VVN-BdA Bochum

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
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8. Mai 1945 Tag der Befreiung

Mai 11, 2020 Von: michnig Kategorie: Allgemein

Auch in diesem Jahr am 8. Mai 2020 erinnerte die VVN-BdA Kreisvereinigung Bochum zusammen mit dem Bochumer Jugendring, Bochum gegen Rechts und anderen Akteuren, unter den besonderen Bedingungen der Coronaeinschränkungen an die Befreiung Deutschlands am 8. Mai 1945.
Die Internetseite „Bewegung in Bochum – bo-alternativ.de“ berichtete darüber:

Bericht vom 8. Mai 2020

Fotogalerie 8. Mai 2020

Skandalös ist, dass einmal wieder die Bochum WAZ es nicht für nötig erachtete, über das 75-jährige Gedenken zur Befreiung vom Faschismus zu berichten!

Erinnern an in Bochum ermordete Zwangsarbeiter und Widerstandskämpfer

Mai 07, 2020 Von: michnig Kategorie: Allgemein

Heute erinnerte die VVN-BdA – Kreisvereinigung Bochum an die – kurz vor der Befreiung – durch die Gestapo ermordeten 20 Zwangsarbeiter und Widerstandskämpfer.

An der Gedenktafel am Eingang zum Bochumer Stadtpark wurden Blumen und eine kleine Erinnerung angebracht um auf diesen Erinnerungsort einmal mehr wieder aufmerksam zu machen.

Die Gestapo, die damals ihren Sitz in einer beschlagnahmten Villa auf der Bergstraße 76 hatte, erschoss allein hier, im Keller der Gestapowache, wenige Stunden vor dem Einmarsch der amerikanischen Truppen, 20 Menschen und verscharrte diese in Bombentrichtern im Stadtpark.

Bei Verhören oder Folterungen der Gestapo starben in der Bergstraße oder dem Polizeipräsidium in der Uhlandstraße weitere 14 Menschen.

Zu den Ermordeten gehören der frühere KPD-Abgeordnete im Provinziallandtag, Adolf Straube, der Sozialdemokrat Wilhelm Hüser aus Castrop-Rauxel, der Küster Friedrich Wilhelm Espenhahn aus Witten und der Kommunist Karl Springer aus Bochum.
Nach der Befreiung von Faschismus und Krieg im Mai 1945 wurden die Leichen, die im Stadtpark verscharrt waren, ausgegraben und auf dem Friedhof am Freigrafendamm beerdigt. Auf Initiative der VVN-BdA stellte die Stadt Bochum 2008 die durch Spendengelder finanzierte Tafel auf.

8. Mai zum Feiertag machen!

Mai 06, 2020 Von: michnig Kategorie: Allgemein

Am 8. Mai 1945 endet der Zweite Weltkrieg mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands. Das Ereignis jährt sich zum 75. Mal und in Berlin wird der Tag zum Feiertag. Den Weg frei machen für einen Feiertag in ganz Deutschland!

Die AfD, allen voran Gauland, kann sich nicht dafür begeistern. Für ihn ist es auch der „Tag der absoluten Niederlage“.

In der, der Afd-eigenen, revisionistischen Sichtweise der Geschichte hat sich AfD-Fraktionschef Gauland dagegen ausgesprochen, den Tag des Kriegsendes am 8. Mai dauerhaft zum gesetzlichen Feiertag zu erklären. Der 8. Mai habe „nicht das Potenzial zu einem Feiertag, weil er ein ambivalenter Tag ist“, sagte Gauland. Der 8. Mai lasse sich nicht „zum Glückstag für Deutschland machen“.

Zeigt der AfD was ihr von solchen Gedanken haltet: schreibt Briefe, Mails, postet in sozialen Netzwerken und informiert andere dagegen anzugehen. (mehr …)

8. Mai 2020 – 75. Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus

Mai 06, 2020 Von: michnig Kategorie: Aktuelles, Aufruf, Befreiung, Gedenken, Rundgang, Termine, Widerstand

8. Mai 2020
16:00bis17:00

Auch in diesem Jahr findet am 8. Mai – trotz der Coronaeinschränkungen – das Gedenken an den Jahrestag der Befreiung auf dem Friedhof am Freigrafendamm statt. Veranstaltet wird diese Gedenken wie seit Jahren vom Kinder- und Jugendring Bochum, dem Bochumer Bündnis gegen Rechts natürlich unter aktiver Beteiligung durch die Bochumer Kreisvereinigung der VVN-BdA.

Wir laden euch alle recht herzlich zur Teilnahme ein. (mehr …)

„Buchenwald war auch in Bochum“

April 18, 2020 Von: michnig Kategorie: Aktionen, Befreiung, Gedenken, Konzentrationslager, Stoplperschwelle

Die Bochumer VVN-BdA erinnerte am 18. April an die Leiden und Opfer der KZ-Häftlinge des Buchenwald-Außenlagers des Bochumer Vereins. An der Stolperschwelle an der Kohlenstraße /Ecke Obere Stahlindustrie wurde in einer stillen Zeremonie ein Gesteck niederlegt, ein Transparent entrollt und eine provisorische Erinnerungstafel angebracht.

18.04.2020 Gesteck 18.04.2020 Gedenken 18.04.2020 Stolperschwelle 18.04.20 Transparent

Die Aktion war Bestandteil der Aktionskampagne „Buchenwald war auch im Rhein- /Ruhr-Gebiet“ des Landesverbandes NRW der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN- BdA) in mehreren Städten des Ruhegebietes. (mehr …)

Ostermarsch 2020 – virtuell

April 14, 2020 Von: michnig Kategorie: Allgemein, Ostermarsch, Rede, Veranstaltungen

… für alle die in diesem Jahr nicht am Ostermarsch teilnehmen konnten, hier der link zu dem zentralen Video, das mehrere Redebeiträge (der Europaabgeordnete Dietmar Köster, der Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko, und die Landessprecherin der VVN-BdA Silvia Rölle) enthält, ergänzt von mehreren eigens dafür erstellten Kulturbeiträgen …:

Ostermarsch 2020 – virtuell

… und noch weitere Beiträge: (mehr …)

Das Problem heißt Rassismus – Mahnwache in Gedenken an Arkan Hussein Khalaf

April 12, 2020 Von: michnig Kategorie: Aktuelles, Rassismus

Am Samstag den 11.04.2020 brachten Antifaschist*innen aus Bochum eine Gedenkmahnwache für den in Celle ermordeten Arkan Hussein Khalaf an. Dazu bauten sie einen Ort des Gedenkens gut sichtbar gegenüber dem Bochumer Hauptbahnhof an.
Hier ist der Link zum Bericht:

Das Problem heißt Rassismus

Tag der Befreiung – 8. Mai zum bundesweiten Feiertag

April 08, 2020 Von: michnig Kategorie: Aktionen, Antifaschismus, Befreiung

Esther Bejarano & VVN-BdA e.V. haben diese Petition gestartet.

Ich überlebte als Mitglied des „Mädchenorchesters“ das deutsche Vernichtungslager Auschwitz und konnte vor 75 Jahren auf dem Todesmarsch der Häftlinge des KZ-Ravensbrück der SS entkommen. Ich bin Vorsitzende des Auschwitz-Komitees in der BRD e.V und Ehrenpräsidentin der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes -Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten.

Ich fordere: Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten. Und hilft vielleicht, endlich zu begreifen, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung war, der Niederschlagung des NS-Regimes. Dies schrieb ich in einem offenen Brief am 26. Januar 2020 „an die Regierenden und alle Menschen, die aus der Geschichte lernen wollen“.

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100 Jahre Ruhraufstand

April 06, 2020 Von: michnig Kategorie: Allgemein

Die Antifaschistische Linke Bochum (junge Antifas aus Bochum) haben eine Broschüre zum Thema 100 Jahre Ruhraufstand erstellt. Leider können sie diese zur Zeit nicht verteilen. Daher haben sie den Text diese Broschüre nun  zum Anhören ins Netz gestellt. Hier kann man ihn hören:

100 Jahre Ruhraufstand

Nach dem öffnen im schwarzen Balken auf das kleine Dreieck klicken.

100 Jahre Ruhraufstand

Ostermarsch und Corona – wie wird das gehen?

April 03, 2020 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein

Da die DFG-VK als Bündnispartner der VVN-BdA aktiv den Ostermarsch vorbereitet, hier die letzten Informationen, wie der Ostermarsch 2020 angesichts Corona stattfinden soll:

Ostermarsch Rhein/Ruhr  – virtuell und zuhause
Auch zu Ostern wird es keine Demonstrationen und Kundgebungen auf der Straße geben – dennoch gibt es Ostermarsch-Aktivitäten. Der Ostermarsch Rhein/Ruhr ist virtuell präsent am Ostersamstag um 12 Uhr unter www.ostermarsch-ruhr.de. Dann wird ein Video online gestellt mit Musik und kurzen Beiträgen einiger Redner*innen, die sonst bei den Kundgebungen gesprochen hätten. Mit dabei Sevim Dagdelen (MdB Die LINKE), Dietmar Köster (MdEP SPD), Andrej Hunko (MdB Die LINKE) und Silvia Rölle (VVN-BdA NRW). Konstantin Wecker hat uns ein speziell dafür eingespieltes Lied zukommen lassen, auch aus der Region gibt es Musikbeiträge. Klickt Euch rein am Ostersamstag um 12 Uhr! (mehr …)

Wer ist eigentlich u.a. „gemeinnützig“?

April 03, 2020 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein

Hier ein Ausschnitt aus meinem Beitrag zur geplanten ABB, die allerdings wegen Corona jetzt nicht erscheint.

Der sog. Verfassungsschutz bestimmt Gemeinnützigkeit

In Bamberg darf ein Linker auf Grund seiner VVN-BdA-Mitgliedschaft nicht zur OB-Wahl kandidieren, weil die VVN gemäß den ideologischen Prämissen des sog. Verfassungsschutzes in Bayern eine linksextremistische oder linksextremistisch beeinflusste Organisation  ist. Und seit einigen Jahren reicht das aus, um auch in anderen Bundesländern oder im Bund der VVN-BdA die Anerkennung als „gemeinnützig“ zu nehmen, gegebenenfalls sogar Steuern zurückzuzahlen.

Das Verfassungsgericht hat längst geklärt, dass der Extremismus-Begriff untauglich ist, weil er ein Wertungsbegriff ist und nicht rechtlich geklärt werden darf. Nur am Rande: Der Extremismus-Begriff ist ursprünglich ein politischer Kampfbegriff der Geheimdienste in der BRD und diente immer schon dazu, vor allem linke Abweichler von der angeblich demokratischen Mitte zu diffamieren und eventuell zu verbieten. Auch dieser Versuch ist in den siebziger Jahren gemacht worden, bis sich herausstellte, dass die eingesetzten Richter noch vor einigen Jahren hohe NSDAP-Richter und –mitglieder waren.

Einige gemeinnützige Vereine: (mehr …)

Gedenken an die Märzgefallenen in Bochum-Werne

März 29, 2020 Von: michnig Kategorie: Präsentation

Auch in dem gegenwärtigen Ausnahmezustand wurde und wird an die Opfer des Kapp-Putsches von 1920 erinnert. Am Denkmal der Märzgefallenen und Widerstandskämpfer in Bochum-Werne hat die VVN-Bund der Antitaschistinnen und Antifaschisten einen Strauß roter Rosen angebracht. Außerdem hat die Stadt den Denkmalsbereich sehr schön bepflanzen und schmücken lassen.

Die Gedenkveranstaltung und Kranzniederlegung für die Opfer des Kapp-Putsches und des antifaschistischen Widerstandskampfes, für Sonntag 29. März 2020 geplant, musste wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.

Der Vorsitzende der Bochumer VVN-BdA Günter Gleising hat zum geschichtlichen Hintergrund dieses Ereignisses einen Beitrag geschrieben:

Das Mahnmal gegen Reaktion und Faschismus von Bochum-Werne (mehr …)

Absage aller öffentlichen Veranstaltungen

März 19, 2020 Von: michnig Kategorie: Allgemein

Aufgrund der aktuellen Lage sagt die Kreisvereinigung Bochum der VVN-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten alle geplanten Veranstaltungen, Stadtrundgänge, Aktionen bis Juni 2020 ab. Kontakt ist nur über das Telefon und das Internet möglich.
Auch die Gedenkveranstaltung und Kranzniederlegung für die Opfer des Kapp-Putsches und des antifaschistischen Widerstandskampfes am Sonntag, den 29. März 2020 ist abgesagt. Lediglich das Denkmal der Märzgefallenen und Widerstandskämpfer in Bochum-Werne wird mit einem Blumenstrauß geschmückt.
Auch der Gedenkmarsch zur Erinnerung an die Leiden und Opfer des Bochumer Außenlagers des KZ Buchenwald am 18. April findet nicht statt.
Die VVN-BdA hofft, dass die Maßnahmen gegen die Corona-Epidemie wirken und in absehbarer Zeit wieder ein normales öffentliches Leben möglich wird.

Lesbos: Faschisten verhindern gewaltsam, dass Geflüchtete an Land kommen, Polizei und Küstenwache tun nichts dagegen!

März 03, 2020 Von: michnig Kategorie: Allgemein, Asylrecht, Aufruf, Demonstration, Flüchtlinge, Griechenland

*+ Aufruf zur Demonstration – Freitag, 06. März, 18 Uhr – Hbf Bochum + *

Fassungslos sehen wir zu, wie in diesem Moment die menschenrechtliche Katastrophe an den europäischen Außengrenzen eine weitere Eskalationsstufe erreicht hat: Am Sonntagnachmittag hat der türkische Präsident Erdogan die Öffnung der türkischen Grenzen angeordnet, um die EU zu zwingen, die türkische Kriegsoffensive in Syrien militärisch zu unterstützen. Zehntausende geflüchtete Menschen haben daraufhin die Türkei allein innerhalb eines Tages verlassen. An der türkisch-griechischen Landesgrenze wurden sie von griechischen Grenzpatrouillen mit Tränengas und Schüssen zurückgedrängt. Am Montag gab es bereits Meldungen über mindestens ein Todesopfer. (mehr …)

Unternehmen Barbarossa – der blutigste Krieg der Menschheitsgeschichte

Februar 28, 2020 Von: michnig Kategorie: Allgemein

Das Friedensplenum Bochum hat uns gebeten auf diese Veranstaltung hinzuweisen und darauf aufmerksam zu machen. Dem kommen wir gerne nach:

Friedensplenum und DFG-VK laden am Mittwoch, den 4. März um 19 Uhr, im ver.di-Haus, Universitätsstr. 76 zu einem Vortrag von Erich Später ein. Er erinnert an das Unternehmen Barbarossa – den blutigsten Krieg der Menschheitsgeschichte.

… ganzer Einladungstext

Für eine solidarische Gesellschaft! Alle zusammen gegen den Faschismus!

Februar 23, 2020 Von: michnig Kategorie: Aktuelles, Anschlag, Attentat, Faschismus, Islamfeindlichkeit, Neofaschismus, Terror

Am Mittwochabend, 19. Februar 2020, hat ein Neonazi in Hanau zehn Menschen ermordet. Das ist der zweitgrößte rechte Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik. In vielen Städten wird heute mit spontanen Solidaritätskundgebungen der Toten und Verletzten auf Kundgebungen gedacht. Eigentlich ein Augenblick der Stille, des Trauerns für alle.

Aber wir müssen laut werden gegen Rassismus und Ausgrenzung.

Hier folgt die Erklärung des Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. :

Rechten Terror und Faschismus bekämpfen. JETZT!

FIR ist bestürzt über neofaschistische Gewalttat in Deutschland

Februar 23, 2020 Von: michnig Kategorie: Attentat, Faschismus, Islamfeindlichkeit, Neofaschismus, Rechtsterror, Stellungnahme, Terror

Hier teilen wir die Erklärung der FIR (Internationale Föderation der Widerstandskämpfer) zu den Ereignissen in Hanau:

Wieder einmal müssen wir ein neofaschistisches Massenverbrechen beklagen. In Hanau (Hessen) ermordete am Mittwochabend ein 43jähriger Mann mindestens neun Menschen in zwei Shisha-Bars in der Innenstadt. Weitere Personen wurden verletzt. Laut Polizei deute alles auf ein ausländerfeindliches Motiv hin. Der Mann habe seine extrem rechte Gesinnung wenige Tage zuvor in einem Bekenner-Video auf „You Tube“ deutlich gemacht, wo er sich in einer „persönlichen Botschaft an alle Amerikaner“ gewandt habe. Bei der Durchsuchung der Wohnung des Täters fand die Polizei – laut Presseberichten – ein Bekennerschreiben, das von extrem rechten Ansichten geprägt ist. So behauptete er unter anderem, dass bestimmte Völker vernichtet werden müssten, deren Ausweisung aus Deutschland nicht mehr zu schaffen sei. (mehr …)

Mahnende Erinnerung an Betti Hartmann

Februar 20, 2020 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein

Das Kuratorium „Stelen der Erinnerung“ gedachte am gestrigen Mittwoch gemeinsam mit Mitgliedern der jüdischen Gemeinde Bochum- Herne- Hattingen und Wattenscheider und Bochumer Bürger*innen dem jüngsten Wattenscheider Holocaust- Opfer Betti Hartmann.
Sie wäre gestern 93 Jahre alt geworden, wenn sie nicht im Alter von 15 Jahren von den deutschen Faschisten in Auschwitz ermordet worden wäre.
Zum Auftakt der Gedenkveranstaltung am Betti- Hartmann- Platz hinter dem Wattenscheider Rathaus schilderte Felix Lipski, Vorsitzender des Clubs Stern der Holocaustüberlebenden, ein paar Eckdaten aus dem Leben Betti Hartmanns und warnte eindrücklich vor einem neu erstarkenden Antisemitismus.
Auch Felix Oekentorp, der Vorsitzende von „Stelen der Erinnerung“, schlug den Bogen in die Gegenwart und kritisierte scharf das Versagen von Teilen der bürgerlichen Parteien FDP und CDU angesichts der faschistischen Provokation im Erfurter Landtag.
Parallelen zur Spätphase der Weimarer Republik seien hier offensichtlich:
„Die Ereignisse von 1933 bis 1945 hätten spätestens 1928 bekämpft werden müssen, später war es zu spät. Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird. Man muß den rollenden Schneeball zertreten; die Lawine hält keiner mehr auf.“ (Erich Kästner)
Nach einer Schweigeminute für die 6 Millionen jüdischen Opfer des Faschismus, endete die Veranstaltung mit der Befestigung eines Blumenstraußes für Betti Hartmann.

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Tabu-Bruch ist vollzogen: AfD als „Königsmacher“ in Thüringen

Februar 07, 2020 Von: michnig Kategorie: Allgemein

Die FDP in Thüringen hat die Naturgesetze geändert: Ausgerechnet die kleinste Partei im Landtag stellt nun den Ministerpräsidenten und der bestimmt die Richtlinien der Politik. Es ist, als würde nicht mehr der Hund mit dem Schwanz wedeln, sondern der Schwanz mit dem Hund.

Aber witzig ist Kemmerichs Wahl zum Regierungschef keineswegs – sondern eher entsetzlich. Ausgerechnet die Partei des Faschisten Höcke verhalf Kemmerich zum Sieg in der Abstimmung. Damit hat die „freiheitliche“ FDP in Thüringen einen Tabu-Bruch vollzogen. FDP (und CDU) hatten versprochen, auf keinen Fall mit der AfD gemeinsame Sache zu machen. Doch im entscheidenden dritten Wahlgang schickte die FDP einen eigenen Kandidaten gegen Bodo Ramelow in das scheinbar aussichtslose Rennen: Selbst mit Hilfe der CDU konnte Kemmerich keine Mehrheit bekommen. (mehr …)

Kämpfen heißt Erinnern – Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz

Januar 19, 2020 Von: michnig Kategorie: Antifaschismus, Befreiung, Gedenken, Konzentrationslager

25.1.20 Erinnern Auschwitz

„Es ist geschehen, folglich kann es wieder geschehen”. In Zeiten nach Christchurch und Halle, in denen rechtsextreme und antisemitische Denkweisen immer mehr Opfer fordern, gilt dieser Satz Primo Levis mehr als Mahnung denn je. Die Präsenz rechter Gewalt in Deutschland und auch weltweit ist kein Phänomen der Neuzeit. Viel mehr zeigt sie das Fortleben der Erben des Nationalsozialismus und seine gewalttätigen Folgen in unserer Gesellschaft. (mehr …)

Jüdisches Leben in Bochum vor, während und nach dem Faschismus – fällt leider aus

Januar 02, 2020 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Termine

19. April 2020
14:00bis16:15

Dieser von der VHS angebotene Stadtrundgang durch die Innenstadt soll an bestimmten Gebäuden, Plätzen, Straßen, Stelen und Stolpersteinen auf Diskriminierung, Verfolgung, Flucht oder Deportation und Ermordung jüdischer Bochumer*innen hingeweisen. Es soll folgenden Fragen nachgegangen werden: Wie viele jüdische Bochumer*innen gab es eigentlich vor dem Faschismus? Was wussten die Bochumer*innen vom Schicksal ihrer jüdischen Mitbürger*innen ab 1933? Wer profitierte von der Verfolgung der jüdischen Mitbürger*innen ? Welche Etappen der Verfolgung gab es in Bochum? Welche politischen und religiösen Vorurteile machten den antijüdischen Terror möglich? Warum gab es so wenig ‚Widerstand? Wie ist auch in Bochum mit den wenigen Überlebenden umgegangen worden? Wie viele jüdischen mitbürger*innen hat Bochum heute? Sind solche rassistischen und antisemitischen Exzesse auch heute vorstellbar?

Der Stadtrundgang soll auch gegen wachsenden Rassismus und Antisemitismus sensibilisieren.

Der Rundgang findet am 19.4.2020 statt. Beginn: 14.00 Uhr an der der Glocke auf dem Rathausplatz. Ende ca. 16.15 Uhr.

Die VHS bitte um Voranmeldung unter den Tel.:-Nr. 0234/ 9101555. Die VHS verlangt eine Teilnahmegebühr von 5 Euro, erm. 3 Euro.

Alle Räder rollen für den Sieg – Zwangsarbeit und Kriegswirtschaft während des Faschismus in Bochum – fällt nach dem aktuellen Stand leider aus

Januar 01, 2020 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein, Termine

7. Juni 2020
14:00bis16:15

Spätestens mit Beginn des 2. Weltkrieges mussten und wollten die Betriebe in Bochum ihre Produktion auf kriegswichtige Güter umstellen. Im Verlauf des Krieges wurden immer mehr Zwangsarbeiter*innen auch nach Bochum gebracht und in über 150 oft KZ-ähnlichen Lagern eingesperrt. Wer waren diese Menschen? Wie lebten und starben sie? Wo waren die Lager? Gerade der von Hitler als NS-Musterbetrieb „geadelte“ Bochumer Verein als eine der größten Rüstungsschmieden des Reiches kann als trauriges Beispiel exemplarisch genannt werden. 32.500 Zwangsarbeiter*nnen  waren in allen Bochumer Betrieben und Behörden Sklavenarbeit unterworfen. Darunter auch bis zu 2000 jüdische Menschen – mehr jüdische Menschen als in Bochum je gelebt haben. Der Rundgang durch Stahlhausen und entlang des ehemaligen Bochumer Vereins soll etwas Licht in das von vielen bis heute gewünschte Verschweigen bringen. Einige Stolpersteine auf dem Rundgang erinnern an das Schicksal jüdischer Bochumer BürgerInnen.

 

Termin: 7.6.2020, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Gewerkschaftshaus Alleestr. 80 (Jahrhunderthaus). Die VHS nimmt  einen Unkostenbeitrag von 5, erm. 3 Euro und bittet um Anmeldung unter Tel.: 0234/9101555

Der Rundgang dauert ca. 2 ¼ Stunden.

Antifaschismus ist gemeinnützig!

Dezember 19, 2019 Von: michnig Kategorie: Allgemein

Das Berliner Finanzamt hat dem Bundesverband der „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“ (VVN-BdA) die Gemeinnützigkeit entzogen. Der Grund liegt wohl darin, dass die VVN-BdA im Verfassungsschutzbericht des Landes Bayern erwähnt wird.

Angedroht war dieser Entzug auch dem Landesverband der VVN-BdA NRW, hier  entsprach allerdings das zuständige Finanzamt Oberhausen-Süd der Widerrede und gewährte die Gemeinnützigkeit.

Kurz zu unserer Geschichte: (mehr …)

Stolpersteine in Bochum

Dezember 16, 2019 Von: michnig Kategorie: Allgemein

 

Auch im kommenden Jahr werden wieder Stolpersteine gegen das Vergessen verlegt. Am 12.12.2019 fand im Stadtarchiv eine Präsentation der Rechercheergebnisse statt. Schüler, Jugendgruppen, Vereine und Privatpersonen trugen ihre Ergebnisse vor und haben neue mögliche Gedenkorte in Bochum gefunden. Die VVN-BdA Bochum hat einen Stolperstein für den kommunistischen Widerstandskämpfer Erich Schröder (1896 – 1937) gestiftet. Die 18 neuen Stolpersteine werden im Herbst 2020 von dem Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt. In Bochum liegen bereits 261 Stolpersteine und eine Stolperschwelle. Sie liegt an der Oberen Stahlindustrie, dem ehemaligen Standort des Buchenwald KZ-Außenlagers des Bochumer Vereins.

 

Antifaschismus ist gemeinnützig: Aktualisierung!

Dezember 11, 2019 Von: michnig Kategorie: Allgemein

… es bewegt sich was:

Finanzamt räumt „unbillige Härte“ gegen VVN-BdA ein

geschrieben von Thomas Willms

11. Dezember 2019

Mit Bescheid vom 6.12.2019, bei unserem Anwalt am 11.12. eingegangen,,  hat das Finanzamt für Körperschaften in Berlin die Vollziehung der gegen unseren Verein ergangenen Steuerbescheide ausgesetzt. Das bedeutet, dass wir im Moment die angeforderten Steuernachzahlungen nicht aufbringen müssen. Allerdings hat das Finanzamt sich bisher nicht zu der Frage geäußert, ob der Entzug der Gemeinnützigkeit rechtmäßig oder rechtswidrig war. Die Aussetzung erfolgte wegen einer unbilligen Härte für unseren Verein.

Dies ist zwar ein kleiner Etappensieg, trotzdem heißt es wachsam zu sein, bis auch inhaltlich der Angriff auf die Gemeinnützigkeit unseres Vereines zurückgeschlagen werden kann. Wir hoffen, dass das Finanzamt bereits im Einspruchsverfahren unsere Argumentation akzeptiert, und es nicht erst zu einem finanzgerichtlichen Verfahren kommen muss.

Unsere Argumentation wurde auch durch viele unterstützende Stellungnahmen unterstrichen. An dieser Stelle bedanken wir uns für die überwältigende Solidarität.