VVN-BdA Bochum

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
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Artikel der Kategorie ‘Rede’

„Pro NRW“-Hetze blieb ohne Resonanz

Oktober 07, 2013 Von: S.E. Kategorie: Demonstration, Protest, Rassismus, Rede Kommentare deaktiviert für „Pro NRW“-Hetze blieb ohne Resonanz

TeilnehmerInnen an der Gegendemo

TeilnehmerInnen an der Gegendemo

Die rechtspopulistische Splitterpartei „Pro NRW“ hatte für Samstag, den 5. Oktober, um 11.00 Uhr zu einer Demonstration
gegen “Asylmissbrauch” aufgerufen.
(s.  Artikel vom 3.10.2013)
Zuvor hatte sie versucht, in der Nachbar-
schaft des Übergangswohnheims an der
Wohlfahrtstraße mit Flugblättern zu
mobilisieren. Niemand aus der
Nachbarschaft folgte jedoch der Einladung zur Hetze gegen die Flüchtlinge.

Das Bochumer Bündnis gegen Rechts hatte für 10.30 Uhr zu einer Gegendemo
aufgerufen, die vor dem Hochhaus der
Knappschaft, direkt an der Königsallee,
stattfand.
Aufmarschort von „Pro NRW“ war das
kleine nicht bebaute Eckgrundstück
diagonal gegenüber an der Einmündung der Wohlfahrtstrasse in die Königsallee.
Um 11.20 Uhr traf der Bus aus Köln kommend mit 40 Reisekadern ein. Mit einer
Verspätung von 45 Minuten begann dann die erste von fünf Kundgebungen, die die
Gruppierung an diesem Tag inszenierte.
Etwa 100 GegendemonstrantInnen, unter ihnen auch MitgliederInnen der VVN-BdA,
empfingen die rassistische Provokation mit lautstarkem Protest.
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Rede von Gudrun Müller
zum Gedenktag an die Opfer des Faschismus
am 8. September auf dem Friedhof Freigrafendamm

September 09, 2013 Von: S.E. Kategorie: Antifaschismus, Arbeiterbewegung, Faschismus, Gedenken, Rede Kommentare deaktiviert für Rede von Gudrun Müller
zum Gedenktag an die Opfer des Faschismus
am 8. September auf dem Friedhof Freigrafendamm

In Bochum ist der zweite Septembersonntag in jedem Jahr das Datum des Gedenkens
und Erinnerns an die Opfer des Faschismus und der Würdigung des Widerstandes.
Auch in diesem Jahr rief die die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA), Kreisvereinigung Bochum, dazu auf,
der ermordeten Widerstandskämpfer gegen den Faschismus und Krieg zu gedenken.

Gudrun Müller spricht auf dem Ehrenrundplatz

Gudrun Müller spricht auf dem Ehrenrundplatz

Auf der Gedenkveranstaltung am
letzten Sonntag, erinnerte ver.di-Geschäftsführerin Gudrun Müller, Bezirk Bochum-Herne,
als Rednerin, an die Barbarei der
Nazis.
Mit dem 30. Januar 1933 waren
alle Dämme gerissen. Binnen
weniger Monate war die Republik
vernichtet, die Verfassung
liquidiert, die Arbeiterparteien
verboten und die Gewerkschaften
zerschlagen bzw. gleichgeschaltet.

Norbert Arndt, stellvertretender
ver.di-Bezirksgeschäftsführer, trug die Erinnerungen von Paul Brauer vor.
Der Bergmann aus Wanne-Eickel, der auf der Zeche Shamrock arbeitete, wurde im
Januar/Februar 1933 mehrmals verhaftet und von der Gestapo brutal gefoltert und
zusammengeschlagen.
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Gedenktag für die Opfer des Faschismus Erinnerung an die ermordeten Widerstandskämpfer

August 30, 2013 Von: S.E. Kategorie: Ankündigung, Antifaschismus, Faschismus, Gedenken, Krieg, Rede, Termine Kommentare deaktiviert für Gedenktag für die Opfer des Faschismus Erinnerung an die ermordeten Widerstandskämpfer

8. September 2013
11:00

Auch in diesem Jahr ruft die Vereinigung der Verfolgten des
Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten auf, der ermordeten Widerstandskämpfer gegen den Faschismus und
Krieg zu gedenken.

Gedenkstein der VVN-BdA Bochum

Gedenkstein der VVN-BdA Bochum

Die Kranzniederlegung und
Gedenkveranstaltung findet am
2. Sonntag im September statt,
dem traditionellen Gedenktag für die Opfer des Faschismus, der
1946 von Überlebenden der
Konzentrationslager und Haft-
stätten ins Leben gerufen wurde.

Der „Gedenktag für die Opfer des
Faschismus” war unmittelbar
nach dem 2. Weltkrieg die erste
gesamtdeutsche Erinnerung für
alle Opfer und Verfolgte der
Nazidiktatur.
Nach einem WAZ-Bericht vom 14.9.1948 fand am Vormittag des 2. Sonntags im
September 1948 die erste Gedenkfeier der Stadt Bochum für die Opfer des Faschismus
auf dem Zentralfriedhof am Freigrafendamm statt.
Nachdem die Gedenkveranstaltung etliche Jahre am Volkstrauertag stattgefunden
hatte, ist die VVN-BdA Bochum vor 5 Jahren zur alten Tradition zurückgekehrt.
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NPD-Kundgebung auf dem Husemannplatz
Bochumer Bündnis gegen Rechts machte
die NeofaschistInnen unsichtbar

August 19, 2013 Von: S.E. Kategorie: Demonstration, NPD, Protest, Rede Kommentare deaktiviert für NPD-Kundgebung auf dem Husemannplatz
Bochumer Bündnis gegen Rechts machte
die NeofaschistInnen unsichtbar

VVN-Protest gegen die NPD-Kundgebung

VVN-Protest gegen die NPD-Kundgebung

„Nazis raus, Nazis raus“, schallte es am letzten Samstag viel-
stimmig auf dem Husemannplatz. Mehr als 250 Menschen haben
deutlich gemacht, dass die NPD in Bochum unerwünscht ist.

Grund des Protestes war eine
kurzfristig von der Nazi-Partei
angemeldete Demonstration auf
dem Platz in der Zeit von 9.00 bis 13.00 Uhr. Ihre Parole lautete:
„Asylantenflut und Euro-Wahn
stoppen – NPD in den Bundestag.“

Zur Gegendemonstration
aufgerufen hatte das Bochumer Bündnis gegen Rechts, dem auch die VVN-BdA Bochum angehört. Viele Organisationen und Parteien zeigten gemeinsam Flagge.
Dabei wirkte sich das von der Bochumer Staatsanwaltschaft angeordnete Verbot von
Trillerpfeifen eher motivierend auf die DemonstrantInnen aus. Die polizeiliche Auflage wurde vielfach ignoriert. Mit diversen Lärminstrumenten (Vuvuzelas, Trommeln,
Kochtöpfen) wurde eine solche Lärmkulisse erzeugt, dass die NPD-Reden nicht
wahrgenommen werden konnten.
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Demo „StopWatchingUS“ am 27.7. in Bochum Redebeitrag von Wolfgang Dominik (VVN-BdA)

Juli 29, 2013 Von: michnig Kategorie: Demonstration, Geheimdienste, Protest, Rede Kommentare deaktiviert für Demo „StopWatchingUS“ am 27.7. in Bochum Redebeitrag von Wolfgang Dominik (VVN-BdA)

Am Samstag, den 27. Juli fanden  unter dem Motto „StopWatchingUS“ weltweite
Proteste gegen Prism, Tempora und das Utah Data Center und für Solidarität mit
Edward Snowden, Bradley Manning und anderen InformationsaktivistInnen statt.

Wolfgang Dominik spricht auf der Demo

Wolfgang Dominik spricht auf der Demo

In Bochum rief ein Bündnis von
Organisationen und Parteien um 13:37 Uhr auf dem
Husemannplatz zum Protest auf. Im Aufruf des Bündnisses hieß es: „StopWatchingUs“ AntiPrism-
Demo in Bochum am 27.07.2013.
Prism (Prisma) ist ein seit 2005
existierendes und als streng
geheim eingestuftes Programm
zur Überwachung und
Auswertung von elektronischen
Medien und elektronisch
gespeicherten Daten.

Zu den Unterzeichner_innen des Aufrufs gehörte auch die VVN-BdA Bochum.
Den Aufruf und weitere Unterzeichner_innen findet ihr unter:
http://www.bo-alternativ.de/2013/07/25/demo-am-samstag-stopwatchingus/

Auch wenn das Wetter nicht zum Demonstrieren einlud, gingen mehrere Hundert
Menschen in Bochum auf die Straße, um „StopWatchingUs” zu fordern.
Zu den Rednern der Kundgebung gehörte auch Wolfgang Dominik von der VVN-BdA
Bochum.
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Rede von Wolfgang Dominik auf dem Ostermarsch Ruhr 2013 in Bochum-Werne

April 01, 2013 Von: Guenter Gleising Kategorie: Friedensbewegung, Geheimdienste, Grundgesetz, Rede Noch keine Kommentare →

Am 1.4., Ostermontag, sprach unser Vorstandsmitglied Wolfgang Dominik auf der
Auftaktkundgebung des Ostermarsches 2013 in Bochum-Werne.
Hier der Text seiner Rede:

Wir von der Friedensbewegung sind die wahren
VerfassungsschützerInnen!

Liebe Freundinnen und Freunde,  liebe Verfassungsschützerinnen und –schützer,

ja, wir hier sind der wahre Verfassungsschutz! Nicht der Inlandgeheimdienst, der sich nur so nennt!
Morgen vor 20 Jahren wurde der erste internationale Kampfeinsatz  der
Bundeswehr vom Bundestag beschlossen!
Ich hätte mir damals nicht träumen
lassen, dass in den 20 Jahren danach Deutschland in mindestens 12 Ländern Soldaten im Einsatz hat! Stellt euch vor, das geht in diesem Tempo weiter!
Aber der Geheimdienst, der sich Verfassungsschutz nennt, hat nichts
unternommen, um die entsprechenden Grundgesetzartikel zu schützen!
Der GG Art. 26 sagt, Krieg und Vorbereitungen zum Krieg und alle
entsprechenden Handlungen werden  sogar unter Strafandrohung verboten
. Das ist der einzige GG-Artikel übrigens, der eine Strafandrohung enthält!
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Ein Generalstreik hat die Republik gerettet
Gedenkveranstaltung der VVN-BdA an den
Kapp-Lüttwitz-Putsch von 1920

März 25, 2013 Von: S.E. Kategorie: Arbeiterbewegung, Aufstand, Gedenken, Militarismus, Rede Noch keine Kommentare →

Jochen Marquardt bei seiner Rede in Werne

Im März 1920 griffen rechte
Republikfeinde nach der Macht in
Deutschland. Doch der Kapp-
Lüttwitz-Putsch scheiterte am
entschlossenen Widerstand der
Arbeiterschaft.
Die VVN–BdA rief deshalb auch in
diesem Jahr dazu auf, der
ermordeten Kämpfer zu gedenken
und am Denkmal auf dem Werner
Kommunalfriedhof Blumen und
Kränze niederzulegen.
TeilnehmerInnen aus verschiedenen Parteien und Organisationen
sind diesem Aufruf gefolgt.

Die Ansprache auf der diesjährigen
Gedenkveranstaltung hielt der
Geschäftsführer der DGB Region
Ruhr Mark, Jochen Marquardt. In seiner Rede würdigte er den damaligen
entschlossenen Widerstand gegen die Putschisten. „Ein Widerstand der bis heute
unseren besonderen Respekt verdient und der sich in bedeutsamer Weise in die
Geschichte  unseres Landes festgeschrieben hat.
All jenen, die damals gekämpft haben, die sich gewehrt haben und die sich der Reaktion
entgegengestellt haben, gilt unsere besondere Anerkennung und Hochachtung.“
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Bildergalerie von der Gedenkveranstaltung
am 24. März 2013 in Bochum-Werne

März 25, 2013 Von: S.E. Kategorie: Arbeiterbewegung, Aufstand, Bildergalerie, Militarismus, Rede Noch keine Kommentare →

Kranzniederlegung am Denkmal der Kämpfer gegen Reaktion und Faschismus in Werne

März 10, 2013 Von: Guenter Gleising Kategorie: Antifaschismus, Aufstand, Gedenken, Militarismus, Rede, Termine Noch keine Kommentare →

24. März 2013
11:00

Auch in diesem Jahr ruft die Vereinigung der Verfolgten des
Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
(VVN – BdA) auf, der Kämpfer gegen den rechten Kapp-Lüttwitz-
Putsch von 1920 und der antifaschistischen Widerstandskämpfer gegen Faschismus
und Krieg zu gedenken.

TeilnehmerInnen an der Gedenkveranstaltung 2010

Ihr Einsatz und Mut, ihr
Idealismus und Kampfeswillen
sollte für uns heute Verpflichtung sein, soziale und politische
Errungenschaften zu bewahren,
den reaktionären Kräften von
heute den Weg zu versperren und
in ihrem Sinn für Frieden,
Freiheit, Solidarität und sozialen Fortschritt einzutreten.
Wir wollen, dass das Rad der
Geschichte nicht zurück gedreht werden kann und neue Geschichtslügen auf
unfruchtbaren Boden treffen. Wir wollen, dass das Anwachsen des Neonazismus und die
Rechtsentwicklung in der Bundesrepublik gestoppt wird. (mehr …)

Erinnerung an die Mordopfer vom Frühjahr 1933
VVN-BdA legte Blumen an der Gedenktafel
an der Hegelschule in Gerthe nieder

März 02, 2013 Von: S.E. Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Gedenken, Rede Noch keine Kommentare →

Reinhard Junge spricht an der Gedenktafel

Die VVN-BdA erinnerte mit einem Informationsstand auf dem
Marktplatz in Gerthe und dem
Niederlegen von Blumen vor der
Gedenktafel an der Hegelschule an die Nazimorde vom Frühjahr
1933 in Bochum-Gerthe.
Reinhard Junge, Antifaschist und Krimi-Autor, sprach an der
Gedenktafel zu den historischen
Ereignissen und zeigte aktuelle
Parallelen, wie die Mordserie der
NSU, zur heutigen Zeit auf.

Das schlichte Gedenken am
Freitagabend, den 1. März, war den ermordeten oder in Folge der im Keller der
Hegelschule erlittenen Misshandlungen gestorbenen 6 Antifaschisten gewidmet.
Zu ihnen zählten auch der langjährige Gemeindevertreter von Gerthe Heinrich Fischer und der jüdische Kaufmann Albert Ortheiler. Im Rahmen der Gedenkfeier entzündete
die Nichte von Heinrich Fischer an der Gedenktafel eine Kerze.

Bildergalerie vom Informationsstand und
der Gedenkveranstaltung in Bochum-Gerthe

März 01, 2013 Von: S.E. Kategorie: Antifaschismus, Bildergalerie, Faschismus, Gedenken, Rede Noch keine Kommentare →

Gedenken an die ersten Bochumer Mordopfer von 1933 VVN legt Blumen an der Hegelschule nieder

Februar 25, 2013 Von: S.E. Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Gedenken, Rede, Termine Noch keine Kommentare →

1. März 2013
17:00

Die VVN-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten erinnert mit
einem Informationsstand und dem Niederlegen von Blumen an die
Nazimorde vom Frühjahr 1933 in Bochum-Gerthe. Reinhard Junge,
Antifaschist und Krimi-Autor, wird an der Gedenktafel an der Hegelschule sprechen.

Das schlichte Gedenken am Freitag, den 1. März, 17.00 Uhr (Marktplatz Gerthe/Ecke
Turnstr.) und um 18.00 Uhr an der früheren Hegelschule ist den ermordeten oder in
Folge der Misshandlungen gestorbenen 6 Antifaschisten gewidmet. Zu ihnen zählen
auch der langjährige Gemeindevertreter von Gerthe Heinrich Fischer und der
jüdische Kaufmann Albert Ortheiler

8. Mai 2012 in Bochum

Mai 14, 2012 Von: michnig Kategorie: Allgemein, Artikel, Bericht, Dokumentiert, Rede Noch keine Kommentare →

Begleitet von sehr großem öffentlichen Interesse wurde am 8. Mai 2012 der neue Gedenkort Saure Wiesen eingeweiht.

Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz erinnerte in ihrer Rede an die Bedeutung des 8. Mai als Tag der Befreiung, begrüßte herzlich eine Gästegruppe aus der ukrainischen Stadt Donezk und wünschte dem Gedenkort auch weiterhin eine große Aufmerksamkeit unter den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Bochum.

Der Stellv. Vorsitzende der Bochumer VVN-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Günter Gleising schilderte die lange Geschichte bis zur Verwirklichung des Gedenkortes und würdigte insbesondere den im November vergangenen Jahres verstorbenen langjährigen Vorsitzenden der VVN-Bochums,  Klaus Kunold.

Klaus Kunold gab vor inzwischen 6 Jahren die Anregung, die Geschichte der Sauren Wiesen und das Schicksal der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter bei der Neugestaltung zu berücksichtigen.

Für die Gruppe der noch lebenden Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter sprach der tiefbewegte Jefim Gelfond aus Donezk Grußworte. (mehr …)

Rede von Ulrich Sander
zum Gedenktag der Opfer des Faschismus
am 11.09.2011 auf dem Friedhof Freigrafendamm

September 13, 2011 Von: S.E. Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Gedenken, Krieg, Militarismus, Rede Noch keine Kommentare →

„Gegen Neonazismus und den Krieg kämpfen, dass sind wir dem Andenken des Widerstandes schuldig“

Nicht nur in Berlin, auch in Bochum ist der zweite Septembersonntag in jedem Jahr das Datum des Gedenkens und Erinnerns an die Opfer des Naziregimes und der Würdigung des Widerstandes. Auch in diesem Jahr rief die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschisten (VVN-BdA), Kreisvereinigung Bochum, dazu auf, besonders der von den Nazis ermordeten Widerstandskämpfern zu gedenken. Die Kranzniederlegung und Gedenkveranstaltung fand auf dem Friedhof Freigrafendamm in Bochum-Altenbochum statt, und zwar auf dem Ehrenrundplatz am dortigen Denkmal. Aus einer Presseerklärung der VVN-BdA: „Bei Widerstand gegen die Faschisten fällt vielen Mitbürgern nur Stauffenberg und sein gescheitertes Hitlerattentat ein. In Wahrheit gab es aber überall Widerstand, auch hier in Bochum gab es mehrere Widerstandsgruppen. Anstatt stolz auf diesen Widerstand zu sein, wurde er in der BRD von Anfang an kleingeredet und/oder verschwiegen. Auf dem Friedhof Freigrafendamm gibt es eine der wenigen Gedenkstätten für diese im allgemeinen Bewusstsein vergessenen Widerstandskämpfer. Das Denkmal auf dem Ehrenrundplatz nennt namentlich die Bochumer Widerstandskämpfer Friedrich Hömberg, Josef Langner, Bernhard Nast, Moritz Pöppe, Johann Schmidtfranz, Wilhelm Schpenk und Wilhelm Thiesbürger. Alle wurden 1943/44 in Konzentrationslagern ermordet. Dieser Widerstand darf nicht vergessen werden, gerade angesichts der aktuellen Bedrohung durch die Faschisten, wie sie am 3.9. wieder in Dortmund erlebbar war“ Der Bundessprecher der VVN-BdA Ulrich Sander sprach auf der Gedenkveranstaltung der VVN-BdA. Den Widerstand nicht zu vergessen, sondern in Erinnerung erhalten, sei Aufgabe der Antifaschisten, nachdem auch im Ruhrgebiet mit der Abschaffung der Dauerausstellungen „Widerstand und Verfolgung“ in Essen und Oberhausen bedenkliche Zeichen gesetzt wurden.

Hier die Rede von Ulrich Sander  im Wortlaut.

VVN-BdA dabei –
Ostermarsch für Frieden und gegen Nazis
Ostermarschrede von Ulli Sander in Bochum-Wattenscheid

April 24, 2011 Von: S.E. Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Friedensbewegung, Geschichte, Kapitalismus, Krieg, Militarismus, Neofaschismus, NPD, Rassismus, Rede Noch keine Kommentare →

Ulli Sander bei der Ostermarschrede in Bochum-Wattenscheid

Der diesjährige Ostermarsch an Rhein und Ruhr unterscheide sich von denen in den 50 Jahren zuvor. Die Bewegungen gegen die Kernkraft und die gegen die Atomwaffen handeln erstmals wieder gemeinsam, seitdem es Anfang der 60er Jahre hieß: Kampf dem Atomtod. Das stellte Ulrich Sander (Foto), Bundessprecher der VVN-BdA und einer der Mitorganisatoren des ersten deutschen Ostermarsches von 1960 bei seiner heutigen Rede in Bochum-Wattenscheid fest. Er sprach sich auch dafür aus, die Antifa- und die Friedensbewegungen eng zu verzahnen. Damit wolle man heute anfangen, da es gegen die NPD gehe, die hier in Wattenscheid ein Hauptquartier besitze. Er forderte das Verbot der NPD und die Absage an den Rassismus a la Sarrazin.

Die Rede von Ulrich Sander im Wortlaut.

Verachtet-Vertrieben-Verfolgt
Eröffnung der Ausstellung durch Roman Franz

Februar 14, 2011 Von: Sandra Kruessel Kategorie: Allgemein, Ausstellung, Rede Noch keine Kommentare →

Bei der Eröffnung der Ausstellung über die Verfolgung der Sinti und Roma in Bochum und Wattenscheid am 21. Januar 2011 im Ottilie-Schoenewald-Weiterbildungskolleg
hielt Roman Franz (Erster Vorsitzender des Landesverbandes NRW Deutscher Sinti und Roma) folgende Rede:

Sehr geehrter Herr Brinkmöller-Becker, lieber Herr Kunold, Frau Wissmann,
meine sehr geehrten Damen und Herren!

Ich bedanke mich für die Einladung zu dieser Ausstellungseröffnung.
Sinti und Roma mussten am nachhaltigsten und schwersten erfahren, dass das Vergessen und Verdrängen der Nationalsozialistischen Verbrechen der erste Schritt zu neuer Ablehnung und neuer Ausgrenzung ist.
Wenn das heutzutage – zum Glück- anders ist, so liegt es ganz sicher auch daran, dass wir in unserer Arbeit gegen das Vergessen Verbündete haben, wie die Bochumer VVN.
Vor sechs Jahren bekam der kleine Park am Bochumer Rathaus den Namen „Apollonia-Pfaus-Park“. Das ging im Wesentlichen auf Ihre Initiative und Beharrlichkeit zurück.
Und Ihre Ausstellung über die Verfolgung der Sinti und Roma aus Bochum, ist eine der umfangreichsten und informativsten örtlichen Dokumentation dieser Geschichte.

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Rede von Sevim Dagdelen
zum Gedenktag der Opfer des Faschismus
am 12.09.2010 auf dem Friedhof Freigrafendamm in Bochum

September 12, 2010 Von: Andreas Seier Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Gedenken, Kapitalismus, Krieg, Militarismus, Rede 2 Kommentare →

Sevim Dagdelen, MdB

Sevim Dagdelen, MdB

Liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten,
liebe Freundinnen und Freunde!

71 Jahre nach dem Überfall Nazideutschlands auf Polen und 65 Jahre nach der Befreiung Deutschlands und Europas vom Faschismus finden wir uns hier und heute zum Tag der Opfer des Faschismus ein. In Erinnerung an die Toten und aus Respekt für die Überlebenden bitte ich Sie/Euch um eine Schweigeminute zum Gedenken an die ermordeten KZ-Häftlinge, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und gefallenen Partisaninnen und Partisanen, Soldatinnen und Soldaten der alliierten Streitkräfte und Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern zu widmen.

—- Gedenkminute —-

Danke.

Liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten,
liebe Freundinnen und Freunde!

Als die Jahrestage der Ermordung Ernst Thälmanns (18. August 1944 im KZ Buchenwald), Rudolf Breitscheids (24. August 1944 im KZ Buchenwald) und der Widerstandskämpfer des 20. Juli bevorstanden, ergriffen 1945 ehemalige politische Häftlinge die Initiative zur Begründung eines Gedenktages für die Opfer des Faschismus. Unterstützung kam von den neu zugelassenen antifaschistisch-demokratischen Parteien, den Kirchen, Gewerkschaften und Jugendausschüssen.

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Rede zum Gedenken
an die Niederschlagung des Kapp-Putsches:

Ein Generalstreik hat die Republik gerettet

März 28, 2010 Von: Uli Borchers Kategorie: Antifaschismus, Aufstand, Gedenken, Militarismus, Rede Noch keine Kommentare →

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Freundinnen und Freunde,

90 Jahre ist es her, dass der Kapp-Putsch stattgefunden hat. 90 Jahre – ein Zeitraum, der Erinnerung immer schwerer, aber trotzdem notwendig macht.

Ich habe die Anfrage der VVN für diese Rede übernommen, weil es auch meinem Verständnis von Geschichte entspricht, sowohl über die Vorgänge von 1920 zu sprechen, als auch darüber nachzudenken, welche Konsequenzen aus den Ereignissen vor 90 Jahren zu ziehen sind.

Deshalb habe ich für meine Rede drei Abschnitte vorgesehen:

  1. Wie kam es zum Kapp-Putsch?

  2. Wer waren die Gewinner, wer die Verlierer?

  3. Warum Gedenktage dieser Art?

Die geschichtliche Ausgangssituation ist weitgehend erforscht, die wichtigsten Details sind bekannt. Deshalb kann der historische Rückblick sich auf wenige Fakten beschränken:

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Rede zum Gedenken für die von den Nazis ermordeten Antifaschisten
am 13. September 2009 auf dem Bochumer Hauptfriedhof

September 13, 2009 Von: Klaus Piel Kategorie: Antifaschismus, Faschismus, Gedenken, Rede 5 Kommentare →

Zum Gedenken an die ermordeten Widerstandskämpfer des Naziregims

Zum Gedenken an die ermordeten Widerstandskämpfer des Naziregims

Liebe Bochumer Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Wir haben uns heute hier versammelt, 70 Jahre nach dem Beginn des 2. Weltkrieges, um  an die Opfer des Faschismus zu erinnern, an den antifaschistischen Widerstand hier in Bochum und speziell an die Widerstandsgruppe um die Kommunisten Pöppe und Schmidtfranz.

Die Nazijustiz hat sie vor 65 Jahren zum Tode verurteilt und hingerichtet, weil sie ungebrochen durch Zuchthaus und Gefängnis weiterhin Widerstand gegen den Hitlerfaschismus leisteten.

Über 20 Männer und Frauen umfasste die wohl aktivste Bochumer Widerstandsgruppe in der Kriegszeit.

Sie hörten ausländische Sender ab, bauten Kontakte zu anderen Widerstandskämpfern auf, verbreiteten Flugblätter auch der Münchner Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ und forderten in selbst gefertigten Handzetteln zum Sturz Hitlers auf.

Aber auch an die Namen Friedrich Hömberg, Josef Langner, Bernhard Nast, Wilhelm Schpenk, Wilhelm Thiesbürger und Erich Schröder will ich erinnern, an ihren Widerstand, aber auch an ihr Leiden; ebenso an Karl Springer und Fritz Husemann, dessen Grab sich nicht weit von hier befindet.

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Kranzniederlegung am Denkmal der Kämpfer gegen Reaktion und Faschismus in Werne

Februar 15, 2005 Von: Guenter Gleising Kategorie: Arbeiterbewegung, Aufstand, Rede Kommentare deaktiviert für Kranzniederlegung am Denkmal der Kämpfer gegen Reaktion und Faschismus in Werne

 Auch in diesem Jahr ruft die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN – BdA) auf, der im Kampf gegen den rechten Kapp-Lüttwitz-Putsch von 1920 gefallenen „Märzgefallenen“ und der antifaschistischen Widerstandskämpfer gegen Faschismus und Krieg zu gedenken.

Ihr Einsatz und Mut, ihr Idealismus und Kampfeswillen sollte für uns heute Verpflichtung sein, soziale und politische Errungenschaften zu bewahren, den reaktionären Kräften von heute den Weg zu versperren und in ihrem Sinn für Frieden, Freiheit, Solidarität und sozialen Fortschritt einzutreten

Sonntag, 29. März 2015, um 11.00 Uhr
Treffpunkt: auf dem Marktplatz in Bochum-Werne.

Die Gedenkrede auf dem Werner Friedhof hält Katharina Schwabedissen, Sprecherin der LISA (Linke sozialistische Arbeitsgemeinschaft Frauen) in NRW.

Die Gedenkveranstaltungen an den Werner Gräbern und dem Denkmal finden, mit einer Unterbrechung in der Zeit des Faschismus in den Jahren von 1933 bis 1945, seit 1921 statt.