 2015 Von: Michael Niggemann Kategorie: Antisemitismus, Buchvorstellung, Faschismus, Juden, Termine Kommentare deaktiviert für Leben nach dem Überleben:
Buchvorstellung und Gespräch mit Dr. Hubert Schneider

20. Februar 2015
19:30

Die VVN-BdA Bochum eröffnet hiermit eine Reihe von
Veranstaltungen zum Thema:

8. Mai 1945 – 8. Mai 2015 – 70 Jahre Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg – Chance für Frieden und Demokratie in Europa.

Der Bochumer Historiker Dr. Hubert Schneider

Dr. Hubert Schneider, Historiker

In seinem neu erschienen Buch „Leben nach dem Überleben: – Juden in Bochum nach 1945“ skizziert der Historiker Dr. Hubert Schneider die Schicksale von 60 Juden, die den Holocaust
überlebt haben und nach dem Krieg wieder
nach Bochum zurückkehrten.
Bereits 1945 haben sie hier eine neue jüdische
Gemeinde gegründet, die bis 1947 wieder auf
50 Mitglieder angewachsen war.

In seinem Buch geht Dr. Schneider der Frage
nach, warum diese Menschen in die Stadt
zurückkehrten, die es zugelassen hatte, dass sie
nach unsäglichem Leid u.a. in
Konzentrationslager verschleppt wurden.
In 60 Lebensgeschichten geht er darauf ein, wie
sich das Leben der jüdischen Mitbürger in der
Nachkriegszeit gestaltete – mit den Fragen des
weiterhin andauernden Antisemitismus, der
Entnazifizierung, den Fragen und Problemen der Wiedergutmachung und der Frage, ob man nicht doch lieber nach Palästina / Israel oder ein anderes Land ausreisen solle. Dieses Buch berichtete darüber, wie und ob es den Juden gelang, in der deutschen Nachkriegsgesellschaft Fuß zu fassen.
(mehr …)

Hubert Schneider: Leben nach dem Überleben.
Juden in Bochum nach 1945

Januar 08, 2015 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Antisemitismus, Buchvorstellung, Faschismus, Juden Kommentare deaktiviert für Hubert Schneider: Leben nach dem Überleben.
Juden in Bochum nach 1945

Juden in Bochum nach 1945

Juden in Bochum nach 1945

70 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus beschäftigt sich zum 1. Mal eine umfangreiche Studie mit einem lange Zeit nach 1945 gern tot geschwiegenen Thema: „Leben nach dem Überleben: Juden in Bochum nach 1945, Berlin 2014“. Autor ist der Bochumer Historiker Dr. Hubert Schneider, der auch für die VVN-BdA Bochum etliche Male schon referiert hat.

Obwohl mir manches auch aus Schneiders zahlreichen Veröffentlichungen und Vorträgen schon bekannt war, ist diese kompakte Zusammenfassend dennoch äußerst erhellend und dringend empfehlenswert.

Alle Schwerpunkte und Probleme der über 450 Seiten können hier nicht erwähnt werden. Besonders beeindruckt hat mich, wie in Bochum (durchaus stellvertretend – wie Schneider mehrmals betont – für die damaligen Westzonen und spätere BRD) fast widerwillig mit dem Problem „Wiedergutmachung“ umgegangen wurde. Meist nur sehr schleppend wurden Ansprüche auf „Wiedergutmachung“ bearbeitet und zogen sich oft über viele Jahre hin, in denen die Überlebenden immer wieder an ihre schrecklichen Erlebnisse erinnert wurden. Oft genug wurde von den Wiedergutmachungsbehörden ihnen und ihren Schilderungen mit großem Misstrauen begegnet. Die Verfahren zogen sich oft über mehrere Instanzen hin, waren oft übersät mit bürokratischen Hürden Für die Antragsteller  waren sie mühsam, kränkend und deprimierend. Statt die vorhandenen Gesetze und Bestimmungen großzügig zu interpretieren, wurde oft genug kleinlich und äußerst restriktiv gehandelt. Das stellte  eine kaum vorstellbare physische und psychische Zumutung für die Antragsteller dar.
(mehr …)

Presseerklärung der VVN-BdA Bochum:
Aus unserer Scham muss Wachsamkeit wachsen!
Solidarität mit der jüdischen Gemeinde

November 17, 2014 Von: Guenter Gleising Kategorie: Juden, Neofaschismus, Presseerklärung, Protest Kommentare deaktiviert für Presseerklärung der VVN-BdA Bochum:
Aus unserer Scham muss Wachsamkeit wachsen!
Solidarität mit der jüdischen Gemeinde

Die VVN-BdA Bochum hat heute eine Erklärung veröffentlicht, in der sie zu einer
Provokation eines Nazis im Dortmunder Rat Stellung nimmt, der mit einer Anfrage
wissen wollte, wo in Dortmund wie viele jüdische BürgerInnen wohnen.

Symbol der VVN-BdA

Symbol der VVN-BdA

„Empörend, widerlich und verbrecherisch!“,
so charakterisiert die VVN-BdA Kreisvereinigung
Bochum die Vorgänge um die Ratsanfrage der Partei
„Die Rechte“ zur Anzahl und zu den Wohnorten
Dortmunder Bürger jüdischen Glaubens.
„Allein schon die Tatsache, dass wenige Tage nach
dem Gedenken an die Ereignisse und Opfer der
Pogromnacht vom 9. November 1938 derartige
Fragen im Dortmunder Stadtrat möglich sind, ist
unbegreiflich. Es ist ungeheuerlich, dass einer
Organisation und Gesinnung über solche Anfragen
eine öffentliche Plattform gegeben wird. Die
Begründung, die Anfrage sei für die „die politische
Arbeit“ der „Rechten“ „relevant“, ist kriminell.
Geschichtliche Parallelen sind offensichtlich. 
Ab 1933 sammelten auch die Faschisten zuerst Daten über die Juden, dann Adressen
von Wohnungen und Geschäften, um anschließend Einrichtungen und Geschäfte zu
demolieren und Menschen zu ermorden. Allein aus Bochum kamen über 500 jüdische
Mitbürger in der Zeit des Naziregimes ums Leben, in Dortmund waren es 2.000. …“

„Unsere besondere Solidarität gilt den unter uns lebenden Bürgern jüdischen Glaubens
und der jüdischen Gemeinde. Aus unserer Scham über das verbrecherische Treiben von
NeofaschistInnen soll verstärkte Wachsamkeit und Tätigkeit gegen Antisemitismus,
Neofaschismus und Rassismus erwachsen.“

Die Presseerklärung im Wortlaut.

Jüdisches Leben in Bochum vor und während
des Faschismus am Beispiel Ottilie Schoenewalds

November 10, 2014 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Juden, Krieg, Rassismus, Stadtrundgang, Termine, Terror Kommentare deaktiviert für Jüdisches Leben in Bochum vor und während
des Faschismus am Beispiel Ottilie Schoenewalds

16. November 2014
14:00
Ottilie-Schoenewald, geb. 1883

Ottilie-Schoenewald, geb. 1883

Vor 76 Jahren wurde auch die
Bochumer Synagoge von
Bochumern angezündet und
vernichtet. Am 9.11. fand eine entsprechende
Gedenkfeier statt. Im Rahmen der Erinnerung an den
9. November 1938 bietet die VHS einen
Stadtrundgang „Bochumer Juden  vor und während
des Faschismus am Beispiel Ottilie Schoenewalds“ an.

Auf dem Stadtrundgang durch die Innenstadt soll an
etlichen Orten und Stolpersteinen auf
Diskriminierung, Verfolgung, Flucht oder Deportation
und Ermordung jüdischer Mitbürger_innen aus
Bochum hingewiesen werden. Es soll den Fragen
nachgegangen werden: Was wussten die Bochumer
vom Schicksal ihrer jüdischen Nachbarn?
Welche politischen und religiösen Vorurteile machten den antijüdischen Terror
möglich? Warum gab es so wenig Widerstand? Sind solche rassistischen Exzesse auch
heute denkbar?

Am Beispiel einer bekannten Bochumerin, Ottilie Schoenewald, soll exemplarisch auf
ein jüdisches Leben in Bochum hingewiesen werden.

Termin: Sonntag, 16.11.2014, 14.00 bis 16.15 Uhr.
Treffpunkt: Glocke auf dem Rathausplatz.

Die VHS bittet um Anmeldung unter der Tel.-Nr. 910155.
Teilnahmegebühr: 5,– Euro, erm. 3,– Euro.

„Langendreer und Werne unterm Hakenkreuz“ Die alternative Busrundfahrt der VVN-BdA Bochum
stieß auf positive Resonanz

November 08, 2014 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Antifaschismus, Bericht, Busrundfahrt, Faschismus, Juden Kommentare deaktiviert für „Langendreer und Werne unterm Hakenkreuz“ Die alternative Busrundfahrt der VVN-BdA Bochum
stieß auf positive Resonanz

TeilnehmerInnen vor dem ehemaligen Gewerkschaftshaus

Vor dem Gewerkschaftshaus von 1922

Am Samstag, den 8. November 2014,
veranstaltete die VVN-BdA Bochum, in der Zeit
von 14:00 bis 17:00 Uhr, eine alternative
Busrundfahrt zum Thema „Langendreer und
Werne in der Zeit des Faschismus“. 

Treffpunkt und Abfahrt für die Rundfahrt war
der Carl-von-Ossietzky-Platz in Langendreer. 
Die Veranstalterin war sehr zufrieden mit dem
Verlauf der Busrundfahrt. Fast 40 Karten
wurden verkauft.
Die Teilnehmer_innen waren z.T. sehr jung
(Schüler des Lessing-Gymnasiums), z.T. auch
schon viel älter. Diese bunte Gruppe ließ sich
den Teil des Friedhofs in Langendreer zeigen,
auf dem in langen Reihen Bombentote jeden
Alters ihre Grabstätte gefunden haben.

Vorbei am vom Kartätschenprinz, später
Kaiser Wilhelm I., gespendeten Stift mit
großem Gedenkmedaillon heute noch an der Stirnwand des Hauses, ging es zu dem
ehemaligen Gewerkschaftshaus.
An jeder Station wurden geschichtliche Erläuterungen zu dem jeweiligen Objekt
gegeben.
Dann an den Stolpersteinen für Max und Meta Heimann wurde deren Leben mit den
zunehmenden Diskriminierungen bis zur Ermordung nicht nur dieser jüdischen
Deutschen dargestellt und ein Blick auf die Denkmalsäule geworfen, die die Germania
trug. Eins von über vierzig revanchistischen und den Heldentod preisenden Bochumer
Kriegsdenkmälern.
(mehr …)

Zentrale Gedenkveranstaltung
76. Jahrestag der Reichspogromnacht

Oktober 24, 2014 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Faschismus, Gedenken, Juden, Termine, Terror Kommentare deaktiviert für Zentrale Gedenkveranstaltung
76. Jahrestag der Reichspogromnacht

9. November 2014
16:00

am Sonntag, 9. November 2014, um 16:00 Uhr, Harmoniestr.,
Ecke Dr. Ruer-Platz. Grußworte von Dr. Ottilie Scholz,
Oberbürgermeisterin und Grigory Rabinovich, Vorsitzender der
Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen.

Stolperstein für Dr. Otto Ruer

Stolperstein für OB Dr. Otto Ruer, JG 1879

Schüler_innen des 10. Jahrgangs
der Willy-Brandt-Gesamtschule
präsentieren szenisch die
Ereignisse rund um die Fahrt der
„St. Luis“ im Jahr 1939 am
Beispiel des Schicksals der Hilde
Pander.

Musikalische Beiträge von
Chorrosion, Chor der IG Metall
Bochum.
Kaddisch (Totengebet): Rabbiner
Boruch Babaev, Jüd. Gemeinde,
Moderation: Artur Libischewski,
Kinder- und Jugendring.
Veranstalter: Arbeitskreis
9. November (Kulturbüro; VHS,
Stadtarchiv; VVN-BdA; Schul-
verwaltungsamt; Jugendamt;
Kinder- und Jugendring Bochum e.V.; Verein Erinnern für die Zukunft; Evangelische
Stadtakademie; Jüdische Gemeinde; Bochumer Kulturrat e.V.; Bochumer Bündnis
gegen Rechts).

Vor der zentralen Gedenkfeier finden Rundgänge zu den Stolpersteinen statt.
(mehr …)

76. Jahrestag der Reichspogromnacht
Gedenkveranstaltung in Wattenscheid

Oktober 23, 2014 Von: Siegfried Evers Kategorie: Faschismus, Gedenken, Juden, Termine, Terror Kommentare deaktiviert für 76. Jahrestag der Reichspogromnacht
Gedenkveranstaltung in Wattenscheid

9. November 2014
12:00

Am Sonntag, den 9. November, findet auf dem Nivelles-­Platz,
vor den drei Stelen, am Standort der ehemaligen Synagoge
in Wattenscheid, die traditionelle Gedenkveranstaltung
der Antifa Wat zur Reichspogromnacht statt.

Treffpunkt ist um 12.00 Uhr der Saarlandbrunnen.

 Der Programmablauf

Gedenkveranstaltung in Wattenscheid 2013

Wattenscheid 2013: Gedenken an den 9. November 1938

Eine Stadt war braun
Bochum im Faschismus – ein Stadtrundgang

September 18, 2014 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Faschismus, Juden, Krieg, Stadtrundgang, Termine, Zwangsarbeit Kommentare deaktiviert für Eine Stadt war braun
Bochum im Faschismus – ein Stadtrundgang

28. September 2014
14:00bis16:15

Vor fast genau 75 Jahren war der sog. Polenfeldzug militärisch
beendet. Auch in Bochum wurde gejubelt. Das große Morden in
Polen begann.

NSDAP-Aufmarsch auf dem heutigen Imbuschplatz

NSDAP-Aufmarsch auf dem heutigen Imbuschplatz

Wie hatte 1933 alles angefangen?
Wie sah Bochum keine 6 Jahre
nach dem Überfall auf Polen aus?
An etlichen Orten in der Innen-
stadt, die an „damals“ erinnern, 
soll ein Einblick gegeben werden,
was Alltag unterm „Hakenkreuz“
konkret für die Menschen in
Bochum bedeutete. Wer freute
sich über die neuen politischen
Herren? Wer hatte zu leiden?

An Beispielen soll gezeigt werden,
wie der Faschismus in Bochum
von 1933 bis 1945 aussah, auf
welche Ablehnung, Widerstand oder Akzeptanz er in Bochum stieß, wie die Bochumer
Bevölkerung auf  die Entrechtlichung, Verfolgung und Vernichtung jüdischer
Bochumer, auf Bücherverbrennungen, Verhaftung und Ermordung von
Widerstandskämpfern reagierte.

Einige Stolpersteine auf dem Rundgang erinnern an das Schicksal jüdischer Bochumer.

Die VHS bietet am Sonntag, den 28.9. 2014, 14.00 Uhr ab Glocke Rathausplatz,
einen Stadtrundgang zum Thema Bochum im NS an.

Der Stadtrundgang dauert ungefähr 2 ¼ Stunden. Eine Anmeldung bei der VHS unter
der Tel.-Nr. 9101555 ist wünschenswert. Die VHS erhebt einen Unkostenbeitrag
von 5,00 Euro, erm. 3,00 Euro.

Stadtrundgang: Bochum im Faschismus

April 27, 2014 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Faschismus, Juden, Krieg, Stadtrundgang, Termine, Zwangsarbeit Kommentare deaktiviert für Stadtrundgang: Bochum im Faschismus

4. Mai 2014
14:00bis16:15
Walter Borbet und Adolf Hitler in Bochum

Walter Borbet und Adolf Hitler in Bochum

Vor ungefähr
81 Jahren
wurden am
2. Mai die Gewerkschaften auch in
Bochum verboten, ihr Eigentum
geraubt und zahlreiche aktive
Gewerkschafter verhaftet und  in
die KZs gebracht. Wenige Wochen  später ereilte die SPD das gleiche Schicksal.  Andere Parteien hatten sich schon selbst aufgelöst oder
waren schon verboten.

Auf folgende Fragen soll u.a.
eingegangen werden: Wie sah der Faschismus in Bochum aus? Auf welche Akzeptanz oder auf welchen Widerstand stießen Massenaufmärsche, Bücherverbrennung, Verhaftungen und oft Ermordung von Antifaschisten, Verfolgung und Ermordung jüdischer Mitbürger, Vernichtung auch der Bochumer Sinti und Roma und anderer, die den „völkisch-arischen“  Ideologien angeblich nicht entsprachen?

An etlichen  Orten, die an „damals“ erinnern, soll beim Rundgang durch die  Innenstadt  ein Eindruck vermittelt  werden, was Alltag unterm „Hakenkreuz“ konkret für die Menschen in Bochum bedeutete. Einige Stolpersteine erinnern bei unserem Rundgang besonders an das Schicksal jüdischer Bochumer.

Treffpunkt: 14.00 Uhr an der Glocke auf dem Rathausplatz Bochum
Dauer des Rundgangs: ca. 2 1/4 Stunden

Anmeldung erwünscht unter VHS:  Tel.-Nr. 9101555
VHS-Teilnahmebeitrag: 5,– Euro, erm. 3,– Euro.

Jüdisches Leben in Bochum vor und während des Faschismus unter besonderer Berücksichtigung von Ottilie Schoenewald

März 31, 2014 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Faschismus, Juden, Stadtrundgang, Termine Kommentare deaktiviert für Jüdisches Leben in Bochum vor und während des Faschismus unter besonderer Berücksichtigung von Ottilie Schoenewald

6. April 2014
14:00bis16:15
Ottilie Schoenewald, geb. 1883

Ottilie Schoenewald, geb. 1883

Vor ziemlich genau 81 Jahren,
nämlich am 1.4.1933, fand der
erste deutschlandweite so genannte
Judenboykott statt. Auch in Bochum waren nicht
überall SA-Horden für die Blockade der Geschäfte
jüdischer Bochumer notwendig. Das besorgte z.T. die
Konkurrenz von gegenüber oder andere Wähler_innen
der stärksten Bochumer Partei, der NSDAP.
Die faschistische Regierung konnte zufrieden sein:
Es gab keine Proteste aus den Kirchen und anderen
Verbänden. Gewerkschaften und Parteien hielten sich ebenfalls zurück, die internationale Reaktion blieb sehr
bescheiden. Der antijüdische Terror konnte also
gefahrlos weiter radikalisiert werden.

Unser Stadtrundgang wird an etlichen Orten der
Innenstadt und Stolpersteinen aufzeigen,wie Diskriminierung, Verfolgung, Flucht oder
Deportation und Ermordung jüdischer Mitbürger_innen aus Bochum abgelaufen ist.

Dabei wird u.a. folgenden Fragen nachgegangen: Was wusste die Mehrheitsgesellschaft, die gesellschaftliche Mitte in Bochum vom Schicksal der jüdischen Nachbarn?
Welche politischen und vor allem auch religiösen Vorurteile haben an der massenhaften
Akzeptanz der antijüdischen Maßnahmen mitgewirkt? Warum gab es so wenig
Widerstand gegen den staatlichen Terror an Juden? Sind heute ähnliche rassistischen Exzesse denkbar?
Eine bekannte Bochumerin, Ottilie Schoenewald, soll da und dort exemplarisch erwähnt werden.

Sonntag, 6.4. 2014, 14.00-16.15 Uhr: Treffpunkt Glocke auf dem Rathausplatz Bochum

Das ist eine VHS-Veranstaltung. Die VHS verlangt eine Teilnahmegebühr von 5.00 Euro, erm. 3,00 Euro.

Eine Anmeldung unter VHS Tel. 9101555 für den Kurs-Nr. I 2006 ist erwünscht.

Gedenkveranstaltung
zum 75. Jahrestag der Reichspogromnacht

Oktober 21, 2013 Von: Siegfried Evers Kategorie: Deportation, Faschismus, Gedenken, Juden, Termine, Terror Kommentare deaktiviert für Gedenkveranstaltung
zum 75. Jahrestag der Reichspogromnacht

9. November 2013
17:30

Die VVN-BdA Bochum ruft auch in diesem Jahr wieder zur
Teilnahme an der Gedenkveranstaltung zur
Reichspogromnacht auf.

Gedenkveranstaltung 9. November

Gedenkveranstaltung 9. November

Im Mittelpunkt der diesjährigen Gedenkfeier steht die Erinnerung an die Verhaftung und Verschlep-
pung von jüdischen Männern in Bochum nach
dem 9. November 1938 .

Im Einladungsflyer heißt es: „60 namentlich
bekannte jüdische Männer aus Bochum wurden
nach dem 09. November 1938 verhaftet und in
das Konzentrationslager Sachsenhausen
verschleppt.
Im ganzen Reich wurden etwa 30.000 Menschen
Opfer dieser Verhaftungswelle. Was dies nach dem
Schrecken der Reichspogromnacht für die
Betroffenen bedeutete, ist kaum darstellbar.
Die Verhaftungen dienten der Einschüchterung
und der Nötigung der jüdischen BürgerInnen zur
Auswanderung.
Für die Betroffenen war die Verhaftung und die
Einlieferung in ein Konzentrationslager eine
Katastrophe für ihre bürgerliche Existenz und bedeutete einen vollkommenen Bruch
mit ihrem bisherigen Leben. SchülerInnen des Neuen Gymnasiums Bochum beleuchten anhand ausgewählter Biografien die Dramatik des Geschehens für die Betroffenen und für ihre Angehörigen.“

Vor der Gedenkfeier finden Rundgänge zu den Stolpersteinen statt.

15.30 Uhr   Treffpunkt an den Stelen am Dr.-Ruer-Platz
                          
 mit Dr. Hubert Schneider (Verein Erinnern für die Zukunft)

15.30 Uhr   Treffpunkt vor dem Schauspielhaus mit Wolfgang Dominik
                          (VVN-BdA Bochum)  

Der Einladungsflyer zur Gedenkveranstaltung am 9. November 2013

Stadtrundgang: Jüdisches Leben in Bochum
am Beispiel Ottilie Schoenewalds

Oktober 18, 2013 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Antifaschismus, Deportation, Faschismus, Frauenrechte, Gedenken, Geheimdienste, Grundgesetz, Juden, Justiz, Kapitalismus, Krieg, Militarismus, Neofaschismus, NSU, Rassismus, Termine, Terror, Verfassungsschutz Kommentare deaktiviert für Stadtrundgang: Jüdisches Leben in Bochum
am Beispiel Ottilie Schoenewalds

17. November 2013
14:00bis16:15
Ottilie Schoenewald, geb. 1883

Ottilie Schoenewald, geb. 1883

Der Stadtrundgang soll
informieren über jüdisches
Leben in der Weimarer
Republik, im Faschismus und in der Zeit nach der
Befreiung vom Faschismus. An etlichen Orten in der
Innenstadt und an einigen Stolpersteinen lässt sich
aufzeigen, wie Diskriminierung, Verfolgung, Flucht
oder Deportation und Ermordung jüdischer Bochumer abgelaufen ist.

Dabei wird auch folgenden Fragen nachgegangen:
Was wusste die Mehrheitsgesellschaft in Bochum vom
Schicksal ihrer jüdischen Mitbürger/innen?
Welche politischen und religiösen Traditionen und
Vorurteile haben an den antisemitischen Maßnahmen mitgewirkt? Warum gab es so wenig Widerstand gegen
den staatlichen Terror an Juden, manchmal der eigenen Nachbarn? Die bekannte
Bochumerin Ottilie Schoenewald und ihr Schicksal kann als Beispiel für viele stehen.

Die TeilnehmerInnen können exemplarisch auch lernen, wie Feindbilder und
rassistische Ideologien konstruiert werden und durchaus aktuell sind.

Der Stadtrundgang dauert ca. 2 1/4 Stunden und findet bei jedem Wetter statt.

Die VHS bittet um Anmeldung für Kurs 12007 unter der Tel.-Nr. 9101555,
sie verlangt eine Unkostenbeteiligung von 5,00 Euro, erm. 3,00 Euro.

Der Stadtrundgang beginnt am 17. November um 14.00 Uhr
an der Glocke auf dem Rathausplatz Bochum.

Vor 80 Jahren beginnt der Terror gegen die jüdischen Bochumer

April 06, 2013 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Faschismus, Juden, Stadtrundgang, Termine 1 Kommentar →

21. April 2013
14:00bis16:15

Ottilie Schönewald, geb. 1883

Ziemlich genau vor 80 Jahren
erreichte im April 1933 der
kommunale und staatliche Terror
gegen die deutschen Juden auch in Bochum seine
ersten bis dahin ungeahnten Höhepunkte. Auf dem
Stadtrundgang der VHS „Auf den Spuren Ottilie
Schoenewalds in Bochum“ sollen in ca. 2 Stunden Orte, Stolpersteine, Gedenkstätten und Gebäude in der
Innenstadt aufgesucht werden, an denen der Boykott
jüdischer Geschäfte, Berufsverbote für Richter,
Rechtsanwälte, Notare, Lehrer und Ärzte bis hin zur „Arisierung“ jüdischer Geschäfte, Zerstörung der
Synagoge und schließlich Deportation und
Massenmord gezeigt werden kann. Aber es soll auch
gefragt werden, wie eigentlich die
Mehrheitsbevölkerung Bochums auf Diskriminierung, Entrechtlichung, Vertreibung, Mord reagierte. Der Stadtrundgang dient auch dem
Zweck, gegen neofaschistische Übergriffe und Gewalttaten in Bochum zu sensibilisieren.

Das ist eine Veranstaltung der VHS. Den Stadtrundgang leitet Wolfgang Dominik.

Anmeldung: VHS Tel.: 9101555, Entgelt: 5,00 Euro

Beginn: Sonntag, den 21.4.2013, 14.00 Uhr an der Glocke auf dem Rathausplatz

Bochum in der NS-Zeit

Oktober 03, 2010 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Faschismus, Juden, Nationalsozialismus, Stadtrundgang, Termine Noch keine Kommentare →

10. Oktober 2010
14:00

Die Übergabe der Macht an die Faschisten und ihre Folgen, Massenaufmärsche und Propaganda, Gleichschaltung und Terror, Verfolgung und Vernichtung der politischen Gegner und der Bochumer Juden lassen sich am Schicksal einzelner Menschen und im Alltag einer Stadt an vielen Stellen sichtbar machen.

Bei diesem Rundgang mit Klaus Kunold, dem Bochumer VVN-BdA Vorsitzenden, am Sonntag, den 10.10.2010, Treffpunkt 14.00 Uhr an der Glocke auf dem Rathausplatz,  soll ein Einblick gegeben werden, was Alltag unterm Hakenkreuz für die Menschen, die hier lebten, bedeutete.

VHS-Stadtrundgang:
Auf den Spuren einer bedeutenden Bochumer jüdischen Frau:
Ottilie Schoenewald

April 03, 2010 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Geschichte, Juden, Neofaschismus, Stadtrundgang, Termine Noch keine Kommentare →

25. April 2010
14:00bis16:15
Ottilie Schoenewald

Ottilie Schoenewald

Nur wenige Bochumer kennen Ottilie Schoenewald. Eine kleine Straße ist nach ihr benannt, aber auch eines der größten Weiterbildungskollegs Deutschlands in Bochum an der Wittenerstraße. Über das Leben und das letztlich grausame Schicksal dieser bedeutenden Bochumer Frau gibt es immerhin Spuren aus der Zeit der Weimarer Republik und des Faschismus in Bochum.

Der Historiker Wolfgang Dominik hat sich mit Ottilie Schoenewald beschäftigt und bietet im VHS-Programm einen ca. zweistündigen Stadtrundgang „Auf den Spuren Ottilie Schoenewalds in Bochum“, am Sonntag, den 25.4.2010, 14.00, Uhr an. Treffpunkt ist die große Glocke auf dem Rathausplatz. Es soll versucht werden, an bestimmten Orten der Innenstadt aufzuzeigen, wie der Faschismus auch in Bochum die Macht ergriff, wie sich das Leben der Menschen, schwankend zwischen vermeintlicher Hoffnung für viele und Terror gegen Minderheiten, veränderte, wie Faschismus entsteht und wie Neofaschismus eingedämmt werden kann. An Ottilie Schoenewald, ihrer Familie und der jüdischen Bochumer Gemeinde im damals „braunen“ Bochum soll exemplarisch die Funktion von Ausgrenzung, Diffamierung, Verfolgung und letztlich Vernichtung erläutert werden.

(mehr …)

Gedankveranstaltung zum 61. Jahrestag der Reichspogromnacht

Oktober 05, 2009 Von: Andreas Seier Kategorie: Deportation, Gedenken, Juden, Nationalsozialismus, Termine 1 Kommentar →

9. November 2009
17:00
 Gedenkveranstaltung zum 61. Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November 2009

Gedenkveranstaltung zum 61. Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November 2009

Die Reichspogromnacht am 09. November 1938 führte der Weltöffentlichkeit drastisch vor Augen, dass Juden in Deutschland brutal verfolgt wurden. Die strengen Einreisebedingungen vieler Länder verhinderten jedoch, dass jüdische Familien Deutschland verlassen konnten.

Als Reaktion auf die Übergriffe in der Reichspogromnacht setzten Menschenrechtsorganisationen die Einreisemöglichkeit von 10.000 jüdischen Kindern und Jugendlichen nach Großbritannien durch.

(mehr …)