Artikel der Kategorie ‘Artikel’
Juni 20, 2010
Von: Siegfried Evers
Kategorie: Ausstellung, Dokumentiert, Faschismus, Neofaschismus
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AUSSTELLUNG: Neofaschismus in Deutschland
„Nur Aufklärung verhindert Wiederholung“. So oder ähnlich lauteten örtliche Presseartikel und Leserbriefe, wenn irgendwo die Neofaschismus-Ausstellung der VVN-BdA gezeigt wurde. Seit 1985 gibt es VVN-Ausstellungen zum Thema Neofaschismus.
An ganz unterschiedlichen Orten, in Schulen und Rathäusern, in Kirchen und Gewerkschaftshäusern, in Universitäten und Parlamenten, sogar in Betrieben, wurde die Ausstellung der VVN-BdA in der Vergangenheit präsentiert. Und das nicht nur in Großstädten, sondern auch im ländlichen Bereich. Jetzt ist die vollständig überarbeitete neue Ausstellungsversion fertiggestellt.
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Mai 02, 2010
Von: Wolfgang Dominik
Kategorie: Faschismus, Gedenken, Geschichte, Krieg, Nationalsozialismus, Termine
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Am 8. Mai 2010 jährt sich zum 65. Mal der Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg. Vor wenigen Tagen gedachten die noch lebenden ehemaligen Häftlinge der Konzentrationslager in Buchenwald und Dachau mit ihren Angehörigen, Kindern und Enkeln, ihrer Befreiung am 11. April bzw. 2. Mai 1945.
In Bochum will die VVN-BdA mit einem Gedenkgang auf dem Friedhof Freigrafendamm an die Befreiung und auch an die Bochumer Opfer der Faschisten erinnern, nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass die Zahl der Überlebenden des Holocaust kontinuierlich abnimmt. Es gilt, die Erinnerung an die Barbarei der Nazis auch für zuküntige Generationen wachzuhalten, damit eine Wiederholung der Geschichte ausgeschlossen bleibt.
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April 30, 2010
Von: Guenter Gleising
Kategorie: Antifaschismus, Arbeiterbewegung, Aufstand, Buchvorstellung, Geschichte, Schriftenreihe zur antifaschistischen Geschichte Bochums, Termine
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Schriftenreihe zur antifaschistischen Geschichte Bochums, Heft Nr. 10: Kapp-Putsch und Märzrevolution 1920 (I) - Ereignisse und Schauplätze in Bochum und Umgebung
Mit der Herausgabe des 10. Heftes in der Schriftenreihe zur antifaschistischen Geschichte Bochums erinnert die VVN – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschistenen, Kreisvereinigung Bochum, an den Kapp-Putsch und die Märzrevolution von 1920.
Am Freitag, den 7. Mai, stellt Günter Gleising seine Studie auf einer Veranstaltung der VVN – BdA Bochum um 19:30 Uhr im Restaurant “Zur Altstadt”, Brückstraße 20, vor.
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April 03, 2010
Von: Wolfgang Dominik
Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Geschichte, Juden, Neofaschismus, Stadtrundgang, Termine
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| 25. April 2010 |
| 14:00 | bis | 16:15 |

Ottilie Schoenewald
Nur wenige Bochumer kennen Ottilie Schoenewald. Eine kleine Straße ist nach ihr benannt, aber auch eines der größten Weiterbildungskollegs Deutschlands in Bochum an der Wittenerstraße. Über das Leben und das letztlich grausame Schicksal dieser bedeutenden Bochumer Frau gibt es immerhin Spuren aus der Zeit der Weimarer Republik und des Faschismus in Bochum.
Der Historiker Wolfgang Dominik hat sich mit Ottilie Schoenewald beschäftigt und bietet im VHS-Programm einen ca. zweistündigen Stadtrundgang “Auf den Spuren Ottilie Schoenewalds in Bochum”, am Sonntag, den 25.4.2010, 14.00, Uhr an. Treffpunkt ist die große Glocke auf dem Rathausplatz. Es soll versucht werden, an bestimmten Orten der Innenstadt aufzuzeigen, wie der Faschismus auch in Bochum die Macht ergriff, wie sich das Leben der Menschen, schwankend zwischen vermeintlicher Hoffnung für viele und Terror gegen Minderheiten, veränderte, wie Faschismus entsteht und wie Neofaschismus eingedämmt werden kann. An Ottilie Schoenewald, ihrer Familie und der jüdischen Bochumer Gemeinde im damals “braunen” Bochum soll exemplarisch die Funktion von Ausgrenzung, Diffamierung, Verfolgung und letztlich Vernichtung erläutert werden.
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April 02, 2010
Von: Guenter Gleising
Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Gedenken, Geschichte, Nationalsozialismus, Termine
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Gedenktafel im Stadtpark
An die Befreiung von Faschismus und Krieg vor 65 Jahren erinnert die VVN-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Bochum. An der Gedenktafel zur Erinnerung an die von der Gestapo erschossenen Zwangsarbeiter und Widerstandskämpfer am Haupteingang des Stadtparks wollen wir Blumen ablegen.
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März 28, 2010
Von: Uli Borchers
Kategorie: Antifaschismus, Aufstand, Gedenken, Militarismus, Rede
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Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Freundinnen und Freunde,
90 Jahre ist es her, dass der Kapp-Putsch stattgefunden hat. 90 Jahre – ein Zeitraum, der Erinnerung immer schwerer, aber trotzdem notwendig macht.
Ich habe die Anfrage der VVN für diese Rede übernommen, weil es auch meinem Verständnis von Geschichte entspricht, sowohl über die Vorgänge von 1920 zu sprechen, als auch darüber nachzudenken, welche Konsequenzen aus den Ereignissen vor 90 Jahren zu ziehen sind.
Deshalb habe ich für meine Rede drei Abschnitte vorgesehen:
-
Wie kam es zum Kapp-Putsch?
-
Wer waren die Gewinner, wer die Verlierer?
-
Warum Gedenktage dieser Art?
Die geschichtliche Ausgangssituation ist weitgehend erforscht, die wichtigsten Details sind bekannt. Deshalb kann der historische Rückblick sich auf wenige Fakten beschränken:
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Februar 20, 2010
Von: Klaus Kunold
Kategorie: Ankündigung, Bericht, Versammlung
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Am Freitag, den 19.2.2010, hat die Kreisvereinigung der VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten) einen neuen Vorstand gewählt. Klaus Kunold, alter und neuer Vorsitzender, betonte, dass die VVN-BdA öffentlich sehr wirksam in ihren drei Hauptbetätigungsfeldern Erinnerungsarbeit, Friedensarbeit und natürlich Antifaschismus, besonders gegen die NPD im Stadtparlament, war. Zur Erinnerungsarbeit gehört nicht nur die Herausgabe wichtiger Broschüren, die sich mit Bochum im Faschismus beschäftigen, sondern auch zahlreiche Stadtrundgänge, auch mit Schulklassen. Diese Stadtrundgänge führen zu Orten, an denen an “eine braune Stadt” erinnert werden kann.
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Januar 26, 2010
Von: Klaus Kunold
Kategorie: Gedenken, Geschichte, Sinti und Roma, Termine, Vortrag
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| 9. Februar 2010 |
| 19:00 | bis | 20:30 |

Verachtet, vetrieben, verfolgt. Die Verfolgung der Sinti und Roma in Bochum und Wattenscheid
Am Dienstag, den 9. Februar, findet um 19.00 Uhr im Raum 39 der VHS ein Vortrag von Klaus Kunold zum Thema “Verfolgung der Sinti und Roma in Bochum” statt.
Sinti und Roma gehören zu den Minderheiten, die in der geschichtswissenschaftlichen und politischen Diskussion selten angemessen als Verfolgte erwähnt und gewürdigt werden. Der Vortrag wird über das Schicksal der Sinti und Roma während der NS-Zeit berichten.
Auch sie wurden verachtet, verfolgt, vertrieben und ermordet.
Gast der Veranstaltung wird auch Roman Franz, der Landesvorsitzende der Sinti und Roma in NRW sein.
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Januar 25, 2010
Von: Martin Budich
Kategorie: Aktuelles, Antifaschismus, Ausstellung, Faschismus, Geschichte, Nationalsozialismus, Rehabilitierung, Sinti und Roma, Termine
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| 27. Januar 2010 |
| 18:00 | bis | 19:00 |
Vom 26. Januar bis 26. Februar wird im Forum der VHS eine Bildhauerei-Ausstellung von und mit Michael Görler und Teilnehmenden eines Bildhauerei-Kurses gezeigt. Sie beschäftigt sich mit dem Schicksal von 14 Menschen, die zu den Opfern des nationalsozialistischen Völkermordes an den Sinti und Roma gehören.
In der Ankündigung heißt es:
Noch heute werden in Europa Zigeuner, Sinti und Roma mit Vorurteilen, Ausgrenzung und Benachteiligung konfrontiert. „Das Gedenken an die Opfer des Naziterrors sensibilisiert für die aktuellen Formen von Rassismus und Gewalt, die unser demokratisches Gemeinwesen bedrohen“, schreibt Romani Rose in seinem Buch ‚Den Rauch hatten wir täglich vor Augen‘. Den einzelnen Stelen der Ausstellung ist jeweils eine Kurzbiografie zugeordnet. Zu den Skulpturen werden fünf Tafeln zur Situation der Sinti und Roma in Bochum während der NS-Zeit gezeigt, die aus der Ausstellung der Bochumer VVN – BdA stammen.
Am Mittwoch, den 27.01. – dem Holocaust-Gedenktag – sind die BildhauerInnen von 18.00 – 19.00 Uhr im Forum der VHS anwesend und beantworten Fragen der BesucherInnen zu der Skulpturen-Gruppe.
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November 04, 2009
Von: Andreas Seier
Kategorie: Aktuelles, Antifaschismus, Ausstellung, Bericht, Faschismus, Neofaschismus
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Auf den Seiten des Bochumer Nachrichtenportals bo-alternativ.de findest sich ein Bericht über die Eröffnung der Ausstellung “Opfer rechter Gewalt” am letzten Mittwoch im Wattenscheider Luise-Barre-Berufskolleg. Dort finden sich auch Bilder von der Ausstellungseröffnung!
Oktober 17, 2009
Von: Ulrich Sander
Kategorie: FDP, Militarismus, Stellungnahme
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Stellungnahme von Ulrich Sander, Landessprecher der VVN-BdA in Nordrhein-Westfalen, auf der Tagung des Landesausschusses am 17. Oktober 2009 in Wuppertal
In Nordrhein-Westfalen haben linke politische Kräfte an zwei Tabus gerührt. Sie machen
- grundlegende Vorschläge zur Verwirklichung der Landesverfassung und wenden sich
- gegen die klammheimliche Verankerung der Bundeswehr in den Städten und Gemeinden zum Zwecke des Militär-Einsatzes gegen die Bevölkerung.
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten unterstützt dese politischen Konzepte und verurteilt entschieden die Kampagne der Landesregierung und großer Teile der Medien, die das Ziel verfolgen, die Einhaltung des Grundgesetzes und der Landesverfassung sowie ihre Verwirklichung zu einer verfassungswidrigen Handlung umzufälschen, ja sie zu kriminalisieren. (Wer Enteignungen z.B. der Energiekonzerne fordere, “steht nicht auf dem Boden des Grundgesetzes, polterte der NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers.” Süddeutsche Zeitung 15. Oktober 2009) Da bei der schwarz-gelben Koalition auf Bundesebene die NRW-FDP eine führende Rolle spielt, ist es abwegig zu glauben, die FDP würde eine bürgerrechtlich-demokratische Komponente darstellen. Geprägt wird die Politik von einer NRW-FDP mit nie aufgearbeiteten rechtsextremen Skandalen (NSDAP-FDP-Naumann-Kreis, Fall Achenbach mit seiner Adolf-Hitler-Spenden-Vergangenheit, Lambsdorff-Flick-Skandal, Möllemanns Instrumentalisierung des Antisemitismus für die FDP usw.) Die Landesverfassung wird von der derzeitigen schwarz-gelben Landesregierung in Düsseldorf so behandelt, als hätte sich die NRW-FDP mit ihrem Verfassungsentwurf von 1995 durchgesetzt. Damals forderte die NRW-FDP-Landtagsfraktion, der Landesverfassung “neues Leben einzuhauchen”, weil in der bisherigen und noch immer gültigen Verfassung noch immer “Laubenpieperromantik und die Sozialisierung der Großindustrie herumgeistern”, so hieß es im Entwurf.
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Oktober 05, 2009
Von: Guenter Gleising
Kategorie: Aktuelles, Antifaschismus, Dokumentiert, Justiz, Rehabilitierung
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Der spätere Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Hans Filbinger (†), war einer der Richter, der im Dienste der Nazi-Militärjustiz Todesurteile gegen Deserteure der Wehrmacht verhängte.
Während Filbinger 1978 nach dem Bekanntwerden der Urteile zurücktreten musste, hatten seine Urteile noch 31 Jahre Gültigkeit.
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Oktober 05, 2009
Von: Klaus Kunold
Kategorie: Aktuelles, Ausstellung, Film, Homosexualität, Nationalsozialismus, Termine
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| 25. August 2009 | bis | 28. November 2009 |
„Verdammt starke Liebe” – unter diesem Motto startete der Verein Rosa Strippe am 25. August 2009 eine Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe zur Homosexuellenverfolgung, die bis zum 28. November 2009 läuft.
Der Verein Rosa Strippe führt diese bemerkenswerten Beiträge zur Homosexualität in Kooperation mit der VHS, dem Sozialamt, dem Kommunalen Kino und dem Kino Endstation durch.
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Oktober 05, 2009
Von: Klaus Kunold
Kategorie: Buchvorstellung, Geschichte, Homosexualität, Juden, Nationalsozialismus, Rezension, Termine
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Wenke / Schmidt / Schneider: Leben im Abseits - Agnes und Wilhelm Hünnebeck aus Bochum
Unter diesem Titel wurde bereits Ende Juni 2009 eine Publikation über das Schicksal der Geschwister Agnes und Wilhelm Hünnebeck, Kinder einer jüdischen Mutter und eines christlichen Vaters, bei einem Pressegespräch im Stadtarchiv der Bochumer Öffentlichkeit vorgestellt.
Das Buch wurde vom Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte herausgegeben. Autoren sind Susanne Schmidt vom Stadtarchiv, Dr. Hubert Schneider vom Verein „Erinnern für die Zukunft” und Jürgen Wenke von der Rosa Strippe.
Sie schildern in dieser Publikation von unterschiedlichen Gesichtspunkten aus das Schicksal der Geschwister Agnes und Wilhelm Hünnebeck. Aufgewachsen waren sie in einer wohlbehüteten gutbürgerlichen Bochumer Familie. Der Vater war ein erfolgreicher Rechtsanwalt und angesehener Bochumer Bürger.
Nach der Machtübertragung am 30. Januar 1933 an die Nazis veränderte sich schlagartig das Leben von Agnes und Wilhelm Hünnebeck.
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Oktober 05, 2009
Von: Klaus Kunold
Kategorie: Aktuelles, NPD
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NPD-Verbot jetzt!
Mit einer Pressekonferenz am 25. Januar 2005 begann die Unterschriftenkampagne der VVN – BdA für ein Verbot der NPD. Die Kampagne fand in der Öffentlichkeit ein breites Echo.
Die Nachfrage nach dem Kampagnenmaterial war sehr groß. Viele Briefe und Stellungnahmen erreichten die Bundesgeschäftsstelle der VVN – BdA in Berlin. Das anvisierte Ziel, bis zum 9. November 2007 100.000 Unterschriften zu sammeln, wurde bereits am 11. Oktober 2007 mit 136.710 Unterschriften überschritten. Es war ein großer Erfolg für die VVN – BdA. Die Bochumer Kreisvereinigung hat auch dazu ihren Teil geleistet.
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Oktober 05, 2009
Von: Siegfried Evers
Kategorie: Aktuelles, Ankündigung, Aufstand, Gedenken, Konzert
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Grenzgänger & Frank Beier: Lieder der Märzrevolution 1920
Liederabend mit Frank Baier und den Grenzgängern im Bahnhof Langendreer. Im kommenden Jahr jähren sich zum 90. Mal Kapp-Putsch und März-Revolution.
Vor 5 Jahren nahmen die Bremer Grenzgänger gemeinsam mit der Ruhrpottlegende Frank Baier aus Anlass des 85jährigen Gedenkens eine CD zu einem Tabu der deutschen Geschichte auf. Lieder aus der größten Aufstandsbewegung, die es in Deutschland seit den Bauernkriegen des 16. Jahrhunderts gegeben hat. Die Niederschlagung der Märzrevolution und die damit einhergehende Ermordung von mehr als 1.000 Arbeitern bedeuteten schon viele Jahre vor 1933 den Anfang vom Ende der Weimarer Republik.
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Oktober 05, 2009
Von: Klaus Kunold
Kategorie: Aktuelles, Antifaschismus, Friedensbewegung
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Lutz Berger
Sein Tod kam für alle überraschend.
Er wird uns mit seinen Erfahrungen, seinen Ideen, seiner Mitarbeit in der antifaschistischen und antimilitaristischen Bewegung fehlen.
Faschismus ist ein Verbrechen und keine Meinung, war die Grundüberzeugung seines Lebens. Dazu gehörte für ihn, dass Faschismus und Militarismus zwei Seiten der gleichen Medaille sind. Seit Jahrzehnten gehörte Lutz zur VVN – BdA Bochum. Aus der Bochumer Friedensbewegung war er nicht wegzudenken.
Lutz war immer in der VVN – BdA aktiv, in den letzten Jahren als stellvertretender Vorsitzender. Die unter seiner Leitung entstandene Broschüre und Ausstellung „Verachtet, vertrieben, verfolgt – Die Verfolgung der Sinti und Roma in Bochum und Wattenscheid” fanden weit über die Stadtgrenzen hinaus große Anerkennung.
Als VVN-Vorstandsmitglied war Lutz auch aktiv in der Initiative „Bochum gegen Rechts”.
Die VVN – BdA Bochum trauert um Lutz.
Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Marianne und seinen Töchtern Lina und Sara.
siehe auch:
Nachruf der VVN-BdA Bochum vom 17. September 2009
Oktober 04, 2009
Von: Guenter Gleising
Kategorie: Antifaschismus, Geschichte, Termine
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Der Gedenkstein der VVN - BdA auf der neugestalteten Grabstätte der Bochumer Widerstandskämpfer am Ehrenplatz auf dem Friedhof Freigrafendamm. Gestaltung des Gedenksteins: Käthe Wissmann
Während sich Hitlers Wehrwirtschaftsführer und Generaldirektor des Bochumer Vereins Walter Borbet sich öffentlich für die Rüstungsanstrengungen und die „langjährigen Vorbereitungen der Wirtschaft” auf Hitlers Eroberungskrieg, den 2. Weltkrieg, rühmte, schlossen sich Bochumer Hitler-Gegner zusammen, um Widerstand gegen Krieg und Faschismus zu leisten.
Auf Initiative der Kommunisten Moritz Pöppe und Johann Schmidtfranz bildete sich Bochums größte und aktivste Widerstandsgruppe während des 2. Weltkrieges. Die Gruppe arbeitete unter konspirativen Bedingungen, blieb lange von den Nazis unentdeckt und verbreitete im Stadtgebiet Nachrichten von BBC und Radio Moskau über das wahre Kriegsgeschehen, die in krassem Gegensatz zur Nazipropaganda standen. Man besprach die internationale Entwicklung, die zur Bildung der Anti-Hitler-Koalition führte und schuf Kontakte zu anderen Widerstandszellen auf dem Bochumer Verein, der Maschinenfabrik Mönninghoff und den Eisen- und Hüttenwerken Bochum. Mitglieder der Gruppe sammelten die von alliierten Aufklärungsflugzeugen abgeworfenen Flugblätter und fertigten Flugzettel mit der Aufschrift „Nieder mit dem Bluthund A. Hitler”, gaben diese weiter oder warfen sie in Briefkästen.
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Oktober 04, 2009
Von: Klaus Kunold
Kategorie: Aktuelles, NPD, Neofaschismus, Protest, Termine
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Die NPD ist mit einem Sitz im neuen Bochumer Parlament vertreten. Mit weniger als einem Prozent der Wählerstimmen konnte der NPD-Landesvorsitzende von NRW Claus Cremer aus Wattenscheid in den Bochumer Stadtrat einziehen.
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September 17, 2009
Von: Wolfgang Dominik
Kategorie: Nachruf, Termine
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Lutz Berger ist tot, gestorben am 15.9.2009.
Sein Tod kam für alle überraschend.
Er wird uns mit seinen Erfahrungen, seinen Ideen, seiner Mitarbeit in der antifaschistischen und antimilitaristischen Bewegung fehlen.
Faschismus ist ein Verbrechen und keine Meinung, war die Grundüberzeugung seines Lebens. Dazu gehörte für ihn, dass Faschismus und Militarismus zwei Seiten der gleichen Medaille sind. Seit Jahrzehnten gehörte Lutz zur VVN – BdA Bochum. Aus der Bochumer Friedensbewegung war er nicht wegzudenken.
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September 15, 2009
Von: Bochumer Gewschichtswerkstatt
Kategorie: Fahrt, Geschichte, Krieg, Termine
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Ende 1982 wurde bekannt, dass der Hunsrück Stationierungsort der atomaren Marschflugkörper „Cruise Missiles“ werden würde:
Auf dem Gelände der Raketenbasis „Wueschheim Air Station“, später bekannt als „B-Battery“ oder „Pydna“, in der Nähe des Ortes Hasselbach, sollten als Folge des „NATO-Doppelbeschlusses“ 96 abschussbereite Cruise Missiles gelagert werden.
1984 begannen die Arbeiten zum Bau der Bunkeranlagen auf der Gelände dieser Raketenbasis. Der Hunsrück wurde neben Mutlangen zum Kristallisationspunkt der bundesweiten Protestbewegung. Höhepunkt war die Großdemonstration vom 11.Oktober 1986 mit nahezu 200.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf dem Beller Markt. Die vielfältigen Protestaktionen in all den Jahren blieben nicht ohne Wirkung und trugen mit dazu bei, dass die Cruise Missiles 1990 wieder abgezogen wurden.
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September 13, 2009
Von: Klaus Piel
Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Gedenken, Rede
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Zum Gedenken an die ermordeten Widerstandskämpfer des Naziregims
Liebe Bochumer Mitbürgerinnen und Mitbürger!
Wir haben uns heute hier versammelt, 70 Jahre nach dem Beginn des 2. Weltkrieges, um an die Opfer des Faschismus zu erinnern, an den antifaschistischen Widerstand hier in Bochum und speziell an die Widerstandsgruppe um die Kommunisten Pöppe und Schmidtfranz.
Die Nazijustiz hat sie vor 65 Jahren zum Tode verurteilt und hingerichtet, weil sie ungebrochen durch Zuchthaus und Gefängnis weiterhin Widerstand gegen den Hitlerfaschismus leisteten.
Über 20 Männer und Frauen umfasste die wohl aktivste Bochumer Widerstandsgruppe in der Kriegszeit.
Sie hörten ausländische Sender ab, bauten Kontakte zu anderen Widerstandskämpfern auf, verbreiteten Flugblätter auch der Münchner Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ und forderten in selbst gefertigten Handzetteln zum Sturz Hitlers auf.
Aber auch an die Namen Friedrich Hömberg, Josef Langner, Bernhard Nast, Wilhelm Schpenk, Wilhelm Thiesbürger und Erich Schröder will ich erinnern, an ihren Widerstand, aber auch an ihr Leiden; ebenso an Karl Springer und Fritz Husemann, dessen Grab sich nicht weit von hier befindet.
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September 04, 2009
Von: Lutz Berger
Kategorie: Aktuelles, NPD, Neofaschismus, Parlamentarismus
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Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes
Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
Kreisvereinigung Bochum
Seit dem letzten Sonntag ist es amtlich: mit weniger als einem % der Stimmen und damit nicht mal einem ganzen Abgeordneten ist ein Vertreter der NPD Mitglied im Stadtparlament geworden.
Empörung macht sich bei allen anderen Parteien bemerkbar, der Wunsch, gemeinsam etwas gegen diese Schande zu tun, eint alle Parteien.
Aber es gibt etwas, das hilft: Die VVN – BdA fordert seit langem ein Verbot der NPD und aller neofaschistischen Parteien. Ein Verbot würde das Problem von Nazis in Parlamenten erledigen, in Bochum, in Dortmund – wo das NPD Ratsmitglied am Tag vor der Wahl noch einen Antifaschisten krankenhausreif geschlagen hat -, im sächsischen Landtag und überall.
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September 04, 2009
Von: Siegfried Evers
Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Gedenken, Geschichte, Nationalsozialismus
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Gedenkstein der VVN - BdA auf dem Friedhof Freigrafendamm
- Erstes Gedenken im September 1945
- Der antifaschistische Konsens zerbricht. Die Abkehr vom OdF-Tag
- Der OdF-Tag in der DDR
- Der Neubeginn
Einleitung:
Liebe Gäste, liebe Kameradinnen und Kameraden,
übermorgen in 8 Tagen haben wir den 2. Sonntag im September. Ich muss gestehen, obwohl ich inzwischen länger als 20 Jahre Mitglied der VVN bin, dass mir Begriffe wie „Der zweite Sonntag im September“ oder „Tag der Opfer des Faschismus“ noch vor einiger Zeit unbekannt waren.
Ich denke, einigen unter Euch wird es vielleicht ähnlich gehen.
Das hängt sicherlich auch damit zusammen, dass der zweite Sonntag im September zwar in der früheren DDR und seit der Wende 1989 in den neuen Bundesländern stets eine wichtige Rolle spielte, hier im Westen aber seit Ende der 50er Jahre im Bewusstsein der Menschen in Vergessenheit geraten ist.
Bei der Erstellung dieses Referates habe ich festgestellt, dass es kaum Literatur zu diesem Thema gibt, sodass sich meine Ausarbeitung im Wesentlichen auf die Broschüre von Hans Coppi und Nicole Warmbold „Der zweite Sonntag im September“ aus dem Jahre 2007 stützt.
Die Broschüre wurde herausgegeben vom Verlag der VVN-BdA.
Ein Hinweis vielleicht noch: In diesem Kurzreferat habe ich mehrmals die Abkürzung OdF für die Opfer des Faschismus benutzt, obwohl ich weiß, dass einige unter Euch diese Abkürzung zu Recht kritisieren und auch ich sie nicht für angemessen halte. Es ist lediglich aus zeitlichen Gründen geschehen, weil meine Ausführungen den Rahmen von ca. 20 Minuten nicht überschreiten sollen
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September 04, 2009
Von: Wolfgang Dominik
Kategorie: Aktuelles, Manuskript, NPD, Neofaschismus, Vortrag
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März 2009, Vortrag von Wolfgang Dominik bei der VVN Mülheim -BdA Bochum am 4.9.2009
1 Statt einer Einleitung
In einer Meldung über den Bericht des Sonderausschusses des US-Senats heißt es in der Allgemeinen Zeitung Berlin vom 12.10.1945:
- Es ist nicht wahr, daß (sic!) die deutschen Großindustriellen sich erst im letzten Augenblick und halb gezwungen dem Nationalsozialismus angeschlossen haben. Sie waren von Anfang an seine begeisterten Förderer.
- Die Unterstützung seitens der deutschen Schwerindustrie und Hochfinanz ermöglichte den Nationalsozialisten die Machtergreifung.
- Die Umstellung der deutschen Wirtschaft auf die Kriegswirtschaft und auf die fieberhafte Rüstung zum Angriffskrieg erfolgte unter der unmittelbaren Leitung der deutschen Industriellen.
Alle die, die gerade als Nazi-Verbrecher charakterisiert worden waren, sind spätestens 1951 fast vollzählig wieder in ihren Konzernleitungen, meist hatten sie am 8.5.1945 plötzlich entdeckt, dass sie ja eigentlich Antifaschisten waren, etwas später folgte meist ihr Beitritt zu CDU/CSU oder FDP.
Das faschistische Ziel, Vernichtung des Sozialismus oder Kommunismus oder des „Marxismus mit Stumpf und Stiel“ blieb, der Rassismus modifiziert (statt Antisemiten wurden nun viele zu Philosemiten).
Mit der Zeit gelang es, den Bürgern der Westzonen klar zu machen, dass sie sich nichts vorzuwerfen hatten in Sachen Faschismus, wenn sie nur ordentliche Antikommunisten blieben. Man rüstete bald ja schon wieder gegen den alten Feind.
Das zeigt :
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