VVN-BdA Bochum

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
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Artikel der Kategorie ‘Artikel’

Alle Räder rollen für den Sieg – Zwangsarbeit und Kriegswirtschaft in Bochum

September 20, 2017 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Allgemein, Ankündigung, Arbeiterbewegung, Faschismus, Kapitalismus, Krieg, Rundgang, Stadtrundgang, Stolperstein, Termine, Zwangsarbeit Kommentare deaktiviert für Alle Räder rollen für den Sieg – Zwangsarbeit und Kriegswirtschaft in Bochum

22. Oktober 2017
14:00bis16:15

Ein Rundgang durch die Vergangenheit, die nicht vergeht

 Vor 82 Jahren wurde der Bochumer Verein als „nationalsozialistischer Musterbetrieb“ ausgezeichnet. Dieser Musterbetrieb war einer der größten Waffenproduzenten des faschistischen Deutschland. Aber auch in anderen Bochumer Betrieben wurden spätestens mit Beginn des 2. Weltkriegs kriegswichtige Produkte hergestellt. Im Verlauf des Krieges wurde diese Kriegsproduktion  nur noch mit dem Einsatz von Tausenden von ZwangsarbeiterInnen aufrecht erhalten. Wer waren diese auf dem Höhepunkt 32.000 Männer und Frauen, (mehr …)

Erklärung der VVN-BdA von Nordrhein-Westfalen: Nach dem Rechtsschwenk an Rhein, Lippe und Ruhr die antifaschistische Gemeinsamkeit schaffen!

Mai 30, 2017 Von: Michael Niggemann Kategorie: Aktuelles, Allgemein, Parlamentarismus Kommentare deaktiviert für Erklärung der VVN-BdA von Nordrhein-Westfalen: Nach dem Rechtsschwenk an Rhein, Lippe und Ruhr die antifaschistische Gemeinsamkeit schaffen!

Die VVN-BdA Nordrhein-Westfalen hat zur aktuellen Landespolitik eine
Erklärung herausgegeben. Neben einer kurzen Analyse des Wahlergebnisse der Landtagswahl ruft die VVN-BdA dazu auf die antifaschistische Gemeinsamkeit zu verstärken. Dies sei im Hinblick auf die Bundestagswahl am 24. September hoch aktuell.

 

Liebe Kameradinnen und Kameraden, Liebe Freundinnen und Freunde,

„
„Der Rechtsruck der Mitte ist vollzogen:
Man hofft darauf, die großen Probleme wieder außer Landes zu halten. Inzwischen sind alle ein bisschen AfD. Nach der Niederlage in NRW war es höchste Zeit für Schulz, seine Vorstellungen von sozialer Gerechtigkeit zu konkretisieren. Stattdessen präsentierte die SPD ein abgedroschenes Programm für innere Sicherheit, das Thomas de Maizière hätte schreiben können.““
(Jagoda Marinic | Süddeutsche Zeitung 20/21. Mai 2017)

Was haben wir nun bekommen?

Eine Regierungsoption aus einer CDU, die auf den letzten Metern des Wahlkampfes besonders viele Anleihen bei der CSU nahm und einen scharfmacherischen CDU-Mann, Herrn Bosbach aus Bergisch-Gladbach, als Hauptberater bekam.

Dann einen Partner für diese CDU in Gestalt der FDP, die nie ihre Vergangenheit mit alten Nazis und jungen Antisemiten (Achenbach, Weyer, Möllemann) aufgearbeitet hat.

Und eine völkisch-rassistische AfD, die aus dem Stand auf über sieben Prozent kam und die für die Unterstützung einer rechten CDU/FDP-Regierung bereit steht. (mehr …)

Einladung zu einer Kulturveranstaltung – anlässlich des Jahrestags der Befreiung vom Faschismus –

April 26, 2017 Von: Michael Niggemann Kategorie: Aktuelles, Allgemein, Ankündigung, Antifaschismus, Konzert, Termine, Vortrag Kommentare deaktiviert für Einladung zu einer Kulturveranstaltung – anlässlich des Jahrestags der Befreiung vom Faschismus –

5. Mai 2017
19:00bis21:30

Für den 5. Mai 2017 um 19:00 laden wir zu einem wundervollen Abend anlässlich des Jahrestages der Befreiung von Faschismus ein. Auf Einladung der VVN-BdA Bochum rezitieren und singen Peter Sturm und Andreas Weißert Texte und Lieder wider das Vergessen.

Den Einladungsflyer findet ihr hier: 5.5.17

70 Jahre VVN in Bochum

September 10, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Aktuelles, Allgemein, Geschichte Kommentare deaktiviert für 70 Jahre VVN in Bochum

In diesem Jahr wird die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) 70 Jahre alt. Das Ereignis ist für uns Anlass zu einer Jubiläumsveranstaltung, zu der wir herzlich einladen möchten. In gemeinsamer Runde wollen wir an die zurückliegende Zeit erinnern, in die Zukunft blicken und feiern.

Es spricht Dr. Ulrich Schneider, Bundessprecher der VVN-BdA und Generalsekretär der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR). Kulturelle Beiträge: Chor Chorrosion, Rezitationen von Manfred Böll (Bochumer Schauspieler), Jugend-Klezmer-Ensemble „Freylekhs“. Außerdem wird aus der Fluchtgeschichte von Muhannad aus Syrien vorgelesen.

Am 26. September 1946 trafen sich Frauen und Männer, die wegen ihrer politischen, gesellschaftlichen und religiösen Anschauungen vom Faschismus verfolgt worden sind. Mit der Gründung der VVN Bochum und dem Beitritt zur Landesorganisation der VVN-NRW, wollten sie das politische und soziale Leben im Sinne des Schwurs von Buchenwald mitgestalten. 1972 öffnete sich die VVN für alle, vor allem für junge Antifaschistinnen und Antifaschisten. Dies wurde durch den Namenszusatz „Bund der Antifaschisten“ dokumentiert. Bis heute die VVN die größte Vereinigung von Verfolgten des Naziregimes und eine starke antifaschistische Organisation.

„70 Jahre VVN in Bochum“ 24. September 2016, Ver.di-Gewerkschaftshaus (Universitätsstr. 76), Beginn 15:00, Ende 18:00

Jüdisches Leben in Bochum vor, während und nach dem Faschismus

April 10, 2016 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Ankündigung, Antisemitismus, Termine Kommentare deaktiviert für Jüdisches Leben in Bochum vor, während und nach dem Faschismus

22. Mai 2016
14:00bis16:15

Die VHS bietet einen Stadtrundgang zum jüdischen Leben in Bochum am Beispiel der sehr bekannten jüdischen Bochumerin Ottilie Schoenewald an. An bestimmten Orten und Stolpersteinen der Innenstadt finden sich Hinweise, wie jüdisches Leben  in der Weimarer Republik, während und nach der faschistischen Herrschaft in Bochum ausgesehen hat. Es soll gezeigt werden, wie Diskriminierung, Verfolgung, Ausgrenzung, Flucht und Deportation und schließlich Ermordung jüdischer Mitbürger abgelaufen sind.

Dabei wird folgenden Fragen nachgegangen: Was wusste die Mehrheitsgesellschaft in Bochum vom Schicksal der jüdischen Mitmenschen? Welche politischen und religiösen Vorurteile und Ideologien haben an den antisemitischen Maßnahmen mitgewirkt? Warum gab es auch in Bochum so wenig Widerstand gegen den staatlichen Terror an Juden?

Damit soll auch ein Bezug zu antisemitischen, rassistischen und fremdenfeindlichen  Ideologien und Verbrechen in der Gegenwart möglich sein.

Der Rundgang beginnt am Sonntag, den 22.5.2016 um 14.00 Uhr an der Glocke auf dem Rathausplatz und dauert ca. 2 ¼ Stunden. Teilnahmegebühr: 5,00 Euro, erm. 3.00 Euro. Eine Anmeldung bei der VHS, Tel. 9101555 ist erwünscht.

 

Experten der Vernichtung

März 01, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Ankündigung, Antifaschismus, Faschismus, Geschichte, Nationalsozialismus, Termine, Vortrag Kommentare deaktiviert für Experten der Vernichtung

22. März 2016
19:00bis21:00

Voraussetzungen und Praktiken für den faschistischen Völkermord

Hiermit laden wir ein zu einem ganz besonderen Vortrag mit Frau Dr. Sara Berger, Rom

Sara Berger

Dienstag, 22. März 2016, 19:00, Restaurant Leonidas, Annastr. 25 , 44793 Bochum (Nähe Springerplatz)

In den Vernichtungslagern der „Aktion Reinhard“ (Belzec, Sobibor, und Treblinka) wurden über anderthalb Millionen Juden, insbesondere aus Polen, aber auch aus anderen Ländern, mit Motorabgasen ermordet. Unter den Opfern waren auch über Hundert Bochumer und Bochumerinnen. Als besondere Experten für den Massenmord agierte eine Gruppe von 120 Männern, die zuvor in den Jahren 1940 und 1941 an der systematischen Ermordung von mehr als 70.000 Patienten aus Heil- und Pflegeanstalten („Euthanasie“ – Aktion T4) beteiligt waren.

Im Vortrag soll ausgeführt werden, wie diese Tätergruppe, hier zur Abgrenzung der Konzentrationslager-SS als „T4-Reinhard-Netzwerk“ bezeichnet, in den drei Vernichtungslagern die Ermordung der Juden geplant und durchgeführt hat. Dabei werden auch die kollektive Biografie dieser Gruppe und ihre Beweggründe für eine Teilnahme am faschistischen Massenmord diskutiert werden, bevor abschließend auf die juristische Aufarbeitung in der alten Bundesrepublik eingegangen wird.

Dr. Sara Berger stammt aus Bochum, sie studierte Geschichte, Soziologie, Sozialpsychologie und Italienische Literaturwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Sie ist Verfasserin u.a. von Experten der Vernichtung. Das T4-Reinhard-Netzwerk in den Lagern Belzec, Sobibor und Treblinka (Hamburg 2013). In der Fondazione Museo della Shoah in Rom koordinierte sie die Ausstellungen über die antijüdische Gesetzgebung in Italien, über Auschwitz-Birkenau (2010), über die nationalsozialistischen Ghettos in Polen (2012), über die Razzia des 16. Oktobers 1943 in Rom (2013) und über die Befreiung der nationalsozialistischen Lager (2015). Ihre Dissertation „Experten der Vernichtung“ wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet.

Unterstützer: BoFo (Bochumer Forum für Antirassismus und für Kultur – BoFo e.V.)

                          BgR (Bochumer Bündnis gegen Rechts)

„Bündnis, nicht Parteiersatz“ (junge Welt vom 8.2.2016)

Februar 09, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Allgemein, Antifaschismus, Artikel, Bericht, Faschismus, Kapitalismus Kommentare deaktiviert für „Bündnis, nicht Parteiersatz“ (junge Welt vom 8.2.2016)

Zum Charakter der VVN-BdA

In einem Aufsatz mit der Überschrift „Bündnis, nicht Parteiersatz – Zum Charakter einer antifaschistischen Organisation“ hat der Bundessprecher der VVN-BdA und Generalsekretär der FIR (Internationale Föderation der Widerstandskämpfer), Dr. Ulrich Schneider, zur Geschichte, den Zielen und aktuellen Aufgaben antifaschistischer Organisationen und der VVN-BdA geschrieben und diese benannt. Wir dokumentieren diesen Aufsatz.

http://www.jungewelt.de/2016/02-08/050.php?sstr=b%C3%BCndnis%7Ckein%7CParteiersatz

Kranzniederlegung am Denkmal der Kämpfer gegen Reaktion und Faschismus in Werne

Januar 14, 2016 Von: Michael Niggemann Kategorie: Arbeiterbewegung, Aufstand, Gedenken, Rede, Termine Kommentare deaktiviert für Kranzniederlegung am Denkmal der Kämpfer gegen Reaktion und Faschismus in Werne

20. März 2016
11:00

Erinnerung an die Märzgefallenen des Kapp-Putsches 1920 und an die Kämpfer gegen Faschismus und Krieg

Märzgefallenen-Denkmal in Bochum-Werner

Märzgefallenen-Denkmal in Bochum-Werner

Auch in diesem Jahr ruft die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Anti-faschisten (VVN – BdA) auf, der Kämpfer gegen den rechten Kapp-Lüttwitz-Putsch von 1920 und der antifaschistischen Widerstands-kämpfer gegen Faschismus und Krieg zu gedenken.

Ihr Einsatz und Mut, ihr Idealismus und Kampfeswillen sollte für uns heute Verpflichtung sein, soziale und politische Errungenschaften zu bewahren, den reaktionären Kräften von heute den Weg zu versperren und in ihrem Sinn für Frieden, Freiheit, Solidarität und sozialen Fortschritt einzutreten. Wir wollen, dass das Rad der Geschichte nicht zurück gedreht werden kann und neue Geschichtslügen auf unfruchtbaren Boden treffen. Wir treten dafür ein, dass das Anwachsen des Neonazismus, des Rassismus und die Rechtsentwicklung in der Bundesrepublik gestoppt wird.

Sonntag, 2o. März 2016

Treffpunkt: 11.00 Uhr auf dem Marktplatz in Bochum-Werne

Die Gedenkrede auf dem Werner Friedhof hält: Günter Gleising, Vorsitzender der VVN-BdA-Bochum, Autor zahlreicher Aufsätze und Bücher zum Thema Kapp-Putsch und Märzrevolution 1920.

 

 

Fotos von der Präsentation am 2. Dezember 2015

Dezember 04, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Bildergalerie, Faschismus, Präsentation, Stolperstein Kommentare deaktiviert für Fotos von der Präsentation am 2. Dezember 2015

Krieg ist das falsche Mittel!
Protestkundgebung am Donnerstag um 18:00 Uhr
vor dem Rathaus

Dezember 02, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Ankündigung, Krieg, Kundgebung, Protest Kommentare deaktiviert für Krieg ist das falsche Mittel!
Protestkundgebung am Donnerstag um 18:00 Uhr
vor dem Rathaus

Das Bochumer Friedensplenum ruft zusammen mit anderen Initiativen und Organisationen, zu denen auch die VVN-BdA Bochum gehört, am Donnerstag, den 3. Dezember um 18:00 Uhr zu einer Protestkundgebung gegen die Zustimmung des Bundestages zu den neuen Kriegsplänen der
Bundesregierung auf:

Krieg ist das falsche Mittel

Krieg ist das falsche Mittel

„Die Regierung setzt auf Krieg. Sie verzichtet auf politische
Alternativen, auf Maßnahmen, den IS von seinen Finanzquellen
abzuschneiden und auf das Völkerrecht. Sie verzichtet sogar auf
jede plausible Perspektive in diesem Kampf. Krieg ist das falsche
Mittel! Er führt zu keiner Lösung der Probleme, sondern heizt die
Gewalt an. Das Bochumer Friedensplenum ruft  zu einer
Kundgebung gegen diese Politik auf.
Zeigen wir, dass wir nicht einverstanden sind! Wir verlangen von
unseren Abgeordneten, gegen den Kriegseinsatz zu stimmen. Wir
fordern ein Ende der Kriegspolitik und Schluss mit allen
Waffenexporten. Wir bitten euch, euren Protest auszudrücken,
vielleicht auch mit selbst gestalteten Plakaten.“

Stolpersteinverlegung für Karl Rostek
durch den Kölner Künstler Gunter Demnig

November 26, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Antifaschismus, Bildergalerie, Faschismus, Stolperstein Kommentare deaktiviert für Stolpersteinverlegung für Karl Rostek
durch den Kölner Künstler Gunter Demnig

„Ein humanitäres Bleiberecht für Roma ist das Gebot der Stunde!“

November 17, 2015 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Bleiberecht, Presseerklärung, Protest, Roma Kommentare deaktiviert für „Ein humanitäres Bleiberecht für Roma ist das Gebot der Stunde!“

Presseerklärung der VVN-BdA Bochum:

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, wendet sich gegen Abschiebungen von Flüchtlingen, wie sie die Stadt am Montag angekündigt hat.

Symbol der VVN-BdA

Symbol der VVN-BdA

Wie Romani Rose, Sprecher des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma jüngst gesagt hat, ist die Verschärfung der neuen
Asylgesetze eine „Katastrophe“ für Roma, die vor
rassistischer Diskriminierung, Elend, Hunger,
Perspektivlosigkeit nach Deutschland geflohen sind. Deshalb hat sich die VVN-BdA vor wenigen Tagen auf ihrer
Jahreshauptversammlung für ein humanitäres Bleiberecht
für Roma ausgesprochen.

Wer verantwortet es eigentlich, dass Familien mit Kindern
in diese Situation der Obdachlosigkeit, Armut, „kumulativen Verfolgung“ (so Rose) „bei Nacht und Nebel“ abgeschoben werden?
Alle unabhängigen internationalen Gutachten bestätigen,
dass die Abgeschobenen ins blanke Elend und systematische Ausgrenzung abgeschoben werden. Und Deutschland
schiebt ab. Wir empfinden es als peinlich, wenn Bochums Stadtdirektor Townsend sich rausredet,
dass die Stadt ja nur Befehlsempfänger sei.

Die VVN-BdA steht für das humanitäre Bleiberecht der Roma, für das humanitäre Bleiberecht
anderer Flüchtlinge, die keineswegs als Armuts- oder Wirtschaftsflüchtlinge diffamiert werden
dürfen!
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Fotos von der Demo am Samstag, den 14.11.2015

November 15, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Bildergalerie, Demonstration, Flüchtlinge, Solidarität Kommentare deaktiviert für Fotos von der Demo am Samstag, den 14.11.2015

Nachruf auf Hannes Bienert
Erinnerung an einen überzeugten Antifaschisten

November 02, 2015 Von: Guenter Gleising Kategorie: Antifaschismus, Arbeiterbewegung, Gedenken, Nachruf Kommentare deaktiviert für Nachruf auf Hannes Bienert
Erinnerung an einen überzeugten Antifaschisten

Unser langjähriger Kamerad Hannes Bienert ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Der Verlust schmerzt unermesslich, die Lücke ist groß.

Antifaschistisches Urgestein: Hannes Bienert

Antifaschistisches Urgestein: Hannes Bienert

Hannes Bienert, 1928 in Beuthen (Bytom) geboren, erlebte als Kind und Jugendlicher das Naziregime, den Krieg und die Flucht nach Wattenscheid. Die Erkenntnis „Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg“ wurde mit großer Konsequenz zur Richtschnur für sein politisches Leben. Geprägt wurde er auch durch die Arbeit auf der Zeche Holland. Seine politische Arbeit richtete sich gegen die Remilitarisierung, den Kalten Krieg und die Aufrüstung. Als Mitglied der KPD wurde Hannes Bienert mehrfach von der Justiz verfolgt und 1957 ins Gefängnis gesperrt.

Von Anfang an gehörte Hannes zu den
Organisatoren des Ostermarsches im Ruhrgebiet, auch dem anwachsenden Neonazismus setzte er seinen Widerstand entgegen. Dabei suchte er immer die Gemeinschaft mit anderen. Oft gelang es ihm, auch politisch Andersdenkende zum Kampf gegen den Faschismus und für den Frieden zu gewinnen. 1968 gehörte er zu den Gründern der DKP in Wattenscheid und war jahrelang deren Vorsitzender.

Sein antifaschistisches Engagement führte ihn in die Reihen der VVN-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten. Hannes setzte sich zusammen mit vielen anderen für die Schließung der NPD-Landeszentrale in Wattenscheid ein und protestierte gegen die NPD-Landesparteitage in Wattenscheid.
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Demonstration am kommenden Samstag in Bochum
Flucht ist kein Verbrechen!

Oktober 31, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Ankündigung, Demonstration, Flüchtlinge, Solidarität Kommentare deaktiviert für Demonstration am kommenden Samstag in Bochum
Flucht ist kein Verbrechen!

Unter dem Motto „Flucht ist kein Verbrechen“ findet am kommenden Samstag, den 14.11. 2015, eine Demonstration in der Bochumer Innenstadt statt. Das aufrufende Bochumer Bündnis thematisiert neben der aktuellen Situation von Flüchtenden die Fluchtursachen. Die Demonstration startet um 15:00 Uhr am Bochumer Hauptbahnhof.

Demo am Samstag, 14.11.,15 Uhr

Demo am Samstag, 14.11., 15:00 Uhr

Das Bündnis aus verschiedenen Initiativen fordert „ein menschenwürdiges Leben für alle“ und erklärt weiter: „Was das konkret bedeutet erzählt Laura, die die
Demonstration seit einigen Wochen mit vorbereitet:
„Das bedeutet, dass alle Menschen Recht auf Alltag,
Wohnraum, Bildung, Gesundheit und Freizeit haben.
Und eben: das Recht zu bleiben. Das sind grundlegende Rechte, die ich für mich genauso fordere wie für alle anderen, egal ob sie in Bochum, Athen oder Homs in
Syrien geboren sind.“
Das Gegenargument zu hoher Kosten greift aus der
Sicht von Laura nicht: „Deutschland gehört zu den
reichsten Ländern der Erde. Es ist allein die Frage,
welche Prioritäten wir setzen. Und wir finden: Die
Menschenwürde sollte an erster Stelle stehen.“

Auch Achim, der seit mehreren Monaten ehrenamtlich
bei der Flüchtlingsversorgung hilft, ist seit dem ersten
Treffen dabei. Auf die Frage, warum er die
Demonstration wichtig findet, antwortet er: „Ich finde es super, dass so viele Leute mit Spenden
oder ehrenamtlicher Arbeit helfen. Aber ich finde es wichtig, langfristig zu denken und sich zu
fragen, warum Menschen überhaupt in diese schreckliche Lage kommen, flüchten zu müssen. Und ich denke hier müssen wir uns auch an die eigene Nase fassen und fragen, inwieweit Europa am Ausverkauf von Ressourcen aus den Ländern des Südens beteiligt ist.
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Demo gegen „Pro NRW“ am 31.10. in Bochum Redemanuskript unseres Mitglieds Wolfgang Dominik

Oktober 31, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Demonstration, Neofaschismus, Protest, Rede Kommentare deaktiviert für Demo gegen „Pro NRW“ am 31.10. in Bochum Redemanuskript unseres Mitglieds Wolfgang Dominik

Ganze vier Personen (einige wollen fünf gesehen haben) konnte die neofaschistische Partei “Pro NRW” am letzten Samstag bei ihrer Kundgebung auf dem Husemannplatz aufbieten, um dann an einem kümmerlichen Pult Reden zu halten, die ausschließlich den „Asylmissbrauch” zum Thema hatten.

GegendemonstrantInnen auf dem Husemannplatz

GegendemonstrantInnen auf dem Husemannplatz

Hiervon war jedoch kaum etwas zu
verstehen, weil ca. 200
TeilnehmerInnen der Gegenkund-
gebung es erneut geschafft haben, die
„Pro NRW”- RednerInnen zu
übertönen und die Gruppe mit
Transparenten unsichtbar zu machen.

Das Bündnis gegen Rechts, in dem
auch die VVN-BdA Bochum
mitarbeitet, hatte seit längerem zu
diesem Protest aufgerufen und die
Antifaschistische Linke Bochum hatte
kurzfristig eine Demonstration vom
Hauptbahnhof zum Husemannplatz
organisiert, an der 70 Menschen teilnahmen.
Bevor es am Husemannplatz zum lautstarken Protest gegen „Pro NRW” kam, wurden in den Reden der DGB-Jugend und der DIDF-Jugend unmissverständlich jede Form von Rassismus verurteilt und heftige Kritik an der verschärften Asylgesetzgebung der Bundesregierung geübt und eine
stärkere Unterstützung für Flüchtlinge gefordert.
Zwei weitere Ansprachen, u.a. die unseres Vorstandsmitglieds Wolfgang Dominik, konnten nicht
gehalten werden, weil 2 Redebeiträge von Vertretern der Antifaschistischen Linken Bochum
eingeschoben wurden und die Neofaschisten relativ pünktlich mit ihrer Veranstaltung begannen. Die Rede unseres Mitglieds Wolfgang Dominik möchten wir hier auf jeden Fall dokumentieren.

Die ungehaltene Rede von Wolfgang Dominik im Wortlaut

Fotos von der Demo gegen „Pro NRW“

Oktober 31, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Bildergalerie, Demonstration, Neofaschismus, Protest Kommentare deaktiviert für Fotos von der Demo gegen „Pro NRW“

Fotos von der Demo am 3. Oktober in Kalkar

Oktober 04, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Bildergalerie, Demonstration, Krieg, NATO Kommentare deaktiviert für Fotos von der Demo am 3. Oktober in Kalkar

Hinweis:
Eine Kurzbeschreibung zu jedem Bild findet Ihr, nach Vergrößern durch Anklicken unterhalb des Fotos, links.

Rede von Falk Mikosch
am Gedenktag für die Opfer des Faschismus
am 13. September auf dem Friedhof Freigrafendamm

September 13, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Gedenken, Rede Kommentare deaktiviert für Rede von Falk Mikosch
am Gedenktag für die Opfer des Faschismus
am 13. September auf dem Friedhof Freigrafendamm

In Bochum ist der zweite Septembersonntag in jedem Jahr das Datum des Gedenkens und
Erinnerns an die Opfer des Faschismus und der Würdigung des Widerstandes.
Auch in diesem Jahr rief die die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der
Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA), Kreisvereinigung Bochum, dazu auf, der
ermordeten Widerstandskämpfer gegen den Faschismus und Krieg zu gedenken.

Falk Mikosch, Landessprecher der VVN-BdA NRW

Falk Mikosch, Landessprecher der VVN-BdA NRW

Die Ansprache auf der diesjährigen
Gedenkveranstaltung hielt Falk
Mikosch, Landessprecher der
VVN-BdA Nordrhein-Westfalen.

Zu Beginn seiner Rede warf Falk
folgende Fragen auf:
Warum sind Krieg und Faschismus
heute wieder eine Option?
Wie gedenken wir der ermordeten
Widerstandskämpfer am Besten?

„Der Westen, die alten kapitalistischen Metropolen USA / Europa / Japan,
werden gerade in der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit vom „Süden“, den Schwellen- und Entwicklungsländern, überholt“, so Falk Mikosch. „Würden die wirtschaftlichen Trends weiter anhalten, wäre es mit der Vormachtstellung des „alten Westens“ in 15 bis 20 Jahren endgültig vorbei. Der Süden wäre die globale Machtzentrale.“

„Heute ist das wirtschaftlich stärkste Land bereits China. Es hat die USA auf Platz zwei verdrängt. Unter den ersten 10 Ländern sind fünf Schwellenländer. Das Fazit dieser Entwicklung wäre: Der bisher dominante Westen wäre schon ab 2030 in der Position des underdogs.
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Bilder vom Gedenken der VVN-BdA
am Gedenktag für die Opfer des Faschismus

September 13, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Antifaschismus, Bildergalerie, Faschismus, Gedenken Kommentare deaktiviert für Bilder vom Gedenken der VVN-BdA
am Gedenktag für die Opfer des Faschismus

Presseerklärung der VVN-BdA Bochum
Schützt Bochum vor rassistischer Propaganda!

September 02, 2015 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Presseerklärung, Protest, Rassismus, Rechtspopulismus Kommentare deaktiviert für Presseerklärung der VVN-BdA Bochum
Schützt Bochum vor rassistischer Propaganda!

Symbol der VVN-BdA

Symbol der VVN-BdA

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Bochum ruft alle Bochumer Demokratinnen und Demokraten auf, gegen die zentral NRW-Kundgebung der AfD am Samstag in Bochum zu demonstrieren.

Ausgerechnet auf dem Platz, der an einen von den Nazis
ermordeten Antifaschisten erinnern und mahnen soll,
Husemann, wird Frauke Petry ihre fremdenfeindlichen
Parolen kundtun. Mit Frauke Petry hat der
Rechtsaußenflügel der AfD die Macht in der sowieso schon
reaktionären AfD übernommen. Bochum ist eine bunte
Stadt, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus müssen verpönt
bleiben.
Die VVN-BdA Bochum ruft auf, gegen die Kundgebung der AfD demokratischen Widerstand zu leisten. Es gilt immer: Wehret den Anfängen!

Die Presseerklärung der VVN-BdA Bochum

Pressemitteilung der VVN-BdA Bochum
zu den Plänen, den Nordbahnhof abzureißen

August 22, 2015 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Deportation, Faschismus, Juden, Presseerklärung Kommentare deaktiviert für Pressemitteilung der VVN-BdA Bochum
zu den Plänen, den Nordbahnhof abzureißen

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten in Bochum spricht sich nachdrücklich für den Erhalt des Nordbahnhofs aus.

Symbol der VVN-BdA

Symbol der VVN-BdA

Historisch bedeutsame Zeugnisse der Stadt dürfen nicht
dem Abrisshammer ausgeliefert werden, sondern müssen
geschützt werden.

Der Nordbahnhof ist ein noch vorhandener Ort, von dem die Nazis die Transporte der Bochumer Jüdinnen und Juden in den Tod durchführten. Hier erfolgte z. B. durch den Zoll die Kontrolle über deren Vermögen, um sie danach ausrauben zu können. Der Nordbahnhof ist ein Zeugnis, an dem die Erinnerungsarbeit an den Faschismus und seine Opfer
erfolgen kann und wach gehalten werden muss.

Wir sprechen uns auch aus für das Anbringen
entsprechender Mahntafeln oder Stelen, die das tödliche
Schicksal zahlreicher Jüdinnen und Juden aus Bochum
dokumentieren.

Die Pressemitteilung der VVN-BdA Bochum

Den Nordbahnhof erhalten!
Online-Petition „Kein Abriss des alten Nordbahnhofs!“

August 22, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Deportation, Faschismus, Geschichte, Juden Kommentare deaktiviert für Den Nordbahnhof erhalten!
Online-Petition „Kein Abriss des alten Nordbahnhofs!“

Die Eigentümer der Bochumer Fiege-Brauerei haben den Antrag gestellt, dass der von ihnen vor 15 Jahren erworbene Nordbahnhof abgerissen werden darf. Hiergegen gibt es Widerstand, der u. a. auch von führenden Sozialdemokraten unterstützt wird.

Kein Abriss des alten Nordbahnhofs in Bochum!

Kein Abriss des alten Nordbahnhofs in Bochum! Online-Petition unterschreiben!

Jürgen und Hugo Fiege schreiben in einer Erklärung zum Widerstand gegen den Abriss: „Sämtliche Bemühungen und Überlegungen zu einer Wiederherstellung und Nutzung des bestehenden
Gebäudes haben sich als nicht tragbar erwiesen. Daher haben wir nun einen Abrissantrag gestellt. […] Seit Jahrzehnten setzt sich die Privatbrauerei Moritz Fiege aktiv und als zuverlässiger Partner für das Gemeinwohl der Stadt Bochum ein.” In der Tat gehören die beiden Brüder zu den
einflussreichsten und bestvernetzten Unternehmern in Bochum.
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Fotos vom Hiroshima-Gedenktag am 6. August

August 08, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Atomwaffen, Bildergalerie, Gedenken, Hiroshima Kommentare deaktiviert für Fotos vom Hiroshima-Gedenktag am 6. August

Die Linksfraktion bleibt dabei:
Ehrenbürgerschaft von Hindenburg aberkennen!

Juni 29, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Ehrenbürger, Faschismus, Militarismus, Stellungnahme Kommentare deaktiviert für Die Linksfraktion bleibt dabei:
Ehrenbürgerschaft von Hindenburg aberkennen!

Für Unmut und Unverständnis sorgt bei der Linksfraktion im Rat der Stadt Bochum der Umgang der Verwaltung mit einem Bürgerantrag, den die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) eingereicht hat.

Ralf-D. Lange, Fraktionsvorsitzender

Ralf-D. Lange, Fraktionsvorsitzender der Linkspartei

Auf Initiative der VVN-BdA
hatten 500 UnterzeichnerInnen
gefordert, dass Paul von
Hindenburg die Bochumer
Ehrenbürgerschaft aberkannt
wird.

Zu den UnterzeichnerInnen
gehören die Bundestags-
abgeordneten Sevim
Dagdelen (DIE LINKE), Axel
Schäfer (SPD) und Frithjof
Schmidt (Die Grünen), die
Landtagsabgeordneten Simone
Brand (Piraten) und Serdar
Yüksel (SPD), sowie mehrere Bochumer Ratsmitglieder. Ebenso unterschrieben haben GewerkschafterInnen wie Frank Bsirske (Bundesvorsitzender ver.di), Rainer Einenkel (ehem. Betriebsratsvorsitzender Opel Bochum) und Jochen Marquardt (Geschäftsführer DGB Ruhr-Mark) sowie Felix Lipski (Jüdische Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen).

Aber: Die Verwaltung will den Rat nicht über den Bürgerantrag abstimmen lassen. Begründung: Die Ehrenbürgerwürde sei mit dem Tod Hindenburgs sowieso erloschen. In einer Stellungnahme reagiert daraufhin der Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Rat der Stadt Bochum, Ralf-D. Lange:
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