VVN-BdA Bochum

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
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Bochum ich saß in dir, Aus den Lebenserinnerungen des Dortmunder Kommunisten Heinz Junge

November 27, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein, Termine

1. Dezember 2016
18:00bis20:00
Zwischen KZ und Emigration in der Bochumer Krümmede

Am Donnerstag, den 1. Dezember, 18:00 Uhr wird die Reihe “Schicksalsort Gefängnis. Justiz und Polizei im „Dritten Reich“ im Bochumer Stadtarchiv, Wittener Straße 47 fortgesetzt. Reinhard Junge liest aus den noch unveröffentlichten Erinnerungen seines Vaters „Bochum, ich saß in dir“. Volksschule, Gärtnerlehre, auf Stellensuche Wanderschaft durch Deutschland – so begann das Leben des Dortmunder Kommunisten Heinz Junge (VVN-BdA Bochum). Noch nicht einmal 19 Jahre alt, schleppten die Nazis ihn im Oktober 1933 zum ersten Mal ins KZ. Zwei Monate später „erlöste“ ihn ein Strafverfahren wegen „Hochverrats“. im März 1934 folgte das Urteil: 1 ½ Jahre Jugendhaft – „abzusitzen“ in der Bochumer Krümmede. Dort ging der Widerstand der politischen Häftlinge weiter.

Deshalb schrieb der Direktor der „Anstalt“ im November 1934 an den Generalstaatsanwalt in Hamm: „Junge ist ein komplizierter Charakter; eine innere Umstellung ist noch nicht erfolgt. Sie wird ihm nach seiner Veranlagung auch recht schwer fallen, wenn nicht überhaupt unmöglich sein.“ Der Mann behielt Recht.
Reinhard Junge ist aus dem Ruhestand reaktivierter Lehrer und Krimi-Autor.

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Kranzniederlegung zu Ehren der Bochumer Interbrigadisten

November 22, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Termine

27. November 2016
11:00bis12:00

Die VVN-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten in Bochum erinnert an die Verteidigung der spanischen Republik gegen den Faschismus

Mit einer Kranzniederlegung am antifaschistischen Werner Denkmal gedenkt die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN – BdA) am Sonntag, 27. November, der gefallenen Spanienkämpfer aus Bochum. Treffpunkt 11.00 Uhr Friedhof Bochum-Werne, Eingang Im Kerkdahl. Am 27. November 1936 starb Willi Grafenhain bei Kämpfen der republikanischen XI. Internationalen Brigade mit Truppen der Franco-Faschisten im Nordwesten von Madrid. Sein Freund Emil Sander wurde bei den Kämpfen am Palacete de la Moncloa schwer verletzt. Beide kamen aus Bochum-Werne und waren im März 1933 vor dem Terror der Nazis geflohen. Die Kranzniederlegung am 80. Jahrestag des Todestages von Willi Grafenhain ist auch allen anderen
Interbrigadisten aus Bochum gewidmet, die in Spanien für die Verteidigung der Republik kämpften. Das Werner Denkmal, das an insgesamt 8 Kämpfer gegen den Kapp-Putsch und den Faschismus aus Bochum-Werne erinnert, nennt namentlich die gefallenen Spanienkämpfer Willi Grafenhain, Bruno Preus und Johann Stangl, die fern der Werner Heimat begraben wurden. Insgesamt sind der VVN die Namen von 22 Antifaschisten aus Bochum bekannt, die in Spanien am antifaschistischen Kampf teilnahmen. 10 von ihnen sind in Spanien von den faschistischen Armeen getötet worden, 2 wurden von den deutschen Faschisten im Widerstandskampf ermordet.

Sinti und Roma in Bochum

November 17, 2016 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein

vvn-ausstellungVerachtet, Vertrieben, Verfolgt
Im Q1-Eins im Quartier, Halbachstraße 1, ist heute bei einer Veranstaltung mit Nizaqete Bislimi zum Thema „Nicht hier!? – Diskriminierung von Sinti und Roma“ eine Ausstellung der VVN-BdA eröffnet worden. Mit dem Titel „Verachtet, Vertrieben, Verfolgt“ dokumentiert die Ausstellung das Schicksal der Sinti und Roma in den letzten 80 Jahren in Bochum. Die Tafeln der Ausstellung sind nachfolgend dokumentiert. Durch ein Mausklick wird das Bild zunächst auf Bildschirmgröße angezeigt. Mit einem zweiten Klick wird das Bild noch einmal weiter vergrößert. Die Ausstellung kann auch in einer PDF-Fassung angeschaut werden. Etliche Details sind allerdings nur in der Ausstellung gut lesbar. (mehr …)

Zeitzeuginnengespräch – Jüdischer und kommunistischer Widerstand gegen Hitler

November 16, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein

Am Mittwoch, den 23.11. findet im Sozialen Zentrum in Bochum ein beachtenswertes Zeitzeuginnengespräch mit Margret Rest und Alice Czyborra statt. Für den Ankündigungstext bitte auf den link klicken:

https://oacb.noblogs.org/post/2016/11/15/zeitzeuginnengesprach-judischer-und-kommunistischer-widerstand-gegen-hitler/

Erfahrungen mit der Diskriminierung von Sinti und Roma

November 12, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein, Ausstellung, Buchvorstellung, Diskussion, Präsentation, Roma, Sinti und Roma, Veranstaltung

Lesung & Diskussion mit Nizaqete Bislimi

Im Rahmen des Projektes „Farbe bekennen – Demokratie leben“ laden das Kommunale Integrationszentrum und der Kinder- und Jugendring am Donnerstag, 17. November um 18.00 Uhr im Q 1, Halbachstr. 1 zu einer Lesung und Diskussion mit Nizaqete Bislimi ein: »Sie ist 1979 im Kosovo geboren und 1993 mit ihrer Familie vor dem Bürgerkrieg nach Deutschland geflohen. Vierzehn Jahre lebten sie ohne sichere Lebensperspektive mit dem Status der Duldung in Flüchtlingsunterkünften. Trotz aller Widerstände hat Nizaqete Bislimi es geschafft, sich ein Leben in Deutschland aufzubauen. Die Vorsitzende des Bundes Roma Verband hat in Bochum studiert und ist heute als Anwältin für Asyl- und Ausländerrecht in Essen tätig. Nizaqete Bislimi liest aus ihrem Buch „Durch die Wand“, das von ihren Erfahrungen als Romni und als Asylbewerberin handelt. (mehr …)

Die Antifaschistischen Bochumer Blätter Nr. 2 2016

November 08, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein

Hier ist der Link zum Anschauen und lesen: abb-2016-02-inet . Ältere Ausgaben finden sich im Link in der roten Kopfleiste.

9. November 1938 – 9. November 2016

Oktober 27, 2016 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein

Wie in jedem Jahr beteiligt sich die VVN-BdA Bochum an der Gedenkfeier zur Reichspogromnacht. Aus technischen Gründen können wir das genaue Programm gegenwärtig nicht selbst veröffentlichen. Auf dem ganz unten genannten Link aber ist das Programm anzuklicken und dort dann zu öffnen.

Wir weisen darauf hin, dass eine Veranstaltung direkt von der VVN-BdA Bochum im Rahmenprogramm des 9. November stattfindet, andere Veranstaltungen unter Beteiligung der VVN-BdA Bochum.

Am 9.11. um 15.00 Uhr vor der Gedenkfeier ein Stolpersteinrundgang vom Nordbahnhof  zum Ort der Gedenkfeier, Dr. Ruer-Platz. Vom Nordbahnhof deshalb, weil von dort im Faschismus auch Deportationen in die Vernichtungslager stattfanden. Gegenwärtig ist fraglich, ob ein Gedenkraum dazu im Nordbahnhof eingerichtet werden kann. Näheres zu Beginn des Rundgangs. Veranstalter: VVN-BdA Bochum, Leitung des Rundgangs: Michael Niggemann und Wolfgang Dominik.

2 Stadtrundgänge macht die VHS noch, Leitung Michael Niggemann bzw. Wolfgang Dominik:

  1. Bochum im NS, Treffpunkt am 30.10., 14.00 Uhr , Näheres weiter unten auf dieser Seite
  2.  Jüdisches Leben in Bochum vor, während und nach dem Faschismus, Treffpunkt 13.11., 14.00 Uhr, Näheres weiter unten auf dieser Seite.
  3. Beteiligt sind wir an der Veranstalten des Bündnis gegen Rechts am 3.11. 2016 um 19.00 Uhr bei verdi, Universitätsstr. 76: „Wie Auschwitz zu dem wurde, was es war“ mit Dr. Susanne Willems.
  4. Alle anderen Veranstaltungen s. den 9. Nov. Flyer: Hier: http://www.bo-alternativ.de/2016/10/25/9-november-in-bochum/
  5. Ebenfalls am 9. 11. findet schon um 12.15 Uhr an den 3 Stelen am Standort der ehemaligen Synagoge am Nivellesplatz in Wattenscheid die Gedenkfeier für die ermordeten jüdischen Wattenscheider statt. 12.00 Uhr treffen sich die Teilnehmer*innen am Saarlandbrunnen und gehen dann zum Nivellesplatz. http://www.antifawat.de/20161109.html

Gedenkveranstaltung an Gestapomorde

Oktober 24, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein

Hier ist der Bericht über die Gedenkveranstaltung: http://www.bo-alternativ.de/2016/10/22/widerstand-gestern-und-heute/

Gedenkveranstaltung an Gestapomorde

Oktober 18, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein

Gedenkveranstaltung und Kranzniederlegung aus Anlass des 80. Todestages der antifaschistischen Widerstandskämpfer Karl Springer und Benno Klier im Innenhof des Polizeipräsidiums Uhlandstraße (Treffpunkt Schillerplatz) am Freitag, 21. Oktober 2016, 16:45.
Veranstalter VVN-BdA Bochum. Es spricht Norbert Arndt, Gewerkschaftssekretär ver.di Bochum-Herne.

gedenkveranstaltung-2016-am-polizeipraesidium-inet

Alle Räder rollen für den Sieg – Zwangsarbeit und Kriegswirtschaft während des Faschismus in Bochum

Oktober 07, 2016 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Termine

16. Oktober 2016
14:00bis16:15

Spätestens mit Beginn des 2. Weltkrieges mussten die Betriebe in Bochum ihre Produktion auf kriegswichtige Güter umstellen. Im Verlauf des Krieges wurden immer mehr Zwangsarbeiter*innen auch nach Bochum gebracht und in über 150 KZ-ähnlichen Lagern eingesperrt. Wer waren diese Menschen? Wie lebten und starben sie? Wo waren die Lager? Gerade der von Hitler als NS-Musterbetrieb „geadelte“ Bochumer Verein als eine der größten Rüstungsschmieden des Reiches kann als trauriges Beispiel exemplarisch genannt werden. 32.000 Zwangsarbeiter*innen von 8 bis 80 waren in allen Bochumer Betrieben und Behörden Sklavenarbeit unterworfen. Der Rundgang durch Stahlhausen und entlang des Bochumer Vereins soll etwas Licht in das damals gewünschte und von vielen bis heute gewünschte Verschweigen bringen. Einige Stolpersteine auf dem Rundgang erinnern an das Schicksal jüdischer Bochumer Bürger*innen.

Termin: 16.10.2016, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Gewerkschaftshaus Alleestr. 80. Die VHS nimmt um einen Unkostenbeitrag von 5, erm. 3 Euro und bittet um Anmeldung unter Tel.: 0234/9102812.

Der Rundgang dauert ca. 2 ¼ Stunden.

Pressemitteilung über „70 Jahre VVN-BdA Bochum“

September 29, 2016 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein

Bochum, 26. September 2016

P R E S S E M I T T E I L U N G

Jubiläumsveranstaltung: „70 Jahre VVN in Bochum“

Eine Straße soll den Namen von Christine Schröder tragen –

OB dankt für engagiertes Wirken

In diesem Jahr wird die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) 70 Jahre alt. Das Ereignis war Anlass zu der Jubiläumsveranstaltung „70 Jahre VVN in Bochum“, am Samstag, 24. September 2016, im Bochumer Ver.di-Gewerkschaftshaus.

In seiner Eröffnungsrede sagte der Vorsitzende der VVN-BdA Bochum, Günter Gleising: „An 70 Jahren kontinuierlicher Arbeit der VVN und der VVN-BdA in Bochum haben viele mitgewirkt. Dieses Wirken mit und für die Menschen in der Stadt sollte aus unserer Sicht auch eine öffentliche Würdigung erhalten. Wir schlagen daher vor, eine Straße nach Christine Schröder zu benennen. Die Widerstandskämpferin Christine Schröder war langjährige Vorsitzende der Bochumer VVN. Im Bereich der Sozialpolitik vertrat sie viele Jahre die Interessen der Verfolgten des Naziregimes. 1978 erhielt sie die Ehrenmedaille des Deutschen Widerstandes.“

Dr. Ulrich Schneider, Bundessprecher der VVN-BdA und Generalsekretär der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) leitete seine Rede mit einem historischen Abriss zur Gründungs- und Entwicklungsgeschichte der VVN ein und forderte eine breite Mobilisierung gegen Pegida, NPD, ProNRW oder AFD. Zu den Zukunftsperspektiven sagte er, dass die „VVN nicht nur gegen etwas kämpft, sondern von einer positiven antifaschistischen Visionen geleitet wird. Diese Vision ist nicht durch eine parteipolitische Orientierung oder ein bestimmtes Gesellschaftsmodell bestimmt, sondern im Sinne des Schwurs der Überlebenden des KZ Buchenwald eine Gesellschaft, in der der Nazismus mit seinen sozialen Wurzeln beseitigt ist und eine neue Welt des Friedens und der Freiheit geschaffen wird.“

Mit ihren kulturelle Beiträgen begeisterten der Chor Chorrosion, das Jugend-Klezmer-Ensemble „Freylekhs“ und die Rezitationen des Bochumer Schauspielers Manfred Böll. Michael Niggemann las aus der Fluchtgeschichte von Muhannad aus Syrien. (mehr …)

Jüdisches Leben in Bochum vor, während und nach dem Faschismus am Beispiel Ottilie Schoenewalds

September 22, 2016 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein, Termine

13. November 2016
14:00bis16:15

 

Jüdisches Leben in Bochum vor, während und nach dem Faschismus am Beispiel Ottilie Schoenewalds

Die VHS bietet einmal im VHS-Semester einen Rundgang an, der auch für die gegenwärtige Debatte um Rassismus und Antisemitismus sensibilisieren kann.

Auf dem Stadtrundgang durch die Innenstadt soll an etlichen Plätzen, Gebäuden, Stelen und Stolpersteinen auf Diskriminierung, Verfolgung, Flucht oder Deportation und Ermordung jüdischer Mitbürger*innen aus Bochum hingewiesen werden. Es soll den Fragen nachgegangen werden: Was wussten die Bochumer vom Schicksal ihrer jüdischen Nachbarn? Welche Etappen der antijüdischen Maßnahmen gab es in Bochum? Welche politischen und religiösen Vorurteile machten den antijüdischen Terror möglich? Warum gab es so wenig Widerstand? Sind solche rassistischen Exzesse auch heute denkbar?

Am Beispiel einer bekannten Bochumerin, Ottilie Schoenewald, soll exemplarisch auf  jüdisches Leben in Bochum hingewiesen werden.

Termin: Sonntag, 13.11.2016, 14.00 Uhr bis 16.15. Treffpunkt: Glocke auf dem Rathausplatz

 

Die VHS bittet um Anmeldung unter der Tel.-Nr. 910155. Teilnahmegebühr 5 Euro, erm. 3 Euro.

Bochum im Faschismus – Stadtrundgang

September 21, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Faschismus, Stadtrundgang, Termine

30. Oktober 2016
14:00bis16:15
NSDAP-Aufmarsch auf dem heutigen Imbuschplatz

NSDAP-Aufmarsch auf dem heutigen Imbuschplatz

Dieser Stadtrundgang informiert über wichtige historische Fakten aus der Zeit, als Bochum braun war.

Wie hat 1933 alles angefangen? Wie sah Bochum 12 Jahre später aus?

An etlichen Orten in der Innenstadt, die an „damals“ erinnern, wird ein Einblick gegeben, was Alltag unterm „Hakenkreuz“ konkret für die Menschen in Bochum bedeutete. Wer freute sich über die neuen politischen Herren? Wer hatte zu leiden?

An Gebäuden, Straßen, Plätzen der Innenstadt wird gezeigt, wie der Faschismus in Bochum von 1933 bis 1945 aussah, auf welche Ablehnung, Widerstand oder Akzeptanz er in Bochum stieß, wie die Bochumer Bevölkerung auf die Entrechtlichung, Verfolgung und Vernichtung jüdischer Bochumer, auf Bücherverbrennungen, Verhaftung und Ermordung von Widerstandskämpfern reagierte.

Einige Stolpersteine auf dem Rundgang erinnern an das Schicksal jüdischer und nichtjüdischer Bochumer. Gerade auch vor dem aktuellen Hintergrund rassistischer Großdemonstrationen in manchen Teilen des Landes soll dieser Stadtrundgang zum Nachdenken anregen.

Es geht los am Sonntag, 30.10.2016, um 14.00 Uhr an der Glocke am Rathausplatz.

Der Stadtrundgang dauert ungefähr 2 ¼ Stunden.

Eine Anmeldung bei der VHS unter folgenden link: https://vhs.bochum.de/index.php?id=22&kathaupt=11&knr=T12005&katid=433 ist wünschenswert.

Die VHS erhebt einen Unkostenbeitrag von 5.00 Euro, erm. 3,00 Euro.

Die Rede von Deniz Sert am Tag der Opfer des Faschismus

September 11, 2016 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein

Liebe Freundinnen und Freunde,

im Namen des Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur bedanke ich mich zunächst für die Einladung der VVN-BdA, am heutigen Tage hier zu euch sprechen zu dürfen und den diesjährigen Redebeitrag zu übernehmen.

Wir haben uns heute hier versammelt, um auch in diesem Jahr, an diesem 2. Sonntag im September der Opfer des Faschismus zu gedenken. Ich möchte ausdrücklich auf die Wichtigkeit einer politischen Gedenkkultur hinweisen und der VVN-BdA auf diesem Wege nochmals für diesen hartnäckigen und unermüdlichen Einsatz danken. Vielen Dank! (mehr …)

70 Jahre VVN in Bochum

September 10, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Aktuelles, Allgemein, Geschichte

In diesem Jahr wird die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) 70 Jahre alt. Das Ereignis ist für uns Anlass zu einer Jubiläumsveranstaltung, zu der wir herzlich einladen möchten. In gemeinsamer Runde wollen wir an die zurückliegende Zeit erinnern, in die Zukunft blicken und feiern.

Es spricht Dr. Ulrich Schneider, Bundessprecher der VVN-BdA und Generalsekretär der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR). Kulturelle Beiträge: Chor Chorrosion, Rezitationen von Manfred Böll (Bochumer Schauspieler), Jugend-Klezmer-Ensemble „Freylekhs“. Außerdem wird aus der Fluchtgeschichte von Muhannad aus Syrien vorgelesen.

Am 26. September 1946 trafen sich Frauen und Männer, die wegen ihrer politischen, gesellschaftlichen und religiösen Anschauungen vom Faschismus verfolgt worden sind. Mit der Gründung der VVN Bochum und dem Beitritt zur Landesorganisation der VVN-NRW, wollten sie das politische und soziale Leben im Sinne des Schwurs von Buchenwald mitgestalten. 1972 öffnete sich die VVN für alle, vor allem für junge Antifaschistinnen und Antifaschisten. Dies wurde durch den Namenszusatz „Bund der Antifaschisten“ dokumentiert. Bis heute die VVN die größte Vereinigung von Verfolgten des Naziregimes und eine starke antifaschistische Organisation.

„70 Jahre VVN in Bochum“ 24. September 2016, Ver.di-Gewerkschaftshaus (Universitätsstr. 76), Beginn 15:00, Ende 18:00

Tag der Opfer des Faschismus – Kranzniederlegung – Sonntag, 11.09.2016

September 09, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein

Kranzniederlegung zur Erinnerung an Widerstandskämpfer gegen Faschismus. Auch in diesem Jahr ruft die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes– Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten auf, der ermordeten Widerstandskämpfer gegen den Faschismus und Krieg zu gedenken. Die Kranzniederlegung und Gedenkveranstaltung findet am zweiten Sonntag im September statt, dem traditionellen Gedenktag für die Opfer des Faschismus, der 1946 von Überlebenden der Konzentrationslager und Haftstätten ins Leben gerufen wurde. Es ist uns ein wichtiges Anliegen deutlich zu machen, wie notwendig es ist, dem aktuellen Anwachsen des Rassismus und der Rechtsentwicklung entgegen zu treten.

Am Sonntag, den 11. September (Treffpunkt 11.00 Uhr, Haupteingang) findet an der Gedenkstätte auf dem Friedhof Freigrafendamm eine Kranzniederlegung statt. An den Gräbern am Denkmal auf dem Ehrenrundplatz spricht: Deniz Sert vom Vorstand Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur e. v. (BoFo).

Todestag Betti Hartmann am 31 August 1942 in Auschwitz

September 01, 2016 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein

Am 31.8.2016 veranstaltete der Verein „Stelen der Erinnerung“ in Wattenscheid vor dem Rathaus am Stolperstein für Betti Hartmann eine Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an Betti Hartmann. Christoph Nitsch vom Verein „Stelen der Erinnerung“ hielt eine Gedenkrede, die wir hier veröffentlichen. Die VVN-BdA Bochum war an der Gedenkfeier beteiligt und Wolfgang Dominik überbrachte ein Grußwort, in dem er betonte, dass die Erinnerung an die Opfer des Faschismus nie verblassen darf.

Foto von Boris Swetnikow

Foto von Boris Swetnikow

Gedenkrede für Betti Hartmann am 31.8.2016

Liebe Wattenscheider Bürgerinnen und Bürger, liebe Freundinnen und Freunde,

Wir gedenken heute Betti Hartmann, die heute auf denTag vor 74 Jahren um 14.40 Uhr von den deutschen Faschisten  in Auschwitz ermordet wurde.

Betti Hartmann wurde nur 15 Jahre alt, sie ist somit das jüngste Wattenscheider Opfer der Shoa.

Das Meiste, was wir über Betti Hartmanns kurzes Leben wissen, verdanken wir der akribischen Recherche unseres Freundes Felix Lipski, selbst Überlebender der Shoa.

Doch am Anfang stand die Entdeckung von Betti Hartmanns Todesurkunde, welche von Schülerinnen der Maria- Sybilla- Merian- Gesamtschule und der Märkischen Schule  von Auschwitz nach Wattenscheid gebracht wurde.

Betti Hartmann wurde am 19. Februar 1927 in Wattenscheid als Tochter von Mendel oder Max Hartmann und Schajndl oder Scharlotte Hartmann, geb. Nussbaum, geboren; sie hatte noch zwei jüngere Brüder, Sigmund und Manfred.

1928 übersiedelte die Familie nach Gelsenkirchen, um dort beim Bruder der Mutter, Josef Nussbaum, zu leben.

Dort besuchte Betti Hartmann eine jüdische Schule.

Veranlasst durch den mörderischen Terror der Reichspogromnacht am 9.November 1938 entschloss sich Familie Hartmann, wie viele andere jüdische Familien, ihre Kinder nach Holland vor den Faschisten in Sicherheit zu bringen.

Mit einem dieser „Kinder- Transporte“ gelangten Betti Hartmann und ihre beiden Brüder nach Holland, wo sie die nächsten zwei Jahre auf verschiedene Schulen gingen und an unterschiedlichen Orten lebten.

Ab dem Jahr 1940 lebten die Hartmann- Kinder dann wieder bei ihren Eltern im vom den Deutschen besetzten Belgien.

Während es Betti Hartmanns Mutter und ihren beiden Brüdern gelang, sich vor den Besatzern zu verstecken und so den Krieg in Belgien zu überleben, wurden Betti Hartmann und ihr Vater 1942 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Betti Hartmanns gewaltsam beendetes und viel zu kurzes Leben sollte uns nicht nur mit Betroffenheit und Trauer erfüllen, nein, es sollte uns auch Ansporn und Verpflichtung sein, uns heute und morgen jeglicher Form von rassistischer und faschistischer Hetze entgegenzustellen!

Ich möchte Sie und Euch jetzt bitten, einen Moment schweigend aller Opfer der Shoa zu gedenken, für deren Schicksal wir heute hier exemplarisch Betti Hartmann ein ehrendes Gedenken zukommen lassen.

Abschließend möchte ich auch noch an den Mann erinnern, der es überhaupt erst ermöglicht hat, dass es in Wattenscheid einen Betti Hartmann- Platz gibt.

Ohne das unermüdliche Engagement unseres Freundes Hannes Bienert, dem wir auch die Gedenkstelen am Nivellesplatz verdanken, wäre dies Alles nicht möglich gewesen.

Die Lücke, die Hannes Bienert hinterlassen hat, kann und wird niemals gefüllt werden!

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

 

Zum zweiten Mal mit Nazistiefeln getreten

Juli 14, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein

Über den rabiaten Polizeieinsatz gegen Antifaschisten am 1.Mai in Bochum – Gespräch mit Wolfgang Dominik

bitte den link anklicken: http://www.sozonline.de/2016/06/zum-zweiten-mal-mit-nazistiefeln-getreten/

bsz…. Stadtrundgang Wolfgang mit RUB bekennt Farbe

Juli 14, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein

ZwangsarbeiterInnen in Stahlhausen: Stadtrundgang klärt auf
Bochums faschistische Vergangenheit

Bitte dem link anklicken:
http://www.bszonline.de/artikel/bochums-faschistische-vergangenheit

Schicksalsort Gefängnis Bochum – Opfer der Nazi-Justiz in der Krümmede

Juni 07, 2016 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein

Am Donnerstag, den 16.6. um 18.00 Uhr wird im Stadtarchiv Bochum eine Ausstellung über Gefangene während des Faschismus in der Krümmede eröffnet. Gefangene, die zum großen Teil NN-Gefangene waren. NN – das sind bei „Nacht und Nebel“- Inhaftierte, u.a. viele Widerstandskämpfer aus den von den faschistischen Armeen besetzten Ländern. Sozialdemokraten, Zentrumspolitiker, Juden, Sinti und Roma, Kommunisten, Geistliche, Zeugen Jehovas, gläubige Christen – alles Menschen, die den Nazis nicht Folge leisteten oder durch ihre Taten als „Volksfeinde“, „Minderwertige“, sonstige „Verräter an der nationalen Sache“ auffielen. Alfons Zimmer, Pastoralreferent in den Justizvollzugsanstalten Bochum, ist zufällig auf diese Menschen gestoßen und hat mit erheblichen Mühen ca. 60 Porträts der politischen Gefangenen zusammengestellt. Auch die VVN-BdA Bochum konnte da und dort Auskünfte beisteuern. Mit Alfons Zimmer haben wir zum 8. Mai 2015 schon einmal erfolgreich zusammengearbeitet. Vgl. auf dieser Homepage: http://vvn-bda-bochum.de/wp-admin/post.php?post=12932&action=edit und http://vvn-bda-bochum.de/wp-admin/post.php?post=12941&action=edit

Wir laden herzlich zur Eröffnung oder zum späteren Besuch der Ausstellung ein.

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Zum Tod von Jochen Marquardt

Mai 30, 2016 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein

Jochen Marquardt: Die VVN-BdA Bochum trauert um einen engagierten Antifaschisten

 

Am 24.3.2013 hielt unser antifaschistischer Freund Jochen Marquardt die Gedenkansprache an den Gräbern der im Kampf gegen den reaktionären „Kapp-Putsches“  1920,  im Kampf gegen die faschistische Diktatur in Spanien und im Kampf gegen des Faschismus ermordeten Demokraten. Jochen betonte, dass wir Geschichte immer wieder erinnern müssen, um sie für die Gegenwart fruchtbar zu machen und die Zukunft menschlich zu gestalten. Er erinnerte an die Besetzung der Gewerkschaftshäuser durch die deutschen Faschisten vor 80 Jahren und zog die historische Linie bis in die Gegenwart, in der sich Nazis bis hin zu Mordserien in diesem Land tummeln. Gleichzeitig klagte er die staatlich verordnete zunehmende Verarmung und Verelendung breiter Bevölkerungsschichten an, die als Nährboden für Fremdenfeindlichkeit und Neofaschismus dienen. Nur eine Neuverteilung politischer und ökonomischer Machtstrukturen kann den weiteren Weg in die Reaktion stoppen.

So oder so ähnlich haben wir Jochen bei zahlreichen Veranstaltungen immer wieder erlebt. Wir trauern mit seiner Familie und vielen anderen für den Frieden, die Demokratie, um Umverteilung  engagierten Bürger*innen um einen allzeit ansprechbaren, immer kämpferischen, immer uns freundlich verbundenen Menschen.

Pressemitteilung der VVN-BdA Bochum zum 1. Mai 2016 in Bochum

Mai 06, 2016 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Bochum

 

VVN/BdA zum 1. Mai 2016 in Bochum

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) kritisiert die Vorgänge um die Demonstration der neonazistischen NPD am 1. Mai in Bochum als hochgradig empörend. Mit dem größten Polizeiaufgebot der letzten 20 Jahre sicherten weit über tausend hochgerüstete Polizisten eine Zusammenrottung von knapp 200 Neonazis aus dem ganzen Ruhrgebiet. Dass die Polizeikräfte ihre Pistolen, Schlagstöcke, Pfefferspraydosen  und Knebelungsbänder provokativ zur Schau trug, war sicher kein Akt der Deeskalation, sondern trug ebenso wie die Wagenburgen von Polizeifahrzeugen am Hbf und den Zugangsstraßen zum Südring und Husemannplatz zur Aufheizung der Stimmung bei. (mehr …)

Antifaschistische Bochumer Blätter 01/2016 erschienen

April 26, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein

ABB-2016-01

Nazi-Aufmarsch am 1. Mai in Bochum

April 22, 2016 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein

Pressemitteilung zum NPD-Aufmarsch am 1.5.2016 in Bochum

Die VVN-BdA  unterstützt die Aktionen des Bochumer „Bündnis gegen Rechts“ gegen den Aufmarsch der Nazis (NPD) am 1. Mai in Bochum. Die Mütter und Väter der  VVN-BdA haben im Faschismus Erfahrungen mit den Nazis gemacht, die viele auch Bochumer VertreterInnen der Arbeiterbewegung nicht überlebt haben. Beispielhaft: Husemann, Springer, Imbusch. Wir wissen heute, was es bedeutet, den Anfängen nicht zu wehren. Aber es handelt sich beim neofaschistischen Spektrum längst nicht mehr um Anfänge und nicht nur um die NPD. Die VVN-BdA Bochum ruft alle DemokratInnen in Bochum auf, sich an den Aktionen des „Bündnis gegen Rechts“ zu beteiligen.

VVN-BdA Bochum

Bochum, den 22.4.2016

Alle Räder rollen für den Sieg – Zwangsarbeit und Kriegswirtschaft in Bochum

April 10, 2016 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein, Ankündigung, Arbeiterbewegung, Faschismus, Kapitalismus, Krieg, Rundgang, Stadtrundgang, Stolperstein, Termine, Zwangsarbeit

12. Juni 2016
14:00bis16:15

Ein Rundgang durch die Vergangenheit, die nicht vergeht

 Vor 80 Jahren wurde der Bochumer Verein als „nationalsozialistischer Musterbetrieb“ ausgezeichnet. Dieser Musterbetrieb war einer der größten Waffenproduzenten des faschistischen Deutschland. Aber auch in anderen Bochumer Betrieben wurden spätestens mit Beginn des 2. Weltkriegs kriegswichtige Produkte hergestellt. Im Verlauf des Krieges wurde diese Kriegsproduktion  nur noch mit dem Einsatz von Tausenden von ZwangsarbeiterInnen aufrecht erhalten. Wer waren diese auf dem Höhepunkt 32.000 Männer und Frauen, oft Kinder und Jugendliche, die in Bochum oft im wahrsten Sinne des Wortes mörderische Zwangsarbeit leisten mussten? Wie lebten und starben sie in Bochum? Wie verhielt sich die Bochumer Bevölkerung? Bei einem Rundgang durch den Stadtteil Stahlhausen und den heutigen Westpark soll am Beispiel des Bochumer Vereins ein Eindruck von Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit vermittelt werden. An einigen Stolpersteinen soll außerdem an den Mord an die ehemals dort lebenden Bochumer Bürger erinnert werden.

Der Rundgang beginnt am Sonntag, den 12.6.2016 um 14.00 Uhr am Gewerkschaftshaus (Jahrhunderthaus), Alleestr. 80,  und dauert bis ca. 16.15 Uhr.

Anmeldungen  bei der VHS Bochum erwünscht: Tel. 0234/9101555. Unkostenbeitrag 5 Euro. erm. 3 Euro.