VVN-BdA Bochum

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
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Ein Stolperstein für Karl Rostek

November 26, 2015 Von: Guenter Gleising Kategorie: Antifaschismus, Arbeiterbewegung, Faschismus, Stolperstein Kommentare deaktiviert für Ein Stolperstein für Karl Rostek

Künstler Gunter Demnig verlegte gestern 20 weitere Stolpersteine in Bochum.  Die VVN-BdA hat in
diesem Jahr einen Stolperstein zum Gedenken an Karl Rostek gestiftet.

Gunter Demnig bei der Stolpersteinverlegung am 25.11.
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Gunter Demnig bei der Stolpersteinverlegung am 25.11.

Sie erinnert an den Widerstands-
kämpfer gegen den Faschismus, der
1944 bei der Bergung eines
Blindgängers im Hydrierwerk in
Gelsenkirchen umgekommen ist:
Karl Rostek wurde am 10. Februar
1894 in Bochum von Karoline Rostek
geboren. Nach dem Ende der
Volksschule wurde er Heizer,
vermutlich beim Bochumer Verein.

Als Karl 20 Jahre alt war begann der
1. Weltkrieg. Für ihn war damit auch
die Jugendzeit beendet. Wir wissen
nicht, wo er im Krieg war. Aber schon bald nach seiner Rückkehr zog er aus seinen Kriegserfahrungen eine Schlussfolgerung, er trat der KPD bei.

Am 24. Dezember 1919 heiratete Karl Rostek Maria Bauer aus dem bergischen Vohwinkel, sie wohnten schon bald in der Bessemer Str. 19. Zwischen dem Moltke-Markt und den Werkshallen des Bochumer Vereins lag das Wohnhaus im Bochumer Arbeiterzentrum, das im Volksmund auch
„Blaubuchsen-Viertel“ genannt wurde. Das politische und soziale Zentrum der Bochumer
Arbeiterbewegung war der Moltke-Markt und die angrenzenden Wohngebiete. Hier spielte sich das Leben ab. Beliebt waren die Märkte und Geschäfte, die Gaststätten, die Plätze der „Eckensteher“, die Spielplätze der vielen Kinder. Hier fanden Demonstrationen und Kundgebungen der
Gewerkschaften und Arbeiterparteien statt. In Zeiten von Wahlen und am 1. Mai hingen aus vielen Fenstern rote Fahnen und Transparente.
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Nachruf auf Hannes Bienert
Erinnerung an einen überzeugten Antifaschisten

November 02, 2015 Von: Guenter Gleising Kategorie: Antifaschismus, Arbeiterbewegung, Gedenken, Nachruf Kommentare deaktiviert für Nachruf auf Hannes Bienert
Erinnerung an einen überzeugten Antifaschisten

Unser langjähriger Kamerad Hannes Bienert ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Der Verlust schmerzt unermesslich, die Lücke ist groß.

Antifaschistisches Urgestein: Hannes Bienert
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Antifaschistisches Urgestein: Hannes Bienert

Hannes Bienert, 1928 in Beuthen (Bytom) geboren, erlebte als Kind und Jugendlicher das Naziregime, den Krieg und die Flucht nach Wattenscheid. Die Erkenntnis „Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg“ wurde mit großer Konsequenz zur Richtschnur für sein politisches Leben. Geprägt wurde er auch durch die Arbeit auf der Zeche Holland. Seine politische Arbeit richtete sich gegen die Remilitarisierung, den Kalten Krieg und die Aufrüstung. Als Mitglied der KPD wurde Hannes Bienert mehrfach von der Justiz verfolgt und 1957 ins Gefängnis gesperrt.

Von Anfang an gehörte Hannes zu den
Organisatoren des Ostermarsches im Ruhrgebiet, auch dem anwachsenden Neonazismus setzte er seinen Widerstand entgegen. Dabei suchte er immer die Gemeinschaft mit anderen. Oft gelang es ihm, auch politisch Andersdenkende zum Kampf gegen den Faschismus und für den Frieden zu gewinnen. 1968 gehörte er zu den Gründern der DKP in Wattenscheid und war jahrelang deren Vorsitzender.

Sein antifaschistisches Engagement führte ihn in die Reihen der VVN-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten. Hannes setzte sich zusammen mit vielen anderen für die Schließung der NPD-Landeszentrale in Wattenscheid ein und protestierte gegen die NPD-Landesparteitage in Wattenscheid.
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Gedenktag für die Opfer des Faschismus Erinnerung an die ermordeten Widerstandskämpfer

August 25, 2015 Von: Guenter Gleising Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Gedenken, Termine Kommentare deaktiviert für Gedenktag für die Opfer des Faschismus Erinnerung an die ermordeten Widerstandskämpfer

Auch in diesem Jahr ruft die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes –
Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten auf, der ermordeten
Widerstandskämpfer gegen den Faschismus und Krieg zu gedenken.

Gedenkstein der VVN-BdA auf dem Ehrenrundplatz
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Gedenkstein der VVN-BdA auf dem Ehrenrundplatz

Die Kranzniederlegung und
Gedenkveranstaltung findet am
zweiten Sonntag im September statt,
dem traditionellen Gedenktag für die
Opfer des Faschismus, der 1946 von
Überlebenden der Konzentrationslager und Haftstätten ins Leben gerufen
wurde.
Auf dem Ehrenrundplatz, dem
Gedenkort, sind die Urnen von acht
Widerstandskämpfern gegen das Nazi-Regime bestattet, die in den Jahren
1943 bis 1945 hingerichtet wurden
oder im KZ umkamen.

Der „Gedenktag für die Opfer des Faschismus” war unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg die erste gesamtdeutsche Erinnerung für alle Opfer und Verfolgte der Nazidiktatur.
Nach einem WAZ-Bericht vom 14.9.1948 fand am Vormittag des 2. Sonntags im September 1948 die erste Gedenkfeier der Stadt Bochum für die Opfer des Faschismus auf dem Zentralfriedhof am Freigrafendamm statt.

Sonntag, den 13. September 2015, 11.00 Uhr
Treffpunkt: Haupteingang des Friedhofes Freigrafendamm

Die Gedenkveranstaltung findet am Ehrenrundplatz und Denkmal auf dem Friedhof statt.
Es spricht: Falk Mikosch, Düsseldorf, Landessprecher der VVN-BdA Nordrhein-Westfalen.

Die Presseinformation der VVN-BdA Bochum

Hindenburg – Ehrenbürgerschaft:
VVN-Antrag auf Aberkennung wurde abgelehnt

Juni 10, 2015 Von: Guenter Gleising Kategorie: Faschismus, Geschichte, Militarismus, Presseerklärung Kommentare deaktiviert für Hindenburg – Ehrenbürgerschaft:
VVN-Antrag auf Aberkennung wurde abgelehnt

Pressemitteilung der VVN-BdA Bochum

Symbol der VVN-BdA
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Symbol der VVN-BdA

Der Antrag der Vereinigung der Verfolgten des
Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und
Antifaschisten (VVN – BdA) mit der Forderung
zur Aberkennung der Bochumer Ehrenbürgerschaft von Paul von Hindenburg wird von
Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz abgelehnt.
Dies teilte Scholz der VVN in einem Brief mit. Eine
Aberkennung sei nicht möglich, weil „ein
Ehrenbürgerrecht nur zu Lebzeiten“ besteht, es
„erlischt nach dem Tod des Ausgezeichneten“, so
die Mitteilung der Verwaltung.

Die Oberbürgermeisterin beruft sich in ihrer
Argumentation auf eine „herrschende
Rechtsmeinung“, ohne diese zu erläutern. Aus Sicht der VVN ist dies unsachlich, weil nicht überprüfbar ist, worauf sich diese Rechtsmeinung gründet. In der Gemeindeordnung ist im § 34 das Recht auf die Verleihung des Ehrenbürgerrechts und Ehrenbezeichnung verankert. Dort ist auch geregelt, dass über die Verleihung oder Entziehung der Rat „mit einer Mehrheit von zwei Dritteln“ entscheidet. Dass das Ehrenbürgerrecht nach dem Tod erlischt, ist nicht festgelegt.

In vielen Auflistungen der Ehrenbürgerschaften div. Städte sind generell auch die verstorbenen Ehrenbürger aufgeführt. Manche Städte haben sogar
Ehrenbürgerschaften postum verliehen, z. B. Berlin 2002 an Marlene Dietrich. Die
Stadt Bochum hat im Jahr 2009 Erich Lenk (langjähriges Vorstandsmitglied des Einzelhandelsverbandes) postum den Ehrenring verliehen.
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Zum Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus
Große Gewerkschaftsdemo für Frieden und Solidarität in Bochum

Mai 09, 2015 Von: Guenter Gleising Kategorie: Befreiung, Demonstration, Faschismus, Krieg Kommentare deaktiviert für Zum Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus
Große Gewerkschaftsdemo für Frieden und Solidarität in Bochum

Die neu gegründete Initiative „GewerkschafterInnen für Frieden und Solidarität” hatte am Samstag zu einer Demonstration und Kundgebung anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung von Krieg und Faschismus aufgerufen.

Horst Schmitthenner spricht auf der Demo
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Horst Schmitthenner spricht auf der Demo

Unterstützt von vielen sozialen
Initiativen, linken Parteien und Friedensgruppen haben am 9. Mai
annähernd 1.000 Menschen für Frieden, Abrüstung und
Solidarität demonstriert.
Am Hauptbahnhof fand eine
Auftaktkundgebung statt, auf der Gudrun Müller (ver.di) und
Rainer Einenkel in engagierten
Reden an den Anlass der Aktion, den 70. Jahrestag der Befreiung
von Faschismus und Krieg,
erinnerten.

Nach der Demonstration durch
die südliche Innenstadt sprachen Jochen Marquardt (DGB) und Horst Schmitthenner (IG Metall). Schmitthenner forderte dazu auf, die Lehren aus Faschismus und Krieg zu ziehen. Er forderte auch: „Das Sterben im Mittelmeer müsse aufhören und zwar sofort!” Er sagte weiter: “Und die unsägliche europäische Abschottungspolitik muss beendet werden: Wir brauchen legale und sichere Wege für Flüchtlinge nach Europa”.
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Erinnerung an ermordete Widerstandskämpfer und Zwangsarbeiter an der Gedenktafel

Mai 05, 2015 Von: Guenter Gleising Kategorie: Faschismus, Gedenken, Rede, Zwangsarbeit Kommentare deaktiviert für Erinnerung an ermordete Widerstandskämpfer und Zwangsarbeiter an der Gedenktafel

An der Gedenktafel im Bochumer Stadtpark erinnerte die VVN-Bund der
Antifaschistinnen und Antifaschisten an die Widerstandskämpfer und Zwangsarbeiter, die hier Anfang April 1945 Opfer von Nazi-Verbrechen wurden.

Sevim Dagdelen spricht auf der Gedenkfeier
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Sevim Dagdelen spricht auf der Gedenkfeier

Die Gestapo, die damals ihren Sitz in einer beschlagnahmten Villa
auf der Bergstraße 76 hatte,
erschoss allein hier, im Keller der Gestapowache, wenige Stunden
vor dem Einmarsch der
amerikanischen Truppen, 20
Menschen und verscharrte diese
in Bombentrichtern im Stadtpark. Bei Verhören oder Folterungen der Gestapo starben in der Bergstraße oder dem Polizeipräsidium in der Uhlandstraße weitere 14
Menschen. Zu den Ermordeten
gehören der frühere KPD-
Abgeordnete im Provinziallandtag, Adolf Straube, der Sozialdemokrat Wilhelm Hüser aus Castrop-Rauxel, der Küster Friedrich Wilhelm Espenhahn aus Witten und der Kommunist Karl Springer aus Bochum.

Nach der Befreiung von Faschismus und Krieg im Mai 1945 wurden die Leichen, die im Stadtpark verscharrt waren, ausgegraben und auf dem Friedhof am Freigrafendamm beerdigt. Auf Initiative der VVN-BdA stellte die Stadt Bochum 2008 die durch
Spendengelder finanzierte Tafel auf.

Auf der Kundgebung im Stadtpark sprachen Sevim Dagdelen (Bundestagsabgeordnete / DIE LINKE) und Günter Gleising (1. Vorsitzender der VVN-BdA Bochum). An der Gedenk- und Infotafel wurden Kränze und Gestecke niedergelegt.

Die Rede von Sevim Dagdelen im Wortlaut
Die Rede von Günter Gleising im Wortlaut

Kranzniederlegung am Denkmal der Kämpfer gegen Reaktion und Faschismus in Werne

März 17, 2015 Von: Guenter Gleising Kategorie: Arbeiterbewegung, Aufstand, Gedenken, Rede, Termine Kommentare deaktiviert für Kranzniederlegung am Denkmal der Kämpfer gegen Reaktion und Faschismus in Werne

Märzgefallenen-Denkmal in Bochum-Werne
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Märzgefallenen-Denkmal in Bochum-Werne

Auch in diesem Jahr ruft die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifa-schistinnen und Antifaschisten (VVN – BdA) auf, der im Kampf gegen den rechten Kapp-Lüttwitz-Putsch von 1920 gefallenen „Märzgefallenen“ und der antifaschistischen
Widerstandskämpfer gegen
Faschismus und Krieg zu
gedenken.

Ihr Einsatz und Mut, ihr
Idealismus und Kampfeswillen sollte für uns heute Verpflichtung sein, soziale und politische Errungenschaften zu bewahren, den reaktionären Kräften von heute den Weg zu versperren und für Frieden, Freiheit, Solidarität und sozialen Fortschritt einzutreten.

Sonntag, 29. März 2015, um 11.00 Uhr
Treffpunkt: auf dem Marktplatz in Bochum-Werne.

Die Gedenkrede auf dem Werner Friedhof hält Katharina Schwabedissen, Sprecherin der LISA (Linke sozialistische Arbeitsgemeinschaft Frauen) in NRW.

Die Gedenkveranstaltungen an den Werner Gräbern und dem Denkmal finden, mit einer Unterbrechung in der Zeit des Faschismus in den Jahren von 1933 bis 1945, seit 1921 statt.

Der Aufruf der VVN-BdA Bochum

Erinnerung an Befreiung von Faschismus und Krieg:
VVN-BdA plant Aktionen und Veranstaltungen

Januar 30, 2015 Von: Guenter Gleising Kategorie: Befreiung, Faschismus, Krieg, Presseerklärung Kommentare deaktiviert für Erinnerung an Befreiung von Faschismus und Krieg:
VVN-BdA plant Aktionen und Veranstaltungen

Presseinformation zu den nächsten Veranstaltungen der VVN-BdA Bochum:

Mit zahlreichen Aktivitäten und Veranstaltungen will die Bochumer VVN-BdA in den kommenden Wochen an die Öffentlichkeit treten und einen Beitrag leisten, der
drohenden Rechtsentwicklung entgegenzutreten. Im Mittelpunkt steht dabei der
70. Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg (8. Mai).

Symbol der VVN-BdA
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Symbol der VVN-BdA

Beginn der Veranstaltungsreihe ist eine
Buchvorstellung und Gespräch mit Dr. Hubert
Schneider über sein Buch „Leben nach dem
Überleben“ am Freitag, 20. Februar 2015, 19:30 Uhr im Lokal „I am Love“, Dibergstr. Der Historiker
Dr. Hubert Schneider beleuchtet Schicksale von
Juden in Bochum nach 1945.

Zur Auseinandersetzung mit Neonazismus,
Rassismus und deutsch-nationalem Konservatismus ist eine Veranstaltung unter dem Thema „ Gibt es
eine neue Rechte?“ geplant.

Die Zeitung der VVN-BdA Bochum (Antifaschistische Bochumer Blätter) erscheint zum 1. Mai 2015 mit dem Schwerpunktthema 8. Mai – Tag der Befreiung vom Faschismus.

Dienstag, den 5. Mai, führt die VVN-BdA Bochum eine Kundgebung an der Gedenktafel am Eingang des Stadtparks (Erschießungen von Widerstandskämpfern und
Zwangsarbeitern durch die Gestapo kurz vor Kriegsende in Bochum) durch.
Am Samstag, den 9. Mai, ist eine Antifaschistische Stadtrundfahrt geplant.
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Bilder von der Präsentation der VVN-BdA
am 22. Januar 2015 im Stadtarchiv

Januar 23, 2015 Von: Guenter Gleising Kategorie: Antifaschismus, Bildergalerie, Faschismus, Präsentation Kommentare deaktiviert für Bilder von der Präsentation der VVN-BdA
am 22. Januar 2015 im Stadtarchiv

Hinweis:
Diese Galerie enthält nicht alle Bilder der Präsentation. Eine Kurzbeschreibung zu
jedem Bild findet Ihr, nach Vergrößern durch Anklicken, unterhalb des Fotos, links.

Liberté – Égalité – Fraternité
VVN-BdA gegen Djihadisten, Antisemiten, Rassisten und Faschisten, gegen PEGIDA- und HOGESA-Bewegungen

Januar 12, 2015 Von: Guenter Gleising Kategorie: Anschlag, Gedenken, Presseerklärung, Rassismus Kommentare deaktiviert für Liberté – Égalité – Fraternité
VVN-BdA gegen Djihadisten, Antisemiten, Rassisten und Faschisten, gegen PEGIDA- und HOGESA-Bewegungen

Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit verteidigen!

Symbol der VVN BdA
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Symbol der VVN BdA

Die VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des
Naziregimes / Bund der Antifaschistinnen und
Antifaschisten) Bochum erklärt in einer
Pressemitteilung vom 12.1.2015:

Wir sprechen den Angehörigen der bei den
Anschlägen in Paris Ermordeten unser tief
empfundenes Mitgefühl aus. Es ist bezeichnend,
dass sich der menschenverachtende und
demokratiefeindliche Terror gegen Linke und
jüdische Einrichtungen richtet. Beides,
Menschenverachtung und Demokratiefeindlichkeit,
teilen die Attentäter mit jenen, die ihre Taten zum
Anlass nehmen, nach einem autoritären Staat zu
rufen. Dagegen stehen wir mit Millionen Menschen
in Europa für die Verteidigung der Demokratie.

Die Errungenschaften der Französischen Revolution, Freiheit, Gleichheit und
Brüderlichkeit als Maßstab für eine Gesellschaft, die allen Menschen ein
menschenwürdiges Leben ermöglicht, müssen gegen Djihadisten, Antisemiten,
Rassisten und Faschisten, gegen PEGIDA- und HOGESA-Bewegungen verteidigt werden.

Stolpersteinverlegung für Heini Schmitz

Dezember 11, 2014 Von: Guenter Gleising Kategorie: Antifaschismus, Arbeiterbewegung, Faschismus, Gedenken Kommentare deaktiviert für Stolpersteinverlegung für Heini Schmitz

 

Ein Stolperstein für Heini Schmitz
Die Verlegung erfolgt am Mittwoch, den 10. Dezember 2014

Dezember 06, 2014 Von: Guenter Gleising Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Gedenken, Termine Kommentare deaktiviert für Ein Stolperstein für Heini Schmitz
Die Verlegung erfolgt am Mittwoch, den 10. Dezember 2014

„Hier wohnte Heini Schmitz, Jahrgang 1910,
im Widerstand/SPD, Ende April 1933 von den Nazis ermordet“.
So soll der Text auf dem Stolperstein lauten, der von der VVN-BdA
gestiftet und am 10. Dezember 2014 verlegt werden soll.

2013 stiftete die VVN diesen Stolperstein
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2013 stiftete die VVN-BdA diesen Stolperstein

Schmitz war Mitglied des SPD-
Schutzverbandes Reichsbanner
und wohnte auf der
Hermannshöhe in unmittelbarer
Nähe zum Gebäude der SPD-
Zeitung Volksblatt. Schon kurz
nachdem die Nazis die Macht
in Bochum an sich gerissen
hatten, war er deren Verfolgung
ausgesetzt. Heinrich Schmitz,
meistens kurz Heini oder Heinz
genannt, war 23 Jahre alt, als er
nach den Misshandlugen der Nazis
am 25. April 1933 starb.

Im Keller des besetzten Druckereigebäudes richtete die SA einen Folterkeller ein, in dem
Angehörige der Arbeiterorganisationen schwer gefoltert wurden. Nach Misshandlungen
an Heini Schmitz steckten ihm die SA-Verbrecher Rattengift in den Mund.
Heini Schmitz starb am 25. April 1933 an den inneren Verätzungen und wurde am
29. April zu Grabe getragen. Am Straßenrand versuchten SA- und Stahlhelm-
Uniformierte den Trauerzug mit Zurufen und Gesten zu verhöhnen.

Heini Schmitz darf nicht in Vergessenheit geraten, deshalb stiftet die VVN-BdA den
Stolperstein und bemüht sich, seinen Lebenslauf zu rekonstruieren.
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Presseerklärung der VVN-BdA Bochum:
Aus unserer Scham muss Wachsamkeit wachsen!
Solidarität mit der jüdischen Gemeinde

November 17, 2014 Von: Guenter Gleising Kategorie: Juden, Neofaschismus, Presseerklärung, Protest Kommentare deaktiviert für Presseerklärung der VVN-BdA Bochum:
Aus unserer Scham muss Wachsamkeit wachsen!
Solidarität mit der jüdischen Gemeinde

Die VVN-BdA Bochum hat heute eine Erklärung veröffentlicht, in der sie zu einer
Provokation eines Nazis im Dortmunder Rat Stellung nimmt, der mit einer Anfrage
wissen wollte, wo in Dortmund wie viele jüdische BürgerInnen wohnen.

Symbol der VVN-BdA
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Symbol der VVN-BdA

„Empörend, widerlich und verbrecherisch!“,
so charakterisiert die VVN-BdA Kreisvereinigung
Bochum die Vorgänge um die Ratsanfrage der Partei
„Die Rechte“ zur Anzahl und zu den Wohnorten
Dortmunder Bürger jüdischen Glaubens.
„Allein schon die Tatsache, dass wenige Tage nach
dem Gedenken an die Ereignisse und Opfer der
Pogromnacht vom 9. November 1938 derartige
Fragen im Dortmunder Stadtrat möglich sind, ist
unbegreiflich. Es ist ungeheuerlich, dass einer
Organisation und Gesinnung über solche Anfragen
eine öffentliche Plattform gegeben wird. Die
Begründung, die Anfrage sei für die „die politische
Arbeit“ der „Rechten“ „relevant“, ist kriminell.
Geschichtliche Parallelen sind offensichtlich. 
Ab 1933 sammelten auch die Faschisten zuerst Daten über die Juden, dann Adressen
von Wohnungen und Geschäften, um anschließend Einrichtungen und Geschäfte zu
demolieren und Menschen zu ermorden. Allein aus Bochum kamen über 500 jüdische
Mitbürger in der Zeit des Naziregimes ums Leben, in Dortmund waren es 2.000. …“

„Unsere besondere Solidarität gilt den unter uns lebenden Bürgern jüdischen Glaubens
und der jüdischen Gemeinde. Aus unserer Scham über das verbrecherische Treiben von
NeofaschistInnen soll verstärkte Wachsamkeit und Tätigkeit gegen Antisemitismus,
Neofaschismus und Rassismus erwachsen.“

Die Presseerklärung im Wortlaut.

Alternative Busrundfahrt:
Stätten der Verfolgung und des Widerstandes
in Langendreer und Werne

Oktober 22, 2014 Von: Guenter Gleising Kategorie: Antifaschismus, Busrundfahrt, Faschismus, Termine Kommentare deaktiviert für Alternative Busrundfahrt:
Stätten der Verfolgung und des Widerstandes
in Langendreer und Werne

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund
der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA)
Bochum bietet am Samstag, den 8. November, in der Zeit
von 14.00- 17.00 Uhr, eine alternative Busrundfahrt durch Langendreer
und Werne an.

Stolperstein für Max Heimann in Langendreer
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Stolperstein für Max Heimann in Langendreer

Die Rundfahrt steht unter dem
Thema „Langendreer und Werne
unterm Hakenkreuz – Naziterror,
Widerstand, Verfolgung und Krieg
von 1933-1945“.
Diese Fahrt, mit Stopps an
verschiedenen Orten, Gebäuden,
Stolpersteinen etc., beschäftigt
sich u.a. mit den Fragen:
Wie kamen die Nazis an die
Macht? Wer wurde verfolgt?
Welche jüdischen Geschäfte
wurden „arisiert“?
Wohin erfolgten Deportationen?
Wie sah der antifaschistische
Widerstand im Bochumer Osten
aus? Wer kam ins KZ?
Wo befanden sich kriegs-
wirtschaftlich wichtige Fabriken? Wie wirkte sich der Bombenkrieg aus? Wie erfolgte die Befreiung von Krieg und
Faschismus in Langendreer und Werne? Welche Erinnerungsstätten gibt es noch heute?

Treffpunkt und Abfahrt für die alternative Busrundfahrt der VVN-BdA
Bochum
ist um 14:00 Uhr der Carl-von-Ossietzky-Platz in Langendreer.
Kostenbeitrag: 8,– Euro, erm. 4,– Euro
Buskarten können bestellt werden bei der VVN-BdA Bochum:
per Telefon: 0234 / 354577 oder per e-mail: info@vvn-bda-bochum.de

Virton und Verdun
Eine Studienfahrt auf den Spuren des
Ersten Weltkrieges in Belgien und Frankreich

Oktober 01, 2014 Von: Guenter Gleising Kategorie: Krieg, Militarismus, Termine, Versammlung Kommentare deaktiviert für Virton und Verdun
Eine Studienfahrt auf den Spuren des
Ersten Weltkrieges in Belgien und Frankreich

Die VVN-BdA Kreisvereinigung Bochum lädt zu einer öffentlichen
Mitgliederversammlung ein.

2014 jährte sich zum einhundertsten Mal ein Ereignis, das Europa und die Welt
verändern sollte: der Beginn des Ersten Weltkrieges.

Blumen aus Bochum am Denkmal für die glorreichen Märtyrer in Latour
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Blumen aus Bochum am Denkmal für die glorreichen Märtyrer in Latour

Er brachte in seinem Verlauf nicht nur
Millionen von Soldaten den Tod, schwere
Verletzungen und traumatische Erfahrungen
in den Schützengräben an der Westfront. Der
Krieg veränderte auch das Leben der Menschen
in den von Deutschland überfallenen Ländern,
wie z.B. das neutrale Belgien, von Grund auf.
Einwohner wurden aus ihren Häusern
vertrieben, Städte in Schutt und Asche gelegt
und ganze Dörfer ausradiert. Bereits in den
ersten Kriegsmonaten 1914 wurden mehr als
5.500 belgische Zivilisten von Deutschen
hingerichtet.

Auf den Spuren des 1. Weltkrieges führte eine
Studienfahrt des Bochumer Stadtarchivs und
der VHS Bochum vom 27.9. bis 28.9.2014.
An der Studienreise nahmen u.a. auch unsere
Mitglieder Günter Gleising und Siegfried Evers
teil.
Zunächst ging die Reise nach Virton in Belgien, wo schon im August 1914 eine große
Schlacht stattfand. Die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg ist in Virton noch sehr
präsent, was an vielen Orten in der Stadt und der Umgebung noch erfahrbar ist.
In Virton besuchte die Reisegruppe u.a. ein Kriegsmuseum und ein Kunstmuseum, die
sich dem „Großen Krieg“ auf unterschiedliche Weise widmen.
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VVN-BdA Bochum ruft zur Teilnahme
an der Gedenkveranstaltung für die Opfer des
Faschismus auf

August 29, 2014 Von: Guenter Gleising Kategorie: Ankündigung, Antifaschismus, Faschismus, Gedenken, Rede, Termine Kommentare deaktiviert für VVN-BdA Bochum ruft zur Teilnahme
an der Gedenkveranstaltung für die Opfer des
Faschismus auf

Auch in diesem Jahr ruft die VVN-BdA auf, der ermordeten
Widerstandskämpfer gegen den Faschismus und Krieg zu
gedenken.

Gedenkstein der VVN auf dem Ehrenrundplatz
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Gedenkstein der VVN auf dem Ehrenrundplatz

Die Kranzniederlegung und
Gedenkveranstaltung findet am
zweiten Sonntag im September
statt, dem traditionellen
Gedenktag für die Opfer des
Faschismus, der 1946 von
Überlebenden der Konzentrations-
lager und Haftstätten ins Leben
gerufen wurde.
Auf dem Ehrenrundplatz, dem
Gedenkort, sind die Urnen von
8 Widerstandskämpfern gegen
das Nazi-Regime bestattet, die
in den Jahren 1943 bis 1945
hingerichtet wurden oder im KZ
umkamen.

Der „Gedenktag für die Opfer des Faschismus” war unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg
die erste gesamtdeutsche Erinnerung für alle Opfer und Verfolgte der Nazidiktatur.
Nach einem WAZ-Bericht vom 14.9.1948 fand am Vormittag des 2. Sonntags im
September 1948 die erste Gedenkfeier der Stadt Bochum für die Opfer des
Faschismus auf dem Zentralfriedhof am Freigrafendamm statt.
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Beendet die Kriege!
VVN-BdA erinnerte an die toten Kriegsgefangenen
des Ersten Weltkrieges

August 04, 2014 Von: Guenter Gleising Kategorie: Gedenken, Krieg, Zwangsarbeit Kommentare deaktiviert für Beendet die Kriege!
VVN-BdA erinnerte an die toten Kriegsgefangenen
des Ersten Weltkrieges

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und
Antifaschisten (VVN-BdA) Bochum hat am Samstag, dem 100. Jahrestag der deutschen Mobilmachung, Gräber von Kriegsgefangenen mit Blumen geschmückt.

VVN-Mitglieder beim Schmücken der Gräber
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VVN-Mitglieder beim Schmücken der Gräber

An den drei Denkmälern auf dem
Kath. Friedhof Wattenscheid und
dem Kommunalfriedhof Höntrop
wurden Blumenschalen
aufgestellt. Die Gräber der dort
bestatteten 66 russischen Kriegs-
gefangenen und zwei serbischen
Kriegsgefangenen wurden mit
roten Rosen geschmückt.
Eine aktuelle Forderung
enthielten die blauen Schleifen
der Blumengebinde:
„Beendet die Kriege”.
Neben Mitgliedern der VVN-BdA
beteiligten sich auch Angehörige
der Friedensbewegung und der SDAJ an der Gedenk- und Mahnaktion.

In den Jahren 1914 — 1918 wurden tausende Kriegsgefangene aus den Sammellagern
bei Wesel und Münster nach Bochum und Wattenscheid transportiert. Sie mussten in
Zechen, in der Stahlindustrie, der Landwirtschaft Schwerstarbeit leisten. Da die
Unterbringung und Verpflegung in der Regel schlecht und die Arbeitsbelastung hoch
waren, gab es unter den Kriegsgefangenen auch viele Tote. Die Gräber sind noch heute
stumme Zeugen dieser Zeit. Mit ihrer Aktion will die VVN-BdA an ein (fast) vergessenes
Kapitel des 1. Weltkrieges erinnern.

Pressemitteilung der VVN-BdA Bochum:
VVN-BdA erinnert an den Ersten Weltkrieg –
Blumen für die Gräber der Kriegsgefangenen

Juli 30, 2014 Von: Guenter Gleising Kategorie: Gedenken, Krieg, Zwangsarbeit Kommentare deaktiviert für Pressemitteilung der VVN-BdA Bochum:
VVN-BdA erinnert an den Ersten Weltkrieg –
Blumen für die Gräber der Kriegsgefangenen

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und
Antifaschisten (VVN-BdA) Bochum, wird am 2. August, dem 100. Jahrestag
der deutschen Mobilmachung, Gräber von Kriegsgefangenen mit Blumen schmücken.

Symbol der VVN-BdA
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Symbol der VVN-BdA

Die Geschichte, Ursachen, und Folgen an die Opfer
des 1. Weltkrieges nimmt in den Medien und der
öffentlichen Diskussion einen hohen Stellenwert ein. Dies völlig zu Recht, wird auch nach 100 Jahren
deutlich, wie viel über diesen Krieg gerade in
Deutschland verdrängt wurde oder zur Recht-
fertigung des Militarismus gedeutet wurde.
Ganze Bereiche des 1. Weltkrieges, wie etwa die
Zwangsarbeit oder der Umgang mit den Kriegs-
gefangenen, sind nicht oder nur wenig historisch
erforscht.

Die VVN-BdA Bochum erinnert deshalb an die
Kriegsgefangenen, die in den Jahren 1914 – 1918
während ihrer Zwangsarbeit in Bochum und
Wattenscheid starben. In diesen Jahren wurden
tausende Kriegsgefangene aus den Sammellagern bei Wesel und Münster nach Bochum
transportiert. Sie mussten in Zechen, in der Stahlindustrie und der Landwirtschaft
Schwerstarbeit leisten und damit einen Beitrag zur weiteren deutschen Kriegsführung
leisten. Da die Unterbringung und Verpflegung in der Regel schlecht und die
Arbeitsbelastung hoch waren, gab es unter den Kriegsgefangenen auch viele Tote.

Treffpunkt für die Aktion der VVN-BdA ist am Samstag, den 2. August,
um 14.00 Uhr der Springerplatz.

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Antifaschistische Bochumer Blätter Nr. 1/2014 Information der VVN-Bund der AntifaschistInnen

April 26, 2014 Von: Guenter Gleising Kategorie: Antifaschistische Bochumer Blätter, Gedrucktes Kommentare deaktiviert für Antifaschistische Bochumer Blätter Nr. 1/2014 Information der VVN-Bund der AntifaschistInnen

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und
Antifaschisten hat eine neue Ausgabe ihrer Antifaschistischen Bochumer Blätter (ABB)
veröffentlicht.
Das Schwerpunktthema ist diesmal der Beginn des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren.
Hierzu sind Hintergrundartikel, Fotos und Dokumente sowie Hinweise auf die
Ausstellung im Stadtarchiv enthalten. Außerdem berichtet die VVN über die
Auseinandersetzung um den Namen des Moltkemarktes auf dem Springerplatz und die
Unterschriftensammlung, die sich gegen die Hindenburg-Ehrenbürgerschaft in
Bochum wendet. Auch das aktuelle Thema AfD greifen die ABB auf.
Über die NRW-Landeskonferenz der VVN-BdA wird informiert und der politische Teil des
verabschiedeten Leitantrages veröffentlicht.
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NPD-Verbotsverfahren konsequent durchführen! Presseerklärung der VVN-BdA Bochum zur Einleitung eines neuen NPD-Verbotsantrages durch den Bundesrat

Dezember 04, 2013 Von: Guenter Gleising Kategorie: Antifaschismus, Geheimdienste, Neofaschismus, NPD, Presseerklärung Kommentare deaktiviert für NPD-Verbotsverfahren konsequent durchführen! Presseerklärung der VVN-BdA Bochum zur Einleitung eines neuen NPD-Verbotsantrages durch den Bundesrat

Logo der VVN-BdA:      nonpd - NPD-Verbot jetzt!
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Logo der VVN-BdA: nonpd – NPD-Verbot jetzt!

Die VVN-BdA begrüßt entschieden
die Einleitung eines neuen
NPD-Verbotsantrages durch den
Bundesrat. Bedauerlich ist, dass
Bundesregierung und Bundestag
beiseite stehen und keinen Beitrag
zum Verbot der ältesten neo-
faschistischen Partei Deutschlands zu leisten bereit sind.

Erfreulich ist, dass die Landesinnenminister erklären, nunmehr keine
V-Männer mehr in den Führungsgremien der NPD zu führen.

Es ist erschütternd, dass es anscheinend erst des NSU-Skandals bedurfte,
um so weit zu kommen. Der allgemeine Vertrauensverlust in die so genannten
„Verfassungsschutz“-ämter und die offenkundige Verquickung von führenden
NPD-Kadern in ein langjähriges Mordkomplott waren so schwerwiegend, dass
das V-Mann-System nunmehr für beendet erklärt werden musste.
Das offizielle Ende der faktischenVerquickung von Neonazi-Partei und Staat ist
bereits ein Erfolg für sich.
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Unterschriftensammlung der VVN-BdA Bochum Hindenburgs Ehrenbürgerschaft aberkennen

Oktober 17, 2013 Von: Guenter Gleising Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Geschichte, Militarismus, Presseerklärung Kommentare deaktiviert für Unterschriftensammlung der VVN-BdA Bochum Hindenburgs Ehrenbürgerschaft aberkennen

Paul von Hindenburg und Adolf Hitler 1933
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Paul von Hindenburg und Adolf Hitler 1933

Auf ein lebhaftes Interesse ist die
Unterschriftenaktion der VVN –
BdA Bochum gestoßen, Paul von
Hindenburg die Ehrenbürger-
schaft der Stadt Bochum
abzuerkennen.
Auf Listen, über e-mails und dem
Internet kommen zahlreiche
Unterstützungsunterschriften zur
Zeit an.
Der Text lautet: „Ich unterstütze
die Forderung, Paul von Hinden-
burg die Ehrenbürgerschaft von
Bochum abzuerkennen.“
Hindenburg war einer der
Initiatoren der ‘Dolchstoßlegende’, die die Reichswehr für ‘im Felde unbesiegt’ erklärte, Adolf Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannte und an der Beseitigung der Weimarer Republik aktiv mitwirkte.
Zu den bisherigen UnterzeichnerInnen gehören Menschen aus den Bereichen
Gewerkschaften, Politik, Initiativen und Verbänden, Wissenschaft und Erziehung sowie Einzelpersonen.
Zu diesem Kreis gehören: Jochen Marquard (Geschäftsführer DGB Ruhr-Mitte), Rainer
Einenkel (Betriebsratsvorsitzender Opel Bochum), Frank Bsirske (Vorsitzender der
Gewerkschaft ver.di), Sevim Dagdelem (Bundestagsabgeordnete der Linken), 
Axel Schäfer (stv. Vorsitzender der SPD-Fraktion im Bundestag), Simone Brand
(Landtagsabgeordnete der Piraten), Serdar Yüksel (Landtagsabgeordneter der SPD),
Ulrich Sander (Bundessprecher der VVN-BdA), Aichard Hoffmann (Mieterverein
Bochum), Ulrich Achenbach (Montagsdemo Bochum), Uli Borchers (Bochumer
Bündnis gegen Rechts) und viele andere.
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Stolpersteinverlegung für Karl Springer
durch den Kölner Künstler Gunter Demnig

September 17, 2013 Von: Guenter Gleising Kategorie: Antifaschismus, Arbeiterbewegung, Bildergalerie, Faschismus, Gedenken Kommentare deaktiviert für Stolpersteinverlegung für Karl Springer
durch den Kölner Künstler Gunter Demnig

Ein Stolperstein für Karl Springer.
Die Verlegung des Stolpersteins erfolgt am Dienstag,
den 17. September, vor dem Haus Markstr. 406

September 11, 2013 Von: Guenter Gleising Kategorie: Antifaschismus, Arbeiterbewegung, Faschismus, Gedenken, Presseerklärung, Termine Kommentare deaktiviert für Ein Stolperstein für Karl Springer.
Die Verlegung des Stolpersteins erfolgt am Dienstag,
den 17. September, vor dem Haus Markstr. 406

Der am 30. März 1895 in der Gemeinde Rauschken in Ost-
preußen geborene Karl Springer zog 1920/21 mit seiner Frau
Emilie, in das Ruhrgebiet, wo er auf der Zeche „Prinz Regent“ in Weitmar Arbeit fand. Die Familie Springer, wenig später mit drei Kindern, wohnte in der Wiemelhauser
Str. 17 (heute Markstr. 406), einem Miet- und Geschäftshaus des Konsumvereins
„Wohlfahrt“ in Weitmar.

Foto von Karl Springer
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Foto von Karl Springer

Karl Springer wurde Mitglied des Bergarbeiter-
verbandes, organisierte sich in der KPD und
wurde schon bald Leiter der KPD-Gruppe
Weitmar. 1925 arbeitete er als Redakteur für
die Tageszeitung Ruhr-Echo. Im Juni 1926 und 1929 bei den Kommunalwahlen wurde Karl
Springer zum Stadtverordneten in den Rat der Stadt Bochum gewählt.

Als Hitler am 30. Januar 1933 die Regierungs-
macht übertragen wurde begann mit der
Errichtung des Naziregimes die totale
Verfolgung und Unterdrückung der Arbeiter-
bewegung, zuerst der KPD, wenig später auch
von SPD und Gewerkschaften. Auch setzte die Hetze gegen Juden und Boykottmaßnahmen
gegen deren Geschäfte und Einrichtungen ein.

Karl Springer verlor seinen Arbeitsplatz und
sah sich politischer Verfolgung ausgesetzt. Im Sommer 1933 war er von den Nazis verhaftet und in das KZ Esterwegen transportiert
worden, wo er mehrere Monate inhaftiert blieb.

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VVN-BdA erinnerte mit einem Literaturabend
an die Bücherverbrennungen vor 80 Jahren

Juli 12, 2013 Von: Guenter Gleising Kategorie: Diskussion, Faschismus, Gedenken, Versammlung, Vortrag Kommentare deaktiviert für VVN-BdA erinnerte mit einem Literaturabend
an die Bücherverbrennungen vor 80 Jahren

TeilnehmerInnen an der Mitgliederversammlung
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TeilnehmerInnen an der Mitgliederversammlung

Am 10. Mai 1933 flammten in Berlin und allen Groß- und
Universitätsstädten des Reiches
die Scheiterhaufen, auf denen die
vornehmsten Erzeugnisse des
europäischen Geistes im Beisein
johlenden Pöbels verbrannt
wurden.
Um an diese historischen
Ereignisse zu erinnern, hatte die VVN-BdA Bochum am Freitag,
den 5. Juli 2013, zu einer offenen Mitgliedergliederversammlung in die Gaststätte „Haus Lotz“
eingeladen.
Zu Beginn der Veranstaltung wurde das Gedicht „Die Bücherverbrennung“ von Bertolt Brecht vorgetragen.
Anschließend referierte Wolfgang Dominik über die Bücherverbrennungen.
Er erinnerte daran, dass diese unter dem Motto „Wider den undeutschen Geist“
sorgfältig vorbereitet waren. Sie wurden am 10.5.1933 in 22 Universitätsstätten und ca. 70 anderen Städten wie Volksfeste gefeiert. Wolfgang  ging dabei auch auf die
örtlichen Ereignisse ein. Die Bücherverbrennung fand in Bochum am 9./10. Juni 1933 auf dem Kaiser-Friedrich-Platz., dem heutigen Imbusch-Platz, statt.
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Rede von Wolfgang Dominik auf dem Ostermarsch Ruhr 2013 in Bochum-Werne

April 01, 2013 Von: Guenter Gleising Kategorie: Friedensbewegung, Geheimdienste, Grundgesetz, Rede Kommentare deaktiviert für Rede von Wolfgang Dominik auf dem Ostermarsch Ruhr 2013 in Bochum-Werne

Am 1.4., Ostermontag, sprach unser Vorstandsmitglied Wolfgang Dominik auf der
Auftaktkundgebung des Ostermarsches 2013 in Bochum-Werne.
Hier der Text seiner Rede:

Wir von der Friedensbewegung sind die wahren
VerfassungsschützerInnen!

Liebe Freundinnen und Freunde,  liebe Verfassungsschützerinnen und –schützer,

ja, wir hier sind der wahre Verfassungsschutz! Nicht der Inlandgeheimdienst, der sich nur so nennt!
Morgen vor 20 Jahren wurde der erste internationale Kampfeinsatz  der
Bundeswehr vom Bundestag beschlossen!
Ich hätte mir damals nicht träumen
lassen, dass in den 20 Jahren danach Deutschland in mindestens 12 Ländern Soldaten im Einsatz hat! Stellt euch vor, das geht in diesem Tempo weiter!
Aber der Geheimdienst, der sich Verfassungsschutz nennt, hat nichts
unternommen, um die entsprechenden Grundgesetzartikel zu schützen!
Der GG Art. 26 sagt, Krieg und Vorbereitungen zum Krieg und alle
entsprechenden Handlungen werden  sogar unter Strafandrohung verboten
. Das ist der einzige GG-Artikel übrigens, der eine Strafandrohung enthält!
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