Aus für Cedric Sontowski
Heute wurde der 2. stellvertretende AfD-Bürgermeister in Wattenscheid abgewählt. Zum ganzen Bericht unseres Vorstandsmitglieds geht es hier:
https://www.bo-alternativ.de/2026/04/21/aus-fuer-cedric-sontowski/
Heute wurde der 2. stellvertretende AfD-Bürgermeister in Wattenscheid abgewählt. Zum ganzen Bericht unseres Vorstandsmitglieds geht es hier:
https://www.bo-alternativ.de/2026/04/21/aus-fuer-cedric-sontowski/
… hier geht es zum ganzen Artikel auf bo-alternativ.de: Cedric Sontowski (AfD) wird abgewählt – Bewegung in Bochum
Ruhrpott goes Witten
Ihr habt’s mitbekommen: Die jährliche Revolutionäre Vorabenddemo, die seit 10 Jahren in Bochum für progressive Adrenalinschübe sorgt, wird in diesem Jahr ihre Fortsetzung im schönen Witten finden – darauf haben sich eure Ruhrpott-Antifas verständigt.
Nun da die Mobi bereits seit Wochen in vollem Gange ist, meldet die SDAJ in Bochum plötzlich eine eigene Vorabenddemo an und ist sich dabei nicht einmal zu schade auch noch den Titel der Demo zu klauen. Es kann bezweifelt werden, dass die SDAJ ihre Bündnispartner*innen über ihre tatsächliche Motivation aufklärte. Die perfide Motivation hinter diesem offensichtlichen Spaltungsversuch liegt auf der Hand:
1. Die SDAJ möchte sich den über 10 Jahre erarbeiteten Nimbus der „Revolutionären Vorabenddemo“ in Bochum erschleichen zu dem sie selbst nie etwas beigetragen hat. Im Gegenteil, denn sie war Teil jenes unkooperativen Blocks, der 2024 bewusst die Vorabenddemo störte und bereits damals bewusst den Bochumer Demokonsens verletzte.
Am letzten Sonntag haben wir wieder an die Kämpfer gedacht. Hier findet ihr den Bericht von bo-alternativ, dem ist nix hinzuzufügen: Die Kirchen als herrschaftsstabilisierende Aufrüstungs- und Kriegsbefürworterinnen – Bewegung in Bochum
Auch in diesem Jahr ruft die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN–BdA) Bochum dazu auf, der Kämpfer gegen den rechten Kapp-Lüttwitz-Putsch von 1920 und der antifaschistischen Widerstandskämpfer gegen Faschismus und Krieg zu gedenken:
Am 13.3.1920 zog die „Brigade Erhardt“ – angeführt vom Reichstagsabgeordneten und Aufsichtsratsmitglied der Deutschen Bank Wolfgang Kapp zusammen dem General mit dem Oberbefehlshaber der Reichswehrtruppen Nord- Mittel- und Ostdeutschlands Walther von Lüttwitz – mit schwarz-weiß-roten Fahnen und Hakenkreuzen am Stahlhelm durch das Brandenburger Tor zum Regierungsviertel, um die Weimarer Republik zu beseitigen.
Die Regierung floh nach Stuttgart, die Reichswehr weigerte sich, gegen die Putschisten vorzugehen: –» Reichswehr schießt nicht auf Reichswehr«.
Angesichts der jüngsten Ereignisse um Israel-Gaza nimmt dieser Stadtrundgang von VHS in Kooperation mit der VVN-BdA Bochum einen besonderen Stellenwert ein. Wie war das eigentlich mit dem jüdischen Leben „damals“ in Bochum?
VHS Bochum in Kooperation mit der VVN-BdA Bochum
Spätestens mit Beginn des 2. Weltkrieges mussten und wollten die Betriebe in Bochum ihre Produktion auf kriegswichtige Güter umstellen. Im Verlauf des Krieges wurden immer mehr Zwangsarbeiter*innen auch nach Bochum gebracht. Wer waren diese Menschen? Wie lebten und starben sie? Wo waren die Lager? Wie viele Zwangsarbeiter*innen gab es in Bochum? Wie groß war der jüdische Anteil?
Am 3.3. fand vor dem Rathaus in Wattenscheid – auf dem Betti-Hartmann-Platz – eine Mahnwache gegen die AfD in der Bezirksvertretung und gegen den 2. stellvertretenden Bürgermeister Cedric Sontowsk statt. Es war bereits die zweite Mahnwache vor einer Sitzung der Bezirksvertretung.
Auch die VVN-BdA Bochum ruft zum Protest gegen den Landesparteitag der AfD NRW auf. Es besteht zu befürchten, dass die AfD NRW weiter den Weg nach Rechts geht. Um dazu Stimmung zu machen, tourte Höcke in der letzten Woche durch NRW, u.a. in Dortmund und Düsseldorf.
7. März in Marl: Aufruf zum Protest – Bewegung in Bochum
Für den 5. März 2026 ruft die bundesweite Initiative „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ zu einer zweiten Schulstreikwelle gegen die Wehrpflicht auf. Das Bochumer Schulstreikkomitee erklärt: »Die Schulstreiks richten sich gegen die von der Bundesregierung betriebenen Maßnahmen zur Vorbereitung einer flächendeckenden Wehrpflicht, aber auch gegen jeden weiteren Ausweitungs- und Umsetzungsschritt des bereits beschlossenen „Wehrdienstgesetzes“. Am 5. Dezember 2025 waren in mehr als 90 Städten insgesamt über 55.000 Jugendliche auf die Straße gegangen und hatten ihre Schulen bestreikt.
Am Dienstag, 3.3. ab 13:45 stehen wir wieder vor dem Wattenscheider Rathaus: Rechtsradikale Politik stoppen – Wattenscheid schützen – Bewegung in Bochum
Unter dem Titel „Kämpferische Bühnen. Propaganda und antifaschistischer Widerstand im proletarischen Theater der Weimarer Republik“ hat uns die Theaterwissenschaftlerin Louise Décaillet am 30.01. in der Zanke etwas über politisch-kämpferische Theaterformen aus dem linken Spektrum der Weimarer Zeit erzählt. Nach einem kurzen historischen Überblick ging es zunächst um den sozialistischen Propagandabegriff und das Verhältnis von Kunst und Revolution, das nach sowjetischem Vorbild auch in kommunistischen Kreisen in Deutschland aufgenommen wurde. Besonders die Vorstellung von „Kunst als Waffe“ stand hier im Zentrum. Angesichts der Bedrohung durch den erstarkenden Faschismus, war die Radikalisierung der politischen wie künstlerischen Agitation in Deutschland damals in besonderer Weise erforderlich. Neben anderen, wirkmächtigeren Propgandamedien, etwa den Printmedien, wurde so auch durch das Theater, bspw. in Form von Massenspektakeln der Agitpropbewegung oder von Sprech- und Bewegungschören, antifaschistische Gegen-Propaganda betrieben.
Das Kuratorium Stelen der Erinnerung wird am Donnerstag den 19. Februar um 14 Uhr in Wattenscheid an Betti Hartmann gedenken. Sie wurde am 19.2.1927 geboren und als 15jährige in Auschwitz ermordet. Der Platz vor dem Rathaus Wattenscheid trägt seit April 2013 ihren Namen. Dort ist ein würdiger Ort für das Gedenken an sie stellvertretend für Millionen ermordeter jüdischer Menschen und anderer unschuldiger Opfer der Nazi-Herrschaft von 1933 bis 1945.
Das Ende der Nazi-Herrschaft 1945 bedeutet aber nicht das Ende von faschistischem Gedankengut in Deutschland, weder auf der Straße noch in Parlamenten. Vor 6 Jahren mordete ein Nazi in Hanau 9 Menschen mit Migrationshintergrund und verletzte weitere Menschen schwer. Und nicht erst seit der Kommunalwahl 2025 sitzen gesichert Rechtsextreme in Rathäusern und Bezirksvertretungen, so inzwischen auch als stellvertretende Bürgermeister wie in Wattenscheid und Gelsenkirchen.
Wir treten ein für eine Welt in der es heißt „Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg“.
Unter dem Titel »Cedric Sontowski: ein cholerischer Rassist als Vize-Bürgermeister von Wattenscheid« hat die ALB eine neue Recherche zum AfD-Vize-Bezirksbürgermeister von Wattenscheid und den dortigen Strukturen veröffentlicht: Cedric Sontowski: ein cholerischer Rassist als Vize-Bürgermeister von Wattenscheid | Infoportal Antifaschistischer Gruppen aus Bochum
Am Sonntag, 8. Februar 16 Uhr geht es los! Der NRW-Appell für ein AfD-Verbot startet mit einer Auftaktveranstaltung in der Bochumer KoFabrik.
https://www.bo-alternativ.de/2026/01/28/es-geht-los-nrw-appell-afd-verbot-jetzt/
In Kooperation mit der Volkshochschule Bochum bietet Michael Niggemann am Sonntag, 14.06.2026 diesen Stadtrundgang an.
Die Übergabe der politischen Macht an die faschistische Regierung und ihre Folgen, Massenaufmärsche und Propaganda, Gleichschaltung und Terror, Verfolgung und Vernichtung der politischen Gegner, der Bochumer Jüdinnen und Juden und anderer Personengruppen, lassen sich am Schicksal einzelner Menschen und im Alltag einer Stadt an vielen Orten erfahrbar machen.
Beim Rundgang durch die Bochumer Innenstadt soll ein Einblick gegeben werden, was Alltag unterm „Hakenkreuz“ für die Menschen, die hier lebten, bedeutete. Einige Stolpersteine auf dem Rundgang weisen heute auf das Schicksal ermordeter Bochumer*innen hin.
Der Rundgang beginnt um 14:00 an der Glocke vor dem Rathaus und dauert ca. 2 ¼ Stunden.
Kurs-Nummer: M12004, dieser Stadtrundgang ist kostenlos.
Anmeldung unter: https://vhs.bochum.de/programm/gesellschaft-politik/kurs/Stadtrundgang-Bochum-im-Faschismus/M12004
Am 30. Januar 26, 19:00 gibt es in der ZANKE (Westring 41) einen Vortrag mit dem Titel: Kämpferische Bühnen, Propaganda und antifaschistischer Widerstand im proletarischen Theater der Weimarer Republik von Louise Décaillet (RUB).
In den letzten Jahren der Weimarer Republik sahen sich Theaterschaffende einer zunehmenden NS-Propaganda ausgesetzt. Ab 1933 prägte das NS-Regime mit dem Thingspiel und den Massenspektakeln eigene Theaterformen, die die Gleichschaltung des Publikums befördern sollten. Dieses Klima politischer Dringlichkeit radikalisierte die szenischen Praktiken der Arbeiter*innenbewegung, die das Theater als pädagogisches und kollektives Projekt des politischen Kampfes nutzte. In dem Vortrag werden einige beispielhafte Inszenierungs- und Mobilisierungspraktiken des proletarisch-revolutionären Theaters vorgestellt, um die Verhältnisse zwischen Kunst, Pädagogik und Propaganda zu reflektieren sowie das Theater als Schauplatz politischen Kampfs und antifaschistischen Widerstands zu positionieren.
… hier mein Bericht über die Mahnwache in Wattenscheid:
Die VVN-BdA ruft für Dienstag, 20.1.26 um 13:45 zu einer Mahnwache vor der Sitzung der Bezirksvertretung Wattenscheid vor dem neuen Rathaus in Wattenscheid auf.
Widerstand ist jetzt! Wehret den Anfängen!
Bochum und Wattenscheid bleibt stabil gegen Rechts!
»Mit der AfD ist die gesichert rechtsextreme Partei in das Bochumer Rathaus mit 14, und in den Bezirksvertretungen teilweise mit 5 Leuten eingezogen.
In Wattenscheid wurde mit einer Stimme, vermutlich aus den Reihen der CDU, ein AfD-Mann zum 2. stellvertretenden Bezirksbürgermeister gewählt.
Gedenken an die in KZs ermordeten Bochumerinnen und Bochumer am Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, 27.1.2026, 15:00 bis 16:00, Husemannplatz
Warum wir jedes Jahr am 27. Januar gedenken
Am 27.01.1945, also vor 81 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau befreit. Dennoch wollen wir nicht jubeln, sondern gedenken und trauern. Denn wir machen uns Sorgen, weil wir bemerken, dass der Ton in unserer Gesellschaft wieder rauer wird. Insbesondere nehmen Vorurteile, Hass und Gewalt gegen Juden und andere Minderheiten zu. Wenn wir die Gräueltaten von damals vergessen, wird uns nicht auffallen, welche menschenverachtenden Grenzen wieder überschritten werden.
Auch wir als VVN-BdA Bochum unterstützen diese Demo:
Ein breites Bündnis ruft anlässlich des US-Militäreinsatzes in Venezuela zu einer Kundgebung und Demonstration auf, um das Völkerrecht zu verteidigen. Die Kundgebung soll morgen, Mittwoch, um 17 Uhr am Hauptbahnhof beginnen: „Wir verurteilen den US-Militäreinsatz gegen Venezuela und die Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seiner Ehefrau Cilia Flores am vergangenen Samstag. Unabhängig davon, wie man zur Regierung Venezuelas steht, ist ein solcher Bruch des Völkerrechts und der UN-Charta aufs Schärfste zu kritisieren. Wir fordern von der Bundesregierung, den Völkerrechtsbruch klar zu benennen.
An die Pogrome in der Nacht vom 9. auf den 10. November vor 87 Jahren erinnerte nicht nur Bochum am Sonntag sondern auch Wattenscheid am Montag in einer gemeinsamen Veranstaltung von „Stelen der Erinnerung“ und der Bezirksvertretung in einer zweigeteilten Veranstaltung. Den Auftakt im gut gefüllten Ratssaal machte der stellvertretende Bürgermeister Marc Westerhoff mit einem Redebeitrag. Danach erinnerte Felix Oekentorp an die beispiellos große Zahl der Opfer der Nazis, die 6 Millionen jüdischen Menschen, die Hunderttausende Sinti und Roma, die über 200 Tausend ermordeten Menschen mit vermeintlich unheilbaren körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen sowie die 27 Millionen Opfer in der Sowjetunion durch den Überfall der deutschen Wehrmacht.
Wattenscheider Gedenken an die Pogrome vom 9. November 1938
Am Montag den 10. November wird in einer gemeinsamen Veranstaltung des Kuratoriums Stelen der Erinnerung e.V. mit der Bezirksvertretung an die unvorstellbaren Verbrechen der Nazis erinnert. Diese Pogrome waren für die deutschen Faschisten ein Testlauf, wie weit sie gehen konnten. Die deutsche Bevölkerung reagierte nicht mit massiver Empörung, sondern nahm stattdessen die Gelegenheit wahr, sich an jüdischem Eigentum zu bereichern.
Inzwischen scheinen die Lehren aus der Zeit verblasst zu sein angesichts von besorgniserregenden Wahlerfolgen der AfD. Um so wichtiger ist es, zu erinnern und zu mahnen und dabei junge Menschen einzubinden. (mehr …)
Sonntag, 09. November 2025, 15.00 Uhr, Harmoniestraße / Ecke Dr. Ruer-Platz
Else Hirsch wurde am 29. Juli 1889 in Bütow geboren, bestand 1908 das Lehramtsexamen für höhere Schulen und kam 1927 nach Bochum, um eine Lehrerinnenstelle an der Israelitischen Volksschule anzunehmen.
Die brutalen Übergriffe in der Reichspogromnacht zeigten der jüdischen Bevölkerung endgültig, das jüdisches Leben in Deutschland unerwünscht ist. Die SA-Horden haben die Bochumer Synagoge zerstört und die Innenräume der jüdischen Schule verwüstet. Da viele jüdische Familien das Deutsche Reich bereits verlassen hatten, gingen die Schülerzahlen an den jüdischen Schulen zurück. Die Lehrerinnenstelle von Else Hirsch wurde eingespart und sie wurde aus dem Schuldienst entlassen. Um ein Ruhegehalt zu beziehen, war sie verpflichtet, ehrenamtlich an einer privaten jüdischen Schule zu unterrichten.
Stadtrundgang zu ausgewählten Stolpersteinen und Stelen: Jüdisches Leben vor, während und nach dem Faschismus in Bochum
Vor der Gedenkveranstaltung am 9. November um 15.00 Uhr bietet die VVN-BdA Bochum einen Rundgang zu ausgewählten Stolpersteinen und Stelen an. Der Rundgang beginnt um 13.00 Uhr am Nordbahnhof und endet pünktlich zur Gedenkveranstaltung auf dem Dr. Ruer-Platz. Der Nordbahnhof ist ein Gedenkort zur Erinnerung an die Deportationen von Bochumer Bürger*innen, die entsprechend der faschistischen Rassegesetzgebung nicht „arisch“ waren. An einigen Stolpersteinen und Stelen lässt sich exemplarisch die faschistische Vernichtungspolitik erklären. Wer unterstützte eigentlich diese rassistische Politik? Wer leistete eigentlich Widerstand dagegen? Welche kollektiven Ideologien leisteten der Vernichtung Vorschub? Wer profitierte von diesem Terror? Welches Schicksal erlebten oder erlitten die Überlebenden nach der Befreiung vom Faschismus? Der Rundgang soll einen Beitrag zur Erinnerungskultur in Bochum sein.
Die Leitung hat Wolfgang Dominik, Theologe und Historiker