VVN-BdA Bochum

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
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Artikel der Kategorie ‘Gedenken’

Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz in der Synagoge

Januar 27, 2015 Von: S.E. Kategorie: Antisemitismus, Befreiung, Faschismus, Gedenken, Juden Kommentare deaktiviert für Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz in der Synagoge

Zahlreiche Menschen haben am Dienstagabend in der Neuen Bochumer Synagoge an
der Gedenkveranstaltung für die Opfer des Faschismus teilgenommen. Anlass war der
70. Jahrestag der Befreiung der Insassen des Vernichtungslagers Auschwitz am
27. Januar 1945 durch die Rote Armee. Auschwitz ist das Synonym für den
Rassenwahn der Faschisten und den Massenmord an den europäischen Juden. Der
Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz wurde 1996 offizieller
deutscher Gedenktag für die Opfer des „Nationalsozialismus“.

Die Neue Synagoge in Bochum

Die Neue Synagoge in der Bochumer Innenstadt

Die Gedenkfeier in der Bochumer
Synagoge begann mit dem
Verlesen der Namen der Opfer der
Shoa aus Bochum und
Wattenscheid. Die Namen von
577 Bochumer Juden wurden
genannt. Die tatsächliche Zahl der
Opfer liegt deutlich höher, es sind
aber nicht alle Opfer namentlich
bekannt. Die Vereinten Nationen
erklärten den 27. Januar im Jahr
2005 zum Internationalen Tag des
Gedenkens an die Opfer des
Holocaust.

Durch die Gedenkfeier führte Felix Lipski, Vorsitzender von „Der Stern – Club der
Holocaust-Überlebenden und Kriegsveteranen“. Felix Lipski wurde 1938 in Minsk
geboren. Er ist Überlebender des Ghettos von Minsk, Gründer und erster Präsident
des Weißrussischen Verbandes der ehemaligen jüdischen Häftlinge der
nationalsozialistischen Ghettos und KZ.
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„Stolperstein-Paten berichten“
Die Präsentation fand am 22. Januar im Stadtarchiv statt.

Januar 23, 2015 Von: S.E. Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Gedenken, Präsentation Kommentare deaktiviert für „Stolperstein-Paten berichten“
Die Präsentation fand am 22. Januar im Stadtarchiv statt.

Nachdem die VVN-BdA im Jahre 2013 einen Stolperstein für den Widerstandskämpfer Karl Springer (KPD) gestiftet hat, folgte im letzten Jahr der Sozialdemokrat Heinrich Schmitz, der ebenfalls Opfer des faschistischen Terrors wurde.

Wolfgang Dominik präsentiert den Stolperstein

Wolfgang Dominik präsentiert den Stolperstein

Der Stolperstein wurde am
10. Dezember 2014 in der
Hermannshöhe / Unterführung
zur Rechener Straße verlegt.
Zusammengestellt wurde die
Präsentation von Günter Gleising
nach Unterlagen des Stadtarchivs
Bochum, des Presse- und
Informationsamtes und des
RuhrEcho Archivs.
Für jeden Stolperstein besteht eine Patenschaft. Es sind Schüler, an
Geschichte interessierte
Privatpersonen und
Organisationen, die das Schicksal der Opfer erforscht und
Informationen zusammengetragen haben. (Eine Liste mit allen Paten, in der
Reihenfolge der Vorträge, findet ihr am Ende dieses Artikels.)

Die Veranstaltung „Stolperstein-Paten berichten“ fand am Donnerstag, den 22. Januar 2015, um 17:30 Uhr im Bochumer Stadtarchiv statt. Weil Günter Gleising an diesem Tag durch die Teilnahme an einer Ratssitzung verhindert war, übernahm Wolfgang Dominik die Präsentation des Stolpersteines der VVN-BdA Bochum für Heinrich Schmitz.
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Liberté – Égalité – Fraternité
VVN-BdA gegen Djihadisten, Antisemiten, Rassisten und Faschisten, gegen PEGIDA- und HOGESA-Bewegungen

Januar 12, 2015 Von: Guenter Gleising Kategorie: Anschlag, Gedenken, Presseerklärung, Rassismus Kommentare deaktiviert für Liberté – Égalité – Fraternité
VVN-BdA gegen Djihadisten, Antisemiten, Rassisten und Faschisten, gegen PEGIDA- und HOGESA-Bewegungen

Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit verteidigen!

Symbol der VVN BdA

Symbol der VVN BdA

Die VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des
Naziregimes / Bund der Antifaschistinnen und
Antifaschisten) Bochum erklärt in einer
Pressemitteilung vom 12.1.2015:

Wir sprechen den Angehörigen der bei den
Anschlägen in Paris Ermordeten unser tief
empfundenes Mitgefühl aus. Es ist bezeichnend,
dass sich der menschenverachtende und
demokratiefeindliche Terror gegen Linke und
jüdische Einrichtungen richtet. Beides,
Menschenverachtung und Demokratiefeindlichkeit,
teilen die Attentäter mit jenen, die ihre Taten zum
Anlass nehmen, nach einem autoritären Staat zu
rufen. Dagegen stehen wir mit Millionen Menschen
in Europa für die Verteidigung der Demokratie.

Die Errungenschaften der Französischen Revolution, Freiheit, Gleichheit und
Brüderlichkeit als Maßstab für eine Gesellschaft, die allen Menschen ein
menschenwürdiges Leben ermöglicht, müssen gegen Djihadisten, Antisemiten,
Rassisten und Faschisten, gegen PEGIDA- und HOGESA-Bewegungen verteidigt werden.

Stolpersteinverlegung für Heini Schmitz

Dezember 11, 2014 Von: Guenter Gleising Kategorie: Antifaschismus, Arbeiterbewegung, Faschismus, Gedenken Kommentare deaktiviert für Stolpersteinverlegung für Heini Schmitz

 

Ein Stolperstein für Heini Schmitz
Die Verlegung erfolgt am Mittwoch, den 10. Dezember 2014

Dezember 06, 2014 Von: Guenter Gleising Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Gedenken, Termine Kommentare deaktiviert für Ein Stolperstein für Heini Schmitz
Die Verlegung erfolgt am Mittwoch, den 10. Dezember 2014

10. Dezember 2014
09:00

„Hier wohnte Heini Schmitz, Jahrgang 1910,
im Widerstand/SPD, Ende April 1933 von den Nazis ermordet“.
So soll der Text auf dem Stolperstein lauten, der von der VVN-BdA
gestiftet und am 10. Dezember 2014 verlegt werden soll.

2013 stiftete die VVN diesen Stolperstein

2013 stiftete die VVN-BdA diesen Stolperstein

Schmitz war Mitglied des SPD-
Schutzverbandes Reichsbanner
und wohnte auf der
Hermannshöhe in unmittelbarer
Nähe zum Gebäude der SPD-
Zeitung Volksblatt. Schon kurz
nachdem die Nazis die Macht
in Bochum an sich gerissen
hatten, war er deren Verfolgung
ausgesetzt. Heinrich Schmitz,
meistens kurz Heini oder Heinz
genannt, war 23 Jahre alt, als er
nach den Misshandlugen der Nazis
am 25. April 1933 starb.

Im Keller des besetzten Druckereigebäudes richtete die SA einen Folterkeller ein, in dem
Angehörige der Arbeiterorganisationen schwer gefoltert wurden. Nach Misshandlungen
an Heini Schmitz steckten ihm die SA-Verbrecher Rattengift in den Mund.
Heini Schmitz starb am 25. April 1933 an den inneren Verätzungen und wurde am
29. April zu Grabe getragen. Am Straßenrand versuchten SA- und Stahlhelm-
Uniformierte den Trauerzug mit Zurufen und Gesten zu verhöhnen.

Heini Schmitz darf nicht in Vergessenheit geraten, deshalb stiftet die VVN-BdA den
Stolperstein und bemüht sich, seinen Lebenslauf zu rekonstruieren.
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Zentrale Gedenkveranstaltung
76. Jahrestag der Reichspogromnacht

Oktober 24, 2014 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Faschismus, Gedenken, Juden, Termine, Terror Kommentare deaktiviert für Zentrale Gedenkveranstaltung
76. Jahrestag der Reichspogromnacht

9. November 2014
16:00

am Sonntag, 9. November 2014, um 16:00 Uhr, Harmoniestr.,
Ecke Dr. Ruer-Platz. Grußworte von Dr. Ottilie Scholz,
Oberbürgermeisterin und Grigory Rabinovich, Vorsitzender der
Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen.

Stolperstein für Dr. Otto Ruer

Stolperstein für OB Dr. Otto Ruer, JG 1879

Schüler_innen des 10. Jahrgangs
der Willy-Brandt-Gesamtschule
präsentieren szenisch die
Ereignisse rund um die Fahrt der
„St. Luis“ im Jahr 1939 am
Beispiel des Schicksals der Hilde
Pander.

Musikalische Beiträge von
Chorrosion, Chor der IG Metall
Bochum.
Kaddisch (Totengebet): Rabbiner
Boruch Babaev, Jüd. Gemeinde,
Moderation: Artur Libischewski,
Kinder- und Jugendring.
Veranstalter: Arbeitskreis
9. November (Kulturbüro; VHS,
Stadtarchiv; VVN-BdA; Schul-
verwaltungsamt; Jugendamt;
Kinder- und Jugendring Bochum e.V.; Verein Erinnern für die Zukunft; Evangelische
Stadtakademie; Jüdische Gemeinde; Bochumer Kulturrat e.V.; Bochumer Bündnis
gegen Rechts).

Vor der zentralen Gedenkfeier finden Rundgänge zu den Stolpersteinen statt.
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76. Jahrestag der Reichspogromnacht
Gedenkveranstaltung in Wattenscheid

Oktober 23, 2014 Von: S.E. Kategorie: Faschismus, Gedenken, Juden, Termine, Terror Kommentare deaktiviert für 76. Jahrestag der Reichspogromnacht
Gedenkveranstaltung in Wattenscheid

9. November 2014
12:00

Am Sonntag, den 9. November, findet auf dem Nivelles-­Platz,
vor den drei Stelen, am Standort der ehemaligen Synagoge
in Wattenscheid, die traditionelle Gedenkveranstaltung
der Antifa Wat zur Reichspogromnacht statt.

Treffpunkt ist um 12.00 Uhr der Saarlandbrunnen.

 Der Programmablauf

Gedenkveranstaltung in Wattenscheid 2013

Wattenscheid 2013: Gedenken an den 9. November 1938

Rede von Joachim Schramm
zum Gedenktag an die Opfer des Faschismus
am 14. September auf dem Friedhof Freigrafendamm

September 14, 2014 Von: S.E. Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Gedenken, Rede Kommentare deaktiviert für Rede von Joachim Schramm
zum Gedenktag an die Opfer des Faschismus
am 14. September auf dem Friedhof Freigrafendamm

In Bochum ist der zweite Septembersonntag in jedem Jahr das Datum des Gedenkens
und Erinnerns an die Opfer des Faschismus und der Würdigung des Widerstandes.
Auch in diesem Jahr rief die die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der
Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA), Kreisvereinigung Bochum, dazu auf,
der ermordeten Widerstandskämpfer gegen den Faschismus und Krieg zu gedenken.

Joachim Schramm, Geschäftsführer DFG-VK NRW

Joachim Schramm, Geschäftsführer DFG-VK NRW

Die heutige Gedenkveranstaltung
wurde mit drei künstlerischen
Beiträgen des Chores Chorrosion
eröffnet. Der Chor der Bochumer
IG Metall sang zunächst das
cubanische Lied „Morire´ de cara
al sol“, gefolgt von dem „Chanson
de la liberte“. Zum Schluss trug
Chorrosion „Das Lied von der
Moldau“ nach einem Gedicht von
Bertolt Brecht vor.

Die Ansprache auf der dies-
jährigen Gedenkveranstaltung
hielt Joachim Schramm,
Geschäftsführer der Deutschen
Friedensgesellschaft Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) NRW.
Joachim Schramm erinnerte daran, dass das heutige Gedenken in einem Jahr der
wichtigen Jahrestage stattfindet:
„Vor 100 Jahren begann im August der I. Weltkrieg, in diesem Jahr jährte sich aber am
1. September auch zum 75. Mal der Beginn des II. Weltkriegs. Beide Daten werden
verbunden durch die Spur des deutschen Militarismus, der nach dem I. Weltkrieg eifrig
die Nazis unterstützte bei ihrem Plan, die Welt in den nächsten Krieg zu stürzen. Nicht
durch Zufall war es einer der führenden Militaristen, Generalfeldmarschall
Hindenburg, der Hitler 1933 den Weg an die Macht geebnet. Wenige Jahre später
überzog die deutsche Armee Europa mit Tod und Zerstörung, sie machte den Weg frei
für die Errichtung der Vernichtungslager, in denen Millionen Juden aber auch politisch
Verfolgte ermordet wurden.“
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Bilder vom Gedenken der VVN-BdA
am Gedenktag für die Opfer des Faschismus

September 14, 2014 Von: S.E. Kategorie: Antifaschismus, Bildergalerie, Faschismus, Gedenken Kommentare deaktiviert für Bilder vom Gedenken der VVN-BdA
am Gedenktag für die Opfer des Faschismus

Zur Geschichte des Antikriegstages
in Deutschland

September 01, 2014 Von: michnig Kategorie: Faschismus, Friedensbewegung, Gedenken, Krieg Kommentare deaktiviert für Zur Geschichte des Antikriegstages
in Deutschland

 Jedes Jahr am 1. September wird in Deutschland der Antikriegstag begangen,
ein Gedenktag, der an den Beginn des Zweiten Weltkrieges mit dem Überfall
der faschistischen Wehrmacht auf Polen am 1.9.1939 erinnern soll.

Käthe Kollwitz - Nie wieder Krieg!

Käthe Kollwitz – Nie wieder Krieg!

Die Initiative hierzu ging vom Deutschen
Gewerkschaftsbund (DGB) aus, der zum
1. 9.1957 unter dem Motto: „Nie wieder Krieg“
zu Aktionen aufrief. Aber auch die
Antimilitaristische Aktion, ein Bündnis der
sozialistischen Jugend – Die Falken, der
Naturfreundejugend und die Gruppe der
Kriegsdienstverweigerer. Das war die Reaktion
auf die im Juli 1956 wieder eingeführte
Wehrpflicht und die Integration der Bundes-
wehr in die NATO.

 … aber mal der Reihe nach,
denn die Geschichte des Antikriegstages (auch
Friedenstag oder Weltfriedenstag) lässt sich bis
in das Jahr 1845 zurückführen – also 169
Jahre. Diese Bestrebungen gingen von
pazifistisch gesonnenen kirchlichen Kreisen in
Großbritannien aus.
Diese dauerten aber bis in die 80er Jahren des 19. Jahrhunderts bevor es gelang, den
letzten Sonntag vor Weihnachten zu einem Friedenssonntag zu machen. Dies motivierte
dann ab ca. 1900 – angesichts der ansteigenden Kriegsgefahr – Freie Evangelische
Gemeinden, einen Friedens- oder Antikriegstag zu initiieren. Von Seiten der
Evangelischen oder Katholischen Kirche waren zu dieser Zeit keine Aussagen zu dem
Thema zu hören.
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VVN-BdA Bochum ruft zur Teilnahme
an der Gedenkveranstaltung für die Opfer des
Faschismus auf

August 29, 2014 Von: Guenter Gleising Kategorie: Ankündigung, Antifaschismus, Faschismus, Gedenken, Rede, Termine Kommentare deaktiviert für VVN-BdA Bochum ruft zur Teilnahme
an der Gedenkveranstaltung für die Opfer des
Faschismus auf

14. September 2014
11:00

Auch in diesem Jahr ruft die VVN-BdA auf, der ermordeten
Widerstandskämpfer gegen den Faschismus und Krieg zu
gedenken.

Gedenkstein der VVN auf dem Ehrenrundplatz

Gedenkstein der VVN auf dem Ehrenrundplatz

Die Kranzniederlegung und
Gedenkveranstaltung findet am
zweiten Sonntag im September
statt, dem traditionellen
Gedenktag für die Opfer des
Faschismus, der 1946 von
Überlebenden der Konzentrations-
lager und Haftstätten ins Leben
gerufen wurde.
Auf dem Ehrenrundplatz, dem
Gedenkort, sind die Urnen von
8 Widerstandskämpfern gegen
das Nazi-Regime bestattet, die
in den Jahren 1943 bis 1945
hingerichtet wurden oder im KZ
umkamen.

Der „Gedenktag für die Opfer des Faschismus” war unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg
die erste gesamtdeutsche Erinnerung für alle Opfer und Verfolgte der Nazidiktatur.
Nach einem WAZ-Bericht vom 14.9.1948 fand am Vormittag des 2. Sonntags im
September 1948 die erste Gedenkfeier der Stadt Bochum für die Opfer des
Faschismus auf dem Zentralfriedhof am Freigrafendamm statt.
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Beendet die Kriege!
VVN-BdA erinnerte an die toten Kriegsgefangenen
des Ersten Weltkrieges

August 04, 2014 Von: Guenter Gleising Kategorie: Gedenken, Krieg, Zwangsarbeit Kommentare deaktiviert für Beendet die Kriege!
VVN-BdA erinnerte an die toten Kriegsgefangenen
des Ersten Weltkrieges

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und
Antifaschisten (VVN-BdA) Bochum hat am Samstag, dem 100. Jahrestag der deutschen Mobilmachung, Gräber von Kriegsgefangenen mit Blumen geschmückt.

VVN-Mitglieder beim Schmücken der Gräber

VVN-Mitglieder beim Schmücken der Gräber

An den drei Denkmälern auf dem
Kath. Friedhof Wattenscheid und
dem Kommunalfriedhof Höntrop
wurden Blumenschalen
aufgestellt. Die Gräber der dort
bestatteten 66 russischen Kriegs-
gefangenen und zwei serbischen
Kriegsgefangenen wurden mit
roten Rosen geschmückt.
Eine aktuelle Forderung
enthielten die blauen Schleifen
der Blumengebinde:
„Beendet die Kriege”.
Neben Mitgliedern der VVN-BdA
beteiligten sich auch Angehörige
der Friedensbewegung und der SDAJ an der Gedenk- und Mahnaktion.

In den Jahren 1914 — 1918 wurden tausende Kriegsgefangene aus den Sammellagern
bei Wesel und Münster nach Bochum und Wattenscheid transportiert. Sie mussten in
Zechen, in der Stahlindustrie, der Landwirtschaft Schwerstarbeit leisten. Da die
Unterbringung und Verpflegung in der Regel schlecht und die Arbeitsbelastung hoch
waren, gab es unter den Kriegsgefangenen auch viele Tote. Die Gräber sind noch heute
stumme Zeugen dieser Zeit. Mit ihrer Aktion will die VVN-BdA an ein (fast) vergessenes
Kapitel des 1. Weltkrieges erinnern.

Bildergalerie von der Gedenkveranstaltung
an die vergessenen ZwangsarbeiterInnen des Ersten Weltkrieges

August 04, 2014 Von: S.E. Kategorie: Gedenken, Krieg, Zwangsarbeit Kommentare deaktiviert für Bildergalerie von der Gedenkveranstaltung
an die vergessenen ZwangsarbeiterInnen des Ersten Weltkrieges

Pressemitteilung der VVN-BdA Bochum:
VVN-BdA erinnert an den Ersten Weltkrieg –
Blumen für die Gräber der Kriegsgefangenen

Juli 30, 2014 Von: Guenter Gleising Kategorie: Gedenken, Krieg, Zwangsarbeit Kommentare deaktiviert für Pressemitteilung der VVN-BdA Bochum:
VVN-BdA erinnert an den Ersten Weltkrieg –
Blumen für die Gräber der Kriegsgefangenen

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und
Antifaschisten (VVN-BdA) Bochum, wird am 2. August, dem 100. Jahrestag
der deutschen Mobilmachung, Gräber von Kriegsgefangenen mit Blumen schmücken.

Symbol der VVN-BdA

Symbol der VVN-BdA

Die Geschichte, Ursachen, und Folgen an die Opfer
des 1. Weltkrieges nimmt in den Medien und der
öffentlichen Diskussion einen hohen Stellenwert ein. Dies völlig zu Recht, wird auch nach 100 Jahren
deutlich, wie viel über diesen Krieg gerade in
Deutschland verdrängt wurde oder zur Recht-
fertigung des Militarismus gedeutet wurde.
Ganze Bereiche des 1. Weltkrieges, wie etwa die
Zwangsarbeit oder der Umgang mit den Kriegs-
gefangenen, sind nicht oder nur wenig historisch
erforscht.

Die VVN-BdA Bochum erinnert deshalb an die
Kriegsgefangenen, die in den Jahren 1914 – 1918
während ihrer Zwangsarbeit in Bochum und
Wattenscheid starben. In diesen Jahren wurden
tausende Kriegsgefangene aus den Sammellagern bei Wesel und Münster nach Bochum
transportiert. Sie mussten in Zechen, in der Stahlindustrie und der Landwirtschaft
Schwerstarbeit leisten und damit einen Beitrag zur weiteren deutschen Kriegsführung
leisten. Da die Unterbringung und Verpflegung in der Regel schlecht und die
Arbeitsbelastung hoch waren, gab es unter den Kriegsgefangenen auch viele Tote.

Treffpunkt für die Aktion der VVN-BdA ist am Samstag, den 2. August,
um 14.00 Uhr der Springerplatz.

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Gedenken an die vergessenen ZwangsarbeiterInnen des Ersten Weltkrieges.

Juli 18, 2014 Von: S.E. Kategorie: Gedenken, Krieg, Termine, Zwangsarbeit Kommentare deaktiviert für Gedenken an die vergessenen ZwangsarbeiterInnen des Ersten Weltkrieges.

2. August 2014
14:00

Die VVN-BdA Bochum lädt ein, die Gräberfelder in Wattenscheid und
Höntrop zu besuchen und zu schmücken. Die Gedenkveranstaltung
soll an den Beginn des Ersten Weltkrieges erinnern, der sich am
1. August (deutsche Kriegserklärung an Russland) zum einhundertsten Male jährt.

Hier ruhen Angehörige der Vereinten Nationen

Hier ruhen Angehörige der Vereinten Nationen

Während Deutschland im Zweiten
Weltkrieg selbst zum Schlachtfeld
wurde, fanden die Kriege des
Ersten Weltkrieges meist in
unseren Nachbarländern statt.
Doch auch während des Ersten
Weltkrieges wurden zahlreiche
Menschen aus ihren Heimat-
ländern verschleppt und in
Deutschland als Zwangsarbeiter-
Innen missbraucht.
In Bochum mussten sie häufig auf Zechen Schwerstarbeit leisten. Die Unterbringung und Verpflegung
waren in der Regel katastrophal, mit der Folge, dass viele der Verschleppten nicht überlebten und elendig zugrunde
gingen.

Eine Recherche der VVN-BdA Bochum hat ergeben, dass im heutigen Stadtgebiet noch
mindestens drei Gräberfelder existieren, in denen ZwangsarbeiterInnen aus dem
1. Weltkrieg begraben liegen. Zwei von ihnen befinden sich in Wattenscheid, das
dritte Feld liegt in Hoentrop. (mehr …)

8. Mai – Gedenkgang am Jahrestag der Befreiung

Mai 10, 2014 Von: S.E. Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Gedenken, Krieg, Zwangsarbeit Kommentare deaktiviert für 8. Mai – Gedenkgang am Jahrestag der Befreiung

TeilnehmerInnen an der Gedenkveranstaltung

TeilnehmerInnen an der Gedenkveranstaltung

Am 8. Mai 2014 jährte sich zum
69. Mal der Tag der Befreiung von
Faschismus und Krieg.
Auch in diesem Jahr organisierte
Felix Lipski mit dem „Klub Stern“
am 8. Mai den traditionellen
Gedenkgang auf dem Friedhof
Freigrafendamm. Der „Klub
Stern“ ist eine Vereinigung von
Holocaust-Überlebenden und
Kriegsveteranen in der jüdischen
Gemeinde Bochum-Herne-
Hattingen.
Mit dem Rundgang soll an die
jüdischen und alle anderen Opfer
des Faschismus gedacht werden. An dem Gedenkgang nahmen auch MitgliederInnen
der VVN-BdA Bochum teil.

Die Gedenkveranstaltung am 8. Mai begann um 15.00 Uhr am Haupteingang des
Friedhofs. Der Rundgang führte zunächst zum Grab des Franziskanerpaters Roman
Bange. Weitere Stationen waren die Gräberfelder der sowjetischen ZwangsarbeiterInnen und die der ZwangsarbeiterInnen unterschiedlicher Nationalitäten.
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Bilder vom Gräberrundgang am 8. Mai 2014

Mai 10, 2014 Von: S.E. Kategorie: Bildergalerie, Faschismus, Gedenken, Krieg, Zwangsarbeit Kommentare deaktiviert für Bilder vom Gräberrundgang am 8. Mai 2014

Hinweis:
Eine Kurzbeschreibung zu jedem Bild findet Ihr, nach Vergrößern durch Anklicken,
unterhalb des Fotos, links.

Der 8. Mai ist und bleibt Tag der Befreiung

Mai 06, 2014 Von: S.E. Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Gedenken, Militarismus Kommentare deaktiviert für Der 8. Mai ist und bleibt Tag der Befreiung

Cornelia Kerth, Bundesvorsitzende der VVN-BdA

Cornelia Kerth, Bundesvorsitzende der VVN-BdA

„Wenn die letzten überlebenden
Häftlinge gestorben sind, bleibt
vermutlich nur das Kriegsende;
keine Befreiung – keine Befreier“, schrieb Cornelia Kerth,
Bundesvorsitzende der VVN-BdA,
in einer Gastkolumne für die
Wochenzeitung „Unsere Zeit“
vom 2. Mai 2014. Und sie fährt
fort: „Lassen wir es nicht so weit
kommen! Nutzen wir den 8. Mai
zur öffentlichen Erinnerung an die
Befreiung, an die Kämpfe und die
Kämpfer/innen, denen wir sie
verdanken.“

Der Wortlaut des Beitrages:
Genau 40 Jahre hat es gedauert,
bis ein Bundespräsident an einem
8. Mai von Befreiung gesprochen und damit einen Perspektivenwechsel eingeleitet hat.
Bis dahin hatte die Sicht der Nazis, der Deutsch-Nationalen, der „Frontkämpfer“, der
Profiteure und Mitläufer das offizielle Vokabular geprägt: Zusammenbruch,
Kapitulation, Besatzer. Mit Weizsäckers Rede wurde die Perspektive der Verfolgten des
Nazi-Regimes „gesellschaftsfähig“, der 8. Mai wurde im bundesdeutschen Geschichts-
diskurs zum Tag der Befreiung. Und wo es Befreiung gibt, gibt es auch Befreier.
Nach der „Wehrmachtsausstellung“ war dann auch klar, dass jeder Tag, an dem die
Ostfront hielt, den Betrieb der Krematorien in Auschwitz verlängerte.
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8. Mai 1945
Gedenken an den Tag der Befreiung

Mai 05, 2014 Von: michnig Kategorie: Faschismus, Gedenken, Krieg, Termine, Zwangsarbeit Kommentare deaktiviert für 8. Mai 1945
Gedenken an den Tag der Befreiung

8. Mai 2014
15:00

Am 8. Mai 2014 jährt sich zum 69. Mal der Tag der Befreiung von
Faschismus und Krieg. Der traditionelle Rundgang auf dem Friedhof
Freigrafendamm wird auch in diesem Jahr von Felix Lipski und
anderen Mitgliedern der jüdischen Gemeinde organisiert.

Gedenkstein der VVN auf dem Ehrenrundplatz

Gedenkstein der VVN auf dem Ehrenrundplatz

Es gilt, die Erinnerung an die
Barbarei der Nazis auch für
zukünftige Generationen wach zu
halten, damit eine Wiederholung
der Geschichte ausgeschlossen
bleibt, nicht zuletzt vor dem
Hintergrund, dass die Zahl der
Überlebenden des Holocaust
kontinuierlich abnimmt.

Der Gedenkgang soll am
Donnerstag, den 8. Mai 2014,
um 15:00 Uhr am Haupteingang
des Friedhofs am Freigrafendamm
beginnen. Vertreterinnen und
Vertreter verschiedener Opfergruppen werden mitgehen und an den jeweiligen
Stationen Worte des Gedenkens sprechen. Darüber hinaus werden sich Repräsentanten
aller Konfessionen, Politiker verschiedener Parteien, Mitglieder des Bochumer
Bündnisses gegen Rechts und der VVN-BdA an dem Rundgang beteiligen.
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Ein Generalstreik hat die Republik gerettet Gedenkveranstaltung der VVN-BdA an den
Kapp-Lüttwitz-Putsch von 1920

März 30, 2014 Von: S.E. Kategorie: Arbeiterbewegung, Aufstand, Gedenken, Militarismus, Rede Kommentare deaktiviert für Ein Generalstreik hat die Republik gerettet Gedenkveranstaltung der VVN-BdA an den
Kapp-Lüttwitz-Putsch von 1920

Uli Kriegesmann bei seiner Rede in Werne

Uli Kriegesmann bei seiner Rede in Werne

Im März 1920 griffen rechte
Republikfeinde nach der Macht in
Deutschland. Doch der Kapp-
Lüttwitz-Putsch scheiterte am
entschlossenen Widerstand der
Arbeiterschaft.
Die VVN–BdA rief deshalb auch in
diesem Jahr dazu auf, der
ermordeten Kämpfer zu gedenken
und am Denkmal auf dem Werner
Kommunalfriedhof Blumen und
Kränze niederzulegen.

TeilnehmerInnen aus 
verschiedenen Parteien und
Organisationen sind diesem Aufruf gefolgt. Die Ansprache auf der diesjährigen
Gedenkveranstaltung hielt Uli Kriegesmann, Sprecher der GEW in Bochum.

Zu Beginn seiner Rede ging Uli Kriegesmann auf die Opfer ein.
„Aber wer waren diese Opfer eigentlich, derer hier gedacht wird und gedacht werden
muss? Es waren hier im Ruhrgebiet mehr als tausend Opfer, die zunächst mit General-
streik, dann  im aktiven Widerstand den Umsturzversuch stoppten und seine
Befürworter bekämpften.“
„Opfer war aber,“ so Uli Kriegesmann, „im weiteren Sinne das ganze deutsche Volk mit
den Ereignissen, die auf die entstandene Unsicherheit folgte: Die junge Weimarer
Republik war in ihren Grundfesten erschüttert, die gerade geborenen Ideale von
Mitbestimmung und Gerechtigkeit, von Frieden und Demokratie konnten nicht
erblühen, wie der neue Geschichtsabschnitt es verheißen hatte…“
(mehr …)

Kranzniederlegung am Denkmal der Kämpfer gegen Reaktion und Faschismus in Werne

März 09, 2014 Von: michnig Kategorie: Arbeiterbewegung, Aufstand, Gedenken, Militarismus, Rede, Termine Kommentare deaktiviert für Kranzniederlegung am Denkmal der Kämpfer gegen Reaktion und Faschismus in Werne

30. März 2014
11:00

Auch in diesem Jahr ruft die VVN–BdA Bochum auf, der Kämpfer
gegen den rechten Kapp-Lüttwitz-Putsch von 1920 und der
antifaschistischen Widerstandskämpfer gegen Faschismus und Krieg
zu gedenken.

Märzgefallenen-Denkmal in Bochum-Werne

Märzgefallenen-Denkmal in Bochum-Werne

Am 13.3.1920 zog die „Brigade
Erhardt“ – angeführt vom Reichs-
tagsabgeordneten Kapp und dem
Oberbefehlshaber der Reichswehr-
truppen General von Lüttwitz –
mit schwarz-weiß-roten Fahnen
und Hakenkreuzen am Stahlhelm durch das Brandenburger Tor
zum Regierungsviertel, um die
Weimarer Republik zu beseitigen.

Mittags erreichte die Nachricht
vom Putsch auch Bochum und
20.000 Menschen versammelten
sich auf dem heutigen
Springerplatz um gegen den Putsch zu demonstrieren. Es wurden, wie überall im
Ruhrgebiet,  Arbeiterräte und Arbeiterwehren gegründet. Aus diesen bildete sich die
Rote Ruhr Armee, um sich gegen die Putschisten zur Wehr zu setzen.

Am 15.4.1920 rückten Freikorps- und Reichswehrtruppen ein und schlugen
Deutschlands letzte Revolution nieder.
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Ein unappetitlicher Name für einen Delikatessenmarkt Moltkemarkt auf dem Springerplatz? Rückbenennung nach einem preußischen Militaristen

Februar 10, 2014 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Antifaschismus, Arbeiterbewegung, Gedenken, Protest Kommentare deaktiviert für Ein unappetitlicher Name für einen Delikatessenmarkt Moltkemarkt auf dem Springerplatz? Rückbenennung nach einem preußischen Militaristen

Karl Springer (Foto: RuhrEcho Verlag)

Karl Springer (Foto: RuhrEcho Verlag)

Zwei Bochumer Großunternehmer haben vor
ca. einem halben Jahr den Moltke-Platz auf
dem Springerplatz  in Bochum als Gourmet-
Markt wiederbelebt, obwohl dieser Moltke-Platz
seit 1947 Springer-Platz heißt.
Die Umbenennung erfolgte, weil die
Stadtmütter und -väter 1947 einen der
führenden Militaristen des Deutschen Reiches
nach 1945 einfach nicht mehr durch einen
Platz ehren wollten, dafür einen Kämpfer gegen Militarismus und Faschismus.
Der kommunistische Bochumer Widerstands-
kämpfer Karl Springer
wurde von den
Faschisten ermordet.

Das Andenken an Karl Springer wurde nach
seinem Tod von vielen bewahrt.
Am 17. September 2013 wurde auf Anregung
ihres verstorbenen Vorsitzenden Klaus Kunold,
von der VVN-BdA Bochum ein Stolperstein für Karl Springer gestiftet und vor seiner
damaligen Wohnung in Weitmar verlegt.

Wenn der Gourmet-Markt jetzt wieder Moltke-Markt auf dem Springer-Platz heißt, ist
das ein geschichtspolitischer Skandal, der beendet werden muss!
Das Bochumer Friedensplenum hat nun auf den Ursprung dieses Namens aufmerksam
gemacht. Auch die VVN-BdA Bochum hatte geplant, öffentlich Protest einzulegen.
Die VVN-BdA Bochum begrüßt und unterstützt deshalb den Vorstoß des
Friedensplenums  ausdrücklich! (mehr …)

Gedenkveranstaltung zum 69. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz in der Synagoge

Januar 29, 2014 Von: S.E. Kategorie: Faschismus, Gedenken, Krieg, Militarismus, Rassismus Kommentare deaktiviert für Gedenkveranstaltung zum 69. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz in der Synagoge

Die Neue Synagoge in Bochum

Die Neue Synagoge in Bochum

Zahlreiche Menschen haben am
Montagabend in der Neuen
Bochumer Synagoge an einer
Gedenkveranstaltung für die
Opfer des Faschismus
teilgenommen. Anlass war der
Jahrestag der Befreiung der
Insassen des Vernichtungslagers
Auschwitz am 27. Januar 1945
durch die Rote Armee.
Auschwitz ist das Synonym für
den Rassenwahn der Faschisten
und den Massenmord an den
europäischen Juden.
Der Jahrestag der Befreiung des
Vernichtungslagers Auschwitz wurde 1996 offizieller deutscher Gedenktag für die Opfer des „Nationalsozialismus“.

Die Gedenkfeier in der Bochumer Synagoge begann mit dem Verlesen der Namen der
Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid. Die Namen von 577 Bochumer Juden
wurden genannt. Die tatsächliche Zahl der Opfer liegt deutlich höher, es sind aber nicht alle Opfer namentlich bekannt. Die Vereinten Nationen erklärten den 27. Januar im
Jahr 2005 zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts.
Der 27. Januar ist kein Feiertag im üblichen Sinn. Er ist ein „DenkTag“: Gedenken und Nachdenken über die Vergangenheit schaffen Orientierung für die Zukunft.
„Die Vergangenheit darf nicht vergessen werden“ betonten mehrere Zeitzeugen an
diesem Abend in der Synagoge.
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Gedenkveranstaltung
zum 75. Jahrestag der Reichspogromnacht

Oktober 21, 2013 Von: S.E. Kategorie: Deportation, Faschismus, Gedenken, Juden, Termine, Terror Kommentare deaktiviert für Gedenkveranstaltung
zum 75. Jahrestag der Reichspogromnacht

9. November 2013
17:30

Die VVN-BdA Bochum ruft auch in diesem Jahr wieder zur
Teilnahme an der Gedenkveranstaltung zur
Reichspogromnacht auf.

Gedenkveranstaltung 9. November

Gedenkveranstaltung 9. November

Im Mittelpunkt der diesjährigen Gedenkfeier steht die Erinnerung an die Verhaftung und Verschlep-
pung von jüdischen Männern in Bochum nach
dem 9. November 1938 .

Im Einladungsflyer heißt es: „60 namentlich
bekannte jüdische Männer aus Bochum wurden
nach dem 09. November 1938 verhaftet und in
das Konzentrationslager Sachsenhausen
verschleppt.
Im ganzen Reich wurden etwa 30.000 Menschen
Opfer dieser Verhaftungswelle. Was dies nach dem
Schrecken der Reichspogromnacht für die
Betroffenen bedeutete, ist kaum darstellbar.
Die Verhaftungen dienten der Einschüchterung
und der Nötigung der jüdischen BürgerInnen zur
Auswanderung.
Für die Betroffenen war die Verhaftung und die
Einlieferung in ein Konzentrationslager eine
Katastrophe für ihre bürgerliche Existenz und bedeutete einen vollkommenen Bruch
mit ihrem bisherigen Leben. SchülerInnen des Neuen Gymnasiums Bochum beleuchten anhand ausgewählter Biografien die Dramatik des Geschehens für die Betroffenen und für ihre Angehörigen.“

Vor der Gedenkfeier finden Rundgänge zu den Stolpersteinen statt.

15.30 Uhr   Treffpunkt an den Stelen am Dr.-Ruer-Platz
                          
 mit Dr. Hubert Schneider (Verein Erinnern für die Zukunft)

15.30 Uhr   Treffpunkt vor dem Schauspielhaus mit Wolfgang Dominik
                          (VVN-BdA Bochum)  

Der Einladungsflyer zur Gedenkveranstaltung am 9. November 2013

Georg Elser – der unbekannte Held
Theaterstück über einen vergessenen Hitlerattentäter

Oktober 20, 2013 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Gedenken, Geschichte, Krieg, Termine, Vortrag Kommentare deaktiviert für Georg Elser – der unbekannte Held
Theaterstück über einen vergessenen Hitlerattentäter

5. November 2013
19:30

Eine Veranstaltung des Bochumer „Bündnis gegen Rechts“,
unterstützt vom Kinder- und Jugendring Bochum,
IK „Regenbogen“, Kulturbüro der Stadt Bochum,
Friedensplenum und der VVN-BdA Bochum.

Ein Theaterstück über den Hitlerattentäter, aufgeführt vom theater odos, Münster.

Plakat zum Theaterstück Georg Elser

Plakat zum Theaterstück Georg Elser

Am 8.11.1939 um 21.20 detonierte auf der
„Traditionsfeier“ der Faschisten im Münchener
Bürgerbräukeller eine Zeitbombe. Die NSDAP
hielt dieses Treffen jährlich ab zur Erinnerung und Glorifizierung des Putschversuches vom
November 1923. Hitler, dem das Attentat galt,
traf es nicht. Er hatte den Saal bereits vorher
verlassen. Ausgeführt hatte das Attentat Johann
Georg Elser, im Alleingang, ohne jeden Kontakt
zu oppositionellen Kreisen. Bei seinem Versuch,
die Schweizer Grenze zu passieren, wurde er
aufgegriffen und der Gestapo überstellt.
Jahrelang wurde er im KZ Sachsenhausen
festgehalten und am 9.4.1945 im KZ Dachau
ermordet. Johann Georg Elser hatte sich bereits
1938 entschlossen, die faschistische Führung
– Hitler, Göring und Goebbels – zu töten.

Die Motive für sein Handeln hat er in den noch
vorhandenen Vernehmungsprotokollen so begründet: „Die seit 1933 in der
Arbeiterschaft von mir beobachtete Unzufriedenheit und der von mir seit Herbst 1938
vermutete unvermeidliche Krieg beschäftigten stets meine Gedankengänge“.
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