Artikel der Kategorie ‘Allgemein’
Mai 14, 2012
Von: Michael Niggemann
Kategorie: Allgemein, Artikel, Bericht, Dokumentiert, Rede
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Begleitet von sehr großem öffentlichen Interesse wurde am 8. Mai 2012 der neue Gedenkort Saure Wiesen eingeweiht.
Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz erinnerte in ihrer Rede an die Bedeutung des 8. Mai als Tag der Befreiung, begrüßte herzlich eine Gästegruppe aus der ukrainischen Stadt Donezk und wünschte dem Gedenkort auch weiterhin eine große Aufmerksamkeit unter den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Bochum.
Der Stellv. Vorsitzende der Bochumer VVN-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Günter Gleising schilderte die lange Geschichte bis zur Verwirklichung des Gedenkortes und würdigte insbesondere den im November vergangenen Jahres verstorbenen langjährigen Vorsitzenden der VVN-Bochums, Klaus Kunold.
Klaus Kunold gab vor inzwischen 6 Jahren die Anregung, die Geschichte der Sauren Wiesen und das Schicksal der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter bei der Neugestaltung zu berücksichtigen.
Für die Gruppe der noch lebenden Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter sprach der tiefbewegte Jefim Gelfond aus Donezk Grußworte. (weiterlesen …)
April 28, 2012
Von: Michael Niggemann
Kategorie: Allgemein, Dokumentiert, Gedrucktes, Geschichte, Schriftenreihe zur antifaschistischen Geschichte Bochums
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Die VVN – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten hat ein neues Heft in ihrer Schriftenreihe zur antifaschistischen Geschichte Bochums herausgegeben. Der Titel lautet: „Langendreer und Werne unterm Hakenkreuz – Naziterror, Widerstand, Verfolgung und Krieg – 1933-1945“. Autor ist Günter Gleising, stellv. Vorsitzender der VVN – Bund der Antifaschisten, der bereits zahlreiche Arbeiten zur Geschichte der Arbeiterbewegung und des Faschismus veröffentlicht hat.
In der Schrift wird geschildert wie in den beiden typischen Industriestadtteilen von Bochum die Nazis an die Macht kamen und diese ausübten. Eindrucksvoll wird dargestellt wie im Jahr 1933, ausgehend von der SA-Unterkunft in der stillgelegten Ziegelei Nieder-Westermann, Angehörige der Arbeiterbewegung und Juden von Nazis drangsaliert, misshandelt und gefoltert wurden.
Breiten Raum nimmt der antifaschistische Widerstand ein, der von Angehörigen der Arbeiterbewegung aus den beiden Stadtteilen geleistet wurde, der vielfach auch vernetzt mit anderen Widerstandsgruppen war. Dargestellt wird auch der christliche Widerstand und die Auseinandersetzungen innerhalb der Kirchengemeinden mit Anhängern des Naziregimes. „Vom Boykott zur Deportation“ lautet das Kapitel, das sich mit der Verfolgung und der Opfer der Shoah befasst.
Langendreer und Werne wurde in den 1930er Jahren zu einem Zentrum von Rüstungsproduktion und Kriegsvorbereitung. Herausragend dabei die Bombenfabrik des Bochumer Vereins auf dem Gelände der früheren Westfälischen Drahtwerke in Langendreer mit 1.600 Beschäftigten. In den chemischen Betrieben Amalia wurde hochoktaniges Benzin für die Luftwaffe hergestellt sowie ungarisches und rumänisches Erdöl aus eroberten Gebieten verarbeitet. Der Güterbahnhof Langendreer wurde zur Drehscheibe des Kohletransports und des Versandes von Rüstungsgütern.
Was Krieg für die beiden Stadtteile bedeutete, wurde sofort mit Beginn des „Polenfeldzuges“ im September 1939 deutlich, als in den Zeitungen die ersten Todesanzeigen von gefallenen Wehrmachtssoldaten erschienen, die Bezugsmengen für Lebensmittel verringert wurden und in beiden Stadtteilen der Bunkerbau forciert wurde. Dargestellt wird die Zwangsarbeit im Bochumer Osten, die in 18 Zwangsarbeitslagern in Werne und Langendreer bis 1945 erfolgte. Eindrucksvoll die Berichte von einigen Zwangsarbeitern aus den örtlichen Lagern.
Die Schrift endet mit dem Kapitel „Befreiung von Faschismus und Krieg“ sowie der Darstellung zweier Lebensläufe, dem Nazi Paul Nieder-Westermann aus Langendreer und dem Antifaschisten Robert Schreiber aus Werne.
Wolfgang Dominik, Lehrer und Mitglied des Vorstandes der VVN – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, sagte: „Ich habe die Hoffnung, dass sich viele Menschen mit den aufgeworfenen Themen beschäftigen und die Schrift vor allem in den Schulen eine gute Resonanz findet.“ Außerdem rief Dominik dazu auf, aktiv gegen Neofaschismus zu werden.
Gleising, Günter: Langendreer und Werne unterm Hakenkreuz – Naziterror, Widerstand, Verfolgung und Krieg – 1933-1945. Mit zahlreichen Fotos und Dokumenten. (ISBN 978-3-931999-18-6), Preis 7,80 Euro. 60 Seiten, A 4. Erhältlich über den Buchhandel. Bestellungen auch unter: vvn.(mail-Adrese folgt).und bestellung@ruhrecho.de
April 27, 2012
Von: Wolfgang Dominik
Kategorie: Allgemein
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Kriminelle im Dienste des Staates
- Die Arbeit des Verfassungsschutzes ist nur ein Mosaik im staatlichen Schutz der der kapitalistischen Gesellschaftsunordnung.
- Allzu gerne skandalisieren, personalisieren, moralisieren, psychologisieren, pathologisieren hier am Beispiel des NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) bürgerliche Medien und Politiker_innen einen Zustand oder Personen, um von den politisch-ökonomischen Rahmenbedingungen und deren Diskontinuitäten bzw. Kontinuitäten mit dem faschistischen und vorfaschistischen Deutschland (gekennzeichnet durch kolonialen Rassismus bis zum Völkermord nach Außen und Wilhelminischen Antisemitismus nach Innen) und der Bundesrepublik (alte Länder, nach 1990/1 auch „Gesamtdeutschland“) abzulenken. Die hegemoniale Kultur oder Unkultur war und ist in Deutschland rassistisch geprägt – vgl. Sarrazin (http://vvn-bda-bochum.de/archives/2759) (weiterlesen …)
April 13, 2012
Von: Wolfgang Dominik
Kategorie: Allgemein
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VVN-BdA Mitglied Wolfgang Dominik hat während des Ostermarschs 2012 eine Rede auf der Auftaktkundgebung am Ostermontag in Bochum-Werne gehalten. Wir geben hier die Rede wieder:
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,
Entweder schaffen wir die Rüstung oder die Rüstung schafft uns ab!
(weiterlesen …)
April 06, 2012
Von: Wolfgang Dominik
Kategorie: Allgemein, Termine
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| 20. April 2012 |
| 19:30 | bis | 21:30 |
Über 11.000 Berufsverbote, tausende von Disziplinarverfahren, Millionen von Angepassten und Mitläufern sind das Ergebnis des sog. Radikalen-Erlasses vor ziemlich genau 40 Jahren. Willy Brandts Versprechen, mehr Demokratie zu wagen, wurde ins Gegenteil verkehrt: Demokraten bekamen Berufsverbote. Auch in Bochum gab es zahlreiche Berufsverbots-Opfer. Aber auch heute sollen Linke durch die Bespitzelungen des Inlandgeheimdienstes “Verfassungsschutz” mundtot gemacht werden – wieder einmal im Namen von Demokratie und Freiheit!
Die Veranstaltung der VVN-BdA Bochum soll an die Aktualität der Berufsverbote erinnern. Betroffene Bochumer Berufsverbote-Opfer werden berichten: Sigrid Schößler, Reinhard Junge, Reinhard Wegener.
Die Veranstaltung findet am Freitag, den 20. April um 19.30 Uhr im Raum 6 des Bhf. Langendreer statt.
März 21, 2012
Von: Michael Niggemann
Kategorie: Allgemein
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Auch in diesem Jahr ruft die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Antifaschistinnen (VVN – BdA) auf, der Kämpfer gegen den rechtsextremistischen Kapp-Lüttwitz-Putsch von 1920 und der antifaschistischen Widerstandskämpfer gegen Faschismus und Krieg mit einer Kranzniederlegung zu gedenken. Treffpunkt ist am Sonntag, 25. März, um 11.00 Uhr auf dem Marktplatz in Bochum-Werne. Die Gedenkrede auf dem Werner Friedhof hält Norbert Arndt, Gewerkschaftssekretär, ver.di Bochum-Herne. In der Einladung heißt es: »Das Werner Denkmal ist ein Stück Geschichte der Arbeiterbewegung und des antifaschistischen Widerstandes. Die Inschrift des großen Steines lautet: „Das Leben nahmt ihr uns Aber nicht den Geist, Freiheitskämpfer 1920. Sei Rebell. Auf zur Tat”. Auf zwei kleinen Gedenksteinen, 1946/47 aufgestellt, wird erinnert: Im Kampf gegen Reaktion starben: Paul Garde, G. Tomaschewski; W. Grafenhain, A. Pawlowski; sowie Im Kampf gegen Faschismus starben: Johann Stangel, Bruno Preus, M. Jendrewski, Heinz Ziessmer. „Ihr Mut, Einsatz und Idealismus sollte für uns heute Verpflichtung sein, den Neonazis den Weg zu versperren und in ihrem Sinn für Frieden, Freiheit, Solidarität und sozialen Fortschritt einzutreten“, ruft die VVN-BdA auf. Die traditionelle Gedenkveranstaltung wird mit wenigen Ausnahmen seit 1922 durchgeführt.« Der Einladungsflyer des Arbeiterbezirksausschusses von ver.di
März 17, 2012
Von: Michael Niggemann
Kategorie: Allgemein
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Bochum im Faschismus
Die VHS bietet am kommenden Sonntag, den 25.3.2012 von 14.00 Uhr bis 16.15 Uhr einen Stadtrundgang zum Thema Bochum im Faschismus an. Die Machtübergabe an die Regierung Hitler führte auch in Bochum zu braunen Massenaufmärschen, zur Gleichschaltung aller möglichen Organisationen, zum Verbot von Parteien, zu Terror, Verfolgung und Vernichtung von Menschen, die nicht in die faschistische Rassenideologie oder in das politische Konzept passten. Vor allem am Beispiel der Bochumer Juden, aber auch am Beispiel politischer Gegner lassen sich in der Innenstadt eine ganze Reihe von Orten zeigen, an denen Geschichte erfahrbar wird. Bei diesem Stadtrundgang soll ein Einblick gegeben werden, was Alltag unterm “Hakenkreuz” für die Bochumer bedeutete. Gleichzeitig soll sensibilisiert für die Bedrohungen, die von Neonazis auch in Bochum gegenwärtig ausgehen. Der Stadtrundgang beginnt um 14.00 Uhr an der Glocke auf dem Rathausplatz. Kurzfristige Anmeldungen sind telefonisch unter der VHS-Hotline 0234/9101555 Der Unkostenbeitrag beträgt 5 Euro.
März 02, 2012
Von: Wolfgang Dominik
Kategorie: Allgemein
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All überall in den Medien wird vom Links- und Rechtsextremismus oder Terrorismus geredet. Oft kommt anschließend noch der Links- und Rechtsterrorismus vor. Das hat in der Bundesrepublik Tradition. Neuerdings wird der Einfachheit halber auch gleich religiöser Fanatismus, meist unter dem Slogan islamistischer Extremismus oder Terrorismus , gleichzeitig erwähnt. Diese unverantwortliche, wissenschaftlich völlig unhaltbare Redeweise wird dann mit der Totalitarismus-Doktrin verknüpft. Angesichts der Tatsache, dass ein bekannter Vertreter dieser Ideologie wahrscheinlich Bundespräsident werden wird, müssen Antifaschist_innen sich noch auf einiges gefasst machen. Auch die VVN-BdA tauchte oft in Verfassungsschutzberichten als extremistisch auf. Es geht hier nicht um Aufrechnerei: 182 Morde haben Neofaschisten in den letzten 20 Jahren verübt – nichts(!) dergleichen ist bisher deutschen Bürger_innen von Linken passiert.
Wolfgang Dominik, Mitglied der VVN-BdA Bochum, hat in mehreren Veranstaltungen Kritik an der Totalitarismus-Extremismus-Doktrin geübt.
Referat unseres Mitgliedes Wolfgang Dominik
Februar 23, 2012
Von: Michael Niggemann
Kategorie: Allgemein, Antifaschismus, Antifaschistische Bochumer Blätter, Berufsverbote, Gedrucktes
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Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der
AntifaschistInnen (VVN-BdA) Bochum weist auf die neuen ABB hin. Es wird
in einem bewegendem Beitrag noch einmal auf das Wirken von Klaus Kunold
aufmerksam gemacht, der im November 2011 gestorben ist. Die weiteren
Artikel informieren über die braune Vergangenheit zahlreicher
Bundespolitiker und über den Naziterror im letzten Jahr in Bochum. ”
…und wieder sah der Staat rot” erzählt die 40–jährige Geschichte des
sog. Radikalenerlasses vom 28.1.1972 und lädt ein zu einer Veranstaltung
mit Bochumer Berufsverbotsopfern am 20 April um 19.30 im Bhf. Lgdr. An
eine Kranzniederlegung Bochumer AntifaschistInnen an einem
geschichtsträchtigen Gedenkstein auf dem Friedhof in Werne am 25.3. um
11.00 Uhr wird ebenfalls erinnert.
ABB-2012-01
Februar 03, 2012
Von: Michael Niggemann
Kategorie: Allgemein
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Oktober 27, 2011
Von: Michael Niggemann
Kategorie: Allgemein, Antifaschistische Bochumer Blätter, Gedrucktes
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In den aktuellen ABB gibt es unter anderen Berichte über die Ehrung des Widerstandskämpfers Julius Eversberg, über die verdrängte (braune) Vergangenheit in Politikerbiografien und verschiedene Terminhinweise wie zum Beispiel auf die Ausstellung “Betrifft: Aktion 3 – Deutsche verwerten jüdische Nachbarn”.
ABB2011-03
Oktober 13, 2011
Von: Michael Niggemann
Kategorie: Allgemein, Ankündigung, Gedenken
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Am 9. November jährt sich zum 73. Mal die Reichspogromnacht. Hieran möchte die VVN-BdA mit zahlreichen anderen Bochumer Gruppierungen mit einer Gedenkveranstaltung erinnern. Diese zentrale Gedenkveranstaltung findet am Mittwoch, 9. November 2011 um 17.00 Uhr, Harmoniestraße / Ecke Dr. Ruer-Platz statt. Hiermit laden wir alle Interessierten herzlich ein. Den genauen Programmablauf und weitere Veranstaltung zum Thema “Jüdisches Leben (in Bochum)” können Sie unter dem nachfolgen Link finden.
Gedenkveranstaltung_Reichspogromnacht_2011.pdf
Oktober 13, 2011
Von: Michael Niggemann
Kategorie: Allgemein
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Die VVN-BdA weist auf die Ausstellung “Aktion 3, Deutsche verwerten ihre
jüdischen Nachbarn” hin. Die Ausstellung findet vom 20.10. bis 20.11.2011 im Bahnhof Langendreer statt und wird am 20.10. um 19:30 von Prof. Dr. Wolfgang Dreßen im Raum 6 eröffnet.
Die VVN-BdA Bochum ist an den Veranstaltungen beteiligt. Die weiteren Termine im Rahmen dieser Ausstellung entnehmt ihr, bitte, dem Flyer indem ihr dem folgenden Link folgt:
(erst auf den Link klicken, danach auf das Bild)
AusstellungAktion3 Bochum
Oktober 12, 2011
Von: Wolfgang Dominik
Kategorie: Allgemein
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Presseerklärung
Mit Erschrecken nimmt die VVN-BdA Bochum wahr, dass die unerträglichen neofaschistischen Provokationen im Raum Dortmund seit einiger Zeit sich auf Bochum ausdehnen.
Neofaschistische Verbrechen reichen von Schändungen der Holocaust-Erinnerungsstätte in Wattenscheid bis zur Besudelung der Gedenkstele und Gräber der ermordeten antifaschistischen Widerstandskämpfer gegen das Nazi-Regime auf dem Hauptfriedhof Bochum mit Hakenkreuzen und SS-Runen.
Zunehmend werden sowohl in der Bochumer Innenstadt als auch in Langendreer Menschen physisch und psychisch verletzt. Nazis stießen antifaschistische Jugendliche im Bhf. Langendreer auf die S-Bahn-Gleise.
In Langendreer zogen auch neofaschistische Parolen grölende NeofaschistInnen umher. Andere AntifaschistInnen wurden durch Telefon-Terror in Angst und Schrecken versetzt. Scheiben des Büros der prinzipiell antifaschistischen Partei Die Linke wurden jüngst mit Nazi-Aufklebern beklebt oder eingeschlagen.
Offensichtlich sind polizeiliche Ermittlungen und Gerichtsurteile keineswegs konsequent genug. AntifaschistInnen geraten eher in die Mühlen der Polizeiarbeit und der Gerichte als Nazis.
Die VVN-BdA Bochum fordert, endlich mit den tatsächlich zur Verfügung stehenden Mitteln gegen NeofaschistInnen vorzugehen. Es handelt sich keineswegs um irgendwelche „dumme Jungenstreiche“, sondern um politische Kriminalität.
Bochum, den 12.10.2011
August 28, 2011
Von: Sandra Kruessel
Kategorie: Allgemein, Demonstration
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Am 3. September wollen Neonazis in Dortmund wieder zu ihrem sogenannten
Nationalen Antikriegstag aufmarschieren. Sie verhöhnen damit nicht nur
das Gedenken an die Naziaggression anlässlich des deutschen Überfalls
auf Polen, sondern auch die die vielen Millionen Opfer des deutschen
Vernichtungskriegs.
Der Aufmarsch findet nicht zufällig seit Jahren in Dortmund statt. Die
Dortmunder Neonazi-Szene zeigt sich als besonders umtriebig. Die Liste
von Nazi-Konzerten, Aufmärschen und brutalen Übergriffen ist lang.
Polizei, Justiz und Stadt haben darauf lange nur unzureichend reagiert.
Insbesondere im Stadtteil Dorstfeld gehören „Autonome Nationalisten“
mittlerweile zum Stadtbild. Umso bedeutsamer ist es, dass es in den
vergangenen Jahren auch durch antifaschistische Proteste gelungen ist,
den Aufmarsch zum Antikriegstag – zeitweise einer der größten
Neonazi-Aufmärsche bundesweit – zu einer stationären Kundgebung mit
wenigen hundert Teilnehmern werden zu lassen. In diesem Jahr wollen die
Nazis um jeden Preis wieder einen Aufmarsch durchführen. Dem stellen wir
uns entschlossen entgegen. (weiterlesen …)
Juli 27, 2011
Von: Sandra Kruessel
Kategorie: Aktuelles, Allgemein, Anschlag
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In den letzten Tagen sind einige neofaschistische Anschläge in Dortmund verübt worden.
Das Parteibüro der DKP wurde mit einem Hakenkreuz beschmiert und an ein weiteres Haus wurde eine neofaschistische Parole gesprüht. Ebenfalls in der gleichen Nacht wurde das Auto der DKP-Vorsitzenden beschädigt. In der Nacht zuvor ist eine Morddrohung an die Hauswand eines linken Aktivisten gesprüht worden. Und wieder sind die Fensterscheiben des Wahlkreisbüros der Linken eingeschlagen worden.
Diese Anschläge nehmen Überhand, und es wird immer noch nicht von der Polizei so ermittelt, wie die Antifaschisten es erwarten.
Auch in Bochum häufen sich diese Anschläge. Von der Schändung des jüdischen Friedhofs sowie anderen Gedenkstätten in Bochum und Wattenscheid bis hin zu Überfällen auf Antifaschistinnen und Antifaschisten. In Bochum-Langendreer sieht es nicht anders aus. Es kommt auch hier zu körperlichen Angriffen. Häuser und Autos werden mit Hakenkreuzen und anderen verbotenen Symbolen besprüht. Die Faschisten schrecken nicht einmal davor zurück, Briefkästen zu sprengen. Die widerliche Nazipropaganda ist auch auf Bochumer Stromkästen, Laternen u.s.w. nicht zu übersehen.
Wir fragen uns: Wann nimmt die Polizei diese Anhäufung an Sachbeschädigung und Körperverletzung endlich wahr und fängt mit einer vernünftigen und ernstzunehmenden Ermittlung gegen die Täter an?
Mai 01, 2011
Von: Andreas Seier
Kategorie: Allgemein, Antifaschistische Bochumer Blätter
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Die komplette Ausgabe als PDF-Datei kann durch Klick auf des Abbild der Titelseite geladen werden.
In dieser aktuellen Ausgabe ABB finden sich Artikel u.a. zum 1. und 2. Mai 1933, Graue Wölfe in Bochum, Streit um die Rote Fahne, eine Liste der Märzgefallenen. Um die gesamte ABB als pdf herunterzuladen klicke auf die Titelseite.
April 25, 2011
Von: Wolfgang Dominik
Kategorie: Allgemein
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Am Montag, den 4. April 2011, ist die Veranstaltungsreihe des Bündnis gegen Rechts gestartet, die unter dem Thema “Sarrazynismus” unterschiedliche Aspekte des Rechtspopulismus beleuchtet. Wolfgang Dominik referierte über „Sarrazin – ein deutscher Skandal oder Normalität?“ Er stellte seinen Ausführungen die These voran: “Die kapitalistische Klassengesellschaft beruht auf der Massenakzeptanz von sozialer Ungleichheit, bedingt durch den Antagonismus von Kapital und Arbeit. Soziale Ungleichheit und Ungleichwertigkeit werden ideologisch begründet durch geschlechtsspezifische, kulturelle, biologische, ethnische, religiöse, physische, psychische Differenzen, die vorgeschoben werden, konstruiert werden.”
LinksDiagonal aus Essen hat das Referat aufgezeichnet und als mp3-file veröffentlicht.
Das Manuskript als PDF-Datei: Referat von W. Dominik
Das Manuskript als mp3-file: Referat von W. Dominik
April 23, 2011
Von: Sandra Kruessel
Kategorie: Allgemein, Stadtrundgang, Termine
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Der Generaldirektor des Bochumer Vereins Walter Borbet zeigt Hitler das Werk Höntrop am 14. April 1935
Viele Bochumer
Betriebe mussten spätestens mit Beginn des 2. Weltkriegs ihre Produktion auf
kriegswichtige Güter umstellen. Im Verlauf des Krieges wurde die Kriegsproduktion nur mit dem
zahlreichen Einsatz von Zwangs-
arbeitern aufrecht erhalten.
Die VHS bietet zu diesem Thema einen Rundgang an. Im heutigen Westpark und dem Stadtteil
Stahlhausen soll am Beispiel des Bochumer Vereins – einem NS-
Musterbetrieb und einer der größten Rüstungsschmieden im Deutschen Reich -
ein Eindruck von Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit vermittelt werden.
Geleitet wird der Stadtrundgang von Klaus Kunold, einem Zeitzeugen aus jener Zeit.
Der Stadtrundgang findet statt am Sonntag, den 8. Mai 2011 von 14.00 bis
16.15 Uhr. Treffpunkt ist die Haltestelle Annastraße, Bochumer Verein Tor 1.
April 14, 2011
Von: Wolfgang Dominik
Kategorie: Allgemein
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April 01, 2011
Von: Sandra Kruessel
Kategorie: Allgemein, Termine
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An die Befreiung von Faschismus und Krieg vor 66 Jahren erinnert
die VVN-BdA Bochum. An der Gedenktafel zur Erinnerung an die von
der Gestapo erschossenen Zwangsarbeiter und Widerstandskämpfer
am Haupteingang des Stadtparks wollen wir Blumen niederlegen.
Diese Gedenktafel erinnert seit drei Jahren an die Ermordung von politischen
Häftlingen und Zwangsarbeitern wenige Tage vor dem Ende von Krieg und der
Naziherrschaft 1945. Die Gestapo, die damals ihren Sitz in einer beschlagnahmten
Villa auf der Bergstraße 76 hatte, erschoss allein hier, wenige Stunde vor dem
Einmarsch der amerikanischen Truppen, 20 Menschen und verscharrte diese
in Bombentrichtern im Stadtpark.
Nach der Befreiung von Faschismus und Krieg im Mai 1945 wurden die Leichen
ausgegraben und auf dem Freigrafendamm beerdigt. Auf Initiative der VVN-BdA
stellte die Stadt Bochum 2008 die durch Spendengelder finanzierte Tafel auf.
Treffen zu dem Gedenken ist am Samstag, 9. April, um 11.00 Uhr
Stadtpark ( Haupteingang, Bergstraße)
Es spricht: Klaus Kunold
März 14, 2011
Von: Sandra Kruessel
Kategorie: Allgemein, Konzert, Termine
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Esther Bejarano & Microphone Mafia
Esther Bejarano, heute 87-jährig, hat als heranwachsende
Jugendliche die Gräueltaten von Auschwitz und Ravensbrück überlebt, weil sie in
dem Mädchenorchester von Auschwitz Akkordeon spielte. Bei dem Todesmarsch konnte sie 1945 fliehen. Esther Bejarano ist eine der letzten Überlebenden ihrer Generation aus dem Orchester.
Im Laufe der Jahrzehnte erhielt sie zahlreiche
Auszeichnungen für ihr künstlerisches und antifa-
schistisches Engagement. Sie ist heute die Vor-
sitzende des Internationalen Auschwitz Komitees
und Ehrenvorsitzende der VVN-BdA.
Ihre Kinder Edna und Joram haben immer wieder den ungebrochenen Neofaschismus
der bundesdeutschen Mehrheitsgesellschaft zu spüren bekommen.
Kutlu Yurtseven und Önder Bardakci von der Microphone Mafia, aufgewachsen in
einem Kölner Arbeiterviertel, sind zeitlebens mit Rassismus konfrontiert worden.
(weiterlesen …)
Februar 14, 2011
Von: Sandra Kruessel
Kategorie: Allgemein, Ausstellung, Rede
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Bei der Eröffnung der Ausstellung über die Verfolgung der Sinti und Roma in Bochum und Wattenscheid am 21. Januar 2011 im Ottilie-Schoenewald-Weiterbildungskolleg
hielt Roman Franz (Erster Vorsitzender des Landesverbandes NRW Deutscher Sinti und Roma) folgende Rede:
Sehr geehrter Herr Brinkmöller-Becker, lieber Herr Kunold, Frau Wissmann,
meine sehr geehrten Damen und Herren!
Ich bedanke mich für die Einladung zu dieser Ausstellungseröffnung.
Sinti und Roma mussten am nachhaltigsten und schwersten erfahren, dass das Vergessen und Verdrängen der Nationalsozialistischen Verbrechen der erste Schritt zu neuer Ablehnung und neuer Ausgrenzung ist.
Wenn das heutzutage – zum Glück- anders ist, so liegt es ganz sicher auch daran, dass wir in unserer Arbeit gegen das Vergessen Verbündete haben, wie die Bochumer VVN.
Vor sechs Jahren bekam der kleine Park am Bochumer Rathaus den Namen „Apollonia-Pfaus-Park“. Das ging im Wesentlichen auf Ihre Initiative und Beharrlichkeit zurück.
Und Ihre Ausstellung über die Verfolgung der Sinti und Roma aus Bochum, ist eine der umfangreichsten und informativsten örtlichen Dokumentation dieser Geschichte.
(weiterlesen …)
Januar 06, 2011
Von: Wolfgang Dominik
Kategorie: Allgemein, Termine
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| 28. Januar 2011 |
| 19:00 | bis | 21:00 |

Peter Gingold (1916-2006)
Die VVN-BdA Bochum lädt ein zu einem Abend über den wohl bekanntesten antifaschistischen Widerstandskämpfer. Peter Gingold wurde von den deutschen Faschisten gejagt. Er konnte mit seiner Frau Etty nach Frankreich emigrieren. Am Tage der Geburt ihrer Tochter Alice marschierten die deutschen faschistischen Armeen in Frankreich an. Für die Familie begann ein Martyrium. Peter wurde von den Nazis gefangen genommen und gefoltert. Er aber schwieg. Auf abenteuerliche Art und Weise konnte er den Nazis entkommen. Zusammen mit Etty Gingold wurde er zu einem führenden Mitglied der französischen Resistance. (weiterlesen …)
Dezember 03, 2010
Von: Wolfgang Dominik
Kategorie: Allgemein
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In den letzten Wochen fanden in Bochum Ereignisse statt, die uns als VVN-BdA direkt berührten.
Das waren selbstverständlich die verbrecherischen Anschläge der Neofaschisten auf antifaschistische Gedenkstätten, das war auch der Freispruch für einen NPD-Chef trotz volksverhetzender Reden und das war -last noch least – der Freispruch für unser Mitglied Martin Budich im 4. Tortenprozess und die Drohung der Staatsanwaltschaft, auch dieses Urteil nicht anzuerkennen.
Dazu folgende Resolution der Jahreshauptversammlung am 26.11.2010.