VVN-BdA Bochum

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
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Artikel der Kategorie ‘Allgemein’

Zeitzeuginnengespräch – Jüdischer und kommunistischer Widerstand gegen Hitler

November 16, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Zeitzeuginnengespräch – Jüdischer und kommunistischer Widerstand gegen Hitler

Am Mittwoch, den 23.11. findet im Sozialen Zentrum in Bochum ein beachtenswertes Zeitzeuginnengespräch mit Margret Rest und Alice Czyborra statt. Für den Ankündigungstext bitte auf den link klicken:

https://oacb.noblogs.org/post/2016/11/15/zeitzeuginnengesprach-judischer-und-kommunistischer-widerstand-gegen-hitler/

Erfahrungen mit der Diskriminierung von Sinti und Roma

November 12, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein, Ausstellung, Buchvorstellung, Diskussion, Präsentation, Roma, Sinti und Roma, Veranstaltung Kommentare deaktiviert für Erfahrungen mit der Diskriminierung von Sinti und Roma

Lesung & Diskussion mit Nizaqete Bislimi

Im Rahmen des Projektes „Farbe bekennen – Demokratie leben“ laden das Kommunale Integrationszentrum und der Kinder- und Jugendring am Donnerstag, 17. November um 18.00 Uhr im Q 1, Halbachstr. 1 zu einer Lesung und Diskussion mit Nizaqete Bislimi ein: »Sie ist 1979 im Kosovo geboren und 1993 mit ihrer Familie vor dem Bürgerkrieg nach Deutschland geflohen. Vierzehn Jahre lebten sie ohne sichere Lebensperspektive mit dem Status der Duldung in Flüchtlingsunterkünften. Trotz aller Widerstände hat Nizaqete Bislimi es geschafft, sich ein Leben in Deutschland aufzubauen. Die Vorsitzende des Bundes Roma Verband hat in Bochum studiert und ist heute als Anwältin für Asyl- und Ausländerrecht in Essen tätig. Nizaqete Bislimi liest aus ihrem Buch „Durch die Wand“, das von ihren Erfahrungen als Romni und als Asylbewerberin handelt. (mehr …)

Die Antifaschistischen Bochumer Blätter Nr. 2 2016

November 08, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Die Antifaschistischen Bochumer Blätter Nr. 2 2016

Hier ist der Link zum Anschauen und lesen: abb-2016-02-inet . Ältere Ausgaben finden sich im Link in der roten Kopfleiste.

9. November 1938 – 9. November 2016

Oktober 27, 2016 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für 9. November 1938 – 9. November 2016

Wie in jedem Jahr beteiligt sich die VVN-BdA Bochum an der Gedenkfeier zur Reichspogromnacht. Aus technischen Gründen können wir das genaue Programm gegenwärtig nicht selbst veröffentlichen. Auf dem ganz unten genannten Link aber ist das Programm anzuklicken und dort dann zu öffnen.

Wir weisen darauf hin, dass eine Veranstaltung direkt von der VVN-BdA Bochum im Rahmenprogramm des 9. November stattfindet, andere Veranstaltungen unter Beteiligung der VVN-BdA Bochum.

Am 9.11. um 15.00 Uhr vor der Gedenkfeier ein Stolpersteinrundgang vom Nordbahnhof  zum Ort der Gedenkfeier, Dr. Ruer-Platz. Vom Nordbahnhof deshalb, weil von dort im Faschismus auch Deportationen in die Vernichtungslager stattfanden. Gegenwärtig ist fraglich, ob ein Gedenkraum dazu im Nordbahnhof eingerichtet werden kann. Näheres zu Beginn des Rundgangs. Veranstalter: VVN-BdA Bochum, Leitung des Rundgangs: Michael Niggemann und Wolfgang Dominik.

2 Stadtrundgänge macht die VHS noch, Leitung Michael Niggemann bzw. Wolfgang Dominik:

  1. Bochum im NS, Treffpunkt am 30.10., 14.00 Uhr , Näheres weiter unten auf dieser Seite
  2.  Jüdisches Leben in Bochum vor, während und nach dem Faschismus, Treffpunkt 13.11., 14.00 Uhr, Näheres weiter unten auf dieser Seite.
  3. Beteiligt sind wir an der Veranstalten des Bündnis gegen Rechts am 3.11. 2016 um 19.00 Uhr bei verdi, Universitätsstr. 76: „Wie Auschwitz zu dem wurde, was es war“ mit Dr. Susanne Willems.
  4. Alle anderen Veranstaltungen s. den 9. Nov. Flyer: Hier: http://www.bo-alternativ.de/2016/10/25/9-november-in-bochum/
  5. Ebenfalls am 9. 11. findet schon um 12.15 Uhr an den 3 Stelen am Standort der ehemaligen Synagoge am Nivellesplatz in Wattenscheid die Gedenkfeier für die ermordeten jüdischen Wattenscheider statt. 12.00 Uhr treffen sich die Teilnehmer*innen am Saarlandbrunnen und gehen dann zum Nivellesplatz. http://www.antifawat.de/20161109.html

Gedenkveranstaltung an Gestapomorde

Oktober 24, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Gedenkveranstaltung an Gestapomorde

Hier ist der Bericht über die Gedenkveranstaltung: http://www.bo-alternativ.de/2016/10/22/widerstand-gestern-und-heute/

Gedenkveranstaltung an Gestapomorde

Oktober 18, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Gedenkveranstaltung an Gestapomorde

Gedenkveranstaltung und Kranzniederlegung aus Anlass des 80. Todestages der antifaschistischen Widerstandskämpfer Karl Springer und Benno Klier im Innenhof des Polizeipräsidiums Uhlandstraße (Treffpunkt Schillerplatz) am Freitag, 21. Oktober 2016, 16:45.
Veranstalter VVN-BdA Bochum. Es spricht Norbert Arndt, Gewerkschaftssekretär ver.di Bochum-Herne.

gedenkveranstaltung-2016-am-polizeipraesidium-inet

Pressemitteilung über „70 Jahre VVN-BdA Bochum“

September 29, 2016 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Pressemitteilung über „70 Jahre VVN-BdA Bochum“

Bochum, 26. September 2016

P R E S S E M I T T E I L U N G

Jubiläumsveranstaltung: „70 Jahre VVN in Bochum“

Eine Straße soll den Namen von Christine Schröder tragen –

OB dankt für engagiertes Wirken

In diesem Jahr wird die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) 70 Jahre alt. Das Ereignis war Anlass zu der Jubiläumsveranstaltung „70 Jahre VVN in Bochum“, am Samstag, 24. September 2016, im Bochumer Ver.di-Gewerkschaftshaus.

In seiner Eröffnungsrede sagte der Vorsitzende der VVN-BdA Bochum, Günter Gleising: „An 70 Jahren kontinuierlicher Arbeit der VVN und der VVN-BdA in Bochum haben viele mitgewirkt. Dieses Wirken mit und für die Menschen in der Stadt sollte aus unserer Sicht auch eine öffentliche Würdigung erhalten. Wir schlagen daher vor, eine Straße nach Christine Schröder zu benennen. Die Widerstandskämpferin Christine Schröder war langjährige Vorsitzende der Bochumer VVN. Im Bereich der Sozialpolitik vertrat sie viele Jahre die Interessen der Verfolgten des Naziregimes. 1978 erhielt sie die Ehrenmedaille des Deutschen Widerstandes.“

Dr. Ulrich Schneider, Bundessprecher der VVN-BdA und Generalsekretär der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) leitete seine Rede mit einem historischen Abriss zur Gründungs- und Entwicklungsgeschichte der VVN ein und forderte eine breite Mobilisierung gegen Pegida, NPD, ProNRW oder AFD. Zu den Zukunftsperspektiven sagte er, dass die „VVN nicht nur gegen etwas kämpft, sondern von einer positiven antifaschistischen Visionen geleitet wird. Diese Vision ist nicht durch eine parteipolitische Orientierung oder ein bestimmtes Gesellschaftsmodell bestimmt, sondern im Sinne des Schwurs der Überlebenden des KZ Buchenwald eine Gesellschaft, in der der Nazismus mit seinen sozialen Wurzeln beseitigt ist und eine neue Welt des Friedens und der Freiheit geschaffen wird.“

Mit ihren kulturelle Beiträgen begeisterten der Chor Chorrosion, das Jugend-Klezmer-Ensemble „Freylekhs“ und die Rezitationen des Bochumer Schauspielers Manfred Böll. Michael Niggemann las aus der Fluchtgeschichte von Muhannad aus Syrien. (mehr …)

Die Rede von Deniz Sert am Tag der Opfer des Faschismus

September 11, 2016 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Die Rede von Deniz Sert am Tag der Opfer des Faschismus

Liebe Freundinnen und Freunde,

im Namen des Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur bedanke ich mich zunächst für die Einladung der VVN-BdA, am heutigen Tage hier zu euch sprechen zu dürfen und den diesjährigen Redebeitrag zu übernehmen.

Wir haben uns heute hier versammelt, um auch in diesem Jahr, an diesem 2. Sonntag im September der Opfer des Faschismus zu gedenken. Ich möchte ausdrücklich auf die Wichtigkeit einer politischen Gedenkkultur hinweisen und der VVN-BdA auf diesem Wege nochmals für diesen hartnäckigen und unermüdlichen Einsatz danken. Vielen Dank! (mehr …)

70 Jahre VVN in Bochum

September 10, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Aktuelles, Allgemein, Geschichte Kommentare deaktiviert für 70 Jahre VVN in Bochum

In diesem Jahr wird die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) 70 Jahre alt. Das Ereignis ist für uns Anlass zu einer Jubiläumsveranstaltung, zu der wir herzlich einladen möchten. In gemeinsamer Runde wollen wir an die zurückliegende Zeit erinnern, in die Zukunft blicken und feiern.

Es spricht Dr. Ulrich Schneider, Bundessprecher der VVN-BdA und Generalsekretär der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR). Kulturelle Beiträge: Chor Chorrosion, Rezitationen von Manfred Böll (Bochumer Schauspieler), Jugend-Klezmer-Ensemble „Freylekhs“. Außerdem wird aus der Fluchtgeschichte von Muhannad aus Syrien vorgelesen.

Am 26. September 1946 trafen sich Frauen und Männer, die wegen ihrer politischen, gesellschaftlichen und religiösen Anschauungen vom Faschismus verfolgt worden sind. Mit der Gründung der VVN Bochum und dem Beitritt zur Landesorganisation der VVN-NRW, wollten sie das politische und soziale Leben im Sinne des Schwurs von Buchenwald mitgestalten. 1972 öffnete sich die VVN für alle, vor allem für junge Antifaschistinnen und Antifaschisten. Dies wurde durch den Namenszusatz „Bund der Antifaschisten“ dokumentiert. Bis heute die VVN die größte Vereinigung von Verfolgten des Naziregimes und eine starke antifaschistische Organisation.

„70 Jahre VVN in Bochum“ 24. September 2016, Ver.di-Gewerkschaftshaus (Universitätsstr. 76), Beginn 15:00, Ende 18:00

Tag der Opfer des Faschismus – Kranzniederlegung – Sonntag, 11.09.2016

September 09, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Tag der Opfer des Faschismus – Kranzniederlegung – Sonntag, 11.09.2016

Kranzniederlegung zur Erinnerung an Widerstandskämpfer gegen Faschismus. Auch in diesem Jahr ruft die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes– Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten auf, der ermordeten Widerstandskämpfer gegen den Faschismus und Krieg zu gedenken. Die Kranzniederlegung und Gedenkveranstaltung findet am zweiten Sonntag im September statt, dem traditionellen Gedenktag für die Opfer des Faschismus, der 1946 von Überlebenden der Konzentrationslager und Haftstätten ins Leben gerufen wurde. Es ist uns ein wichtiges Anliegen deutlich zu machen, wie notwendig es ist, dem aktuellen Anwachsen des Rassismus und der Rechtsentwicklung entgegen zu treten.

Am Sonntag, den 11. September (Treffpunkt 11.00 Uhr, Haupteingang) findet an der Gedenkstätte auf dem Friedhof Freigrafendamm eine Kranzniederlegung statt. An den Gräbern am Denkmal auf dem Ehrenrundplatz spricht: Deniz Sert vom Vorstand Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur e. v. (BoFo).

Todestag Betti Hartmann am 31 August 1942 in Auschwitz

September 01, 2016 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Todestag Betti Hartmann am 31 August 1942 in Auschwitz

Am 31.8.2016 veranstaltete der Verein „Stelen der Erinnerung“ in Wattenscheid vor dem Rathaus am Stolperstein für Betti Hartmann eine Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an Betti Hartmann. Christoph Nitsch vom Verein „Stelen der Erinnerung“ hielt eine Gedenkrede, die wir hier veröffentlichen. Die VVN-BdA Bochum war an der Gedenkfeier beteiligt und Wolfgang Dominik überbrachte ein Grußwort, in dem er betonte, dass die Erinnerung an die Opfer des Faschismus nie verblassen darf.

Foto von Boris Swetnikow

Foto von Boris Swetnikow

Gedenkrede für Betti Hartmann am 31.8.2016

Liebe Wattenscheider Bürgerinnen und Bürger, liebe Freundinnen und Freunde,

Wir gedenken heute Betti Hartmann, die heute auf denTag vor 74 Jahren um 14.40 Uhr von den deutschen Faschisten  in Auschwitz ermordet wurde.

Betti Hartmann wurde nur 15 Jahre alt, sie ist somit das jüngste Wattenscheider Opfer der Shoa.

Das Meiste, was wir über Betti Hartmanns kurzes Leben wissen, verdanken wir der akribischen Recherche unseres Freundes Felix Lipski, selbst Überlebender der Shoa.

Doch am Anfang stand die Entdeckung von Betti Hartmanns Todesurkunde, welche von Schülerinnen der Maria- Sybilla- Merian- Gesamtschule und der Märkischen Schule  von Auschwitz nach Wattenscheid gebracht wurde.

Betti Hartmann wurde am 19. Februar 1927 in Wattenscheid als Tochter von Mendel oder Max Hartmann und Schajndl oder Scharlotte Hartmann, geb. Nussbaum, geboren; sie hatte noch zwei jüngere Brüder, Sigmund und Manfred.

1928 übersiedelte die Familie nach Gelsenkirchen, um dort beim Bruder der Mutter, Josef Nussbaum, zu leben.

Dort besuchte Betti Hartmann eine jüdische Schule.

Veranlasst durch den mörderischen Terror der Reichspogromnacht am 9.November 1938 entschloss sich Familie Hartmann, wie viele andere jüdische Familien, ihre Kinder nach Holland vor den Faschisten in Sicherheit zu bringen.

Mit einem dieser „Kinder- Transporte“ gelangten Betti Hartmann und ihre beiden Brüder nach Holland, wo sie die nächsten zwei Jahre auf verschiedene Schulen gingen und an unterschiedlichen Orten lebten.

Ab dem Jahr 1940 lebten die Hartmann- Kinder dann wieder bei ihren Eltern im vom den Deutschen besetzten Belgien.

Während es Betti Hartmanns Mutter und ihren beiden Brüdern gelang, sich vor den Besatzern zu verstecken und so den Krieg in Belgien zu überleben, wurden Betti Hartmann und ihr Vater 1942 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Betti Hartmanns gewaltsam beendetes und viel zu kurzes Leben sollte uns nicht nur mit Betroffenheit und Trauer erfüllen, nein, es sollte uns auch Ansporn und Verpflichtung sein, uns heute und morgen jeglicher Form von rassistischer und faschistischer Hetze entgegenzustellen!

Ich möchte Sie und Euch jetzt bitten, einen Moment schweigend aller Opfer der Shoa zu gedenken, für deren Schicksal wir heute hier exemplarisch Betti Hartmann ein ehrendes Gedenken zukommen lassen.

Abschließend möchte ich auch noch an den Mann erinnern, der es überhaupt erst ermöglicht hat, dass es in Wattenscheid einen Betti Hartmann- Platz gibt.

Ohne das unermüdliche Engagement unseres Freundes Hannes Bienert, dem wir auch die Gedenkstelen am Nivellesplatz verdanken, wäre dies Alles nicht möglich gewesen.

Die Lücke, die Hannes Bienert hinterlassen hat, kann und wird niemals gefüllt werden!

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

 

Zum zweiten Mal mit Nazistiefeln getreten

Juli 14, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Zum zweiten Mal mit Nazistiefeln getreten

Über den rabiaten Polizeieinsatz gegen Antifaschisten am 1.Mai in Bochum – Gespräch mit Wolfgang Dominik

bitte den link anklicken: http://www.sozonline.de/2016/06/zum-zweiten-mal-mit-nazistiefeln-getreten/

bsz…. Stadtrundgang Wolfgang mit RUB bekennt Farbe

Juli 14, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für bsz…. Stadtrundgang Wolfgang mit RUB bekennt Farbe

ZwangsarbeiterInnen in Stahlhausen: Stadtrundgang klärt auf
Bochums faschistische Vergangenheit

Bitte dem link anklicken:
http://www.bszonline.de/artikel/bochums-faschistische-vergangenheit

Schicksalsort Gefängnis Bochum – Opfer der Nazi-Justiz in der Krümmede

Juni 07, 2016 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Schicksalsort Gefängnis Bochum – Opfer der Nazi-Justiz in der Krümmede

Am Donnerstag, den 16.6. um 18.00 Uhr wird im Stadtarchiv Bochum eine Ausstellung über Gefangene während des Faschismus in der Krümmede eröffnet. Gefangene, die zum großen Teil NN-Gefangene waren. NN – das sind bei „Nacht und Nebel“- Inhaftierte, u.a. viele Widerstandskämpfer aus den von den faschistischen Armeen besetzten Ländern. Sozialdemokraten, Zentrumspolitiker, Juden, Sinti und Roma, Kommunisten, Geistliche, Zeugen Jehovas, gläubige Christen – alles Menschen, die den Nazis nicht Folge leisteten oder durch ihre Taten als „Volksfeinde“, „Minderwertige“, sonstige „Verräter an der nationalen Sache“ auffielen. Alfons Zimmer, Pastoralreferent in den Justizvollzugsanstalten Bochum, ist zufällig auf diese Menschen gestoßen und hat mit erheblichen Mühen ca. 60 Porträts der politischen Gefangenen zusammengestellt. Auch die VVN-BdA Bochum konnte da und dort Auskünfte beisteuern. Mit Alfons Zimmer haben wir zum 8. Mai 2015 schon einmal erfolgreich zusammengearbeitet. Vgl. auf dieser Homepage: http://vvn-bda-bochum.de/wp-admin/post.php?post=12932&action=edit und http://vvn-bda-bochum.de/wp-admin/post.php?post=12941&action=edit

Wir laden herzlich zur Eröffnung oder zum späteren Besuch der Ausstellung ein.

(mehr …)

Zum Tod von Jochen Marquardt

Mai 30, 2016 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Zum Tod von Jochen Marquardt

Jochen Marquardt: Die VVN-BdA Bochum trauert um einen engagierten Antifaschisten

 

Am 24.3.2013 hielt unser antifaschistischer Freund Jochen Marquardt die Gedenkansprache an den Gräbern der im Kampf gegen den reaktionären „Kapp-Putsches“  1920,  im Kampf gegen die faschistische Diktatur in Spanien und im Kampf gegen des Faschismus ermordeten Demokraten. Jochen betonte, dass wir Geschichte immer wieder erinnern müssen, um sie für die Gegenwart fruchtbar zu machen und die Zukunft menschlich zu gestalten. Er erinnerte an die Besetzung der Gewerkschaftshäuser durch die deutschen Faschisten vor 80 Jahren und zog die historische Linie bis in die Gegenwart, in der sich Nazis bis hin zu Mordserien in diesem Land tummeln. Gleichzeitig klagte er die staatlich verordnete zunehmende Verarmung und Verelendung breiter Bevölkerungsschichten an, die als Nährboden für Fremdenfeindlichkeit und Neofaschismus dienen. Nur eine Neuverteilung politischer und ökonomischer Machtstrukturen kann den weiteren Weg in die Reaktion stoppen.

So oder so ähnlich haben wir Jochen bei zahlreichen Veranstaltungen immer wieder erlebt. Wir trauern mit seiner Familie und vielen anderen für den Frieden, die Demokratie, um Umverteilung  engagierten Bürger*innen um einen allzeit ansprechbaren, immer kämpferischen, immer uns freundlich verbundenen Menschen.

Pressemitteilung der VVN-BdA Bochum zum 1. Mai 2016 in Bochum

Mai 06, 2016 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Pressemitteilung der VVN-BdA Bochum zum 1. Mai 2016 in Bochum

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Bochum

 

VVN/BdA zum 1. Mai 2016 in Bochum

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) kritisiert die Vorgänge um die Demonstration der neonazistischen NPD am 1. Mai in Bochum als hochgradig empörend. Mit dem größten Polizeiaufgebot der letzten 20 Jahre sicherten weit über tausend hochgerüstete Polizisten eine Zusammenrottung von knapp 200 Neonazis aus dem ganzen Ruhrgebiet. Dass die Polizeikräfte ihre Pistolen, Schlagstöcke, Pfefferspraydosen  und Knebelungsbänder provokativ zur Schau trug, war sicher kein Akt der Deeskalation, sondern trug ebenso wie die Wagenburgen von Polizeifahrzeugen am Hbf und den Zugangsstraßen zum Südring und Husemannplatz zur Aufheizung der Stimmung bei. (mehr …)

Antifaschistische Bochumer Blätter 01/2016 erschienen

April 26, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Antifaschistische Bochumer Blätter 01/2016 erschienen

ABB-2016-01

Nazi-Aufmarsch am 1. Mai in Bochum

April 22, 2016 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Nazi-Aufmarsch am 1. Mai in Bochum

Pressemitteilung zum NPD-Aufmarsch am 1.5.2016 in Bochum

Die VVN-BdA  unterstützt die Aktionen des Bochumer „Bündnis gegen Rechts“ gegen den Aufmarsch der Nazis (NPD) am 1. Mai in Bochum. Die Mütter und Väter der  VVN-BdA haben im Faschismus Erfahrungen mit den Nazis gemacht, die viele auch Bochumer VertreterInnen der Arbeiterbewegung nicht überlebt haben. Beispielhaft: Husemann, Springer, Imbusch. Wir wissen heute, was es bedeutet, den Anfängen nicht zu wehren. Aber es handelt sich beim neofaschistischen Spektrum längst nicht mehr um Anfänge und nicht nur um die NPD. Die VVN-BdA Bochum ruft alle DemokratInnen in Bochum auf, sich an den Aktionen des „Bündnis gegen Rechts“ zu beteiligen.

VVN-BdA Bochum

Bochum, den 22.4.2016

Alle Räder rollen für den Sieg – Zwangsarbeit und Kriegswirtschaft in Bochum

April 10, 2016 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein, Ankündigung, Arbeiterbewegung, Faschismus, Kapitalismus, Krieg, Rundgang, Stadtrundgang, Stolperstein, Termine, Zwangsarbeit Kommentare deaktiviert für Alle Räder rollen für den Sieg – Zwangsarbeit und Kriegswirtschaft in Bochum

12. Juni 2016
14:00bis16:15

Ein Rundgang durch die Vergangenheit, die nicht vergeht

 Vor 80 Jahren wurde der Bochumer Verein als „nationalsozialistischer Musterbetrieb“ ausgezeichnet. Dieser Musterbetrieb war einer der größten Waffenproduzenten des faschistischen Deutschland. Aber auch in anderen Bochumer Betrieben wurden spätestens mit Beginn des 2. Weltkriegs kriegswichtige Produkte hergestellt. Im Verlauf des Krieges wurde diese Kriegsproduktion  nur noch mit dem Einsatz von Tausenden von ZwangsarbeiterInnen aufrecht erhalten. Wer waren diese auf dem Höhepunkt 32.000 Männer und Frauen, oft Kinder und Jugendliche, die in Bochum oft im wahrsten Sinne des Wortes mörderische Zwangsarbeit leisten mussten? Wie lebten und starben sie in Bochum? Wie verhielt sich die Bochumer Bevölkerung? Bei einem Rundgang durch den Stadtteil Stahlhausen und den heutigen Westpark soll am Beispiel des Bochumer Vereins ein Eindruck von Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit vermittelt werden. An einigen Stolpersteinen soll außerdem an den Mord an die ehemals dort lebenden Bochumer Bürger erinnert werden.

Der Rundgang beginnt am Sonntag, den 12.6.2016 um 14.00 Uhr am Gewerkschaftshaus (Jahrhunderthaus), Alleestr. 80,  und dauert bis ca. 16.15 Uhr.

Anmeldungen  bei der VHS Bochum erwünscht: Tel. 0234/9101555. Unkostenbeitrag 5 Euro. erm. 3 Euro.

Für die Rechte der Flüchtlinge

März 28, 2016 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Für die Rechte der Flüchtlinge

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Bochum

Pressemitteilung

 

Für die Rechte der Flüchtlinge

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes –  Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Bochum erklärt sich solidarisch mit den Flüchtlingen im Camp auf dem Rathausplatz. Auch für sie und alle anderen Flüchtlinge gilt der Art. 1 des Grundgesetzes (Die Würde des Menschen ist unantastbar). Seit über einem halben Jahr werden den Geflüchteten die Rechte der Genfer Konvention weitgehend vorenthalten.

Die VVN wurde gegründet auch von Menschen, die während des Faschismus aus Deutschland fliehen mussten. Hätten andere Länder sie nicht aufgenommen, hätte das meist den sicheren Tod bedeutet. Die Mütter und Väter der VVN haben erfahren, wie wichtig das Recht auf Asyl ist. Die VVN-BdA protestiert gegen die fortdauernde Beschneidung der letzten Reste des Asylrechts in Deutschland.

 

Bochum, Ostern 2016

Ein Leben in Würde für alle, verdammt nochmal

Februar 20, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Ein Leben in Würde für alle, verdammt nochmal

Mit über 200 Teilnehmern war die Kundgebung am 18. Februar 2016 ein voller Erfolg. Das Flugblatt, das auch anschließend an die an der Ratssitzung teilnehmenden Ratsmitglieder, Pressevertreter*innen und Zuschauer*innen verteilt wurde, fand reges Interesse.

(<https://treffpunktasyl.files.wordpress.com/2016/02/2016-02-18-flugblattdeen.pdf>)

An der Kundgebung nahmen auch Mitglieder der VVN-BdA aktiv teil. Neben Bochumer Bürger*innen waren auch viele Refugees aus den Bochumer Stadtteilen vertreten. Wir empfehlen die Redebeiträge der Kundgebung ausdrücklich zur Lektüre:

<https://treffpunktasyl.wordpress.com/2016/02/18/redebeitrag-von-refugees-aus-den-bochumer-unterkuenften/>,

<https://treffpunktasyl.wordpress.com/2016/02/18/redebeitrag-zur-unterbringungssituation-in-bochum/>

<https://treffpunktasyl.wordpress.com/2016/02/18/redebeitrag-zur-geplanten-privatisierung-der-unterbringungseinrichtungen-in-bochum/>.

Im Vorfeld der Kundgebung hatten die Flüchtlinge ehrenamtliche Mitarbeiter*innen in den Unterkünften über ihre Situation informiert und darum gebeten, diese Informationen weiterzugeben.

Zum Ende intonierte einer der Geflüchteten während einer kurzen, spontanen Ansprache das Lied Imagine von John Lennon.

       

Ein Leben in Würde für alle, verdammt nochmal!

Februar 15, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Ein Leben in Würde für alle, verdammt nochmal!

Wir weisen hier auf eine Veranstaltung des Treffpunkt Asyl Bochum hin, die von uns auch unterstützt wird.

Solidarität mit den Bochumer Refugee-Protesten!

Kundgebung am Donnerstag um 13:45 Uhr vor dem Rathaus

Für den kommenden Donnerstag ruft der Treffpunkt Asyl zu einer Kundgebung auf. Los geht es um 13:45 Uhr vor dem Bochumer Rathaus. Das Motto: “Solidarität mit den Bochumer Refugee-Protesten – Ein Leben in Würde für alle, verdammt nochmal!“ Anlass ist die Ratssitzung am gleichen Tag, auf der die Verantwortlichen unter anderem über die Bochumer Wohnungspolitik und über neue prekäre Sammelunterkünfte beraten. Seit Beginn des Jahres haben an diesem Ort vor dem Rathaus mehrfach Flüchtlinge gegen ihre unerträgliche Lebens- und Unterbringungssituation protestiert. In der Turnhallen-Unterkunft in der Pestalozzi-Straße gab es sogar einen Hungerstreik. Der Aufruf zur Kundgebung im Wortlaut:
»Solidarität mit den Bochumer Refugee-Protesten – Ein Leben in Würde für alle, verdammt nochmal!
Es ist beschämend: Die Stadt Bochum hat für die Geflüchteten, die seit Anfang des Jahres in unserer Stadt immer wieder gegen ihre katastrophale Lebens- und Unterbringungssituation protestieren, nicht viel mehr als warme Worte übrig. In einem der reichsten Länder der Welt und in einer Stadt, die in den letzten Jahren zehntausende Einwohner*innen verloren hat, lassen Politik und Verwaltung trotzdem Tausende auf engstem Raum in menschenunwürdigen Verhältnissen leben – in Containern, Turnhallen und Industriezelten.

Aus vielen Gesprächen wissen wir: Die Ursachen für die unerträgliche Lebenssituation in Bochum sind vielschichtig. Nicht behandelte Traumatisierungen aufgrund von Gewalt, Verfolgung und fehlenden legalen Fluchtwegen. Die zunehmende Verschärfung des Aufenthalts- und Asylrechts, das bereits vorher diskriminierend war, trägt auch ihren Teil dazu bei. Die große Angst um Familienmitglieder und die weitere Einschränkung des Familiennachzugs sowie Ängste vor Abschiebung sorgen für Qualen, die für viele kaum vorstellbar sind. Aber: Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, bürdet Bochum den Menschen in den Turnhallen, Industriezelten und anderen Massenunterkünften zusätzlich noch ein Leben ohne Privatsphäre auf – dafür jedoch mit ständiger Unruhe und Bedrängung, fehlender Selbstbestimmung, massiver Überbelegung und mit nicht ausreichender Betreuung und psychosozialer Begleitung.

Kontroverse Diskussionen gibt es außerdem über den Plan der Verwaltung, die Unterkünfte nicht mehr selbst zu betreiben, sondern per EU-weiter Ausschreibung an externe Betreiber abzugeben. Viele befürchten weiter sinkende Standards, eine zunehmende Verantwortungsdiffusion, einen Rückzug der Stadt aus ihrer Verantwortung, einen Abbau von Transparenz und demokratischer Kontrolle sowie noch schlechtere Arbeitsbedingungen durch das Outsourcing.

Am 18. Februar treffen sich die Bochumer Verantwortlichen für die unerträgliche Unterbringungs- und Betreuungssituation im Rathaus zu einer Ratssitzung. Politik und Verwaltung beraten dort unter anderem über die Bochumer Wohnungspolitik und über neue prekäre Sammelunterbringungen für Geflüchtete. Wir nehmen das zum Anlass, um unsere Solidarität mit den protestierenden Geflüchteten und unseren Protest gegen eine städtische Politik zum Ausdruck zu bringen, die menschenunwürdige Lebensverhältnisse für Tausende zur Folge hat.
Wir fordern:

  • Keine Diskriminierung aufgrund von Herkunft oder Fluchtgeschichte! Was als Mindeststandard der Lebensbedingungen für schon länger hier Lebende gilt, muss für alle gelten, denn Menschenwürde ist unteilbar! Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und Not fliehen mussten, brauchen mehr Unterstützung, und nicht auch noch die allerschlechtesten Lebensbedingungen, die es in unserer Stadt gibt!
  • Dezentrale Unterbringung in Wohnungen möglich machen! Sofortiger Einstieg in eine andere Wohnungspolitik, die den dringend benötigten regulären Wohnraum so schnell wie möglich schafft. Das würde sowohl den Geflüchteten als auch der alteingesessenen Bochumer Bevölkerung zugute kommen. Außerdem würde es sich finanziell rechnen. Kommunaler Wohnungsbau für mehr Angebote und weniger Diskriminierung bei der Vergabe!
  • Ein Sofortprogramm für die massive Verbesserung der sozialarbeiterischen Betreuung und die therapeutische Begleitung von Geflüchteten!
  • Arbeiten, die in der Verantwortung der Stadt liegen, dürfen nicht auf Ehrenamtliche abgeschoben werden. Zugleich muss sichergestellt sein, dass Ehrenamtliche unbürokratischen Zutritt zu allen Unterkünften erhalten.

Kommt vorbei, beteiligt euch am Donnerstag, den 18. Februar ab 13:45 an der Kundgebung vor dem Bochumer Rathaus!

Bei der Kundgebung sollen die Redebeiträge in verschiedene Sprachen übersetzt werden. Wenn ihr dabei helfen könnt, meldet euch bitte: untertreff.asyl@riseup.net!«

„Bündnis, nicht Parteiersatz“ (junge Welt vom 8.2.2016)

Februar 09, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein, Antifaschismus, Artikel, Bericht, Faschismus, Kapitalismus Kommentare deaktiviert für „Bündnis, nicht Parteiersatz“ (junge Welt vom 8.2.2016)

Zum Charakter der VVN-BdA

In einem Aufsatz mit der Überschrift „Bündnis, nicht Parteiersatz – Zum Charakter einer antifaschistischen Organisation“ hat der Bundessprecher der VVN-BdA und Generalsekretär der FIR (Internationale Föderation der Widerstandskämpfer), Dr. Ulrich Schneider, zur Geschichte, den Zielen und aktuellen Aufgaben antifaschistischer Organisationen und der VVN-BdA geschrieben und diese benannt. Wir dokumentieren diesen Aufsatz.

http://www.jungewelt.de/2016/02-08/050.php?sstr=b%C3%BCndnis%7Ckein%7CParteiersatz

Es ist deutsch in Kaltland – ODER?

Februar 02, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Es ist deutsch in Kaltland – ODER?

Bereits zum 31. mal initiierte die VVN-BdA eine landesweite Konferenz antifaschistischer Initiativen und Organisationen. Weit über einhundert Teilnehmende aus Nordrhein Westfalen diskutierten am 30. Januar im COBRA-Kulturzentrum Solingen aktuelle Aufgaben der Bewegung im sozialen, juristischen und generell im öffentlichen Bereich. Das im Anschluss an die Konferenz stattfindende Konzert „Rock gegen Rassismus“ war Höhepunkt des Tages für viele Jugendliche. Die Halle des COBRA war fest in der Hand der Antifaschistinnen und Antifaschisten. Zwei erstklassige Nachwuchsbands und die Punkrocker Schmutzki aus Stuttgart feuerten die randvolle Halle an.
Die unter dem Motto „Es ist deutsch in Kaltland – ODER?“ stehende Konferenz wurde durch den Landessprecher der VVN-BdA Falk Mikosch eröffnet. Seine Eröffnungsrede war voller aktueller Bezüge wie: „Die Kanzlerin Angela Merkel sagte jetzt anlässlich der Einweihung einer Ausstellung mit Bildern aus Vernichtungslagern ‚Das, was geschehen ist, für immer im Gedächtnis behalten, das Andenken an die Opfer zu bewahren und uns mit ganzer Kraft für das Nie wieder! einzusetzen.‘ Leider setzt Merkel dieses ‚Nie wieder!‘ nicht auch der Kriegsbeteiligung entgegen. Über 130 Milliarden Euro will die Bundesregierung in den nächsten 15 Jahren ausgeben, um noch mehr Krieg zu führen. Dem setzen wir unser Nie wieder! entgegen.“
Falk Mikosch wies auf die zentrale Fluchtursache ‚Krieg‘ hin. Er kennzeichnete die antifaschistische Bewegung als Teil auch der Friedensbewegung.
In einem Workshop bearbeiteten die Teilnehmenden Zusammenhänge zwischen der sozialen Frage und Rassismus. Die fatalen Wirkungen von Lebensumständen, die ohnmächtig machen und Präkarisierung, bis hin zur Affinität für rassistisches Gedankengut wurden diskutiert. Die Konsequenz einer sozialen Politik, Alternativen wie das bedingungslose Grundeinkommen und generell eine antikapitalistische Politik waren Thema. Letztlich drängt der Kapitalismus vor allem in Krisenzeiten immer zur Demontage sozialer Rechte mit allen Folgen für die Opfer.
Juristische Dimension des Demonstrationsrechtes wurden in einem weiteren Workshop diskutiert. Hier ging es um Hilfen für die Demokratinnen, Demokraten durch Juristinnen, Juristen aus der Bewegung, um willkürlichen Entscheidungen qualifizierte Antworten entgegensetzen zu können.
In der Arbeitsgruppe ‚Kinder des Widerstands‘ stellten fünf Kinder antifaschistischer Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern die Notwendigkeit heraus, die Bildungsarbeit in den Schulen und in der Jugend allgemein mit antifaschistischer Aufklärung zu bereichern.
Die Aufklärung über die Vernetzung der Neonazis und über ihre gefährliche Propaganda hatte eine weitere Arbeitsgruppe zum Schwerpunkt. Viele Teilnehmende, die sich bisher kaum mit sozialen Netzwerken und ihrer Bedeutung beschäftigt hatten, nahmen sich vor, hier stärker Themen zu setzen.
Die Arbeitsgruppe über die Rolle der Sprache wurde von Lennard Surmann vom Duisburger Institut für Sozialforschung moderiert. Kernaussage war: „Demokratinnen und Demokraten haben im antifaschistischen Kontext die Aufgabe, sich gegen alle noch so versteckten Abwertungen durch entindividualisierende Gruppenzuordnungen zu stellen. Sie haben auch mit jenen zu reden, die nicht privilegiert sind und die Ziel rechtspopulistischer Propaganda sind.“
Die sehr gute Beteiligung in den insgesamt sechs Arbeitsgruppen zeigte, dass es einen großen Bedarf an Diskussion über das wie weiter in der antifaschistischen Bewegung gibt. Auch die große Beteiligung vor allem Jugendlicher am Konzert Rock gegen Rassismus, abends, bewies das große antirassistische und antifaschistische Potential, das vorhanden ist. Dieses Potential gilt es in Bewegung zu bringen.
Mit seinem Appell zur Teilnahme am Ostermarsch Rhein Ruhr beendete Willi Hoffmeister die Konferenz antifaschistischer Initiativen und Organisationen.

Menschen fliehen nicht ohne Grund – Power Point Präsentation

Februar 01, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein Kommentare deaktiviert für Menschen fliehen nicht ohne Grund – Power Point Präsentation

Nach dem Vertrag von Felix Oekentrop und der anschließend Diskussion im gut besuchten Veranstaltungsraum stelle ich Ihnen und Euch hiermit die Power Point Präsentation von Felix zur Verfügung.

Flüchtlinge