VVN-BdA Bochum

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
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Artikel der Kategorie ‘Faschismus’

Hindenburg – Ehrenbürgerschaft:
VVN-Antrag auf Aberkennung wurde abgelehnt

Juni 10, 2015 Von: Guenter Gleising Kategorie: Faschismus, Geschichte, Militarismus, Presseerklärung Kommentare deaktiviert für Hindenburg – Ehrenbürgerschaft:
VVN-Antrag auf Aberkennung wurde abgelehnt

Pressemitteilung der VVN-BdA Bochum

Symbol der VVN-BdA

Symbol der VVN-BdA

Der Antrag der Vereinigung der Verfolgten des
Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und
Antifaschisten (VVN – BdA) mit der Forderung
zur Aberkennung der Bochumer Ehrenbürgerschaft von Paul von Hindenburg wird von
Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz abgelehnt.
Dies teilte Scholz der VVN in einem Brief mit. Eine
Aberkennung sei nicht möglich, weil „ein
Ehrenbürgerrecht nur zu Lebzeiten“ besteht, es
„erlischt nach dem Tod des Ausgezeichneten“, so
die Mitteilung der Verwaltung.

Die Oberbürgermeisterin beruft sich in ihrer
Argumentation auf eine „herrschende
Rechtsmeinung“, ohne diese zu erläutern. Aus Sicht der VVN ist dies unsachlich, weil nicht überprüfbar ist, worauf sich diese Rechtsmeinung gründet. In der Gemeindeordnung ist im § 34 das Recht auf die Verleihung des Ehrenbürgerrechts und Ehrenbezeichnung verankert. Dort ist auch geregelt, dass über die Verleihung oder Entziehung der Rat „mit einer Mehrheit von zwei Dritteln“ entscheidet. Dass das Ehrenbürgerrecht nach dem Tod erlischt, ist nicht festgelegt.

In vielen Auflistungen der Ehrenbürgerschaften div. Städte sind generell auch die verstorbenen Ehrenbürger aufgeführt. Manche Städte haben sogar
Ehrenbürgerschaften postum verliehen, z. B. Berlin 2002 an Marlene Dietrich. Die
Stadt Bochum hat im Jahr 2009 Erich Lenk (langjähriges Vorstandsmitglied des Einzelhandelsverbandes) postum den Ehrenring verliehen.
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„Der Iwan kam bis Lüdenscheid“
Protokoll einer Recherche zur Zwangsarbeit

Juni 09, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Entschädigung, Faschismus, Recherche, Zwangsarbeit Kommentare deaktiviert für „Der Iwan kam bis Lüdenscheid“
Protokoll einer Recherche zur Zwangsarbeit

Uli Sander, Bundessprecher der VVN-BdA, hat im Mai ein neues Buch herausgegeben, das auch den Titel „Ungesühnte Verbrechen dem Vergessen entrissen –
Sklavenschicksale neben uns“ hätte tragen können. Der Autor nannte es: „Der Iwan kam bis Lüdenscheid“.

Der Iwan kam bis Lüdenscheid

Der Iwan kam bis Lüdenscheid

Er hatte, als Mitarbeiter des „Heimatvereins
Lüdenscheid e.V.“ und mit Hilfe des Stadtarchivs,
das Glück, rund  7500 Personalien zu erkunden und
damit vermutlich 1500 überlebenden
Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern aus
dem Raum Lüdenscheid zu einer Entschädigung
verhelfen zu können.
In einer Industriestadt in der Provinz,  konnte Uli
Sander exemplarisch repräsentative Fakten über
ein besonders schweres Verbrechen des deutschen
Faschismus erarbeiten. Er wirkte in der
entscheidenden Phase des Ringens um
Zwangsarbeiterentschädigung, als US-Konzerne
sich anschickten, mit juristischen Mitteln deutsche
Konzerne wegen ihrer Marktvorteile zu Zeiten der
NS-Zwangsarbeiterausbeutung vom Markt zu
verdrängen.

Da wurde es möglich, die  55 Jahre erfolglos
aufgestellte Forderung der Opferverbände nach Entschädigung von 13 Millionen Opfern auf die Agenda zu setzen – bis dann 2001 ein entsprechendes Gesetz angenommen
wurde.
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Eine Stadt war braun – Bochum vor 80 Jahren

Mai 10, 2015 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Antisemitismus, Faschismus, Rundgang, Termine Kommentare deaktiviert für Eine Stadt war braun – Bochum vor 80 Jahren

7. Juni 2015
14:00

Vor 80 Jahren: Die Parteien waren verboten. Die ersten
Konzentrationslager waren seit 2 Jahren eingerichtet. Deutschland war aus dem Völkerbund ausgetreten. Fast täglich gab es neue Gesetze gegen jüdische Mitbürger. Das Konkordat mit dem Vatikan war längst verabschiedet. Hitler war Reichspräsident und Reichskanzler in einer Person. Die Olympischen Spiele in Berlin wurden vorbereitet.

NSDAP-Aufmarsch auf dem heutigen Imbuschplatz

NSDAP-Aufmarsch auf dem Imbuschplatz, bis 1938 Kaiser-Friedrich-Platz, umbenannt 1938 Platz der SA

Wie hatte 1933 alles angefangen? Wie sah Bochum 10 Jahre später aus?
An etlichen Orten in der
Innenstadt, die an „damals“
erinnern,  soll ein Einblick
gegeben werden, was Alltag
unterm „Hakenkreuz“ konkret für die Menschen in Bochum
bedeutete. Wer freute sich über
die neuen politischen Herren? Wer hatte zu leiden?

An Beispielen soll gezeigt werden, wie der Faschismus in Bochum
von 1933 bis 1945 aussah,
auf welche Ablehnung, Widerstand oder Akzeptanz er in Bochum stieß, wie die Bochumer Bevölkerung auf  die Entrechtlichung, Verfolgung und
Vernichtung jüdischer Bochumer, auf Bücherverbrennungen, Verhaftung und
Ermordung von Widerstandskämpfern reagierte.
Einige Stolpersteine auf dem Rundgang erinnern an das Schicksal jüdischer Bochumer.
Gerade auch vor dem Hintergrund „70 Jahre Befreiung von Faschismus und Krieg“ und immer neuem Antisemitismus und Rassismus bietet der Stadtrundgang Anlass zum Nachdenken.
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Antifaschistischer Gefangenengang am 10.5.2015

Mai 10, 2015 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Rundgang Kommentare deaktiviert für Antifaschistischer Gefangenengang am 10.5.2015

Ca. 20 Teilnehmer_innen waren beim antifaschistischen Gefangenengang dabei. Nach der Begrüßung stellte Wolfgang Dominik die Geschichte und Ziele der VVN-BdA kurz vor und verwies auf Veranstaltungen der VVN-BdA und ihre Homepage.

Begrüßung durch W. Dominik und A. Zimmer

Begrüßung durch W. Dominik und Alfons Zimmer

Pastoralreferent Alfons Zimmer
stellte vor dem Gefängnis an der
Krümmede 33 Porträts von
Menschen jeder Glaubensrichtung bzw. politischer Orientierung vor. Die Bildtafeln wurden erläutert
(nachzulesen s.u.). Diese
großartige Zusammenstellung
war sehr beeindruckend.

Auch Angehörige des Hendricus
Lamers, eines Holländers, der als 17 Jähriger 9 Monate im
Gefängnis Krümmede eingesperrt war, weil er in Holland angeblich gegen die faschistische
Kriegswirtschaftsordnung verstoßen hatte, waren extra aus Holland angereist. Diese Angehörigen, u.a. die Tochter des 1972 verstorbenen Hendricus Lamers, berichteten, dass ihr Vater nie ein Wort über seine Zeit in Bochum mitgeteilt hatte. Die Familie weiß jetzt schon mehr durch die VVN Bochum über ihren Vater als vom Vater selbst überliefert wurde.
Besonders erwähnenswert: Mit Alfons Zimmer durfte die Familie sogar ins Gefängnis. So bekamen die Angehörigen Lamers einen sinnlichen Eindruck von dem Ort, an dem ihr Vater gelitten hatte.
Unter den in Porträts Vorgestellten waren auch Bochumer und andere Kommunisten sowie etliche katholische Geistliche, die von den Faschisten ermordet wurden.
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Fotos vom Antifaschistischen Gefangenengang

Mai 10, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Antifaschismus, Bildergalerie, Faschismus, Rundgang Kommentare deaktiviert für Fotos vom Antifaschistischen Gefangenengang

Hinweis:
Eine Kurzbeschreibung zu jedem Bild findet Ihr, nach Vergrößern durch Anklicken,
unterhalb des Fotos, links.

Zum Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus
Große Gewerkschaftsdemo für Frieden und Solidarität in Bochum

Mai 09, 2015 Von: Guenter Gleising Kategorie: Befreiung, Demonstration, Faschismus, Krieg Kommentare deaktiviert für Zum Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus
Große Gewerkschaftsdemo für Frieden und Solidarität in Bochum

Die neu gegründete Initiative „GewerkschafterInnen für Frieden und Solidarität” hatte am Samstag zu einer Demonstration und Kundgebung anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung von Krieg und Faschismus aufgerufen.

Horst Schmitthenner spricht auf der Demo

Horst Schmitthenner spricht auf der Demo

Unterstützt von vielen sozialen
Initiativen, linken Parteien und Friedensgruppen haben am 9. Mai
annähernd 1.000 Menschen für Frieden, Abrüstung und
Solidarität demonstriert.
Am Hauptbahnhof fand eine
Auftaktkundgebung statt, auf der Gudrun Müller (ver.di) und
Rainer Einenkel in engagierten
Reden an den Anlass der Aktion, den 70. Jahrestag der Befreiung
von Faschismus und Krieg,
erinnerten.

Nach der Demonstration durch
die südliche Innenstadt sprachen Jochen Marquardt (DGB) und Horst Schmitthenner (IG Metall). Schmitthenner forderte dazu auf, die Lehren aus Faschismus und Krieg zu ziehen. Er forderte auch: „Das Sterben im Mittelmeer müsse aufhören und zwar sofort!” Er sagte weiter: “Und die unsägliche europäische Abschottungspolitik muss beendet werden: Wir brauchen legale und sichere Wege für Flüchtlinge nach Europa”.
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8. Mai 1945: Gedenken an den 70. Jahrestag
der Befreiung von Faschismus und Krieg

Mai 08, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Befreiung, Faschismus, Gedenken, Krieg, Rundgang Kommentare deaktiviert für 8. Mai 1945: Gedenken an den 70. Jahrestag
der Befreiung von Faschismus und Krieg

Gestern jährte sich zum 70. Mal der Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg.
Das Bochumer Bündnis gegen Rechts (BgR), dem auch die VVN-BdA Bochum angehört, lud deshalb am Freitag, den 8. Mai 2015, um 16:00 Uhr zu einem Gedenkrundgang ein.

Michael Niggemann spricht auf dem Ehrenrundplatz

Michael Niggemann spricht auf dem Ehrenrundplatz

Wohl mehr als 100 Menschen
folgten am gestrigen 8. Mai dem Aufruf des „Bochumer Bündnisses gegen Rechts“, um an die
Befreiung vom Faschismus und
das Kriegsende vor 70 Jahren zu
erinnern.
Nach der Begrüßung durch Uli
Borchers (BgR) ging die Gruppe, einige hatten Blumen
mitgebracht, über den Friedhof,
um an 6 Stationen der Opfer des Faschismus zu gedenken.

Die erste Station beim gestrigen Rundgang auf dem Friedhof „Freigrafendamm” war das Gräberfeld der sowjetischen ZwangsarbeiterInnen. Felix Lipski, Holocaustüberlebender und Mitglied des Klub STERN der Bochumer jüdischen Gemeinde erinnerte: „Dieser Krieg löschte das Leben von 60.000.000 Menschen aus, darunter fast die Hälfte friedliche Zivilisten. Jeder Zehnte Tode war ein Jude. Den Größten Schlag dabei erlitten die Sowjetunion und die Rote Armee. Das sowjetische Volk zahlte einen hohen Preis für den Sieg. 27 Millionen Menschen starben, davon 12 Millionen Soldaten und Offiziere. Mehr als 3 Millionen sowjetische Bürger wurden dabei nach Deutschland gebracht und gezwungen zu arbeiten.“
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Bilder vom Gräberrundgang am 8. Mai 2015

Mai 08, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Bildergalerie, Faschismus, Gedenken, Krieg Kommentare deaktiviert für Bilder vom Gräberrundgang am 8. Mai 2015

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Erinnerung an ermordete Widerstandskämpfer und Zwangsarbeiter an der Gedenktafel

Mai 05, 2015 Von: Guenter Gleising Kategorie: Faschismus, Gedenken, Rede, Zwangsarbeit Kommentare deaktiviert für Erinnerung an ermordete Widerstandskämpfer und Zwangsarbeiter an der Gedenktafel

An der Gedenktafel im Bochumer Stadtpark erinnerte die VVN-Bund der
Antifaschistinnen und Antifaschisten an die Widerstandskämpfer und Zwangsarbeiter, die hier Anfang April 1945 Opfer von Nazi-Verbrechen wurden.

Sevim Dagdelen spricht auf der Gedenkfeier

Sevim Dagdelen spricht auf der Gedenkfeier

Die Gestapo, die damals ihren Sitz in einer beschlagnahmten Villa
auf der Bergstraße 76 hatte,
erschoss allein hier, im Keller der Gestapowache, wenige Stunden
vor dem Einmarsch der
amerikanischen Truppen, 20
Menschen und verscharrte diese
in Bombentrichtern im Stadtpark. Bei Verhören oder Folterungen der Gestapo starben in der Bergstraße oder dem Polizeipräsidium in der Uhlandstraße weitere 14
Menschen. Zu den Ermordeten
gehören der frühere KPD-
Abgeordnete im Provinziallandtag, Adolf Straube, der Sozialdemokrat Wilhelm Hüser aus Castrop-Rauxel, der Küster Friedrich Wilhelm Espenhahn aus Witten und der Kommunist Karl Springer aus Bochum.

Nach der Befreiung von Faschismus und Krieg im Mai 1945 wurden die Leichen, die im Stadtpark verscharrt waren, ausgegraben und auf dem Friedhof am Freigrafendamm beerdigt. Auf Initiative der VVN-BdA stellte die Stadt Bochum 2008 die durch
Spendengelder finanzierte Tafel auf.

Auf der Kundgebung im Stadtpark sprachen Sevim Dagdelen (Bundestagsabgeordnete / DIE LINKE) und Günter Gleising (1. Vorsitzender der VVN-BdA Bochum). An der Gedenk- und Infotafel wurden Kränze und Gestecke niedergelegt.

Die Rede von Sevim Dagdelen im Wortlaut
Die Rede von Günter Gleising im Wortlaut

Bilder von der Gedenkfeier im Stadtpark

Mai 05, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Bildergalerie, Faschismus, Gedenken, Zwangsarbeit Kommentare deaktiviert für Bilder von der Gedenkfeier im Stadtpark

Alternative Stadtrundfahrt
zu den Stätten des Faschismus, des Widerstandes
und der Verfolgung in Bochum-Süd und Bochum-Mitte

Mai 03, 2015 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Antifaschismus, Bericht, Busrundfahrt, Faschismus Kommentare deaktiviert für Alternative Stadtrundfahrt
zu den Stätten des Faschismus, des Widerstandes
und der Verfolgung in Bochum-Süd und Bochum-Mitte

Am Sonntag, den 3.5., hatten die Naturfreunde NRW die VVN-BdA Bochum eingeladen, mit ihnen eine Stadtrundfahrt zu den Stätten zu machen, die in Bochum an den Faschismus, den antifaschistischen Widerstand und die Verfolgung in Bochum erinnern sollen.

Günter Gleising erinnert an Heinrich König

Günter Gleising erinnert an Heinrich König

Da insgesamt nur 3 Stunden zur Verfügung standen, konnte
natürlich nur ein Eindruck zum gewünschten Thema vermittelt werden. Aber den fanden alle
Teilnehmer_innen äußerst
interessant.
So wurde am Röderschacht nicht nur die unter Denkmalschutz
stehende Siedlung Röderschacht
(ca. 1880 erbaut) besichtigt,
sondern auch auf die
Widerstandstätigkeiten vor allem
von Kommunisten hingewiesen.
Am Stolperstein von Julius
Eversberg wurde exemplarisch erklärt, wie Widerstand, Verhaftung und Ermordung eines Antifaschisten sich ereignete.

Auch am Denkmal für Heinrich König und später dann am Springerplatz für Karl Springer wurde auf den Widerstand mit seinen mörderischen Folgen eingegangen.
Am Bochumer Verein wurde die Geschichte der mehrmals zum „Nationalsozialistischen Musterbetrieb“ auserwählten Rüstungsschmiede und seines früh den Faschisten zugeneigten Hitler-Verehrers Generaldirektor Dr. Borbet dargestellt. Auf das Schicksal der insgesamt 32.000 meist russischen Zwangsarbeiter_innen wurde eingegangen.
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Bilder von der Alternativen Stadtrundfahrt

Mai 03, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Antifaschismus, Busrundfahrt, Faschismus Kommentare deaktiviert für Bilder von der Alternativen Stadtrundfahrt

Hinweis:
Eine Kurzbeschreibung zu jedem Bild findet Ihr, nach Vergrößern durch Anklicken,
unterhalb des Fotos, links.

Alle Räder rollen für den Sieg –
Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit in Bochum

April 30, 2015 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Faschismus, Krieg, Stadtrundgang, Termine, Zwangsarbeit Kommentare deaktiviert für Alle Räder rollen für den Sieg –
Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit in Bochum

17. Mai 2015
14:00bis16:15

Viele Bochumer Betriebe wollten und mussten spätestens mit Beginn des 2. Weltkriegs ihre Produktion auf kriegswichtige Produkte
umstellen. Im Verlauf des Krieges konnte die Kriegsproduktion nur mit dem Einsatz vieler Zwangsarbeiter_innen  aufrechterhalten werden.

Adolf Hitler und Walter Borbet in Bochum

Adolf Hitler und Walter Borbet in Bochum

Der Stadtrundgang durch
Stahlhausen und durch Teile des ehemaligen Bochumer Vereins, dem „nationalsozialistischen
Musterbetrieb“, soll den Fragen nachgehen, woher diese
Zwangsarbeiter_innen kamen,
unter welchen Umständen sie in ca. 150 Bochumer Lagern
vegetierten , wo die Lager sich
befanden,  welche Kenntnisse die
Bochumer Bürger_innen über
Zahl, Leben und Sterben der
Zwangsarbeiter hatten, wie die „Wiedergutmachung“ für Hunger, Quälereien und lebenslange Traumatisierungen aussah, welche Gedenktafeln an die Zwangsarbeiter erinnern. Auf dem Rundgang werden wir auch an einigen Stolpersteinen kurz Station machen und an die Menschen erinnern,  die durch faschistischen Terror ermordet wurden.

Der Stadtrundgang beginnt am Sonntag, den 17. Mai 2015 um 14:00 Uhr
am Gewerkschaftshaus, Alleestr. 80,  und dauert bis ca. 16:15 Uhr.

Anmeldungen bei der VHS Bochum: Tel. 0234/9101555 erwünscht. 
Die VHS erhebt einen Unkostenbeitrag von 5,– Euro., erm. 3,– Euro

Antifaschistischer Gefangenengang am 10.5.

April 29, 2015 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Rundgang, Termine Kommentare deaktiviert für Antifaschistischer Gefangenengang am 10.5.

10. Mai 2015
14:00

Die VVN-BdA Bochum bietet in Zusammenarbeit mit Kirchlichen Gruppen einen „Antifaschistischen Gefangenengang“ zu einem wenig beachteten Ereignis kurz vor der Befreiung vom Faschismus.

Gedenkstein der VVN auf dem Ehrenrundplatz

Gedenkstein der VVN auf dem Ehrenrundplatz

Es geht vom Gefängnis mit
Erläuterungen zum Friedhof am
Freigrafendamm. Dort machen
wir einen kurzen Rundgang zu
den Gräbern der
antifaschistischen Opfer des
Faschismus.

520 Gefangene wurden evakuiert nach Bombentreffern. Zwei Tage vorher wurde ein Versuch per Eisenbahn gestartet. Doch die Bahn wurde in Bochum getroffen. Auf dem Marsch am 29.3. dann sind eine Reihe von Gefangenen geflohen. Mordversuch per Genickschuss/ Halsdurchschuss war nur bei Pfarrer Josef Reuland in der Nähe der Liebfrauenkirche-Altenbochum. Es hieß: Auf der Flucht erschossen. Aber er überlebte. Kein einziger Gefangener kam im Zielort Celle an. Die meisten wurden unterwegs vom leitenden Bediensteten beurlaubt. Es fehlten geeignetes Schuhwerk, Kleidung, Decken etc. Begleiter war unterbesetztes und überfordertes Gefängnispersonal.

Sonntag, den 10. Mai 2015, um 14:00 Uhr
Treffen vor dem Gefängnis Krümmede.
(Dauer ca. 2 Stunden)

Demonstration und Kundgebung am 9. Mai
zum 70. Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus!

April 28, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Befreiung, Demonstration, Faschismus, Krieg, Termine Kommentare deaktiviert für Demonstration und Kundgebung am 9. Mai
zum 70. Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus!

9. Mai 2015
13:00

Es ist an der Zeit….
GewerkschafterInnen für Frieden und Solidarität fordern ein
friedliches, soziales und
demokratisches Europa.

9. Mai in Bochum: Demonstration und Kundgebung

Am 9. Mai in Bochum: Demo und Kundgebung

“Der 8. Mai 1945 war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft”, erklärte
Bundespräsident Richard von
Weizsäcker in seiner Rede zum 40. Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus im Jahre 1985.

Im 70. Jahr nach der Befreiung
schauen wir besorgt auf die
Entwicklung in unserer Welt, in
Europa und im eigenen Land.
Kriege dürfen kein Mittel zur
Konfliktlösung sein. Unsere
Hoffnung auf eine Welt des
Friedens, der Demokratie und
sozialer Gerechtigkeit ist längst
nicht erfüllt. Im Gegenteil, große Teile der Welt sind von kriegerischen Brandherden überzogen und auch in Europa nimmt die Kriegsgefahr zu.

Das politische Klima in Deutschland und anderen EU-Staaten ist von Widersprüchen geprägt. Einerseits gibt es die Drohung durch einen neuen „Kalten Krieg“ sowie eine bedrückende Entwicklung in der rechte Parteien und rechtspopulistische Bewegungen wie PEGIDA vielerorts Zuspruch bekommen. Andererseits gehen Menschen zahlreich für Frieden und eine weltoffene Gesellschaft auf die Straße. Wir wollen uns den Problemen der Menschen und den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fragen stellen, indem wir Lösungen aufzeigen, die von Solidarität, Demokratie und sozialem Fortschritt getragen werden.
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Erinnerung an ermordete Widerstandskämpfer und Zwangsarbeiter kurz vor Kriegsende

April 22, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Gedenken, Termine, Zwangsarbeit Kommentare deaktiviert für Erinnerung an ermordete Widerstandskämpfer und Zwangsarbeiter kurz vor Kriegsende

5. Mai 2015
17:00

An die Befreiung von Faschismus und Krieg vor 70 Jahren erinnert die VVN-BdA Bochum. Am Dienstag, den 5. Mai, führt die VVN eine
Kundgebung an der Gedenktafel im Eingangsbereich des Stadtparks
durch.

Die Gedenktafel im Bochumer Stadtpark

Die Gedenktafel im Bochumer Stadtpark

Die Gedenktafel erinnert an die Erschießungen von
Widerstandskämpfern und
Zwangsarbeitern durch die
Gestapo kurz vor Kriegsende, am 9. April 1945, in Bochum.
Die Gestapo, die damals ihren Sitz in einer beschlagnahmten Villa auf der Bergstraße 76 hatte,
erschoss allein hier, im Keller der Gestapowache, wenige Stunden
vor dem Einmarsch der
amerikanischen Truppen, 20
Menschen und verscharrte diese
in Bombentrichtern im Stadtpark.
Zu den Ermordeten gehörten der frühere KPD-Abgeordnete im Provinziallandtag
Adolf Straube und der Sozialdemokrat Wilhelm Hüser aus Castrop-Rauxel.

Nach der Befreiung von Faschismus und Krieg im Mai 1945 wurden die Leichen ausgegraben und auf dem Friedhof am Freigrafendamm beerdigt.
Auf Initiative der VVN-BdA stellte die Stadt Bochum 2008 die durch Spendengelder finanzierte Tafel auf.

Dienstag, den 5. Mai 2015, um 17:00 Uhr
Treffpunkt: Stadtpark, Haupteingang Bergstraße

Es sprechen:
Sevim Dagdelen (Bundestagsabgeordnete / DIE LINKE)
Günter Gleising (1. Vorsitzender der VVN-BdA Bochum)

Niederlegung von Kränzen, Gestecken und Blumen

Der Flyer zur Kundgebung am 5. Mai 2015

Jüdisches Leben in Bochum vor und während
des Faschismus am Beispiel Ottilie Schoenewalds

April 07, 2015 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Faschismus, Juden, Stadtrundgang, Termine, Terror Kommentare deaktiviert für Jüdisches Leben in Bochum vor und während
des Faschismus am Beispiel Ottilie Schoenewalds

12. April 2015
14:00bis16:15
Ottilie Schoenewald, geb. 1883

Ottilie Schoenewald, geb. 1883

2015 ist ein Jahr des Gedenkens. Vor 80 Jahren wurden die
„Nürnberger Rassegesetze“
verabschiedet, vor 70 Jahren war die Befreiung vom Faschismus. Vor 77 Jahren wurde auch die Bochum Synagoge vernichtet. Am 1. April vor 82 Jahren fand der Boykott jüdischer Geschäfte statt. Schon dieser Terrorakt der Faschisten, der auch die Bereitschaft der „arischen“ Deutschen zu solchen Verbrechen testen sollte, verlief auch in Bochum für die Nazis äußerst erfolgreich.
Auf dem Stadtrundgang der VHS durch die Innenstadt soll an etlichen Orten und Stolpersteinen auf Diskriminierung, Verfolgung, Flucht oder Deportation und Ermordung jüdischer Mitbürger_innen aus Bochum hingewiesen werden. Es soll den Fragen nachgegangen werden: Was wussten die Bochumer vom Schicksal ihrer jüdischen Nachbarn? Welche politischen und religiösen Vorurteile machten den antijüdischen Terror möglich? Warum gab es so wenig Widerstand? Sind solche rassistischen Exzesse auch heute denkbar?

Am Beispiel einer bekannten Bochumerin, Ottilie Schoenewald, soll exemplarisch auf ein jüdisches Leben in Bochum hingewiesen werden.

Termin: Sonntag, 12.4.2015, 14.00 bis 16.15 Uhr.
Treffpunkt: Glocke auf dem Rathausplatz

Die VHS bittet um Anmeldung unter der Tel.-Nr. 910155.
Teilnahmegebühr 5,– Euro, erm. 3,– Euro.

„Überleben nach dem Überleben“
Dr. Hubert Schneider stellte auf der Veranstaltung der
VVN-BdA Bochum am 20. Februar sein neues Buch vor

Februar 22, 2015 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Antisemitismus, Buchvorstellung, Faschismus, Juden Kommentare deaktiviert für „Überleben nach dem Überleben“
Dr. Hubert Schneider stellte auf der Veranstaltung der
VVN-BdA Bochum am 20. Februar sein neues Buch vor

Auch der Historiker Dr. Hubert Schneider meint, dass es gute Gründe gibt, auch nach der Befreiung vom Faschismus hinsichtlich der wenigen überlebenden jüdischen Mitbürger_innen statt vom „Leben nach dem Überleben“ vom „Überleben nach dem Überleben“ zu sprechen.

Dr. Hubert Schneider bei der Vorlesung

Dr. Hubert Schneider bei seiner Vorlesung

Der von manchen nach 1945 als bewältigt behauptete
Antisemitismus lebte in fast allen Köpfen weiter und äußerte sich in Schändungen jüdischer Friedhöfe, Hakenkreuzschmierereien, ja
sogar in Morden an Überlebenden. Der Referent las dazu Beispiele aus seinem neuesten Buch „Leben
nach dem Überleben“ vor.

Ca. 40 Teilnehmer_innen an der Veranstaltung der VVN-BdA
Bochum am 20.2. lauschten
gebannt und erschüttert. Auch
dass in Bochum ausgerechnet ein Nazi mit gefälschten Papieren z.B. über eine eigene KZ-Haft
Vorsitzender eines „Wiedergutmachungs-Ausschusses“ werden konnte, fand Empörung. Das waren aber nicht mal Einzelfälle. Überall trafen die Überlebenden auf ein Netzwerk von Profiteuren der „Arisierungen“, die nun an leitenden Stellen für die
Wiedergutmachung sorgen sollten. Auch bis 1945 in Bochum führende Faschisten in der Stadtverwaltung und in der Partei erinnerten sich z.B. nicht mehr an die Reichspogromnacht bzw. behaupteten, keinerlei Verantwortung getragen zu haben.
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Erinnerung an Befreiung von Faschismus und Krieg:
VVN-BdA plant Aktionen und Veranstaltungen

Januar 30, 2015 Von: Guenter Gleising Kategorie: Befreiung, Faschismus, Krieg, Presseerklärung Kommentare deaktiviert für Erinnerung an Befreiung von Faschismus und Krieg:
VVN-BdA plant Aktionen und Veranstaltungen

Presseinformation zu den nächsten Veranstaltungen der VVN-BdA Bochum:

Mit zahlreichen Aktivitäten und Veranstaltungen will die Bochumer VVN-BdA in den kommenden Wochen an die Öffentlichkeit treten und einen Beitrag leisten, der
drohenden Rechtsentwicklung entgegenzutreten. Im Mittelpunkt steht dabei der
70. Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg (8. Mai).

Symbol der VVN-BdA

Symbol der VVN-BdA

Beginn der Veranstaltungsreihe ist eine
Buchvorstellung und Gespräch mit Dr. Hubert
Schneider über sein Buch „Leben nach dem
Überleben“ am Freitag, 20. Februar 2015, 19:30 Uhr im Lokal „I am Love“, Dibergstr. Der Historiker
Dr. Hubert Schneider beleuchtet Schicksale von
Juden in Bochum nach 1945.

Zur Auseinandersetzung mit Neonazismus,
Rassismus und deutsch-nationalem Konservatismus ist eine Veranstaltung unter dem Thema „ Gibt es
eine neue Rechte?“ geplant.

Die Zeitung der VVN-BdA Bochum (Antifaschistische Bochumer Blätter) erscheint zum 1. Mai 2015 mit dem Schwerpunktthema 8. Mai – Tag der Befreiung vom Faschismus.

Dienstag, den 5. Mai, führt die VVN-BdA Bochum eine Kundgebung an der Gedenktafel am Eingang des Stadtparks (Erschießungen von Widerstandskämpfern und
Zwangsarbeitern durch die Gestapo kurz vor Kriegsende in Bochum) durch.
Am Samstag, den 9. Mai, ist eine Antifaschistische Stadtrundfahrt geplant.
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70 Jahre nach der Befreiung von Faschismus
und Krieg:

Januar 30, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Antifaschismus, Befreiung, Faschismus, Krieg, Presseerklärung Kommentare deaktiviert für 70 Jahre nach der Befreiung von Faschismus
und Krieg:

Die Erklärung „70 Jahre nach der Befreiung von Faschismus und Krieg: Für eine neue Entspannungspolitik, nein zur Vorbereitung auf den Krieg!“ wurde anlässlich des
70. Jahrestags der Befreiung von Krieg und Faschismus der Öffentlichkeit übergeben.

Symbol der VVN-BdA

Symbol der VVN-BdA

Ludwig Baumann, Esther Bejarano, Heinrich Fink, Peggy Parnass, Sally Perel, Eckart Spoo, Peter
Strutynski, Konstantin Wecker und andere
Persönlichkeiten rufen auf.

Uli Sander, Bundessprecher der VVN-BdA,
bezeichnete die Erklärung als wichtiges Eingreifen
verantwortungsbewusster Menschen in die
Bewegungen dieser Zeit. Es heißt darin: „Wir rufen alle Demokratinnen und Demokraten, insbesondere die jungen Menschen auf: Erinnert mit einer Vielzahl von regionalen und örtlichen Veranstaltungen das ganze Jahr über an die Befreier und an die großen Hoffnungen der Befreiten.“

Am 8. Mai 1945 wurde ganz Europa von dem
Verbrechersystem des deutschen Faschismus und seinem Krieg befreit. Mehr als 55 Millionen Menschen waren zuvor Nazi-Terror, Holocaust und Vernichtungskrieg zum Opfer gefallen. Millionen Menschen auf der ganzen Welt bezahlten den deutschen Griff nach der Weltherrschaft mit unvorstellbarem Leid.Anstifter und Nutznießer des Raub- und Vernichtungskrieges waren deutsche Banken und Konzerne, allen voran der Chemie- und Rüstungsindustrie. Die deutsche Wirtschaft profitierte von der „Arisierung“ und der Ausbeutung von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern ebenso wie von der Ausplünderung der besetzten Länder. Unvorstellbar, welch weitere Opfer es gekostet hätte, wäre der Faschismus nicht besiegt und zerschlagen worden.
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Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz in der Synagoge

Januar 27, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Antisemitismus, Befreiung, Faschismus, Gedenken, Juden Kommentare deaktiviert für Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz in der Synagoge

Zahlreiche Menschen haben am Dienstagabend in der Neuen Bochumer Synagoge an
der Gedenkveranstaltung für die Opfer des Faschismus teilgenommen. Anlass war der
70. Jahrestag der Befreiung der Insassen des Vernichtungslagers Auschwitz am
27. Januar 1945 durch die Rote Armee. Auschwitz ist das Synonym für den
Rassenwahn der Faschisten und den Massenmord an den europäischen Juden. Der
Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz wurde 1996 offizieller
deutscher Gedenktag für die Opfer des „Nationalsozialismus“.

Die Neue Synagoge in Bochum

Die Neue Synagoge in der Bochumer Innenstadt

Die Gedenkfeier in der Bochumer
Synagoge begann mit dem
Verlesen der Namen der Opfer der
Shoa aus Bochum und
Wattenscheid. Die Namen von
577 Bochumer Juden wurden
genannt. Die tatsächliche Zahl der
Opfer liegt deutlich höher, es sind
aber nicht alle Opfer namentlich
bekannt. Die Vereinten Nationen
erklärten den 27. Januar im Jahr
2005 zum Internationalen Tag des
Gedenkens an die Opfer des
Holocaust.

Durch die Gedenkfeier führte Felix Lipski, Vorsitzender von „Der Stern – Club der
Holocaust-Überlebenden und Kriegsveteranen“. Felix Lipski wurde 1938 in Minsk
geboren. Er ist Überlebender des Ghettos von Minsk, Gründer und erster Präsident
des Weißrussischen Verbandes der ehemaligen jüdischen Häftlinge der
nationalsozialistischen Ghettos und KZ.
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„Stolperstein-Paten berichten“
Die Präsentation fand am 22. Januar im Stadtarchiv statt.

Januar 23, 2015 Von: Siegfried Evers Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Gedenken, Präsentation Kommentare deaktiviert für „Stolperstein-Paten berichten“
Die Präsentation fand am 22. Januar im Stadtarchiv statt.

Nachdem die VVN-BdA im Jahre 2013 einen Stolperstein für den Widerstandskämpfer Karl Springer (KPD) gestiftet hat, folgte im letzten Jahr der Sozialdemokrat Heinrich Schmitz, der ebenfalls Opfer des faschistischen Terrors wurde.

Wolfgang Dominik präsentiert den Stolperstein

Wolfgang Dominik präsentiert den Stolperstein

Der Stolperstein wurde am
10. Dezember 2014 in der
Hermannshöhe / Unterführung
zur Rechener Straße verlegt.
Zusammengestellt wurde die
Präsentation von Günter Gleising
nach Unterlagen des Stadtarchivs
Bochum, des Presse- und
Informationsamtes und des
RuhrEcho Archivs.
Für jeden Stolperstein besteht eine Patenschaft. Es sind Schüler, an
Geschichte interessierte
Privatpersonen und
Organisationen, die das Schicksal der Opfer erforscht und
Informationen zusammengetragen haben. (Eine Liste mit allen Paten, in der
Reihenfolge der Vorträge, findet ihr am Ende dieses Artikels.)

Die Veranstaltung „Stolperstein-Paten berichten“ fand am Donnerstag, den 22. Januar 2015, um 17:30 Uhr im Bochumer Stadtarchiv statt. Weil Günter Gleising an diesem Tag durch die Teilnahme an einer Ratssitzung verhindert war, übernahm Wolfgang Dominik die Präsentation des Stolpersteines der VVN-BdA Bochum für Heinrich Schmitz.
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Bilder von der Präsentation der VVN-BdA
am 22. Januar 2015 im Stadtarchiv

Januar 23, 2015 Von: Guenter Gleising Kategorie: Antifaschismus, Bildergalerie, Faschismus, Präsentation Kommentare deaktiviert für Bilder von der Präsentation der VVN-BdA
am 22. Januar 2015 im Stadtarchiv

Hinweis:
Diese Galerie enthält nicht alle Bilder der Präsentation. Eine Kurzbeschreibung zu
jedem Bild findet Ihr, nach Vergrößern durch Anklicken, unterhalb des Fotos, links.

Leben nach dem Überleben:
Buchvorstellung und Gespräch mit Dr. Hubert Schneider

Januar 14, 2015 Von: Michael Niggemann Kategorie: Antisemitismus, Buchvorstellung, Faschismus, Juden, Termine Kommentare deaktiviert für Leben nach dem Überleben:
Buchvorstellung und Gespräch mit Dr. Hubert Schneider

20. Februar 2015
19:30

Die VVN-BdA Bochum eröffnet hiermit eine Reihe von
Veranstaltungen zum Thema:

8. Mai 1945 – 8. Mai 2015 – 70 Jahre Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg – Chance für Frieden und Demokratie in Europa.

Der Bochumer Historiker Dr. Hubert Schneider

Dr. Hubert Schneider, Historiker

In seinem neu erschienen Buch „Leben nach dem Überleben: – Juden in Bochum nach 1945“ skizziert der Historiker Dr. Hubert Schneider die Schicksale von 60 Juden, die den Holocaust
überlebt haben und nach dem Krieg wieder
nach Bochum zurückkehrten.
Bereits 1945 haben sie hier eine neue jüdische
Gemeinde gegründet, die bis 1947 wieder auf
50 Mitglieder angewachsen war.

In seinem Buch geht Dr. Schneider der Frage
nach, warum diese Menschen in die Stadt
zurückkehrten, die es zugelassen hatte, dass sie
nach unsäglichem Leid u.a. in
Konzentrationslager verschleppt wurden.
In 60 Lebensgeschichten geht er darauf ein, wie
sich das Leben der jüdischen Mitbürger in der
Nachkriegszeit gestaltete – mit den Fragen des
weiterhin andauernden Antisemitismus, der
Entnazifizierung, den Fragen und Problemen der Wiedergutmachung und der Frage, ob man nicht doch lieber nach Palästina / Israel oder ein anderes Land ausreisen solle. Dieses Buch berichtete darüber, wie und ob es den Juden gelang, in der deutschen Nachkriegsgesellschaft Fuß zu fassen.
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Hubert Schneider: Leben nach dem Überleben.
Juden in Bochum nach 1945

Januar 08, 2015 Von: Wolfgang Dominik Kategorie: Antisemitismus, Buchvorstellung, Faschismus, Juden Kommentare deaktiviert für Hubert Schneider: Leben nach dem Überleben.
Juden in Bochum nach 1945

Juden in Bochum nach 1945

Juden in Bochum nach 1945

70 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus beschäftigt sich zum 1. Mal eine umfangreiche Studie mit einem lange Zeit nach 1945 gern tot geschwiegenen Thema: „Leben nach dem Überleben: Juden in Bochum nach 1945, Berlin 2014“. Autor ist der Bochumer Historiker Dr. Hubert Schneider, der auch für die VVN-BdA Bochum etliche Male schon referiert hat.

Obwohl mir manches auch aus Schneiders zahlreichen Veröffentlichungen und Vorträgen schon bekannt war, ist diese kompakte Zusammenfassend dennoch äußerst erhellend und dringend empfehlenswert.

Alle Schwerpunkte und Probleme der über 450 Seiten können hier nicht erwähnt werden. Besonders beeindruckt hat mich, wie in Bochum (durchaus stellvertretend – wie Schneider mehrmals betont – für die damaligen Westzonen und spätere BRD) fast widerwillig mit dem Problem „Wiedergutmachung“ umgegangen wurde. Meist nur sehr schleppend wurden Ansprüche auf „Wiedergutmachung“ bearbeitet und zogen sich oft über viele Jahre hin, in denen die Überlebenden immer wieder an ihre schrecklichen Erlebnisse erinnert wurden. Oft genug wurde von den Wiedergutmachungsbehörden ihnen und ihren Schilderungen mit großem Misstrauen begegnet. Die Verfahren zogen sich oft über mehrere Instanzen hin, waren oft übersät mit bürokratischen Hürden Für die Antragsteller  waren sie mühsam, kränkend und deprimierend. Statt die vorhandenen Gesetze und Bestimmungen großzügig zu interpretieren, wurde oft genug kleinlich und äußerst restriktiv gehandelt. Das stellte  eine kaum vorstellbare physische und psychische Zumutung für die Antragsteller dar.
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