VVN-BdA Bochum

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
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Kranzniederlegung am antifaschistischen Denkmal in Werne

März 27, 2017 Von: Re Si Kategorie: Allgemein

Am Sonntagmorgen, 26. März 2017, fand die traditionelle Ehrung der Opfer des Kapp-Putsches und des antifaschistischen Widerstandskampfes statt, zu der die die Bochumer VVN-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten aufgerufen hatte. Am antifaschistischen Denekmal auf dem Werner Kommunalfriedhof wurden mehrere Kränze niedergelegt. In seiner Rede ging der frühere 1. Bevollmächtigte der IG Metall in Hattingen Otto König von der Gruppe Gewerkschafter für den Frieden und Solidarität, auf die geschichtlichen Lehren ein. König wörtlich: „Wir – Gwerkschafter, Demokraten, Antifaschisten – dürfen es nicht beim Gedenken belassen. Deshalb rufen wir in Tradition der „Märzgefallenen des Kapp-Putsches 1920“ und der „ermordeten Widerstandskämpfer“ auf: Gemeinsam gegen Rechts! – Gemeinsam für soziale Gerechtigkeit!“

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Jüdisches Leben in Bochum vor, während und nach dem Faschismus am Beispiel Ottilie Schoenewalds

Januar 20, 2017 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein, Termine

9. April 2017
14:00bis16:15
Ottile Schoenewald, geb. 1883

Ottile Schoenewald, geb. 1883

Jüdisches Leben in Bochum vor, während und nach dem Faschismus am Beispiel Ottilie Schoenewalds

Die VHS bietet einmal im VHS-Semester einen Rundgang an, der auch für die gegenwärtige Debatte um Rassismus und Antisemitismus sensibilisieren kann.

Auf dem Stadtrundgang durch die Innenstadt soll an etlichen Plätzen, Gebäuden, Stelen und Stolpersteinen auf Diskriminierung, Verfolgung, Flucht oder Deportation und Ermordung jüdischer Mitbürger*innen aus Bochum hingewiesen werden. Es soll den Fragen nachgegangen werden: Was wussten die Bochumer vom Schicksal ihrer jüdischen Nachbarn? Welche Etappen der antijüdischen Maßnahmen gab es in Bochum? Welche politischen und religiösen Vorurteile machten den antijüdischen Terror möglich? Warum gab es so wenig Widerstand? Sind solche rassistischen Exzesse auch heute denkbar?

Am Beispiel einer bekannten Bochumerin, Ottilie Schoenewald, soll exemplarisch auf  jüdisches Leben in Bochum hingewiesen werden.

Termin: Sonntag, 9.4.2017, 14.00 Uhr bis 16.15. Treffpunkt: Glocke auf dem Rathausplatz

 

Die VHS bittet um Anmeldung unter der Tel.-Nr. 910155. Teilnahmegebühr 5 Euro, erm. 3 Euro.

Esther Bejarano in Bochum – Mitglied auch der VVN-BdA

Januar 01, 2017 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein, Termine

21. April 2017
19:00bis21:00

Aus gegebenem Anlass möchten wir euch darüber informieren, dass Esther Bejarano in nächster Zeit ihren Weg nach Bochum finden wird. Vielen ist das Konzert vor 6 Jahren, mitorganisiert von der VVN-BdA Bochum, noch in bester Erinnerung!

Esther Bejarano, die gemeinsam mit der Microphone Mafia und der Compania Bataclan diverse jüdische und nicht-jüdische Lieder der Zeitgeschichte vorträgt, wird von ihrem Sohn Joram am Bass begleitet.

Esther Bejarano

Erst kürzlich feierte Esther Bejarano ihren 92. Geburtstag. Sie ist eine der letzten Überlebenden des Mädchen-Orchesters in Auschwitz. Das von und zur „Entspannung und Unterhaltung“ der SS gegründete Mädchen-Orchester hat ihr im Verlauf der Gräueltaten von Auschwitz das Leben gerettet. Ihre beeindruckende Persönlichkeit ist daran nicht zerbrochen, im Gegenteil: Sie ist als Musikerin aktiv, bietet Workshops an und klärt als Aktivistin im anti-faschistischen Diskurs in Schulen, im TV usw. auf.

Termin: Freitag, 21.04.2017 um 19:00 Uhr (Tür auf)/19:30 (Beginn)

Veranstaltungsort: Kulturzentrum Banhof Langendreer, Wallbaumweg 108 Bochum

Hier klicken für weitere Informationen und Kartenkauf

Mahnwache in Düsseldorf

März 17, 2017 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein

Mitglieder der Bochumer VVN-BdA beteiligten sich an der Mahnwache vor dem Konsulat der Republik Lettland ich Düsseldorf. Die VVN-BdA und die Mitgliedsverbände der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) hatten zu Mahnwachen vor der lettischen Botschaft und den Honorarkonsulaten in Berlin, Bremen, Hamburg, Frankfurt und Düsseldorf aufgerufen und gefordert „Schluss mit der Ehrung von NS-Kollaborateuren und Mördern in der lettischen Hauptstadt Riga!
Siehe Flugblatt
( http://vvn-bda-bochum.de/wp-content/uploads/2017/03/riga2.pdf)

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Veranstaltungen im März 2017

März 09, 2017 Von: Re Si Kategorie: Allgemein

Kranzniederlegung am antifaschistischen Denkmal in Werne

Auch in diesem Jahr lädt die VVN-BdA Bochum zur Kranzniederlegung für die Opfer des Kapp-Putsches und des antifaschistischen Widerstandskampfes ein. Sie findet statt am Sonntag, den 26. März 2017. Treffpunkt ist um 11.00 Uhr (bitte Sommerzeit beachten) am Marktplatz in Bochum-Werne. Am Denkmal der Märzgefallenen und Widerstandskämpfer spricht in diesem Jahr Otto König von der Gruppe Gewerkschafter für den Frieden und Solidarität, früherer 1. Bevollmächtigter der IG Metall in Hattingen.

Bitte das Flugblatt beachten!

 

Aufruf zur Mahnwache in Düsseldorf

Die VVN-BdA und die Mitgliedsverbände der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) rufen am 15. März (15.00 Uhr) zu Mahnwachen vor der lettischen Botschaft und den Honorarkonsulaten in Berlin, Bremen, Hamburg, Frankfurt und Düsseldorf auf.

Wir fordern: Schluss mit der Ehrung von NS-Kollaborateuren und Mördern!

Anerkennen der baltischen Beteiligung am nazistischen Völkermord!

Freiheit für „Lettland ohne Nazismus“!

Siehe Flugblatt

 

Alle Räder rollen für den Sieg – Zwangsarbeit und Kriegswirtschaft während des Faschismus in Bochum

Februar 17, 2017 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Termine

9. Juli 2017
14:00bis16:15
Hermann Göring 1935 beim Bochumer Verein

Hermann Göring 1935 beim Bochumer Verein

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Hitler mit Walter Borbet vor dem Bochumer Verein

Spätestens mit Beginn des 2. Weltkrieges mussten die Betriebe in Bochum ihre Produktion auf kriegswichtige Güter umstellen. Im Verlauf des Krieges wurden immer mehr Zwangsarbeiter*innen auch nach Bochum gebracht und in über 150 KZ-ähnlichen Lagern eingesperrt. Wer waren diese Menschen? Wie lebten und starben sie? Wo waren die Lager? Gerade der von Hitler als NS-Musterbetrieb „geadelte“ Bochumer Verein als eine der größten Rüstungsschmieden des Reiches kann als trauriges Beispiel exemplarisch genannt werden. 32.000 Zwangsarbeiter*innen von 8 bis 80 waren in allen Bochumer Betrieben und Behörden Sklavenarbeit unterworfen. Der Rundgang durch Stahlhausen und entlang des Bochumer Vereins soll etwas Licht in das damals gewünschte und von vielen bis heute gewünschte Verschweigen bringen. Einige Stolpersteine auf dem Rundgang erinnern an das Schicksal jüdischer Bochumer Bürger*innen.

Termin: 09.07.2017, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Gewerkschaftshaus Alleestr. 80. Die VHS nimmt um einen Unkostenbeitrag von 5, erm. 3 Euro und bittet um Anmeldung unter Tel.: 0234/9102812.

Der Rundgang dauert ca. 2 ¼ Stunden.

Betti Hartmann wäre am Sonntag 90 geworden – Gedenkfeier

Februar 16, 2017 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein

Felix Lipski bei seiner Ansprache

Felix Lipski bei seiner Ansprache

Felix Oekentorp begrüßt die Teilnehmer_innen

Felix Oekentorp begrüßt die Teilnehmer_innen

Am 29.2. 2017 trafen sich auf dem Betti Hartmann Platz vor dem Rathaus in Wattenscheid Mitglieder und Freund_innen des Vereins „Stelen der Erinnerung“. Auch die VVN-BdA Bochum war vertreten. Nachdem der Vorsitzende Felix Oekentorp seine Begrüßung gehalten hatte, sprach ein Überlebender der Shoah.

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Widerstandsgefangene während des Faschismus im Gefängnis Krümmede/Bochum

Februar 16, 2017 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein

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Das ist die Internetseite des belgischen Aktivisten und VNN-Verbündeten Jan Hertogen zur Bochumer Ausstellung im Stadtarchiv: www.getuigen.be/kruemmede. Es werden dort per update immer weitere Fotos und Kurzbiographien von Opfern hinzugefügt.

Wie auf unserer Homepage weiter unten angekündigt hat der Bochumer Gefängnisseelsorger in der Krümmede und VVN-Sympathisant Alfons Zimmer die Ausstellung konzipiert. Sie wird bis März noch im Stadtarchiv gezeigt. Die wichtigsten Ergebnisse sind auch auf unserer Homepage (http://vvn-bda-bochum.de/archives/15112).

Alfons Zimmer schreibt uns dazu:

„Es war ganz sicher auch mit Verdienst der VVN-BdA Bochum, dass ich mich mit dem gemeinsamen Gefängnisgang vor zwei Jahren in die Öffentlichkeit getraut habe. Danach sind mir/uns doch einige bisher unbekannte und weniger bekannte Geschehnisse aus den dunklen Jahren 1933-1945 im Strafvollzug der Reichsjustiz zugewachsen, auf die wir die Öffentlichkeit hinweisen konnten.

Mir war dabei wichtig, die Widerständler aus verschiedenen Lagern und Richtungen ohne Ranking nebeneinander zu präsentieren und zu ehren. In den ersten Jahren nach Machtergreifung waren die Kommunisten unter den wegen Zugehörigkeit zu einer verbotenen Partei Verhafteten die allergrößte Opfergruppe. Es gab alleine beim OLG Hamm etwa 15000 (fünfzehntausend) Prozesse wegen Vorbereitung zum Hochverrat. Aus der großen Zahl dieser Inhaftierten konnten wir nur vergleichsweise wenige Bildportraits finden. Die gefundenen stehen für zahlreiche weitere Personen aus dem Umfeld der Gewerkschaften und der Linksparteien. Politische Häftlinge gab es auch aus den Reihen konservativer Parteien, meist wegen Anklagen nach dem Heimtückegesetz.
Dass die Zahl der in Bochum inhaftierten Kleriker mit über 30 gefundenen Fotos und weiteren Schicksalen auch nicht klein war – hinzu kommen christliche Laien und Zeugen Jehovas – war für mich eine weitere Überraschung.
Schließlich wurde einer bisher fast völlig vergessenen Opfergruppe ein Gedenken verschafft, nämlich den Nacht-und-Nebel-Gefangenen aus den besetzten Westländern. Alleine in der Krümmede samt Außenkommandos saßen mindestens 2000 Franzosen, Belgier und Niederländer von 1942 bis 1945 ein. 107 Männer alleine aus dieser Gruppe der Résistance-Engagierten verstarben in den Kriegsjahren in der „Krümmede“ an den Haftfolgen. Zahlreiche weitere wurden in Dortmund, Köln, Wolfenbüttel, Brandenburg etc. unter dem Fallbeil hingerichtet. Auch hier finden sich sowohl patriotisch-konservative Personen, als auch solche aus kommunistischen Gruppierungen.
Auf den Fotos oben sind mit Werner Eggerath, Josef Reuland und Pierre Belen, einem Kommunisten, einem Pfarrer und einem NN-Gefangenen, (überlebende) Vertreter der drei Opfergruppen zu sehen. Ein weiteres Ausstellungsfoto hänge ich an.

Alfons Zimmer

 

Einladung – Gedenken an Betti Hartmann

Februar 14, 2017 Von: Re Si Kategorie: Gedenken

Das Kuratorium „Stelen der Erinnerung“ lädt am Sonntag, 19. Februar, um 14:00 Uhr zu einer Gedenkfeier für die im KZ ermordete Betti Hartmann ein.

Schülerinnen und Schüler der Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule und der Märkischen Schule Wattenscheid hatten die Todesurkunde von Betti Hartmann von einer Studienfahrt nach Auschwitz mitgebracht.
Aus der Einladung des Kuratoriums geht hervor, dass Hartmanns traurigem Schicksal durch die Gedenkfeier größere Aufmerksamkeit verliehen werden soll.
An diesem 19. Februar wäre Betti Hartmann 90 Jahre alt geworden.

Die Veranstaltung findet auf dem gleichnamigen Betti-Hartmann-Platz vor dem Wattenscheider Rathaus statt.

Stolpersteinverlegung Bochum – 30.01.2017

Februar 02, 2017 Von: Re Si Kategorie: Allgemein

Stolperstein für Johann Stangl
Stolpersteinverlegung (4)Stolpersteinverlegung (3)Stolpersteinverlegung (2)Stolpersteinverlegung (1)KPD-Liste 1933

Stolperstein für Michael Jendrzejewski

Jendrezjewski (1)Jendrezjewski (3) Jendrezjewski (2)

Die Fotos zeigen Angehörige der VVN-BdA Bochum und Sympathisanten bei der Stolpersteinverlegung. Günter Demnig, der inzwischen in ganz Europa 20.000 und in Deutschland 40.000 Stolpersteine selbst verlegt hat, leiß es sich auch in Werne nicht nehmen, persönlich die Stolpersteine zu verlegen. Günter Demnig ist der Künstler, der mit der Schaffung der Stolpersteine Geschichte begehbar machen will und  den von den Deutschen im Faschismus Ermordeten ein kleines Denk-Mal setzen. Beide Stolpersteine wurden von der VVN-BdA Bochum gespendet und die Lebensgeschichte der ermordeten Antifaschisten recherchiert.

Der Bauarbeiter Stangl wurde 1933 zum Stadtverordneten der KPD gewählt, wegen der bald einsetzenden Verfolgung durch die Nazis musste er ins Ausland fliehen und kämpfte für die spanische Republik. Nach der erneuten Flucht, diesmal in die CSR, verliert sich wahrscheinlich nach der faschistischen Besetzung seine Spur. Er wurde 1941 für tot erklärt.

Vor dem Haus Von Waldthausenstraße 4 wird an Michael Jendrzejewski erinnert. Michael Jendrzejewski hat auf der Zeche Robert Müser gearbeitet und wurde als Antifaschist ins KZ Sachsenhausen verschleppt. Dort wurde er 1940 ermordet.

Beide Namen finden sich auch auf dem antifaschistischen Gedenkstein auf dem Kommunalfriedhof in Werne.

 

Holocaust-Gedenktag in Wattenscheid

Februar 02, 2017 Von: Re Si Kategorie: Allgemein

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Kuratorium Stelen der Erinnerung, 27. Januar 2017.

In „Stelen der Erinnerung“ e.V. (Anerkennung läuft) ist auch bisher ein Vorstandsmitglied der VVN-BdA Bochum vertreten. Wir halten es für wichtig, in Bochum immer wieder und an vielen Orten an die Shoah zu erinnern!

Die Rede des Vorsitzenden Felix Oekentorp spricht das deutlich an!

Hier geht es zur Rede…

Jüdische Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen erinnert an die Befreiung von Auschwitz vor 72 Jahren

Februar 01, 2017 Von: Re Si Kategorie: Allgemein

Am Donnerstag, den 26. Januar, fand auf Einladung des Klubs „STERN“ – dem Zusammenschluss der Holocaust-Überlebenden und Kriegsveteranen der Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen – der diesjährige Internationale Holocaust-Gedenktag statt.

Der Abend begann mit der Verlesung der Namen der aus Bochum und Wattenscheid stammenden Holocaust-Opfer und schlug einen weiten Bogen von den Schicksalen der Ermordeten zu der Gegenwart. Im Beitrag „Auschwitz und die moderne Welt“ fanden die Organisatoren deutliche Worte gegen Holocaust-Leugnerinnen und -Leugner und erneuerten ihren Appell, sich rechtspopulistischen Tendenzen entgegenzustellen. Felix Lipski fand auch Lob für die Bündnisse, die in Bochum und Umgebung bereits gegen neo-nazistische und nationalistische Tendenzen aktiv sind.

Einen thematischen Schwerpunkt bei der Gedenkveranstaltung bildete die Erinnerung an die Opfer der Petersburger (Leningrader) Blockade von September 1941 bis Januar 1944 als Teilmoment des Zweiten Weltkriegs. Während der Belagerung der Stadt durch die Nationalsozialisten starben durch Krieg, Hunger und Kälte etwa 1 Mio. Menschen. Hierzu berichtete ein Augenzeuge und Mitglied der jüdischen Gemeinde bewegend von den Folgen der Okkupation in seiner Heimatstadt.

Unterstützt wurde STERN bei der Gedenkveranstaltung von Schülerinnen und Schülern der Hildegardis-Schule Bochum.

Zeichen gegen AfD

Februar 01, 2017 Von: Re Si Kategorie: Allgemein

2.500 Menschen demonstrierten am 29. Januar in Oberhausen gegen die AfD, die in der Stadthalle ihren Landesparteitag abhielt. Unter ihnen auch Mitglieder der VVN aus Bochum, Essen, Mülheim und anderen Ruhrgebietsstädten. Die Fotos sprechen für sich.
Demo Oberhausen 1

Protestzug

Oberhausen gegen rechts

Tagungshalle

Demo Oberhausen 2

Demonstration

Stolpersteine der VVN-BdA für zwei Antifaschisten

Januar 24, 2017 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein

An zwei Werner Männer, die im Faschismus Widerstand geleistet hatten und dafür sterben mussten, wird mit Stolpersteinen in Bochum-Werne erinnert. Am Montag, den 30.1., kommt Günter Demnig nach Bochum, um insgesamt 8 Stolpersteine zu verlegen. Günter Demnig ist der Künstler, der mit der Schaffung der Stolpersteine Geschichte begehbar machen will und  den von den Deutschen im Faschismus Ermordeten ein kleines Denk-Mal setzen will.

Werne wird er vermutlich um 12.15 Uhr erreichen. Vor dem Haus Von Waldthausenstraße 4 wird Michael Jendrzejewski und ca. um 12.30 Uhr Johann Stangl vor dem Haus Werner Hellweg 467 geehrt. Die Bochumer VVN-BdA spendete die Stolpersteine und recherchierte, dass Jendrzejewski auf der Zeche Robert Müser gearbeitet hat und als Antifaschist ins KZ Sachsenhausen verschleppt wurde. Dort wurde er 1940 ermordet. Der Bauarbeiter Stangl wurde 1933 zum Stadtverordneten der KPD gewählt, wegen der bald einsetzenden Verfolgung durch die Nazis musste er ins Ausland fliehen und kämpfte für die spanische Republik. Nach der erneuten Flucht, diesmal in die CSR, verliert sich wahrscheinlich nach der faschistischen Besetzung seine Spur. Er wurde 1941 für tot erklärt.

Beide Namen finden sich auch auf dem antifaschistischen Gedenkstein auf dem Kommunalfriedhof in Werne.

Presseerklärung zum NPD-Urteil des Bundesverfassungsgerichts

Januar 18, 2017 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein

VVN-BdA entsetzt über NPD-Urteil

Neofaschisten bejubeln das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, denn sie dürfen ihre antisemitische und rassistische faschistische Propaganda als Partei weitertreiben!

Die VVN-BdA als größte antifaschistische Organisation Deutschlands fordert seit Gründung der NPD deren Verbot, weil eine neofaschistische Partei laut Grundgesetz verboten werden muss! Das Urteil wird die Faschisten aller Schattierungen in und außerhalb extrem rechter  Parteien und Organisationen auffordern, jetzt erst mal recht ihre menschenfeindlichen Parolen herauszuschreien. Die Chance, eine sogar als verfassungswidrig vom Gericht bezeichnete Partei zu verbieten, ist erschreckenderweise sogar einstimmig von den höchsten Richtern vertan worden. Faschismus ist ein Verbrechen, keine Meinung! Die Mütter und Väter des Grundgesetzes waren zum Teil auf Grund eigener leidvoller Erfahrungen dieser Überzeugung und schrieben sie in der Verfassung fest. Ab welcher Größe muss eigentlich eine verfassungswidrige Partei verboten werden? Nach der Logik des Gerichts hätte man die NSDAP bis ca. 1930 auch nicht verbieten brauchen! Die VVN-BdA war immer den Grundsätzen verpflichtet: Wehret den Anfängen! Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

 

 

Presseerklärung zum Anschlag in Berlin

Dezember 22, 2016 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein

Presseerklärung:

Alle möglichen rechtskonservativen und neofaschistischen Personen und Organisationen versuchen, den grauenhaften Anschlag in Berlin zu instrumentalisieren, indem sie Hass und menschenverachtende Parolen gegen Flüchtlinge  verbreiten!  Eine sensationslüsternde   Boulevardpresse, aber auch andere Medienvertreter, machen mit.

Die VVN-BdA Bochum verurteilt jegliche Art des Terrors, ob es sich nun um den faschistischen  NSU-Terror  der vergangenen Jahre oder den Terror und die Anschläge im Namen irgendeiner Religion handelt. Wir sehen in Menschlichkeit, Solidarität, nationaler und internationaler sozialer Gerechtigkeit und Toleranz die Mittel, auch mit schwierigen Situationen umzugehen. Allgemeine Verdächtigungen und Hetzjagden auf Flüchtlinge dürfen nicht die Folgen des Anschlags einiger weniger oder sogar nur eines einzelnen sein. Zum jetzigen Zeitpunkt sind Hintergründe und Täter noch völlig unklar.

Unsere Gedanken sind bei den Familien und Freunden der Opfer, den Verletzten, Traumatisierten und Rettungskräften in Berlin.

Dabei dürfen wir bei allem Entsetzen nicht vergessen, dass Wirtschaftskriege und Kriege, an beiden ist Deutschland führend beteiligt, große Teile der Welt in ein Elend gedrückt haben, die erst Flucht und in wenigen Fällen auch Gewalt möglich machten. Nur eine andere Politik kann die Ursachen von Verzweiflung und Flucht beseitigen.

Bochum, den 22.12.2016

Bochum ich saß in dir, Aus den Lebenserinnerungen des Dortmunder Kommunisten Heinz Junge

November 27, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein, Termine

1. Dezember 2016
18:00bis20:00
Zwischen KZ und Emigration in der Bochumer Krümmede

Am Donnerstag, den 1. Dezember, 18:00 Uhr wird die Reihe “Schicksalsort Gefängnis. Justiz und Polizei im „Dritten Reich“ im Bochumer Stadtarchiv, Wittener Straße 47 fortgesetzt. Reinhard Junge liest aus den noch unveröffentlichten Erinnerungen seines Vaters „Bochum, ich saß in dir“. Volksschule, Gärtnerlehre, auf Stellensuche Wanderschaft durch Deutschland – so begann das Leben des Dortmunder Kommunisten Heinz Junge (VVN-BdA Bochum). Noch nicht einmal 19 Jahre alt, schleppten die Nazis ihn im Oktober 1933 zum ersten Mal ins KZ. Zwei Monate später „erlöste“ ihn ein Strafverfahren wegen „Hochverrats“. im März 1934 folgte das Urteil: 1 ½ Jahre Jugendhaft – „abzusitzen“ in der Bochumer Krümmede. Dort ging der Widerstand der politischen Häftlinge weiter.

Deshalb schrieb der Direktor der „Anstalt“ im November 1934 an den Generalstaatsanwalt in Hamm: „Junge ist ein komplizierter Charakter; eine innere Umstellung ist noch nicht erfolgt. Sie wird ihm nach seiner Veranlagung auch recht schwer fallen, wenn nicht überhaupt unmöglich sein.“ Der Mann behielt Recht.
Reinhard Junge ist aus dem Ruhestand reaktivierter Lehrer und Krimi-Autor.

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Kranzniederlegung zu Ehren der Bochumer Interbrigadisten

November 22, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Termine

27. November 2016
11:00bis12:00

Die VVN-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten in Bochum erinnert an die Verteidigung der spanischen Republik gegen den Faschismus

Mit einer Kranzniederlegung am antifaschistischen Werner Denkmal gedenkt die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN – BdA) am Sonntag, 27. November, der gefallenen Spanienkämpfer aus Bochum. Treffpunkt 11.00 Uhr Friedhof Bochum-Werne, Eingang Im Kerkdahl. Am 27. November 1936 starb Willi Grafenhain bei Kämpfen der republikanischen XI. Internationalen Brigade mit Truppen der Franco-Faschisten im Nordwesten von Madrid. Sein Freund Emil Sander wurde bei den Kämpfen am Palacete de la Moncloa schwer verletzt. Beide kamen aus Bochum-Werne und waren im März 1933 vor dem Terror der Nazis geflohen. Die Kranzniederlegung am 80. Jahrestag des Todestages von Willi Grafenhain ist auch allen anderen
Interbrigadisten aus Bochum gewidmet, die in Spanien für die Verteidigung der Republik kämpften. Das Werner Denkmal, das an insgesamt 8 Kämpfer gegen den Kapp-Putsch und den Faschismus aus Bochum-Werne erinnert, nennt namentlich die gefallenen Spanienkämpfer Willi Grafenhain, Bruno Preus und Johann Stangl, die fern der Werner Heimat begraben wurden. Insgesamt sind der VVN die Namen von 22 Antifaschisten aus Bochum bekannt, die in Spanien am antifaschistischen Kampf teilnahmen. 10 von ihnen sind in Spanien von den faschistischen Armeen getötet worden, 2 wurden von den deutschen Faschisten im Widerstandskampf ermordet.

Sinti und Roma in Bochum

November 17, 2016 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein

vvn-ausstellungVerachtet, Vertrieben, Verfolgt
Im Q1-Eins im Quartier, Halbachstraße 1, ist heute bei einer Veranstaltung mit Nizaqete Bislimi zum Thema „Nicht hier!? – Diskriminierung von Sinti und Roma“ eine Ausstellung der VVN-BdA eröffnet worden. Mit dem Titel „Verachtet, Vertrieben, Verfolgt“ dokumentiert die Ausstellung das Schicksal der Sinti und Roma in den letzten 80 Jahren in Bochum. Die Tafeln der Ausstellung sind nachfolgend dokumentiert. Durch ein Mausklick wird das Bild zunächst auf Bildschirmgröße angezeigt. Mit einem zweiten Klick wird das Bild noch einmal weiter vergrößert. Die Ausstellung kann auch in einer PDF-Fassung angeschaut werden. Etliche Details sind allerdings nur in der Ausstellung gut lesbar. (mehr …)

Zeitzeuginnengespräch – Jüdischer und kommunistischer Widerstand gegen Hitler

November 16, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein

Am Mittwoch, den 23.11. findet im Sozialen Zentrum in Bochum ein beachtenswertes Zeitzeuginnengespräch mit Margret Rest und Alice Czyborra statt. Für den Ankündigungstext bitte auf den link klicken:

https://oacb.noblogs.org/post/2016/11/15/zeitzeuginnengesprach-judischer-und-kommunistischer-widerstand-gegen-hitler/

Erfahrungen mit der Diskriminierung von Sinti und Roma

November 12, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein, Ausstellung, Buchvorstellung, Diskussion, Präsentation, Roma, Sinti und Roma, Veranstaltung

Lesung & Diskussion mit Nizaqete Bislimi

Im Rahmen des Projektes „Farbe bekennen – Demokratie leben“ laden das Kommunale Integrationszentrum und der Kinder- und Jugendring am Donnerstag, 17. November um 18.00 Uhr im Q 1, Halbachstr. 1 zu einer Lesung und Diskussion mit Nizaqete Bislimi ein: »Sie ist 1979 im Kosovo geboren und 1993 mit ihrer Familie vor dem Bürgerkrieg nach Deutschland geflohen. Vierzehn Jahre lebten sie ohne sichere Lebensperspektive mit dem Status der Duldung in Flüchtlingsunterkünften. Trotz aller Widerstände hat Nizaqete Bislimi es geschafft, sich ein Leben in Deutschland aufzubauen. Die Vorsitzende des Bundes Roma Verband hat in Bochum studiert und ist heute als Anwältin für Asyl- und Ausländerrecht in Essen tätig. Nizaqete Bislimi liest aus ihrem Buch „Durch die Wand“, das von ihren Erfahrungen als Romni und als Asylbewerberin handelt. (mehr …)

Die Antifaschistischen Bochumer Blätter Nr. 2 2016

November 08, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein

Hier ist der Link zum Anschauen und lesen: abb-2016-02-inet . Ältere Ausgaben finden sich im Link in der roten Kopfleiste.

9. November 1938 – 9. November 2016

Oktober 27, 2016 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein

Wie in jedem Jahr beteiligt sich die VVN-BdA Bochum an der Gedenkfeier zur Reichspogromnacht. Aus technischen Gründen können wir das genaue Programm gegenwärtig nicht selbst veröffentlichen. Auf dem ganz unten genannten Link aber ist das Programm anzuklicken und dort dann zu öffnen.

Wir weisen darauf hin, dass eine Veranstaltung direkt von der VVN-BdA Bochum im Rahmenprogramm des 9. November stattfindet, andere Veranstaltungen unter Beteiligung der VVN-BdA Bochum.

Am 9.11. um 15.00 Uhr vor der Gedenkfeier ein Stolpersteinrundgang vom Nordbahnhof  zum Ort der Gedenkfeier, Dr. Ruer-Platz. Vom Nordbahnhof deshalb, weil von dort im Faschismus auch Deportationen in die Vernichtungslager stattfanden. Gegenwärtig ist fraglich, ob ein Gedenkraum dazu im Nordbahnhof eingerichtet werden kann. Näheres zu Beginn des Rundgangs. Veranstalter: VVN-BdA Bochum, Leitung des Rundgangs: Michael Niggemann und Wolfgang Dominik.

2 Stadtrundgänge macht die VHS noch, Leitung Michael Niggemann bzw. Wolfgang Dominik:

  1. Bochum im NS, Treffpunkt am 30.10., 14.00 Uhr , Näheres weiter unten auf dieser Seite
  2.  Jüdisches Leben in Bochum vor, während und nach dem Faschismus, Treffpunkt 13.11., 14.00 Uhr, Näheres weiter unten auf dieser Seite.
  3. Beteiligt sind wir an der Veranstalten des Bündnis gegen Rechts am 3.11. 2016 um 19.00 Uhr bei verdi, Universitätsstr. 76: „Wie Auschwitz zu dem wurde, was es war“ mit Dr. Susanne Willems.
  4. Alle anderen Veranstaltungen s. den 9. Nov. Flyer: Hier: http://www.bo-alternativ.de/2016/10/25/9-november-in-bochum/
  5. Ebenfalls am 9. 11. findet schon um 12.15 Uhr an den 3 Stelen am Standort der ehemaligen Synagoge am Nivellesplatz in Wattenscheid die Gedenkfeier für die ermordeten jüdischen Wattenscheider statt. 12.00 Uhr treffen sich die Teilnehmer*innen am Saarlandbrunnen und gehen dann zum Nivellesplatz. http://www.antifawat.de/20161109.html

Gedenkveranstaltung an Gestapomorde

Oktober 24, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein

Hier ist der Bericht über die Gedenkveranstaltung: http://www.bo-alternativ.de/2016/10/22/widerstand-gestern-und-heute/

Gedenkveranstaltung an Gestapomorde

Oktober 18, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein

Gedenkveranstaltung und Kranzniederlegung aus Anlass des 80. Todestages der antifaschistischen Widerstandskämpfer Karl Springer und Benno Klier im Innenhof des Polizeipräsidiums Uhlandstraße (Treffpunkt Schillerplatz) am Freitag, 21. Oktober 2016, 16:45.
Veranstalter VVN-BdA Bochum. Es spricht Norbert Arndt, Gewerkschaftssekretär ver.di Bochum-Herne.

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