VVN-BdA Bochum

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
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Artikel der Kategorie ‘Allgemein’

Ankerzentren – keine Integration möglich

Dezember 03, 2019 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Ankerzentren – keine Integration möglich

Ankerzentren – das unbekannte Elend der Flüchtlinge

 

Das Netzwerk für Flüchtlinge in Bochum-Laer hatte vor einigen Tagen Frau Dr. Marion Lillig eingeladen, um über ihre Erfahrungen mit Ankerzentren zu berichten. Anliegen des Netzwerkes war es, das Unwissen über die Ankerzentren abzubauen. Dr: Lillig war langjährige Flüchtlingsreferentin der Caritas. Alle Teilnehmer*innen der gut besuchten Veranstaltung waren entsetzt, wie Menschen in den Ankerzentren, die heute in NRW „Zentrale Unterbringungseinrichtungen“ (ZUE) heißen, entrechtet werden. Es scheint, dass die Zustände nicht öffentlich gemacht werden dürfen, denn fast kaum jemand kennt die Lager. Viele der 40 ZUE liegen weit weg von den nächsten Ortschaften. Genaueste Aufenthaltskontrollen, selbst nachts in den 4-Bett-Schlafkammern, Taschenkontrollen nach „Ausgängen“,  keine Möglichkeiten, sich Essen zuzubereiten, in manchen ZUE nicht mal Haken zum Aufhängen von Kleidung/Handtüchern beim Duschen, oft keine Gardinen, kaum systematischer Unterricht in der deutschen Sprache, für Kinder gilt keine Schulpflicht, wenig Spielmöglichkeiten, Arbeitsverbot für Erwachsene. (mehr …)

Ankerzentren – das unbekannte Elend

November 12, 2019 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Ankerzentren – das unbekannte Elend

Ankerzentren – Isolation und keine Integration von schutzsuchenden Flüchtlingen

Den wenigsten Bürger*innen dieses Landes dürfte bekannt sein, was Ankerzentren sind bzw. wie sie die Aufnahmepolitik von Flüchtlingen in Deutschland verändern. Auch über die Art und Weise, wie Menschen dort von deutschen Behörden verwaltet werden, soll offensichtlich so wenig wie möglich in die Öffentlichkeit gelangen. Dr. Marion Lillig, Migrationssoziologin und langjährige Flüchtlingsreferentin der Caritas, ist es gelungen, Einblicke in mehrere dieser Zentren zu erhalten. Sie wird am 22.11.2019 um 19.00 Uhr im Gemeindehaus Bochum-Laer, Grimmestr. 4, nicht nur über ihre Erfahrungen und Eindrücke dort berichten, sondern auch die zivilgesellschaftlichen Folgen diskutieren.

Wolfgang Dominik, Friedensforscher, Prof. Dr. Christian Link, Theologe, Jürgen Wolff, Netzwerker der ersten Stunde, werden in kurzen Statements Frau Dr. Lillig aus ihrer Sicht ergänzen.

Der Eintritt ist frei.

 

VVN-BdA Bochum zu den Morden in Halle

Oktober 10, 2019 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für VVN-BdA Bochum zu den Morden in Halle

Rassismus tötet!

Die VVN-BdA Bochum erklärt ihr tiefes Mitgefühl gegenüber allen Opfern der Anschläge und ihren Familienangehörigen. Die Taten in Halle lösen bei uns Entsetzen und Scham aus. Besonders der jüdischen Gemeinde Bochum gilt unsere Solidarität. Für uns ist eine zentrale Konsequenz: Keine Toleranz für Nazis! Schluss mit der Verharmlosung der Gefahren von Rechts! Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen! Rassismus und Antisemitismus töten – dies zeigen die Vorgänge in Halle/S. in aller Deutlichkeit.

Seit längerer Zeit müssen wir beobachten, dass die neofaschistische Szene sich zunehmend bewaffnet und gewaltbereit agiert. Der Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke war dafür ein deutliches Zeichen. Das Aufmarschieren und die Ausschreitungen von sogenannten Bürgerwehren und „Besorgter Bürger“ sind nicht nur ein weiteres Zeichen, sondern auch eine Bedrohung für die Demokratie. Auch in Bochum treten zunehmend „Reichsbürger“ und „Identitäre“ aggressiv in Erscheinung. Nun scheinen erneut Neonazis ihre Gewaltbereitschaft unter Beweis gestellt zu haben. Wenn die Bundesanwaltschaft ein solches Verbrechen nun unter „Amokgefahr“ kategorisiert, verharmlost sie die von extremen Rechten ausgehenden Gefahren. Es war erkennbar eine geplante Aktion, die am höchsten jüdischen Feiertag sich gegen jüdische Bürger*innen unseres Landes, gegen „Migrant*innen und gegen uns alle richtete. Solche Morde sind geplant und bewusst vorbereitet.

Wie schon bei dem Angeklagten Stefan Ernst im Fall Lübcke scheinen auch hier die Sicherheitsorgane dieser gewaltbereiten neofaschistischen Szene viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt zu haben. Ob der Anschlag dadurch hätte verhindert werden können, steht nicht zur Debatte. Die Freigiebigkeit der Behörden bei der Ausgabe von Waffenbesitzkarten für extreme Rechte muss untersucht werden.

Bochum 2019-10-10

 

Fritz Bauer Bibliothek

September 25, 2019 Von: michnig Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Fritz Bauer Bibliothek

Am 28./29. 9. 2019 geht die Fritz Bauer Bibliothek in Bochum in der VHS am Gustav-Heinemann-Platz 2-6 an den Start (https://www.fritz-bauer-bibliothek.de/de/Startseite).

Die interaktive Fritz Bauer Bibliothek versteht sich als lebendiges Archiv von Geschichten des Widerstands und Überlebens. Sie vereinigt die Erfahrungen von Personen, die weltweit gegen Unfreiheit, Nationalismus, Rassismus und Menschenrechtsverletzungen kämpfen.

Was bringt sie dazu, sich zu widersetzen? Woher nehmen sie die Kraft dazu, selbst in extremen Situationen, in denen andere, oft alle, verstummen und sich damit abfinden. Was können wir selbst tun?

Diesen Fragen gehen wir nach. (mehr …)

„Buchenwald war auch im Rhein-/Ruhrgebiet“

September 19, 2019 Von: michnig Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für „Buchenwald war auch im Rhein-/Ruhrgebiet“

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN- BdA) startete am Antikriegstag eine Aktionskampagne mit den Titel „Buchenwald war auch im Rhein- /Ruhr-Gebiet“. Sie will darauf Aufmerksam machen, dass ab 1943 in vielen Städten des Rhein-/Ruhr-Gebietes Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald errichtet wurden.

Große Buchenwald-Außenlager gab es unter anderem in Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Schwerte und Witten. Die Lager befanden sich meist bei Rüstungsbetrieben. Sie wurden mit Elektrozäunen gesichert und von der SS bewacht. In den Lagern herrschten erbärmliche Zustände. Die schwere Zwangsarbeit von täglich 12 Stunden war bei schlechter Ernährung kaum zu schaffen. Viele KZ-Häftlinge kamen deshalb oder auch durch Bombenangriffe zu Tode.

Diesen heute weitgehend vergessenen oder verdrängten Teil der Ruhrgebietsgeschichte gilt es wieder öffentlich zu machen. Die VVN-BdA plant hierzu die Herausgabe von Informationsmaterial, zahlreiche örtliche Aktionen und wird in wenigen Tagen eine Ideenbörse hierzu durchführen. Die Kampagne mit zentralen Aktionen in Düsseldorf, Essen und Gelsenkirchen soll im Frühjahr 2020 ihren Höhepunkt finden, wenn der 80. Jahrestag der Selbstbefreiung des KZ Buchenwald begangen wird.

Die VVN-BdA ist die älteste und größte Organisation von Verfolgten des Naziregimes, ihren Kindern und seit 1972 auch von Antifaschistinnen und Antifaschisten, die sich zu den Zielen der Organisation bekennen. Es gibt heute in NRW 22 Orts- und Kreisverbände. Die Landesorganisation hat ihren Sitz in Oberhausen und zählt 1000 Mitglieder.

3. September 2019 / Eine Medieninformation der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN- BdA), Landesverband – Nordrhein-Westfalen

Gedenken an Betti Hartmann

August 29, 2019 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Gedenken an Betti Hartmann

 

Das Kuratorium Stelen der Erinnerung e.V. gedachte gestern in einem würdigen Rahmen des jüngsten Wattenscheider Opfers des Holocausts, Betti Hartmann.
Sie wurde im Alter von nur 15 Jahren am 31. August 1942 in Auschwitz von den deutschen Faschisten ermordet.
Nach der Begrüßung durch Felix Oekentorp, den Vorsitzenden von Stelen der Erinnerung, wurde ein Blumengebinde am Betti Hartmann- Platz angebracht.
Es folgte ein Redebeitrag von Christoph Nitsch, dem stellvertretenden Vorsitzenden, der die Deportationen der jüdischen Bevölkerung im besetzten Belgien schilderte.
Auch Betti Hartmann und ihr Vater Mendel wurden vom flämischen Mechelen aus nach Auschwitz verschleppt und dort ermordet.
Nach einer Gedenkminute für Betti Hartmann und die Opfer der faschistischen Gewaltherrschaft, gab Felix Lipski, der Vorsitzende des Clubs Stern der Holocaustüberlebenden, in eindringlichen Worten das Schicksal der Familie Hartmann von der Zeit der Verfolgung bis in die Gegenwart, wieder.
An der Gedenkveranstaltung nahmen neben Mitgliedern der jüdischen Gemeinde auch Bezirksbürgermeister Manfred Molszich (SPD), Klaus- Peter Hülder (UWG) teil und Wolfgang Dominik als Vertreter der VVN/BdA Bochum teil.

Nein zur Aufrüstung und Nein zum Krieg gegen den Iran

August 28, 2019 Von: michnig Kategorie: Allgemein, Termine Kommentare deaktiviert für Nein zur Aufrüstung und Nein zum Krieg gegen den Iran

31. August 2019
13:00bis15:00

Aufruf zum Antikriegstag 2019:

Am 1. September 1939 – also vor 80 Jahren – hat die deutsche Armee Polen überfallen und damit den Zweiten Weltkrieg begonnen. Am Samstag vor dem Jahrestag, am 31. August, findet um 13 Uhr auf dem Husemann-Platz eine vom Bochumer Friedensplenum angeregte und u.a. von der VVN-BdA, Kreisvereinigung Bochum unterstützte Anti-Kriegskundgebung statt. In dem Aufruf zu der Veranstaltung heißt es u. a.: (mehr …)

Gedenken an Betti Hartmann am 28.8.2019

August 18, 2019 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Gedenken an Betti Hartmann am 28.8.2019

Der Hartnäckigkeit von Hannes Bienert ist es zu verdanken, dass der Platz vor dem Wattenscheider Rathaus den Namen von Betti Hartmann trägt. Mit seinem Bürgerantrag im August 2012 brachte Hannes den Stein ins Rollen. Das Bezirksparlament entschied im April 2013 einstimmig für die Umbenennung des Platzes zu Betti Hartmann Platz. Dort ist seitdem ein würdiger Ort zum Gedenken.
Programm des öffentlichen Gedenkens an Betti Hartmann vor dem Rathaus in Wattenscheid am Mittwoch, 28.August 2019 um 15:00 Uhr am Betti Hartmann Platz:
Begrüßung: Felix Oekentorp, Vorsitzender des Kuratoriums Stelen der Erinnerung e.V.
Vorstellung des Lebens von Betti Hartmann: Felix Lipski, Präsident des Clubs „Stern der Holocaust-Überlebenden“, „Kinder im Ghetto“, Felix Lipski verbrachte seine Kindheit im Ghetto von Minsk
Redebeitrag: Christop Nitsch, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums Stelen der Erinnerung e.V.
Anschließend gemeinsames Ablegen des Gestecks und der Blumen.

Bochum im Faschismus – ein Stadtrundgang

August 17, 2019 Von: michnig Kategorie: Allgemein, Faschismus, Geschichte, Nationalsozialismus, Rundgang, Stadtrundgang, Stolperstein, Termine Kommentare deaktiviert für Bochum im Faschismus – ein Stadtrundgang

29. September 2019
14:00bis16:15

In Kooperation mit der Volkshochschule Bochum

Die Übergabe der politischen Macht an die faschistische Regierung und ihre Folgen, Massenaufmärsche und Propaganda, Gleichschaltung und Terror, Verfolgung und Vernichtung der politischen Gegner, der Bochumer Juden und anderer Personengruppen lassen sich am Schicksal einzelner Menschen und im Alltag einer Stadt an vielen Orten erfahrbar machen.
Beim Rundgang durch die Bochumer Innenstadt soll ein Einblick gegeben werden, was Alltag unterm „Hakenkreuz“ für die Menschen, die hier lebten, bedeutete. Einige Stolpersteine auf dem Rundgang weisen heute auf das Schicksal ermordeter Bochumer hin.

Kursnr.: Z12003

Beginn: So., 29.09.2019

Dauer: 14:00 – 16:15 Uhr

Treffpunkt: Rathausvorplatz, an der Glocke
Entgelt: 5,00 € / 3,00 €

Alle Räder rollen für den Sieg – Zwangsarbeit und Kriegswirtschaft während des Faschismus in Bochum

August 01, 2019 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein, Termine Kommentare deaktiviert für Alle Räder rollen für den Sieg – Zwangsarbeit und Kriegswirtschaft während des Faschismus in Bochum

13. Oktober 2019
14:00bis16:15

Spätestens mit Beginn des 2. Weltkrieges mussten und wollten die Betriebe in Bochum ihre Produktion auf kriegswichtige Güter umstellen. Im Verlauf des Krieges wurden immer mehr Zwangsarbeiter*innen auch nach Bochum gebracht und in über 150 oft KZ-ähnlichen Lagern eingesperrt. Wer waren diese Menschen? Wie lebten und starben sie? Wo waren die Lager? Gerade der von Hitler als NS-Musterbetrieb „geadelte“ Bochumer Verein als eine der größten Rüstungsschmieden des Reiches kann als trauriges Beispiel exemplarisch genannt werden. 32.500 Zwangsarbeiter*nnen  waren in allen Bochumer Betrieben und Behörden Sklavenarbeit unterworfen. Darunter auch bis zu 2000 jüdische Menschen – mehr jüdische Menschen als in Bochum je gelebt haben. Der Rundgang durch Stahlhausen und entlang des ehemaligen Bochumer Vereins soll etwas Licht in das von vielen bis heute gewünschte Verschweigen bringen. Einige Stolpersteine auf dem Rundgang erinnern an das Schicksal jüdischer Bochumer BürgerInnen.

 

Termin: 13.10.2019, 14.00 Uhr, Treffpunkt: Gewerkschaftshaus Alleestr. 80 (Jahrhunderthaus). Die VHS nimmt  einen Unkostenbeitrag von 5, erm. 3 Euro und bittet um Anmeldung unter Tel.: 0234/9101555

Der Rundgang dauert ca. 2 ¼ Stunden.

… der 8. Mai auf dem Freigrafendamm 2019 – Erinnerung und Gedenken

Mai 09, 2019 Von: michnig Kategorie: Allgemein, Befreiung, Gedenken Kommentare deaktiviert für … der 8. Mai auf dem Freigrafendamm 2019 – Erinnerung und Gedenken

Am 8. Mai – dem Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus – haben wieder Menschen aus Bochum an den Jahrestag der Befreiung vom Faschismus und Krieg erinnert. Mit einem Rundgang  zu den verschieden Gräbern von ZwangsarbeiterInnen, KZ-Häftlingen  und Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer wurde an die Verbrechen dar Nazis erinnert, den Toten gedacht und Blumen niedergelegt. Beeindruckend das auch der strömende Regen die Aktion nicht stoppen konnte sowie die Teilnahme von Schülerinnen und Schüler der Goethe- und der Hildegardisschule.

Rede von Felix Lipski

Redebeitrag Frauen im Widerstand

Rede 8.5.2019, Freigrafendamm, Günter Gleising

 

Antifaschistische Bochum Blätter Nr. 1/2019 erschienen

April 29, 2019 Von: michnig Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Antifaschistische Bochum Blätter Nr. 1/2019 erschienen

Die neuen ABB sind nun auch hier zu finden. Viel Spaß bei der interessanten Lektüre.

ABB-2019-01-Inet (1)

8.Mai – unser Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus

April 28, 2019 Von: michnig Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für 8.Mai – unser Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus

Die VVN-BdA Bochum schließt sich dem Aufruf des „Bochumer Bündnisses gegen Rechts“ an und lädt zur Teilnahme am Rundgang ein.

Das „Bündnis gegen Rechts“ ruft auf zur Teilnahme am Rundgang auf dem Freigrafendamm am 8.Mai um 17.30

Der 8.Mai 1945 war der Tag der Befreiung, für alle diejenigen, die in Konzentrationslagern und Gefängnissen überlebt hatten; für diejenigen, die in die Illegalität gezwungen waren und diejenigen, die mit dem gleichen Ziel – aber unterschiedlichen – Aktionsformen den Faschismus bekämpft hatten.

Der 8.Mai ist der Gedenktag, um an die unsägliche Brutalität des Faschismus zu erinnern, der mit dem Anspruch der Eroberung der Weltherrschaft, der Zerschlagung des „Bolschewismus“ und der Vernichtung der „jüdischen Rasse“ den 2.Weltkrieg angezettelt hat. Das Resultat: mehr als 60 Millionen Tote und der millionenhafte Mord an den europäischen Juden. Millionen von Soldaten der Roten Armee sind als Kriegsgefangene in Lagern systematisch unversorgt geblieben und verhungert, Hundertausende von Zwangsarbeiter*innen wurden in Rüstungsbetrieben eingesetzt und starben durch Unterernährung. Das Programm des Faschismus hieß „Vernichtung durch Arbeit“. (mehr …)

Aberkennung der Gemeinnützigkeit der VVN-BdA

März 04, 2019 Von: michnig Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Aberkennung der Gemeinnützigkeit der VVN-BdA

Hallo liebe Freundinnen, Freunde und Unterstützer*Innen der VVN-BdA.

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten – die älteste Antifa-Organisation in Deutschland – wird durch die Angriffe aus den Finanzämtern mit dem Entzug der Gemeinnützigkeit bedroht. Insbesondere die Finanzverwaltung in Nordrhein-Westfalen ist dabei Vorreiter. Daher hat unsere Landesvereinigung eine Petition auf den Weg gebracht, die möglichst viele Unterstützer benötigt. Bitte helft selber mit und verbreitet diese Petition in euren Netzwerken.

Holocaust-Gedenktag in Bochum

Januar 28, 2019 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Holocaust-Gedenktag in Bochum

Trotz nasskalten Wetters nahmen über 100 Bochumer*innen an der Veranstaltung teil:

Hier weiterlesen:

http://www.bo-alternativ.de/2019/01/28/holocaust-gedenktag-2/

Hier noch ein paar Bilder vom Gedenken:

Erinnerung an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht

Januar 23, 2019 Von: michnig Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Erinnerung an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht

Am 15. Januar erinnerten in Dortmund Mitglieder der VVN-BdA, der Gewerkschaften und der DKP an die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Nach dem Treffen an der U-Bahn-Haltestelle „Karl Liebknecht“ führt ein Gedenkweg zur Rosa-Luxemburg-Straße. Mit Reden; Liedern und Rezitationen wurde an die charismatischen von Soldaten Ermordeten erinnert.

Rede von Ulli Sander (VVN-BdA Landes- und Bundesleitung):

An diesem 100. Jahrestag der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht demonstrieren wir, weil der fanatische Ungeist ihrer Mörder vielerorts in Deutschland und Europa eine unheilvolle Auferstehung feiert. Daher soll unser »Trotz alledem!« unübersehbar werden!

Was hatten diese beiden Wortführer der Linken, Gründer der KPD, verbrochen, dass sie bespitzelt, gefangen, gefoltert und bestialisch umgebracht wurden? Waren sie für immer neue Kriege? Nein, sie waren für dauerhaften Frieden! Wollten sie noch mehr Schweiß und Blut auf dem Altar der Stahlbarone opfern? Nein, sie waren gegen die Ausbeutung unseres und anderer Völker! Dachten sie wie unsere Herrscher: »Viel Feind‘, viel Ehr‘!«? Nein, sie wirkten für die Solidarität der Menschen und Völker! Folgten sie den nationalistischen, rassistischen, antisemitischen Rattenfängern? Nein, sie rissen denen die Masken vom Gesicht.

Unser gemeinsames Gedenken löst ihr Gelöbnis ein! Obwohl inzwischen im Osten Europas der Kapitalismus restauriert wurde? Wir sagen: »Trotz alledem!«. Obwohl inzwischen acht superreiche Familien mehr Vermögen haben als die ärmere Hälfte der Erdbewohner? Obwohl so viele Kriege und Bürgerkriege toben? Obwohl über 65 Millionen Menschen auf der Flucht sind – zwischen Trümmern, Schlauchbooten und Sperrzäunen? Obwohl das starke und reiche Deutschland um Abschieberekorde ringt? Obwohl wieder mal deutsche Truppen an der russischen Grenze stehen und der Präsident der USA seinen Rüstungsetat ins Unermessliche steigert?

Wir sagen: Gerade deshalb und trotz alledem! Und demonstrieren in diesem Geist friedlich. Wir wollen keine Festung Europa! Wir wollen eine Welt des Friedens, der Solidarität und des lebenswerten Lebens auf allen Kontinenten!

Das halten wir für möglich: »Trotz alledem!«

Wir verbinden das Gedenken an die Ideen von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht mit den Forderungen in den Kämpfen unserer Zeit: Wir demonstrieren für Frieden und internationale Solidarität, gegen Ausbeutung, gegen den Abbau demokratischer Rechte und das Anwachsen faschistischer Gefahren.

Trotz alledem!

Mahnwache: KEIN VERGEBEN, KEIN VERGESSEN!

Januar 23, 2019 Von: michnig Kategorie: Aktionen, Allgemein, Antisemitismus, Befreiung, Gedenken, Roma, Sinti und Roma, Termine Kommentare deaktiviert für Mahnwache: KEIN VERGEBEN, KEIN VERGESSEN!

26. Januar 2019
15:00bis17:00
15:00bis17:00

Holocaust-Gedenktag – Kein Vergessen

Am Vortag des internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer des Holocaust laden wir am Samstag, den 26. 1.2019 um 15 Uhr auf der Kortumstraße in Höhe des Husemannplatzes zu einer Mahnwache ein. Informationen findet ihr hier (anklicken):

http://www.bo-alternativ.de/2019/01/21/holocaust-gedenktag-kein-vergessen/#more-80828

Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt – 50 Jahre SDS in Bochum

Januar 14, 2019 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein, Termine Kommentare deaktiviert für Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt – 50 Jahre SDS in Bochum

31. Januar 2019
18:30bis20:30

In seinen Hochzeiten zählte der SDS in Bochum über 100 Mitglieder.
Schon lange kann man von solchen Zahlen nur noch träumen. Was hat
sich verändert? Wo ist heute das studentische Engagement geblieben?
Die hinterlassene Lücke steht symptomatisch für eine allgemein
empfundene, politische Ohnmacht.
Wie man ihr entgegenwirken kann, wollen wir aus der Geschichte
lernen! (mehr …)

Antifaschistische Bochumer Blätter

November 19, 2018 Von: michnig Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Antifaschistische Bochumer Blätter

Die neuen Antifaschistischen Bochumer Blätter (ABB) sind erschienen. Die beiden Aufmacher der Zeitschrift sind die Verlegung der Stolperschwelle am ehemaligen KZ-Außenlager an der heutigen Kohlenstraße und eine kritische Bewertung der Freisprüche im NSU-Prozess. In zwei Beiträgen wird über “Bochums rechten Rand” – also die aktuellen Aktivitäten von NPD, AFD und IB informiert und beschrieben, wie gleichgültig die Polizei damit umgeht, dass 35.000 Antifaschist*innen auf  Feindlisten der Neofaschisten bedroht werden. Die ABB erinnern daran, wie das Bochumer Gefängnis Krümmede zwischen 1942-45 zum Todesort für niederländische Widerstandskämpfer wurde. Ein anderer Blick in die Bochumer Geschichte deckt auf, dass der Bochumer Nazi Paul Nieder-Westermann am Volksgerichtshof Todesurteile aussprach. Die AAB schließt mit einem Artikel ab, in dem thematisiert wird, dass ein Bunker das Fundament des Exenterhauses bildet. Er ist im Schweiß und Blut von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen gebaut worden. Eine Hinweistafel sollte daran erinnern.

Hier ist der Link ABB: ABB-2018-02

 

Dr. Hubert Schneider: Das Schicksal der Susi Schmerler, einem jüdischen Kind aus Bochum und die Geschichte der Bochumer „Ostjuden“

November 08, 2018 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein, Termine Kommentare deaktiviert für Dr. Hubert Schneider: Das Schicksal der Susi Schmerler, einem jüdischen Kind aus Bochum und die Geschichte der Bochumer „Ostjuden“

16. November 2018
19:00bis21:00
Susi Schmerler

Susi Schmerler

Dr. Schneider, ein bekannter Historiker der Ruhr-Uni,  ist immer wieder ein gern gehörter Referent in der VVN-BdA Bochum. Er ist bekannt als der Wissenschaftler, der sich wie kein anderer mit dem Leben Bochumer Juden beschäftigt hat. Zahlreiche Bücher und Aufsätze zeugen von einem latenten und oft genug manifesten Antisemitismus in Bochum vor, während und nach dem Faschismus.

Ein bisher unerforschtes Kapitel war das Schicksal sog. Ostjuden in Bochum. Dr. Schneider ist diesem Thema intensiv nachgegangen. Bei seinen Recherchen erhielt er „Das Tagebuch der Susi Schmerler“.

Susi war ein jüdisches Mädchen aus Bochum. Susi, 1923 geboren, war gerade 10 Jahre alt, als die Faschisten in Deutschland 1933 an die politische Macht kamen.
(mehr …)

Jüdisches Leben in Bochum vor, während und nach dem Faschismus (auch am Beispiel Ottilie Schoenewalds)

Oktober 20, 2018 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein, Termine Kommentare deaktiviert für Jüdisches Leben in Bochum vor, während und nach dem Faschismus (auch am Beispiel Ottilie Schoenewalds)

4. November 2018
14:00bis16:15
Ottile Schoenewald, geb. 1883

Ottile Schoenewald, geb. 1883

Jüdisches Leben in Bochum vor, während und nach dem Faschismus

Die VHS bietet einen Rundgang an, der auch für die gegenwärtige Debatte um Rassismus und Antisemitismus sensibilisieren kann. Besonders kann durch diesen Stadtrundgang auch der 9. November 1938, die Reichspogromnacht, nahe gebracht werden.

Auf dem Stadtrundgang durch die Innenstadt soll an etlichen Plätzen, (mehr …)

„Seebrücke Bochum“ – Demo stieß auf große Begeisterung

Oktober 10, 2018 Von: michnig Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für „Seebrücke Bochum“ – Demo stieß auf große Begeisterung

Über 100 Organisationen und Gruppen hatten zur ersten Seebrücke-Demonstration in Bochum aufgerufen, und 5500 Menschen sind diesem Ruf gefolgt. Dazu kamen noch viele, viele mehr die dem Demozug am Rande ihre Zustimmung aussprachen. Beim Auftakt am Hauptbahnhof legte Seebrücke Bochum VVN-BdAunser Mitglied Michael Niggemann die Gründe dar, warum sich die VVN-BdA Bochum u.a. an diesem großartigem Bündnis und der Demo beteiligt: „Ich bin hier, weil wir aus der Erinnerung wissen, dass verschlossene Seewege (z.B. im Falle der Bochumer Familie Pander mit dem Schiff St. Louis, dem in verschiedenen Ländern das Anlegen verwehrt wurde) im Faschismus zum Tod im Konzentrationslagern führte. Aus diesem Grunde fordern wir vom Bochumer Oberbürgermeister Thomas Eiskirch den Weg dafür frei zu machen, in Bochum mindesten 1000 geflüchtete Menschen, deren Flucht im Mittelmeer oder anderswo gestoppt wurde, sofort hier bei uns aufzunehmen! Platz gibt es genug!“ (mehr …)

Kranzniederlegung zur Erinnerung an die Widerstandskämpfer

September 04, 2018 Von: michnig Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Kranzniederlegung zur Erinnerung an die Widerstandskämpfer

Auch in diesem Jahr ruft die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes– Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten auf, der

Silvia Rölle

ermordeten Widerstandskämpfer gegen den Faschismus und Krieg zu gedenken. Die Kranzniederlegung und Gedenkveranstaltung findet wieder am zweiten Sonntag im September statt, dem traditionellen Gedenktag für die Opfer des Faschismus, der 1946 von Überlebenden der Konzentrationslager und Haftstätten ins Leben gerufen wurde.

Die Gedenkveranstaltung findet am Sonntag, den 9. September (Treffpunkt 11.00 Uhr, Haupteingang) auf dem Friedhof Freigrafendamm statt. An den Gräbern am Denkmal auf dem Ehrenrundplatz spricht: Silvia Rölle, Landessprecherin der VVN-BdA in NRW. Sie wird die historischen Erfahrungen des Widerstandes gegen den Faschismus ebenso darstellen wie die Lehren und aktuellen Aufgaben des antifaschistischen Kampfes.

Neben dem Gedenken und der Erinnerung ist es uns ein wichtiges Anliegen der Rechtsentwicklung entgegen zu treten. Wie notwendig dies ist zeigt das aktuelle Anwachsen des Rassismus und die jüngsten neonazistischen Ausschreitungen.

2018-09-09 Freigrafendamm Gedenken Din Lang (1)

Stolperschwelle wird am 14.9. gegen 11:40 von Gunter Demnig in Bochum verlegt

September 03, 2018 Von: michnig Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Stolperschwelle wird am 14.9. gegen 11:40 von Gunter Demnig in Bochum verlegt

Diese erste Stolperschwelle in Bochum erinnert an das KZ-Außenlager des Bochumer Vereins und das Schicksal der beim Bochumer Verein eingesetzten Zwangsarbeiter.

Die Verlegung findet statt am Radwegabzweig an der Kohlenstraße gegenüber der Hausnummer 153, direkt am Kreisverkehr.

Hier noch einmal ein kurzer Text dazu:

Die Entstehungsgeschichte (mehr …)

Über 35000 Antifaschist*innen auf rechten Feindeslisten

August 02, 2018 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Über 35000 Antifaschist*innen auf rechten Feindeslisten

 

Die größte und älteste antifaschistische Organisation Deutschlands, die VVN-BdA und auch die VVN-BdA Bochum haben aus aktuellen Anlässen immer wieder darauf hingewiesen, dass Regierungen und Behörden die Gefahr von Rechtsaußen unterschätzt haben. Gerade der NSU-Prozess und die NSU-Untersuchungsausschüsse haben in jüngster Zeit gezeigt, dass der sog. Verfassungsschutz und auch Teile der Polizei ihren Aufgaben in Sachen neofaschistischer Terror nicht gerecht werden.

In den letzten Jahren sind bei Razzien in NSU-nahen Kreisen Listen mit Namen von über 35000  Antifaschist*innen mit Anschrift und Telefonnummern gefunden worden, die als „Feinde“ markiert waren. Erst eine Kleine Anfrage der Partei Die Linke veranlasste die Regierung, diese Information zu veröffentlichen.

Von den Bundesbehörden sind bisher nur wenige der 35000 Gefährdeten informiert worden, dass ihre Namen auf der Feindesliste stehen.

Auch in Bochum hat es in den letzten Jahrzehnten immer wieder Angriffe gegen Antifaschist*innen gegeben. Die Ermittlungen wurden nach Ansicht der VVN-BdA Bochum oft nicht mit letzter Konsequenz durchgeführt.

Die VVN-BdA Bochum  fordert, dass alle Behörden sich endlich des Ernstes der neofaschistischen Gefahren und des Rechtsterrorismus bewusst werden und entsprechend ihrer Aufgabenstellung auch wirklich handeln!