Mai 14, 2012
Von: Michael Niggemann
Kategorie: Allgemein, Artikel, Bericht, Dokumentiert, Rede
Begleitet von sehr großem öffentlichen Interesse wurde am 8. Mai 2012 der neue Gedenkort Saure Wiesen eingeweiht.
Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz erinnerte in ihrer Rede an die Bedeutung des 8. Mai als Tag der Befreiung, begrüßte herzlich eine Gästegruppe aus der ukrainischen Stadt Donezk und wünschte dem Gedenkort auch weiterhin eine große Aufmerksamkeit unter den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Bochum.
Der Stellv. Vorsitzende der Bochumer VVN-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Günter Gleising schilderte die lange Geschichte bis zur Verwirklichung des Gedenkortes und würdigte insbesondere den im November vergangenen Jahres verstorbenen langjährigen Vorsitzenden der VVN-Bochums, Klaus Kunold.
Klaus Kunold gab vor inzwischen 6 Jahren die Anregung, die Geschichte der Sauren Wiesen und das Schicksal der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter bei der Neugestaltung zu berücksichtigen.
Für die Gruppe der noch lebenden Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter sprach der tiefbewegte Jefim Gelfond aus Donezk Grußworte. (weiterlesen …)
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Mai 06, 2012
Von: Siegfried Evers
Kategorie: Deportation, Faschismus, Gedenken, Kapitalismus, Krieg, Termine, Zwangsarbeit

Grünfläche "Saure Wiese" im April 2012
Nach jahrelangen Vorbereitungen wurde der Gedenk-
ort nun fertiggestellt. Er soll an das Schicksal von Zwangsarbeite-
rinnen und Zwangsarbeitern er-
innern, die in Bochumer und Wat-
tenscheider Betrieben unter un-
würdigen Bedingungen und bru-
taler Unterdrückung arbeiten mussten. Darüber hinaus soll der Gedenkort zur aktiven Ausein-
andersetzung mit dem Faschismus anregen.
Klaus Kunold, der am 26. November letzten Jahres im Alter von 79 Jahren verstor-
bene langjährige Vorsitzende der VVN-BdA Kreisvereinigung Bochum und Initiator des
Gedenkortes „Saure Wiese“, berichtete bei seinen antifaschistischen Stadtrundgängen, “Alle Räder rollen für den Sieg. Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit in Bochum“ stets
über die Geschichte des Bochumer Vereins im Faschismus.
Die in diesem Artikel geschilderten historischen Ereignisse sind im wesentlichen den Berichten von Klaus Kunold während seiner o.a. Stadtrundgänge, sowie dem von ihm verfassten Beitrag „Gedenkort Saure Wiese“ in dem Buch „Von Arisierung bis Zwangs-
arbeit – Verbrechen der Wirtschaft an Rhein und Ruhr 1933-1945“ entnommen.
Die heutige Grünfläche Saure Wiese befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Essener Straße und wird vom Ahbach durchflossen. (weiterlesen …)
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April 28, 2012
Von: Michael Niggemann
Kategorie: Allgemein, Dokumentiert, Gedrucktes, Geschichte, Schriftenreihe zur antifaschistischen Geschichte Bochums
Die VVN – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten hat ein neues Heft in ihrer Schriftenreihe zur antifaschistischen Geschichte Bochums herausgegeben. Der Titel lautet: „Langendreer und Werne unterm Hakenkreuz – Naziterror, Widerstand, Verfolgung und Krieg – 1933-1945“. Autor ist Günter Gleising, stellv. Vorsitzender der VVN – Bund der Antifaschisten, der bereits zahlreiche Arbeiten zur Geschichte der Arbeiterbewegung und des Faschismus veröffentlicht hat.
In der Schrift wird geschildert wie in den beiden typischen Industriestadtteilen von Bochum die Nazis an die Macht kamen und diese ausübten. Eindrucksvoll wird dargestellt wie im Jahr 1933, ausgehend von der SA-Unterkunft in der stillgelegten Ziegelei Nieder-Westermann, Angehörige der Arbeiterbewegung und Juden von Nazis drangsaliert, misshandelt und gefoltert wurden.
Breiten Raum nimmt der antifaschistische Widerstand ein, der von Angehörigen der Arbeiterbewegung aus den beiden Stadtteilen geleistet wurde, der vielfach auch vernetzt mit anderen Widerstandsgruppen war. Dargestellt wird auch der christliche Widerstand und die Auseinandersetzungen innerhalb der Kirchengemeinden mit Anhängern des Naziregimes. „Vom Boykott zur Deportation“ lautet das Kapitel, das sich mit der Verfolgung und der Opfer der Shoah befasst.
Langendreer und Werne wurde in den 1930er Jahren zu einem Zentrum von Rüstungsproduktion und Kriegsvorbereitung. Herausragend dabei die Bombenfabrik des Bochumer Vereins auf dem Gelände der früheren Westfälischen Drahtwerke in Langendreer mit 1.600 Beschäftigten. In den chemischen Betrieben Amalia wurde hochoktaniges Benzin für die Luftwaffe hergestellt sowie ungarisches und rumänisches Erdöl aus eroberten Gebieten verarbeitet. Der Güterbahnhof Langendreer wurde zur Drehscheibe des Kohletransports und des Versandes von Rüstungsgütern.
Was Krieg für die beiden Stadtteile bedeutete, wurde sofort mit Beginn des „Polenfeldzuges“ im September 1939 deutlich, als in den Zeitungen die ersten Todesanzeigen von gefallenen Wehrmachtssoldaten erschienen, die Bezugsmengen für Lebensmittel verringert wurden und in beiden Stadtteilen der Bunkerbau forciert wurde. Dargestellt wird die Zwangsarbeit im Bochumer Osten, die in 18 Zwangsarbeitslagern in Werne und Langendreer bis 1945 erfolgte. Eindrucksvoll die Berichte von einigen Zwangsarbeitern aus den örtlichen Lagern.
Die Schrift endet mit dem Kapitel „Befreiung von Faschismus und Krieg“ sowie der Darstellung zweier Lebensläufe, dem Nazi Paul Nieder-Westermann aus Langendreer und dem Antifaschisten Robert Schreiber aus Werne.
Wolfgang Dominik, Lehrer und Mitglied des Vorstandes der VVN – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, sagte: „Ich habe die Hoffnung, dass sich viele Menschen mit den aufgeworfenen Themen beschäftigen und die Schrift vor allem in den Schulen eine gute Resonanz findet.“ Außerdem rief Dominik dazu auf, aktiv gegen Neofaschismus zu werden.
Gleising, Günter: Langendreer und Werne unterm Hakenkreuz – Naziterror, Widerstand, Verfolgung und Krieg – 1933-1945. Mit zahlreichen Fotos und Dokumenten. (ISBN 978-3-931999-18-6), Preis 7,80 Euro. 60 Seiten, A 4. Erhältlich über den Buchhandel. Bestellungen auch unter: vvn.(mail-Adrese folgt).und bestellung@ruhrecho.de
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April 27, 2012
Von: Wolfgang Dominik
Kategorie: Allgemein
Kriminelle im Dienste des Staates
- Die Arbeit des Verfassungsschutzes ist nur ein Mosaik im staatlichen Schutz der der kapitalistischen Gesellschaftsunordnung.
- Allzu gerne skandalisieren, personalisieren, moralisieren, psychologisieren, pathologisieren hier am Beispiel des NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) bürgerliche Medien und Politiker_innen einen Zustand oder Personen, um von den politisch-ökonomischen Rahmenbedingungen und deren Diskontinuitäten bzw. Kontinuitäten mit dem faschistischen und vorfaschistischen Deutschland (gekennzeichnet durch kolonialen Rassismus bis zum Völkermord nach Außen und Wilhelminischen Antisemitismus nach Innen) und der Bundesrepublik (alte Länder, nach 1990/1 auch „Gesamtdeutschland“) abzulenken. Die hegemoniale Kultur oder Unkultur war und ist in Deutschland rassistisch geprägt – vgl. Sarrazin (http://vvn-bda-bochum.de/archives/2759) (weiterlesen …)
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April 13, 2012
Von: Wolfgang Dominik
Kategorie: Allgemein
VVN-BdA Mitglied Wolfgang Dominik hat während des Ostermarschs 2012 eine Rede auf der Auftaktkundgebung am Ostermontag in Bochum-Werne gehalten. Wir geben hier die Rede wieder:
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,
Entweder schaffen wir die Rüstung oder die Rüstung schafft uns ab!
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April 06, 2012
Von: Wolfgang Dominik
Kategorie: Allgemein, Termine
| 20. April 2012 |
| 19:30 | bis | 21:30 |
Über 11.000 Berufsverbote, tausende von Disziplinarverfahren, Millionen von Angepassten und Mitläufern sind das Ergebnis des sog. Radikalen-Erlasses vor ziemlich genau 40 Jahren. Willy Brandts Versprechen, mehr Demokratie zu wagen, wurde ins Gegenteil verkehrt: Demokraten bekamen Berufsverbote. Auch in Bochum gab es zahlreiche Berufsverbots-Opfer. Aber auch heute sollen Linke durch die Bespitzelungen des Inlandgeheimdienstes “Verfassungsschutz” mundtot gemacht werden – wieder einmal im Namen von Demokratie und Freiheit!
Die Veranstaltung der VVN-BdA Bochum soll an die Aktualität der Berufsverbote erinnern. Betroffene Bochumer Berufsverbote-Opfer werden berichten: Sigrid Schößler, Reinhard Junge, Reinhard Wegener.
Die Veranstaltung findet am Freitag, den 20. April um 19.30 Uhr im Raum 6 des Bhf. Langendreer statt.
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März 21, 2012
Von: Michael Niggemann
Kategorie: Allgemein
Auch in diesem Jahr ruft die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Antifaschistinnen (VVN – BdA) auf, der Kämpfer gegen den rechtsextremistischen Kapp-Lüttwitz-Putsch von 1920 und der antifaschistischen Widerstandskämpfer gegen Faschismus und Krieg mit einer Kranzniederlegung zu gedenken. Treffpunkt ist am Sonntag, 25. März, um 11.00 Uhr auf dem Marktplatz in Bochum-Werne. Die Gedenkrede auf dem Werner Friedhof hält Norbert Arndt, Gewerkschaftssekretär, ver.di Bochum-Herne. In der Einladung heißt es: »Das Werner Denkmal ist ein Stück Geschichte der Arbeiterbewegung und des antifaschistischen Widerstandes. Die Inschrift des großen Steines lautet: „Das Leben nahmt ihr uns Aber nicht den Geist, Freiheitskämpfer 1920. Sei Rebell. Auf zur Tat”. Auf zwei kleinen Gedenksteinen, 1946/47 aufgestellt, wird erinnert: Im Kampf gegen Reaktion starben: Paul Garde, G. Tomaschewski; W. Grafenhain, A. Pawlowski; sowie Im Kampf gegen Faschismus starben: Johann Stangel, Bruno Preus, M. Jendrewski, Heinz Ziessmer. „Ihr Mut, Einsatz und Idealismus sollte für uns heute Verpflichtung sein, den Neonazis den Weg zu versperren und in ihrem Sinn für Frieden, Freiheit, Solidarität und sozialen Fortschritt einzutreten“, ruft die VVN-BdA auf. Die traditionelle Gedenkveranstaltung wird mit wenigen Ausnahmen seit 1922 durchgeführt.« Der Einladungsflyer des Arbeiterbezirksausschusses von ver.di
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März 17, 2012
Von: Michael Niggemann
Kategorie: Allgemein
Bochum im Faschismus
Die VHS bietet am kommenden Sonntag, den 25.3.2012 von 14.00 Uhr bis 16.15 Uhr einen Stadtrundgang zum Thema Bochum im Faschismus an. Die Machtübergabe an die Regierung Hitler führte auch in Bochum zu braunen Massenaufmärschen, zur Gleichschaltung aller möglichen Organisationen, zum Verbot von Parteien, zu Terror, Verfolgung und Vernichtung von Menschen, die nicht in die faschistische Rassenideologie oder in das politische Konzept passten. Vor allem am Beispiel der Bochumer Juden, aber auch am Beispiel politischer Gegner lassen sich in der Innenstadt eine ganze Reihe von Orten zeigen, an denen Geschichte erfahrbar wird. Bei diesem Stadtrundgang soll ein Einblick gegeben werden, was Alltag unterm “Hakenkreuz” für die Bochumer bedeutete. Gleichzeitig soll sensibilisiert für die Bedrohungen, die von Neonazis auch in Bochum gegenwärtig ausgehen. Der Stadtrundgang beginnt um 14.00 Uhr an der Glocke auf dem Rathausplatz. Kurzfristige Anmeldungen sind telefonisch unter der VHS-Hotline 0234/9101555 Der Unkostenbeitrag beträgt 5 Euro.
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März 17, 2012
Von: Michael Niggemann
Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Protest, Stellungnahme
Die VVN-BdA wirft Bahnhofsbuchhandlung neofaschistische Propaganda vor
Die Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes – Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) Bochum, verurteilt, dass der Valora-Konzern mit fast 3 Milliarden Schweizer Franken Umsatz als Betreiber der Bahnhofsbuchhandlung auch in Bochum sich auf formal rechtliche Kriterien von Pressefreiheit beruft, um Zeitungen, die wie die NPD-Monatszeitung „Deutsche Stimme“ eindeutig faschistischen Gedankenmüll präsentiert, u.a. zur Mörder-Bande „Nationalsozialistischer Untergrund“(NSU). Es gibt durchaus auch Buchhandlungen, die aus moralisch-ethischen Gründen trotz aller behaupteten Pressefreiheit faschistische Zeitungen nicht in ihrem Sortiment haben.
Die VVN-BdA Bochum fordert alle antifaschistisch-demokratischen BochumerInnen auf, der Bahnhofsbuchhandlung und dem dahinter stehenden Valora-Konzern durch verbale und schriftliche Kritik oder durch Boykott deutlich zu machen: Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.
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März 02, 2012
Von: Wolfgang Dominik
Kategorie: Allgemein
All überall in den Medien wird vom Links- und Rechtsextremismus oder Terrorismus geredet. Oft kommt anschließend noch der Links- und Rechtsterrorismus vor. Das hat in der Bundesrepublik Tradition. Neuerdings wird der Einfachheit halber auch gleich religiöser Fanatismus, meist unter dem Slogan islamistischer Extremismus oder Terrorismus , gleichzeitig erwähnt. Diese unverantwortliche, wissenschaftlich völlig unhaltbare Redeweise wird dann mit der Totalitarismus-Doktrin verknüpft. Angesichts der Tatsache, dass ein bekannter Vertreter dieser Ideologie wahrscheinlich Bundespräsident werden wird, müssen Antifaschist_innen sich noch auf einiges gefasst machen. Auch die VVN-BdA tauchte oft in Verfassungsschutzberichten als extremistisch auf. Es geht hier nicht um Aufrechnerei: 182 Morde haben Neofaschisten in den letzten 20 Jahren verübt – nichts(!) dergleichen ist bisher deutschen Bürger_innen von Linken passiert.
Wolfgang Dominik, Mitglied der VVN-BdA Bochum, hat in mehreren Veranstaltungen Kritik an der Totalitarismus-Extremismus-Doktrin geübt.
Referat unseres Mitgliedes Wolfgang Dominik
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Februar 23, 2012
Von: Michael Niggemann
Kategorie: Allgemein, Antifaschismus, Antifaschistische Bochumer Blätter, Berufsverbote, Gedrucktes
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der
AntifaschistInnen (VVN-BdA) Bochum weist auf die neuen ABB hin. Es wird
in einem bewegendem Beitrag noch einmal auf das Wirken von Klaus Kunold
aufmerksam gemacht, der im November 2011 gestorben ist. Die weiteren
Artikel informieren über die braune Vergangenheit zahlreicher
Bundespolitiker und über den Naziterror im letzten Jahr in Bochum. ”
…und wieder sah der Staat rot” erzählt die 40–jährige Geschichte des
sog. Radikalenerlasses vom 28.1.1972 und lädt ein zu einer Veranstaltung
mit Bochumer Berufsverbotsopfern am 20 April um 19.30 im Bhf. Lgdr. An
eine Kranzniederlegung Bochumer AntifaschistInnen an einem
geschichtsträchtigen Gedenkstein auf dem Friedhof in Werne am 25.3. um
11.00 Uhr wird ebenfalls erinnert.
ABB-2012-01
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Februar 03, 2012
Von: Michael Niggemann
Kategorie: Allgemein
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Januar 19, 2012
Von: Wolfgang Dominik
Kategorie: Ankündigung, Antifaschismus, NPD, Termine
| 3. Februar 2012 |
| 19:30 | bis | 21:00 |
| 19:30 | bis | 21:00 |
Rolf Gössner, ein bekannter antifaschistischer Jurist und Mitglied der VVN/BdA nennt 2003 seine Dokumentation über die Zusammenarbeit von Staat und Neonazis “Geheime Informanten, V-Leute des Verfassungsschutzes: Kriminelle im Dienst des Staates”. Welche Dimensionen die Zusammenarbeit von verschiedenen Geheimdiensten (welcher ist eigentlich nicht beteiligt?) und den möglicherweise zehnfachen Mördern der NSU hatte, wird nur allmählich klarer.
Auch in Bochum agieren die Neofaschisten weit intensiver als die veröffentlichte Meinung das publik macht.
Die neue Qualität des neofaschistischen Terrors und der Umgang der staatlichen Behörden mit den Neofaschisten
Referenten: Michael Niggemann und Wolfgang Dominik
Grundlage Referat Michael Niggemann: Chronik der Naziübergriffe in Bochum
Thesen Wolfgang Dominik: Kriminelle im Dienste des Staates[1]
Antifaschistische Arbeit der VVN-BdA: Rückblick und Ausblick
Referent: Günter Gleising)
Zeit: Freitag, 3.2.2012, 19.30 bis ca. 21.00 Uhr. Ort: Gaststätte “Zur Altstadt”, Brückstr. 20
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Dezember 05, 2011
Von: Wolfgang Dominik
Kategorie: Nachruf
Bochum. Zu trauern um Klaus Kunold erfordert keinesfalls selbst ein Kommunist zu sein. Notwendig aber dürfte der offene Blick sein auf ein Leben, das geprägt durch die Erfahrung des Faschismus. Dies hat ihn zu einem der wenigen Bochumer wachsen lassen, die sich der Verantwortung gestellt haben, immer wieder zu warnen vor den Gefahren der Nazi-Ideologie in der Adenauer-Zeit und darüber hinaus – bis heute.
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November 26, 2011
Von: Michael Niggemann
Kategorie: Aktuelles, Nachruf, Termine, Trauerfeier
| 10. Dezember 2011 |
| 12:00 | bis | 14:00 |
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Kreisvereinigung Bochum trauert um ihren Vorsitzenden Klaus Kunold, der am 26.11.2011 im Alter von 79 Jahren gestorben ist. Die VVN-BdA und darüber hinaus die Stadt Bochum verlieren damit eine herausragende Persönlichkeit.

Klaus Kunold, (* 12. Dezember 1931; † 26. November 2011)
Klaus Kunold, dessen Kindheit und Jugend geprägt war vom Erleben des Faschismus, des Krieges und der Hungerjahre der Nachkriegszeit, setzte sich zeitlebens für die Verwirklichung des Buchenwald-Schwurs der überlebenden KZ-Häftlinge „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg“ ein. Für sein Eintreten gegen die Restauration und Remilitarisierung wurde er in der Adenauer-Ära mehrfach gemaßregelt und verfolgt.
Eine (späte) Würdigung fand erst im Jahre 2008 statt, als er von der Stadt Bochum mit der Verleihung der Ehrenplakette der Stadt geehrt wurde.
Mit gr0ßem Engagement setzte sich Klaus Kunold für Abrüstung und für die Entspannungspolitik sowie gegen den aufkeimenden Neonazismus ein.
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November 20, 2011
Von: Sandra Kruessel
Kategorie: Extremismustheorie, Neofaschismus, NPD, Stellungnahme, Teror

NPD-Verbot jetzt!
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschisten fordert angesichts der neuen Informationen über die vermutlich von einer Neonazi- Gruppierung innerhalb eines längeren Zeitraumes verübten Morde und Anschläge eine umfassende Aufklärung über das Versagen von Polizei und Verfassungsschutz sowie einen sofortigen neuen Anlauf zu einem NPD-Verbot. Weiter heißt es in der Presseerklärung: »Die nordrhein-westfälische Landesregierung muss die Ermittlungen über die nicht vollständig aufgeklärten Mordfälle an drei Polizisten in Dortmund im Jahr 2000 und den antisemitischen Anschlag von Düsseldorf-Wehrhahn auch im Jahr 2000 wieder aufnehmen.
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Oktober 27, 2011
Von: Michael Niggemann
Kategorie: Allgemein, Antifaschistische Bochumer Blätter, Gedrucktes
In den aktuellen ABB gibt es unter anderen Berichte über die Ehrung des Widerstandskämpfers Julius Eversberg, über die verdrängte (braune) Vergangenheit in Politikerbiografien und verschiedene Terminhinweise wie zum Beispiel auf die Ausstellung “Betrifft: Aktion 3 – Deutsche verwerten jüdische Nachbarn”.
ABB2011-03
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Oktober 13, 2011
Von: Michael Niggemann
Kategorie: Allgemein, Ankündigung, Gedenken
Am 9. November jährt sich zum 73. Mal die Reichspogromnacht. Hieran möchte die VVN-BdA mit zahlreichen anderen Bochumer Gruppierungen mit einer Gedenkveranstaltung erinnern. Diese zentrale Gedenkveranstaltung findet am Mittwoch, 9. November 2011 um 17.00 Uhr, Harmoniestraße / Ecke Dr. Ruer-Platz statt. Hiermit laden wir alle Interessierten herzlich ein. Den genauen Programmablauf und weitere Veranstaltung zum Thema “Jüdisches Leben (in Bochum)” können Sie unter dem nachfolgen Link finden.
Gedenkveranstaltung_Reichspogromnacht_2011.pdf
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Oktober 13, 2011
Von: Michael Niggemann
Kategorie: Allgemein
Die VVN-BdA weist auf die Ausstellung “Aktion 3, Deutsche verwerten ihre
jüdischen Nachbarn” hin. Die Ausstellung findet vom 20.10. bis 20.11.2011 im Bahnhof Langendreer statt und wird am 20.10. um 19:30 von Prof. Dr. Wolfgang Dreßen im Raum 6 eröffnet.
Die VVN-BdA Bochum ist an den Veranstaltungen beteiligt. Die weiteren Termine im Rahmen dieser Ausstellung entnehmt ihr, bitte, dem Flyer indem ihr dem folgenden Link folgt:
(erst auf den Link klicken, danach auf das Bild)
AusstellungAktion3 Bochum
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Oktober 12, 2011
Von: Wolfgang Dominik
Kategorie: Allgemein
Presseerklärung
Mit Erschrecken nimmt die VVN-BdA Bochum wahr, dass die unerträglichen neofaschistischen Provokationen im Raum Dortmund seit einiger Zeit sich auf Bochum ausdehnen.
Neofaschistische Verbrechen reichen von Schändungen der Holocaust-Erinnerungsstätte in Wattenscheid bis zur Besudelung der Gedenkstele und Gräber der ermordeten antifaschistischen Widerstandskämpfer gegen das Nazi-Regime auf dem Hauptfriedhof Bochum mit Hakenkreuzen und SS-Runen.
Zunehmend werden sowohl in der Bochumer Innenstadt als auch in Langendreer Menschen physisch und psychisch verletzt. Nazis stießen antifaschistische Jugendliche im Bhf. Langendreer auf die S-Bahn-Gleise.
In Langendreer zogen auch neofaschistische Parolen grölende NeofaschistInnen umher. Andere AntifaschistInnen wurden durch Telefon-Terror in Angst und Schrecken versetzt. Scheiben des Büros der prinzipiell antifaschistischen Partei Die Linke wurden jüngst mit Nazi-Aufklebern beklebt oder eingeschlagen.
Offensichtlich sind polizeiliche Ermittlungen und Gerichtsurteile keineswegs konsequent genug. AntifaschistInnen geraten eher in die Mühlen der Polizeiarbeit und der Gerichte als Nazis.
Die VVN-BdA Bochum fordert, endlich mit den tatsächlich zur Verfügung stehenden Mitteln gegen NeofaschistInnen vorzugehen. Es handelt sich keineswegs um irgendwelche „dumme Jungenstreiche“, sondern um politische Kriminalität.
Bochum, den 12.10.2011
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September 25, 2011
Von: Wolfgang Dominik
Kategorie: Termine
| 16. Oktober 2011 |
| 14:00 | bis | 16:15 |
Die faschistische Machtergreifung und ihre Folgen, Massenaufmärsche und Propaganda, Verfolgung und Vernichtung der politischen Gegner, der Bochumer jüdischen BürgerInnen, der Sinti und Roma, der Homosexuellen u.a. Minderheiten lassen sich am Schicksal einzelner Menschen und im Alltag einer Stadt an vielen Orten erfahrbar machen. Bei diesem Rundgang durch die Bochumer Innenstadt soll ein Einblick gegeben werden, was Alltag unterm “Hakenkreuz” für die Menschen, die hier wohnten, bedeutete.
Dieser Stadtrundgang ist unter Klaus Kunolds Leitung angekündigt, wird aber wegen dessen Erkrankung von Wolfgang Dominik durchgeführt.
VHS-Programm Veranstaltung 12007. Anmeldungen können unter der Tel. – Nr. 9102880 oder der e-mail-Adresse MBeer@bochum.de erfolgen.
Beginn: Sonntag, den 16.10. um 14.00 Uhr an der Glocke,
Dauer: ca. 2 1/4 Stunden
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September 25, 2011
Von: Wolfgang Dominik
Kategorie: Termine
| 22. April 2012 |
| 14:00 | bis | 16:15 |

Ottilie Schoenewald (1883 – 1961)
Wolfgang Dominik bietet seit Jahren in Zusammenarbeit des Ottilie Schoenewald Weiterbildungskolleg mit der VHS ein Stadtrundgang in Bochum an. Es geht darum, an etlichen Orten der Innenstadt Spuren aus dem Leben Ottilie Schoenewalds zu zeigen. Eingebettet werden diese Informationen in die Geschichte Bochums im Faschismus, besonders auch in die Geschichte jüdischen Lebens in Bochum. Wie Bochum zu einer braunen Stadt wurde, welche sozialen Kräfte in der faschistischen Bewegung das Sagen hatte, wie und warum und ab wann die „normale“ Bevölkerung meist ganz offen oder doch klammheimlich mitgemacht hat – all das kann ein Lehrstück über Ausgrenzung, Diskriminierung, Rassismus, Vertreibung und schließlich Vernichtung von Minderheiten sein, ein höchst aktuelles Thema, das durch Scharfmacher der deutschen Politik gegenwärtig wieder angeheizt wird.
Der Rundgang beginnt um 14.00 Uhr an der Großen Glocke auf dem Rathausplatz und endet ca. 2 Stunden später in der Heldengedenkhalle der Christus-Kirche. Die Heldengedenkhalle kennen auch nur wenige.
Es handelt sich um die VHS-Veranstaltung 12005, zu der frau/man sich anmelden kann bei der VHS unter der Tel.-Nr. 9102880 oder der mail-Adresse MBeer@bochum.de
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September 13, 2011
Von: Sandra Kruessel
Kategorie: Termine, Vortrag
Zu diesem Thema wird Dr. Hubert Schneider einen Vortrag halten.
Im September 1941 mussten die Juden einen handtellergroßen, gelben Stern auf die linke Brustseite heften. Er war schwarz umrandet und trug die Aufschrift „Jude“in schwarzen, die hebräische Schrift parodierenden Buchstaben.Die Stigmatisierung schloss praktisch den Prozess der Ghettoisierung ab und signalisierte zugleich den Beginn der planmäßigen Deportation.
Wie und warum kam es zur Einführung des „gelben Sterns“ zu diesem Zeitpunkt? Wie
reagierten die Betroffenen darauf, wie die nichtjüdische Mehrheitsgesellschaft?
Diesen Fragen soll in dem Vortrag nachgegangen werden.
Die Veranstaltung findet am
Freitag,den 23.September 2011 um 19.30 statt
Ort: Verdi-Haus, Universitätsstr. 76 / U 35 Haltestelle Waldring
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September 13, 2011
Von: Siegfried Evers
Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Gedenken, Krieg, Militarismus, Rede
„Gegen Neonazismus und den Krieg kämpfen, dass sind wir dem Andenken des Widerstandes schuldig“
Nicht nur in Berlin, auch in Bochum ist der zweite Septembersonntag in jedem Jahr das Datum des Gedenkens und Erinnerns an die Opfer des Naziregimes und der Würdigung des Widerstandes. Auch in diesem Jahr rief die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschisten (VVN-BdA), Kreisvereinigung Bochum, dazu auf, besonders der von den Nazis ermordeten Widerstandskämpfern zu gedenken. Die Kranzniederlegung und Gedenkveranstaltung fand auf dem Friedhof Freigrafendamm in Bochum-Altenbochum statt, und zwar auf dem Ehrenrundplatz am dortigen Denkmal. Aus einer Presseerklärung der VVN-BdA: „Bei Widerstand gegen die Faschisten fällt vielen Mitbürgern nur Stauffenberg und sein gescheitertes Hitlerattentat ein. In Wahrheit gab es aber überall Widerstand, auch hier in Bochum gab es mehrere Widerstandsgruppen. Anstatt stolz auf diesen Widerstand zu sein, wurde er in der BRD von Anfang an kleingeredet und/oder verschwiegen. Auf dem Friedhof Freigrafendamm gibt es eine der wenigen Gedenkstätten für diese im allgemeinen Bewusstsein vergessenen Widerstandskämpfer. Das Denkmal auf dem Ehrenrundplatz nennt namentlich die Bochumer Widerstandskämpfer Friedrich Hömberg, Josef Langner, Bernhard Nast, Moritz Pöppe, Johann Schmidtfranz, Wilhelm Schpenk und Wilhelm Thiesbürger. Alle wurden 1943/44 in Konzentrationslagern ermordet. Dieser Widerstand darf nicht vergessen werden, gerade angesichts der aktuellen Bedrohung durch die Faschisten, wie sie am 3.9. wieder in Dortmund erlebbar war“ Der Bundessprecher der VVN-BdA Ulrich Sander sprach auf der Gedenkveranstaltung der VVN-BdA. Den Widerstand nicht zu vergessen, sondern in Erinnerung erhalten, sei Aufgabe der Antifaschisten, nachdem auch im Ruhrgebiet mit der Abschaffung der Dauerausstellungen „Widerstand und Verfolgung“ in Essen und Oberhausen bedenkliche Zeichen gesetzt wurden.
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