VVN-BdA Bochum

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
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Unternehmen Barbarossa – der blutigste Krieg der Menschheitsgeschichte

Februar 28, 2020 Von: michnig Kategorie: Allgemein

Das Friedensplenum Bochum hat uns gebeten auf diese Veranstaltung hinzuweisen und darauf aufmerksam zu machen. Dem kommen wir gerne nach:

Friedensplenum und DFG-VK laden am Mittwoch, den 4. März um 19 Uhr, im ver.di-Haus, Universitätsstr. 76 zu einem Vortrag von Erich Später ein. Er erinnert an das Unternehmen Barbarossa – den blutigsten Krieg der Menschheitsgeschichte.

… ganzer Einladungstext

Für eine solidarische Gesellschaft! Alle zusammen gegen den Faschismus!

Februar 23, 2020 Von: michnig Kategorie: Aktuelles, Anschlag, Attentat, Faschismus, Islamfeindlichkeit, Neofaschismus, Terror

Am Mittwochabend, 19. Februar 2020, hat ein Neonazi in Hanau zehn Menschen ermordet. Das ist der zweitgrößte rechte Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik. In vielen Städten wird heute mit spontanen Solidaritätskundgebungen der Toten und Verletzten auf Kundgebungen gedacht. Eigentlich ein Augenblick der Stille, des Trauerns für alle.

Aber wir müssen laut werden gegen Rassismus und Ausgrenzung.

Hier folgt die Erklärung des Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. :

Rechten Terror und Faschismus bekämpfen. JETZT!

FIR ist bestürzt über neofaschistische Gewalttat in Deutschland

Februar 23, 2020 Von: michnig Kategorie: Attentat, Faschismus, Islamfeindlichkeit, Neofaschismus, Rechtsterror, Stellungnahme, Terror

Hier teilen wir die Erklärung der FIR (Internationale Föderation der Widerstandskämpfer) zu den Ereignissen in Hanau:

Wieder einmal müssen wir ein neofaschistisches Massenverbrechen beklagen. In Hanau (Hessen) ermordete am Mittwochabend ein 43jähriger Mann mindestens neun Menschen in zwei Shisha-Bars in der Innenstadt. Weitere Personen wurden verletzt. Laut Polizei deute alles auf ein ausländerfeindliches Motiv hin. Der Mann habe seine extrem rechte Gesinnung wenige Tage zuvor in einem Bekenner-Video auf „You Tube“ deutlich gemacht, wo er sich in einer „persönlichen Botschaft an alle Amerikaner“ gewandt habe. Bei der Durchsuchung der Wohnung des Täters fand die Polizei – laut Presseberichten – ein Bekennerschreiben, das von extrem rechten Ansichten geprägt ist. So behauptete er unter anderem, dass bestimmte Völker vernichtet werden müssten, deren Ausweisung aus Deutschland nicht mehr zu schaffen sei. (mehr …)

Jüdisches Leben in Bochum vor, während und nach dem Faschismus

Januar 02, 2020 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Termine

19. April 2020
14:00bis16:15

Dieser von der VHS angebotene Stadtrundgang durch die Innenstadt soll an bestimmten Gebäuden, Plätzen, Straßen, Stelen und Stolpersteinen auf Diskriminierung, Verfolgung, Flucht oder Deportation und Ermordung jüdischer Bochumer*innen hingeweisen. Es soll folgenden Fragen nachgegangen werden: Wie viele jüdische Bochumer*innen gab es eigentlich vor dem Faschismus? Was wussten die Bochumer*innen vom Schicksal ihrer jüdischen Mitbürger*innen ab 1933? Wer profitierte von der Verfolgung der jüdischen Mitbürger*innen ? Welche Etappen der Verfolgung gab es in Bochum? Welche politischen und religiösen Vorurteile machten den antijüdischen Terror möglich? Warum gab es so wenig ‚Widerstand? Wie ist auch in Bochum mit den wenigen Überlebenden umgegangen worden? Wie viele jüdischen mitbürger*innen hat Bochum heute? Sind solche rassistischen und antisemitischen Exzesse auch heute vorstellbar?

Der Stadtrundgang soll auch gegen wachsenden Rassismus und Antisemitismus sensibilisieren.

Der Rundgang findet am 19.4.2020 statt. Beginn: 14.00 Uhr an der der Glocke auf dem Rathausplatz. Ende ca. 16.15 Uhr.

Die VHS bitte um Voranmeldung unter den Tel.:-Nr. 0234/ 9101555. Die VHS verlangt eine Teilnahmegebühr von 5 Euro, erm. 3 Euro.

Alle Räder rollen für den Sieg – Zwangsarbeit und Kriegswirtschaft während des Faschismus in Bochum

Januar 01, 2020 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein, Termine

7. Juni 2020
14:00bis16:15

Spätestens mit Beginn des 2. Weltkrieges mussten und wollten die Betriebe in Bochum ihre Produktion auf kriegswichtige Güter umstellen. Im Verlauf des Krieges wurden immer mehr Zwangsarbeiter*innen auch nach Bochum gebracht und in über 150 oft KZ-ähnlichen Lagern eingesperrt. Wer waren diese Menschen? Wie lebten und starben sie? Wo waren die Lager? Gerade der von Hitler als NS-Musterbetrieb „geadelte“ Bochumer Verein als eine der größten Rüstungsschmieden des Reiches kann als trauriges Beispiel exemplarisch genannt werden. 32.500 Zwangsarbeiter*nnen  waren in allen Bochumer Betrieben und Behörden Sklavenarbeit unterworfen. Darunter auch bis zu 2000 jüdische Menschen – mehr jüdische Menschen als in Bochum je gelebt haben. Der Rundgang durch Stahlhausen und entlang des ehemaligen Bochumer Vereins soll etwas Licht in das von vielen bis heute gewünschte Verschweigen bringen. Einige Stolpersteine auf dem Rundgang erinnern an das Schicksal jüdischer Bochumer BürgerInnen.

 

Termin: 7.6.2020, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Gewerkschaftshaus Alleestr. 80 (Jahrhunderthaus). Die VHS nimmt  einen Unkostenbeitrag von 5, erm. 3 Euro und bittet um Anmeldung unter Tel.: 0234/9101555

Der Rundgang dauert ca. 2 ¼ Stunden.

Mahnende Erinnerung an Betti Hartmann

Februar 20, 2020 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein

Das Kuratorium „Stelen der Erinnerung“ gedachte am gestrigen Mittwoch gemeinsam mit Mitgliedern der jüdischen Gemeinde Bochum- Herne- Hattingen und Wattenscheider und Bochumer Bürger*innen dem jüngsten Wattenscheider Holocaust- Opfer Betti Hartmann.
Sie wäre gestern 93 Jahre alt geworden, wenn sie nicht im Alter von 15 Jahren von den deutschen Faschisten in Auschwitz ermordet worden wäre.
Zum Auftakt der Gedenkveranstaltung am Betti- Hartmann- Platz hinter dem Wattenscheider Rathaus schilderte Felix Lipski, Vorsitzender des Clubs Stern der Holocaustüberlebenden, ein paar Eckdaten aus dem Leben Betti Hartmanns und warnte eindrücklich vor einem neu erstarkenden Antisemitismus.
Auch Felix Oekentorp, der Vorsitzende von „Stelen der Erinnerung“, schlug den Bogen in die Gegenwart und kritisierte scharf das Versagen von Teilen der bürgerlichen Parteien FDP und CDU angesichts der faschistischen Provokation im Erfurter Landtag.
Parallelen zur Spätphase der Weimarer Republik seien hier offensichtlich:
„Die Ereignisse von 1933 bis 1945 hätten spätestens 1928 bekämpft werden müssen, später war es zu spät. Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird. Man muß den rollenden Schneeball zertreten; die Lawine hält keiner mehr auf.“ (Erich Kästner)
Nach einer Schweigeminute für die 6 Millionen jüdischen Opfer des Faschismus, endete die Veranstaltung mit der Befestigung eines Blumenstraußes für Betti Hartmann.

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Tabu-Bruch ist vollzogen: AfD als „Königsmacher“ in Thüringen

Februar 07, 2020 Von: michnig Kategorie: Allgemein

Die FDP in Thüringen hat die Naturgesetze geändert: Ausgerechnet die kleinste Partei im Landtag stellt nun den Ministerpräsidenten und der bestimmt die Richtlinien der Politik. Es ist, als würde nicht mehr der Hund mit dem Schwanz wedeln, sondern der Schwanz mit dem Hund.

Aber witzig ist Kemmerichs Wahl zum Regierungschef keineswegs – sondern eher entsetzlich. Ausgerechnet die Partei des Faschisten Höcke verhalf Kemmerich zum Sieg in der Abstimmung. Damit hat die „freiheitliche“ FDP in Thüringen einen Tabu-Bruch vollzogen. FDP (und CDU) hatten versprochen, auf keinen Fall mit der AfD gemeinsame Sache zu machen. Doch im entscheidenden dritten Wahlgang schickte die FDP einen eigenen Kandidaten gegen Bodo Ramelow in das scheinbar aussichtslose Rennen: Selbst mit Hilfe der CDU konnte Kemmerich keine Mehrheit bekommen. (mehr …)

Kämpfen heißt Erinnern – Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz

Januar 19, 2020 Von: michnig Kategorie: Antifaschismus, Befreiung, Gedenken, Konzentrationslager

25.1.20 Erinnern Auschwitz

„Es ist geschehen, folglich kann es wieder geschehen”. In Zeiten nach Christchurch und Halle, in denen rechtsextreme und antisemitische Denkweisen immer mehr Opfer fordern, gilt dieser Satz Primo Levis mehr als Mahnung denn je. Die Präsenz rechter Gewalt in Deutschland und auch weltweit ist kein Phänomen der Neuzeit. Viel mehr zeigt sie das Fortleben der Erben des Nationalsozialismus und seine gewalttätigen Folgen in unserer Gesellschaft. (mehr …)

Antifaschismus ist gemeinnützig!

Dezember 19, 2019 Von: michnig Kategorie: Allgemein

Das Berliner Finanzamt hat dem Bundesverband der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“ (VVN-BdA) die Gemeinnützigkeit entzogen. Der Grund liegt wohl darin, dass die VVN-BdA im Verfassungsschutzbericht des Landes Bayern erwähnt wird.

Angedroht war dieser Entzug auch dem Landesverband der VVN-BdA NRW, hier  entsprach allerdings das zuständige Finanzamt Oberhausen-Süd der Widerrede und gewährte die Gemeinnützigkeit.

Kurz zu unserer Geschichte: (mehr …)

Stolpersteine in Bochum

Dezember 16, 2019 Von: michnig Kategorie: Allgemein

 

Auch im kommenden Jahr werden wieder Stolpersteine gegen das Vergessen verlegt. Am 12.12.2019 fand im Stadtarchiv eine Präsentation der Rechercheergebnisse statt. Schüler, Jugendgruppen, Vereine und Privatpersonen trugen ihre Ergebnisse vor und haben neue mögliche Gedenkorte in Bochum gefunden. Die VVN-BdA Bochum hat einen Stolperstein für den kommunistischen Widerstandskämpfer Erich Schröder (1896 – 1937) gestiftet. Die 18 neuen Stolpersteine werden im Herbst 2020 von dem Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt. In Bochum liegen bereits 261 Stolpersteine und eine Stolperschwelle. Sie liegt an der Oberen Stahlindustrie, dem ehemaligen Standort des Buchenwald KZ-Außenlagers des Bochumer Vereins.

 

Antifaschismus ist gemeinnützig: Aktualisierung!

Dezember 11, 2019 Von: michnig Kategorie: Allgemein

… es bewegt sich was:

Finanzamt räumt „unbillige Härte“ gegen VVN-BdA ein

geschrieben von Thomas Willms

11. Dezember 2019

Mit Bescheid vom 6.12.2019, bei unserem Anwalt am 11.12. eingegangen,,  hat das Finanzamt für Körperschaften in Berlin die Vollziehung der gegen unseren Verein ergangenen Steuerbescheide ausgesetzt. Das bedeutet, dass wir im Moment die angeforderten Steuernachzahlungen nicht aufbringen müssen. Allerdings hat das Finanzamt sich bisher nicht zu der Frage geäußert, ob der Entzug der Gemeinnützigkeit rechtmäßig oder rechtswidrig war. Die Aussetzung erfolgte wegen einer unbilligen Härte für unseren Verein.

Dies ist zwar ein kleiner Etappensieg, trotzdem heißt es wachsam zu sein, bis auch inhaltlich der Angriff auf die Gemeinnützigkeit unseres Vereines zurückgeschlagen werden kann. Wir hoffen, dass das Finanzamt bereits im Einspruchsverfahren unsere Argumentation akzeptiert, und es nicht erst zu einem finanzgerichtlichen Verfahren kommen muss.

Unsere Argumentation wurde auch durch viele unterstützende Stellungnahmen unterstrichen. An dieser Stelle bedanken wir uns für die überwältigende Solidarität.

Offener Brief von Esther Bejarano zum Entzug der Gemeinnützigkeit

Dezember 09, 2019 Von: michnig Kategorie: Allgemein

Folgenden Brief schrieb Esther Bejarano an den Bundesminister der Finanzen Herrn Olaf Scholz.

Esther Bejarano ist Ehrenvorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA). Sie ist sicherlich auch noch vielen hier durch ihre Auftritte in Bochum zusammen mit „microphone mafia“ bekannt.

 

Offener Brief an den
Bundesminister der Finanzen
Herrn Olaf Scholz
Wilhelmstraße 93
10117 Berlin

Was ist gemeinnützig? Zur Entscheidung eines Finanzamtes

25. November 2019

Sehr geehrter Herr Minister Scholz, (mehr …)

Jahreshauptversammlung der VVN-BdA Bochum: Vermittlung der Geschichte des Faschismus und des Widerstandes steht im Mittelpunkt

Dezember 07, 2019 Von: michnig Kategorie: Allgemein

Die Kreisvereinigung Bochum der VVN – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten hat auf ihrer gut besuchten Jahreshauptversammlung am 17. November beschlossen, sich noch stärker der rechten Entwicklung in Deutschland entgegenzustellen und im antifaschistischen Sinn tätig zu werden. Die Versammlung beschloss nach ausgiebiger Diskussion Eckpunkte für die Arbeitsplanung. Die VVN-BdA sieht in der Vermittlung der Geschichte von Faschismus und Naziterror, des Widerstandskampfes und der Geschichte Deutschlands bis heute einen großen Schwerpunkt ihrer Arbeit, den es neben dem aktuellen Kampf gegen Neofaschismus und Rassismus zu bewältigen gilt. (mehr …)

Ankerzentren – keine Integration möglich

Dezember 03, 2019 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein

Ankerzentren – das unbekannte Elend der Flüchtlinge

 

Das Netzwerk für Flüchtlinge in Bochum-Laer hatte vor einigen Tagen Frau Dr. Marion Lillig eingeladen, um über ihre Erfahrungen mit Ankerzentren zu berichten. Anliegen des Netzwerkes war es, das Unwissen über die Ankerzentren abzubauen. Dr: Lillig war langjährige Flüchtlingsreferentin der Caritas. Alle Teilnehmer*innen der gut besuchten Veranstaltung waren entsetzt, wie Menschen in den Ankerzentren, die heute in NRW „Zentrale Unterbringungseinrichtungen“ (ZUE) heißen, entrechtet werden. Es scheint, dass die Zustände nicht öffentlich gemacht werden dürfen, denn fast kaum jemand kennt die Lager. Viele der 40 ZUE liegen weit weg von den nächsten Ortschaften. Genaueste Aufenthaltskontrollen, selbst nachts in den 4-Bett-Schlafkammern, Taschenkontrollen nach „Ausgängen“,  keine Möglichkeiten, sich Essen zuzubereiten, in manchen ZUE nicht mal Haken zum Aufhängen von Kleidung/Handtüchern beim Duschen, oft keine Gardinen, kaum systematischer Unterricht in der deutschen Sprache, für Kinder gilt keine Schulpflicht, wenig Spielmöglichkeiten, Arbeitsverbot für Erwachsene. (mehr …)

Ankerzentren – das unbekannte Elend

November 12, 2019 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein

Ankerzentren – Isolation und keine Integration von schutzsuchenden Flüchtlingen

Den wenigsten Bürger*innen dieses Landes dürfte bekannt sein, was Ankerzentren sind bzw. wie sie die Aufnahmepolitik von Flüchtlingen in Deutschland verändern. Auch über die Art und Weise, wie Menschen dort von deutschen Behörden verwaltet werden, soll offensichtlich so wenig wie möglich in die Öffentlichkeit gelangen. Dr. Marion Lillig, Migrationssoziologin und langjährige Flüchtlingsreferentin der Caritas, ist es gelungen, Einblicke in mehrere dieser Zentren zu erhalten. Sie wird am 22.11.2019 um 19.00 Uhr im Gemeindehaus Bochum-Laer, Grimmestr. 4, nicht nur über ihre Erfahrungen und Eindrücke dort berichten, sondern auch die zivilgesellschaftlichen Folgen diskutieren.

Wolfgang Dominik, Friedensforscher, Prof. Dr. Christian Link, Theologe, Jürgen Wolff, Netzwerker der ersten Stunde, werden in kurzen Statements Frau Dr. Lillig aus ihrer Sicht ergänzen.

Der Eintritt ist frei.

 

Ein Stolperstein für Martha Winko, Verlegung am 11. November 2019 um 15:20

November 05, 2019 Von: michnig Kategorie: Antifaschismus, Antisemitismus, Gedenken, Stolperstein

Die Bochumer Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist*Innen stiftet in diesem Jahr einen Stolperstein für Martha Winko.

Martha Winko, 1921 geboren, wuchs in einer Wattenscheider Bergarbeiterfamilie in der Wibbeltstrasse auf. Der Vater war Mitglied der KPD, die in Wattenscheid hinter dem Zentrum zweitstärkste Partei war. Martha besuchte die Volksschule. Als 13-jähriges Kind erlebte sie die Machtübertragung am Hitler, den Terror der Nazis gegen die Arbeiterparteien und die Bürger jüdischen Glaubens. (mehr …)

VVN-BdA Bochum zu den Morden in Halle

Oktober 10, 2019 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein

Rassismus tötet!

Die VVN-BdA Bochum erklärt ihr tiefes Mitgefühl gegenüber allen Opfern der Anschläge und ihren Familienangehörigen. Die Taten in Halle lösen bei uns Entsetzen und Scham aus. Besonders der jüdischen Gemeinde Bochum gilt unsere Solidarität. Für uns ist eine zentrale Konsequenz: Keine Toleranz für Nazis! Schluss mit der Verharmlosung der Gefahren von Rechts! Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen! Rassismus und Antisemitismus töten – dies zeigen die Vorgänge in Halle/S. in aller Deutlichkeit.

Seit längerer Zeit müssen wir beobachten, dass die neofaschistische Szene sich zunehmend bewaffnet und gewaltbereit agiert. Der Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke war dafür ein deutliches Zeichen. Das Aufmarschieren und die Ausschreitungen von sogenannten Bürgerwehren und „Besorgter Bürger“ sind nicht nur ein weiteres Zeichen, sondern auch eine Bedrohung für die Demokratie. Auch in Bochum treten zunehmend „Reichsbürger“ und „Identitäre“ aggressiv in Erscheinung. Nun scheinen erneut Neonazis ihre Gewaltbereitschaft unter Beweis gestellt zu haben. Wenn die Bundesanwaltschaft ein solches Verbrechen nun unter „Amokgefahr“ kategorisiert, verharmlost sie die von extremen Rechten ausgehenden Gefahren. Es war erkennbar eine geplante Aktion, die am höchsten jüdischen Feiertag sich gegen jüdische Bürger*innen unseres Landes, gegen „Migrant*innen und gegen uns alle richtete. Solche Morde sind geplant und bewusst vorbereitet.

Wie schon bei dem Angeklagten Stefan Ernst im Fall Lübcke scheinen auch hier die Sicherheitsorgane dieser gewaltbereiten neofaschistischen Szene viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt zu haben. Ob der Anschlag dadurch hätte verhindert werden können, steht nicht zur Debatte. Die Freigiebigkeit der Behörden bei der Ausgabe von Waffenbesitzkarten für extreme Rechte muss untersucht werden.

Bochum 2019-10-10

 

Fritz Bauer Bibliothek

September 25, 2019 Von: michnig Kategorie: Allgemein

Am 28./29. 9. 2019 geht die Fritz Bauer Bibliothek in Bochum in der VHS am Gustav-Heinemann-Platz 2-6 an den Start (https://www.fritz-bauer-bibliothek.de/de/Startseite).

Die interaktive Fritz Bauer Bibliothek versteht sich als lebendiges Archiv von Geschichten des Widerstands und Überlebens. Sie vereinigt die Erfahrungen von Personen, die weltweit gegen Unfreiheit, Nationalismus, Rassismus und Menschenrechtsverletzungen kämpfen.

Was bringt sie dazu, sich zu widersetzen? Woher nehmen sie die Kraft dazu, selbst in extremen Situationen, in denen andere, oft alle, verstummen und sich damit abfinden. Was können wir selbst tun?

Diesen Fragen gehen wir nach. (mehr …)

„Buchenwald war auch im Rhein-/Ruhrgebiet“

September 19, 2019 Von: michnig Kategorie: Allgemein

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN- BdA) startete am Antikriegstag eine Aktionskampagne mit den Titel „Buchenwald war auch im Rhein- /Ruhr-Gebiet“. Sie will darauf Aufmerksam machen, dass ab 1943 in vielen Städten des Rhein-/Ruhr-Gebietes Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald errichtet wurden.

Große Buchenwald-Außenlager gab es unter anderem in Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Schwerte und Witten. Die Lager befanden sich meist bei Rüstungsbetrieben. Sie wurden mit Elektrozäunen gesichert und von der SS bewacht. In den Lagern herrschten erbärmliche Zustände. Die schwere Zwangsarbeit von täglich 12 Stunden war bei schlechter Ernährung kaum zu schaffen. Viele KZ-Häftlinge kamen deshalb oder auch durch Bombenangriffe zu Tode.

Diesen heute weitgehend vergessenen oder verdrängten Teil der Ruhrgebietsgeschichte gilt es wieder öffentlich zu machen. Die VVN-BdA plant hierzu die Herausgabe von Informationsmaterial, zahlreiche örtliche Aktionen und wird in wenigen Tagen eine Ideenbörse hierzu durchführen. Die Kampagne mit zentralen Aktionen in Düsseldorf, Essen und Gelsenkirchen soll im Frühjahr 2020 ihren Höhepunkt finden, wenn der 80. Jahrestag der Selbstbefreiung des KZ Buchenwald begangen wird.

Die VVN-BdA ist die älteste und größte Organisation von Verfolgten des Naziregimes, ihren Kindern und seit 1972 auch von Antifaschistinnen und Antifaschisten, die sich zu den Zielen der Organisation bekennen. Es gibt heute in NRW 22 Orts- und Kreisverbände. Die Landesorganisation hat ihren Sitz in Oberhausen und zählt 1000 Mitglieder.

3. September 2019 / Eine Medieninformation der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN- BdA), Landesverband – Nordrhein-Westfalen

Kranzniederlegung zur Erinnerung an die Widerstandskämpfer

September 03, 2019 Von: michnig Kategorie: Gedenken, Widerstand

Auch in diesem Jahr ruft die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes– Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten auf, der ermordeten Widerstandskämpfer gegen den Faschismus und Krieg zu gedenken. Die Kranzniederlegung und Gedenkveranstaltung findet wieder am zweiten Sonntag im September statt, dem traditionellen Gedenktag für die Opfer des Faschismus, der 1946 von Überlebenden der Konzentrationslager und Haftstätten ins Leben gerufen wurde.

Die Gedenkveranstaltung findet am Sonntag, den 8. September (Treffpunkt 11.00 Uhr, Haupteingang) auf dem Friedhof Freigrafendamm statt. An den Gräbern am Denkmal auf dem Ehrenrundplatz spricht: Michael Niggemann, Vorstand der  VVN-BdA in Bochum. Außerdem ist ein Beitrag aus dem antifaschistischen Umfeld vorgesehen.

Neben dem Gedenken und der Erinnerung ist es uns ein wichtiges Anliegen der Rechtsentwicklung entgegen zu treten. Wie notwendig dies ist zeigt das aktuelle Anwachsen des Rassismus und die jüngsten neonazistischen Ausschreitungen.

Einladungsflyer: OdF 19

 

Antikriegstag 2019 in Bochum

September 03, 2019 Von: michnig Kategorie: Antikriegstag, Gedenken

An der Kundgebung anlässlich des Antikriegstages beteiligten sich etwa 200 Menschen. Zahlreiche Redner von Initiativen, Vereinen, Gewerkschaften erinnerten an den Überfall Deutschlands auf Polen und damit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges vor 80 Jahren. „Nein zur Aufrüstung und Nein zum Krieg gegen den Iran“, forderte auch die Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen (Linke).

Mit ihren Liedern gab die Bochumer Musikgruppe Compania Bataclan der Kundgebung einen international verbindenden Charakter.

Antikriegstag 2019 in Bochum

September 01, 2019 Von: michnig Kategorie: Antikriegstag, Gedenken

An der Kundgebung anlässlich zum Antikriegstag beteiligten sich etwa 200 Menschen. Zahlreiche Redner von Initiativen, Vereinen, Gewerkschaften erinnerten an Überfall Deutschlands auf Polen und damit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges vor 80 Jahren. „Nein zur Aufrüstung und Nein zum Krieg gegen den Iran“, forderte auch die Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen (Linke). Mit ihren Liedern gab die Bochumer Musikgruppe Compania Bataclan der Kundgebung einen international verbindenden Charakter.

Von der VVN-BdA Bochum waren Wolfgang Dominik als Moderator, Günter Gleising  und andere Mitglieder als Teilnehmer*innen der Kundgebung gegen den Krieg dabei. Die Reden von Wolfgang und Günter sind hier nachzulesen:

https://www.bo-alternativ.de/2019/09/01/das-bewusstsein-steigt-wieder-gegen-aufruestung-und-krieg-auf-die-strasse-zu-gehen/

Gedenken an Betti Hartmann

August 29, 2019 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein

 

Das Kuratorium Stelen der Erinnerung e.V. gedachte gestern in einem würdigen Rahmen des jüngsten Wattenscheider Opfers des Holocausts, Betti Hartmann.
Sie wurde im Alter von nur 15 Jahren am 31. August 1942 in Auschwitz von den deutschen Faschisten ermordet.
Nach der Begrüßung durch Felix Oekentorp, den Vorsitzenden von Stelen der Erinnerung, wurde ein Blumengebinde am Betti Hartmann- Platz angebracht.
Es folgte ein Redebeitrag von Christoph Nitsch, dem stellvertretenden Vorsitzenden, der die Deportationen der jüdischen Bevölkerung im besetzten Belgien schilderte.
Auch Betti Hartmann und ihr Vater Mendel wurden vom flämischen Mechelen aus nach Auschwitz verschleppt und dort ermordet.
Nach einer Gedenkminute für Betti Hartmann und die Opfer der faschistischen Gewaltherrschaft, gab Felix Lipski, der Vorsitzende des Clubs Stern der Holocaustüberlebenden, in eindringlichen Worten das Schicksal der Familie Hartmann von der Zeit der Verfolgung bis in die Gegenwart, wieder.
An der Gedenkveranstaltung nahmen neben Mitgliedern der jüdischen Gemeinde auch Bezirksbürgermeister Manfred Molszich (SPD), Klaus- Peter Hülder (UWG) teil und Wolfgang Dominik als Vertreter der VVN/BdA Bochum teil.

Nein zur Aufrüstung und Nein zum Krieg gegen den Iran

August 28, 2019 Von: michnig Kategorie: Allgemein, Termine

31. August 2019
13:00bis15:00

Aufruf zum Antikriegstag 2019:

Am 1. September 1939 – also vor 80 Jahren – hat die deutsche Armee Polen überfallen und damit den Zweiten Weltkrieg begonnen. Am Samstag vor dem Jahrestag, am 31. August, findet um 13 Uhr auf dem Husemann-Platz eine vom Bochumer Friedensplenum angeregte und u.a. von der VVN-BdA, Kreisvereinigung Bochum unterstützte Anti-Kriegskundgebung statt. In dem Aufruf zu der Veranstaltung heißt es u. a.: (mehr …)

Gedenken an Betti Hartmann am 28.8.2019

August 18, 2019 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein

Der Hartnäckigkeit von Hannes Bienert ist es zu verdanken, dass der Platz vor dem Wattenscheider Rathaus den Namen von Betti Hartmann trägt. Mit seinem Bürgerantrag im August 2012 brachte Hannes den Stein ins Rollen. Das Bezirksparlament entschied im April 2013 einstimmig für die Umbenennung des Platzes zu Betti Hartmann Platz. Dort ist seitdem ein würdiger Ort zum Gedenken.
Programm des öffentlichen Gedenkens an Betti Hartmann vor dem Rathaus in Wattenscheid am Mittwoch, 28.August 2019 um 15:00 Uhr am Betti Hartmann Platz:
Begrüßung: Felix Oekentorp, Vorsitzender des Kuratoriums Stelen der Erinnerung e.V.
Vorstellung des Lebens von Betti Hartmann: Felix Lipski, Präsident des Clubs „Stern der Holocaust-Überlebenden“, „Kinder im Ghetto“, Felix Lipski verbrachte seine Kindheit im Ghetto von Minsk
Redebeitrag: Christop Nitsch, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums Stelen der Erinnerung e.V.
Anschließend gemeinsames Ablegen des Gestecks und der Blumen.